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Armut in der Schweiz : Wenn Statisktik Armut beseitigt

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Loser
Mitglied
#11 ° Gesendet: 04.01.2010 21:44
leonforte:
man nennt das fundraising und nicht armutsbekämpfung. übrigens 80% der hier definierten armen sind beim nächsten mal nicht mehr arm, sprich über der armuntsgrenze .....

Belege ? Oder wieder nur eine Deiner Behauptungen ohne Substanz ?
leonforte
Mitglied
#12 ° Gesendet: 05.01.2010 07:53
überhaupt nicht ohne substanz ....

geh mal auf:

www.bsv.admin.ch

http://www.jahrbuch-stat.ch/d/auswahl.htm

du wirst vor allem mal feststellen, dass die zahl von 900'000 massiv übertrieben ist und sich in den offiziellen statistiken so nicht abbildet. dann wirst du feststellen, dass es einen fluss in und aus der armut gibt. sprich wir haben zwar etwa 9'5% arme in der schweiz, die wandeln sich aber stark, sprich ein grossteil dieser armen ist nicht dauernd arm, sondern aufgrund einer bestimmten lebensituation. arm sind beispielsweise die studenten, spätestens nach abschluss des studiums und dem übertritt in die assistenzzeit ist der herr medizinstudent nicht mehr arm. die giesskannenmethodik der caritas ist nicht zielführend. sie müsste sich auf die problemfälle unter den armen, die über jahre hinweg arm bleiben kümmern. die dampfhammermethode mit der immer gleich grossen zahl im sinne alle jahre wieder ist einfach nur lächerlich!
swiss
Mitglied
#13 ° Gesendet: 11.01.2010 12:20
Diejenigen die sich für die Benachteiligten einsetzen in der Schweiz werden :

" Sozialromantiker " genannt.

Was für eine Scheiss-Schweiz ! Wir sind soweit wie in den USA vor 20 Jahren, kein Centimeter weiter.
swiss
Mitglied
#14 ° Gesendet: 11.01.2010 12:31
900 000 Menschen in der Schweiz leben gemäss Caritas in Armut. In den offiziellen Statistiken des Bundes lösen sich die hiesigen Schweizer, die von Armut be-troffen sind, in Luft auf. Was der Bund macht, ist Desinfor-mation. Er verbirgt absichtlich die Wirklichkeit, um eine Debatte über dieses heikle Thema zu verhindern. Nebenbei: Die 300 reichsten Schweizer besitzen zusammen 449 Milliarden Schweizerfranken.

Eine möglichst breit abgestützte, sachlich geführte Diskussion über unser Sozialhilfesystem ist dringend notwendig. Mit seiner Polemik gegen die Armutsdefi-nition der Caritas wiederholt Armin Müller aber nur die neo-liberale Leier von Sozialhilfe, welche die individuelle Selbstverantwortung abbaue, zu Missbrauch einlade und dadurch die sozialen Probleme, die sie vermeiden wolle, gerade produziere. Kein Wort, dass Armut auch in der Schweiz existiert, und kein einziges Argument für einen konstruktiven Lösungsansatz. Das
Die Caritas macht sich in ihrem jährlich erscheinenden Sozialalmanach die Mühe, Armut zu definieren. Dass Armin Müller diese Recherchen als Unfug und Angstmacherei abtut und das Thema weder kritisch würdigt noch fundiert Stellung bezieht, ist bedenklich.


Armin Müller will offenbar nicht wahrhaben, dass es in der reichen Schweiz 900 000 Menschen gibt, die arm sind. Seine Argumente sind ähnlich wie jene von Thomas Held, der erklärte, dass es in der Schweiz vielen Armen ziemlich gut gehe. Mit seinem Loblied auf die freie Marktwirtschaft lenkt Müller ab vom Versagen der neoliberalen Politik, die zur jüngsten Wirtschaftskrise und zu mehr Armut in der Welt geführt hat.
razzar
Mitglied
#15 ° Gesendet: 11.01.2010 12:49
swiss:
Mit seinem Loblied auf die freie Marktwirtschaft lenkt Müller ab vom Versagen der neoliberalen Politik, die zur jüngsten Wirtschaftskrise und zu mehr Armut in der Welt geführt hat.

Funktioniert denn Ablenkung heute noch? Ich denke nicht. Das Volk weiss bescheid ;).
leonforte
Mitglied
#16 ° Gesendet: 11.01.2010 13:49
razzar:
Armin Müller will offenbar nicht wahrhaben, dass es in der reichen Schweiz 900 000 Menschen gibt

nur ist herr müller nicht der einzige der diese zahlen als humbug bezeichnet, sondern auch die skos .... die hat klar gesagt, dass 900'000 viel zu hoch gegriffen sind. damit hat sich die sache eigentlich erledigt und das ganze entpuppt sich als nichts anderes als billige spendenjägerei ...... ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht spielt dabei keine rolle, die öffentlichkeit hat das schon längst erkannt!
Boll
Mitglied
#17 ° Gesendet: 12.01.2010 11:33
Nimmt man das betreibungsrechtliche Existenzminimum, kann man bei der Zahl der Caritas in etwa zwei Nullen streichen.

Die Forderung der Reduktion der Armut ist ganz einfach zu erfüllen: Man nehme realistische Zahlen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/laut_caritas_leben_rund_900_000_ arme_menschen_in_der_schweiz_1.4396092.html
swiss
Mitglied
#18 ° Gesendet: 12.01.2010 12:10
Für Boll.

Das betreibungsrechtliche Existenzminimum ist extrem tief - da gehört man schon zu den 9000000.

Also Boll, Du bist wohl pensionniert mit 15`000.- Monatseinkommen, brutto.
razzar
Mitglied
#19 ° Gesendet: 12.01.2010 12:34
Boll:
Nimmt man das betreibungsrechtliche Existenzminimum, kann man bei der Zahl der Caritas in etwa zwei Nullen streichen.

Wenn du das als Armutsgrenze meinst, dann eher zwei Nullen dazu. Das betreibungsrechtliche Existenzminimum ist etwas höher als das von Sozialämter vorgeschriebene. Also logisch mehr Arme, welche nicht zu diesem Betrag kommen.
Boll
Mitglied
#20 ° Gesendet: 12.01.2010 13:34 ° Bearbeitet von: Boll
razzar:
Das betreibungsrechtliche Existenzminimum ist etwas höher als das von Sozialämter vorgeschriebene. Also logisch mehr Arme, welche nicht zu diesem Betrag kommen.

Nein, die Sozialämter richten sich nach SKOS, der Betreibungsbeamte nach dem - oh Wunder - betreibungsrechtlichen Existenzminimum. Letzteres ist weitaus tiefer bzw. wer darunter liegt, könnte sich sogar tatsächlich als arm bezeichnen.

swiss:
Das betreibungsrechtliche Existenzminimum ist extrem tief - da gehört man schon zu den 9000000.

Ehm, ja, logisch. Doch mit dem betreibungsrechlichen kann man, zumindest theoretisch, leben.

Skos-Richtlinien:
http://www.skos.ch/store/pdf_d/richtlinien/richtlinien/RL_deutsch_2009 .pdf

Es ist doch einfach so, dass wir in der Schweiz auf einem sehr hohen Niveau jammern.

Und nein, ich verdiene keine 15'000 im Monat. Doch selbst wenn, hätte das wohl kaum eine Relevanz für meine Kritik an der Caritas-"Statistik".
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