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Für einen gesetzlichen Mindeslohn, hier ausdrucken, unterschreiben !

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leonforte
Mitglied
#21 ° Gesendet: 25.11.2009 17:35
Zocker:
Leo wird von seinen Kunden frustriert

keineswegs, habe ich doch auch erfolge vorzuweisen, wie zum beispiel die eliminierung von 50% der bezüger seit meinem amtsantritt ...... und damit eine massive senkung der ausgaben meiner gemeinde in diesem bereich.

der einzige wehrmutstropfen ist, dass einige gemeinden in diesem bereich noch erfolgreicher gegen das sozialpack vorgehen ........ aber ich strenge mich durchaus an, mit diesen gleichzuziehen ..... im ranking der ch gemeinden hat sich dies sehr positiv ausgewirkt!
erdnanu
Mitglied
#22 ° Gesendet: 26.11.2009 23:08
mit mindestlöhnen tun wir sicher nichts für die Armen.

Einfache Arbeiten werden dann halt ins Ausland verlagert, Roborter werden eingesetzt und die Schwarzarbeit nimmt zu. Wer für CHF 16.00/h schuftet soll selbst merken, dass er ein schlechtes Angebot am Arbeitsmarkt leistet. Eine künstliche Erhöhung auf CHF 30.00 bringt ihm eine Lohnerhöhung von fast 100%. Was wird die Folge sein? Keine Weiterbildung, nichts ändern, sich nicht anstrengen. Väterchen Staat schaut dann ja schon.
Zocker
Mitglied
#23 ° Gesendet: 27.11.2009 16:23
erdnanu:
Einfache Arbeiten werden dann halt ins Ausland verlagert, Roborter werden eingesetzt und die Schwarzarbeit nimmt zu.

Wenn z.B. das Reinigungsgewerbe oder das Gastgewerbe oder das Baugewerbe oder der Detailhandel oder die Friseure oder usw. einen Mindestlohn bezahlen müssen, so kann kein Arbeitsplatz aus diesen Branchen ins Ausland abwandern.

In der Schweiz dominiert das Dienstleistungsgewerbe zu 70%. Die Industriearbeitsplätze die abwandern konnten sind bereits abgewandert. Und Mindestlöhne im Bereich der IT sind sowieso kein Thema, obwol in diesem Bereich noch Verlagerungen ins Ausalnd stattfinden.

Die Behauptung Mindestlöhne bringen Arbeitsplatzverlegungen ins Ausland ist so einfach falsch.
Bello
Mitglied
#24 ° Gesendet: 27.11.2009 23:39
@erdanu

Trifft voll zu. In Deutschland ist das in vielen Regionen zu beobachten.
Dort regiert zum Teil nur noch reine Basar-Ökonomie. Es gibt dort
Städte und Gemeinden ,dort lebt die Hälfte von staatlichen Transferleistungen.
Bello
Mitglied
#25 ° Gesendet: 27.11.2009 23:49
@Zocker

Sie waren wohl lange nicht mehr drüben.Das Land mutiert mittlerweile
zum Billiglohnland.Die offizielle Zahl der Ausgewanderten lag bei
ca. 245000 Menschen,mehr als die Hauptstadt der Schweiz Einwohner hat.
Wer auswandert dort, sind die mobilen, gut ausgebildeten Bürger.
Sie können sich gern mal umsehen in den hochverschuldeten Ruhrgebiets-
städten wo Haushaltsperre angesagt ist, weil die selbst nicht mehr
die Zinsen für ihre Kassenkredite bedienen können, oder sehen sie sich
mal um in Berlin-Kreuzberg oder Berlin-Neuköln.
Ich kann mir kaum vorstellen, das sie sich solche Zustände hier in
der Schweiz herbeisehnen, es sei den sie sind Masochist .
Zocker
Mitglied
#26 ° Gesendet: 28.11.2009 15:22
Bello

Ich bin regelmässig in Deutschland aber nie mehr in den Grossstädten. Dass es in diesen Viertel ala Kreuzberg gibt, ist eher normal. Welche Millionenstadt hat nicht irgendwelche Viertel, wo die Staatsmacht weniger bis gar nichts mehr zu sagen hat. Dieses Phänomen ist weder Deutschland spezifisch noch abhängig von irgendwelchen Religionsgemeinschaften. Es ist Tatsache, dass sich auch sozial Unterprivilegierte zu Gemeinschaften zusammenfinden und dass sie auch Gethos bilden sowie die Reichen in ihren Villenvierteln ebenfalls Gethos bilden.

Die Schweiz hat das Problem von Armenvierteln (noch) nicht, da die Städte in der Schweiz viel zu klein sind.

Dass sozial unterprivilegierte Schichten entstehen, ist nicht eine Folge von hohen Steuern oder zu viel sozialer Umverteilung. Diese Schichten sind die Begleiterscheinung des Kapitalismus und des freien Marktes. Je unregulierter und entfesselter dieser Kapitalismus gelebt wird, desto grösser wird die Schicht der Verlierer mit allen unangenehmen Randerscheinungen. Es wird sozialer Sprengstoff angehäuft.

Um die von dir geschilderten Misstände zu verringern müssen wir den Kapitalismus vor den Kapitalisten schützen, damit möglichst alle Leute im System eine positive Daseinserfahrung haben. Die Gewinnmaximierung des einzelnen Kapitalisten hat nicht das Gemeinwohl zum Ziel. Das Gemeinwohl wird von denen erwartet, jedoch beitragen sollen die anderen.
dryueh
Mitglied
#27 ° Gesendet: 29.11.2009 01:19
Zocker:
Dass sozial unterprivilegierte Schichten entstehen, ist nicht eine Folge von hohen Steuern oder zu viel sozialer Umverteilung. Diese Schichten sind die Begleiterscheinung des Kapitalismus und des freien Marktes.

Ah ja. Hast du mal dokus gesehen über die Zustände im Osten (Bulgarien, Rumänien, etc) gesehen? Das ist Armut, und zwar sozialistisch dirigiert.

Tatsache ist, dass es immer Arme geben wird. Es hat noch nie ein System gegeben, dass das verhindert hätte. Und gerade die sozialistischen Systeme waren in dieser Sache extrem, dort waren nicht jene arm die nichts getan haben, sondern jene, die gegen das System aufbegehrt haben. IMO liegt der Clou darin, dass jeder daraus ausbrechen kann, wenn er will. Und das geht heute bei uns. Natürlich nicht mit einer 30 Stunden Woche. Man muss den Finger schon rausnehmen. Ist ja keiner gezwungen, in Raucherbeizen oder als Reinigungskraft zu arbeiten.

Zocker:
Wenn z.B. das Reinigungsgewerbe oder das Gastgewerbe oder das Baugewerbe oder der Detailhandel oder die Friseure oder usw. einen Mindestlohn bezahlen müssen, so kann kein Arbeitsplatz aus diesen Branchen ins Ausland abwandern.

wundernbare beispiele die du ansprichtst. Es wird einfach weniger gereinigt (nur noch 1x pro Woche), resp. der MA kann das selber machen, der Mieter wohnt in versifferten Wohnungen (der Eigentümer schaut für sicher selber schon) und die Haare schneidet ein/e Kollege/n.

Ein Beispiel: Glaubt du ernsthaft, dass es in D Klofrauen gäbe, müsste man ihnen einen nicht erwirtschaftbaren Lohn auszahlen? Alle diese Jobs wären von heute auf morgen verloren.

Zocker:
Die Gewinnmaximierung des einzelnen Kapitalisten hat nicht das Gemeinwohl zum Ziel. Das Gemeinwohl wird von denen erwartet, jedoch beitragen sollen die anderen.

Bill Gates. Ein Turbokapitalist übelster Sorte. Aber: Wer ist nochmal der grösste Helfer der Welt?

Hier sind wir beim Kern. Der Liberale geht einem postiven Menschenbild aus. Menschen handeln gut weil es ihrem Wesen entspricht (Ausnahmen bestätigen die Regel). Der Sozialist hat ein negatives Menschenbild: Denn wäre der Mensch gut, könnte er frei sein. Nun beutet der Mensch aber andere aus wenn die Möglichkeit besteht, deswegen ein Zwang her muss, womit wir dann direkt bei sozialistischen System wären.
swiss
Mitglied
#28 ° Gesendet: 29.11.2009 09:31
Unterschriftenbogen holen und audrucken, hier :

http://www.juso.ch/files/Unterschriftenbogen_1-zu-12_de.pdf
Zocker
Mitglied
#29 ° Gesendet: 29.11.2009 11:11
dryueh:
Tatsache ist, dass es immer Arme geben wird. Es hat noch nie ein System gegeben, dass das verhindert hätte. Und gerade die sozialistischen Systeme waren in dieser Sache extrem,

Du solltest dich besser mit der Geschichte befassen. Du scheinst keine ahnung zu haben wie ausbeuterisch der Kapitalismus im 19 Jahrhundert war. Du hast vergessen dass 16 Stundentage die Regel waren, dass in Schreibstuben an Stehtischen 12 Stunden ohne Mittagspause gearbeitet wurde und dass der Kapitalismus selbst die Grundlagen zur Erfindung des Sozialismus geliefert hat.
Ohne die Errungenschaften des Sozialismus (ich rede vom Sozialismus z.B. in der Schweiz oder Deutschland) hätten wir nach wie vor 16 Stundentage ohne Ferien keine Arbeitslosen versicherung keine AHV usw. Die soziale Marktwirtschaft, die den Kapitalismus für die Mehrheit erst lebenswert macht ist der Sozialismus verantwortlich und nicht das positive Menschenbild, das den Kapitalsten eigen sein soll.
Dein Sozialismusbild das nur in der Form des Komunismus des Ostblocks existiert, soltest du erweitern mit den Sozialisten westlicher Prägung und den damit verbundenen Erungenschaften.

Dass du alle sozialen Errungenschaften von denen du heute profitierst, den Kapitalisten zurechnest ist Geschichtsklitterung.

dryueh:
Bill Gates. Ein Turbokapitalist übelster Sorte. Aber: Wer ist nochmal der grösste Helfer der Welt?

Sicher nicht Bill Gates, der mit seinem Windowsmonopol die ganze PC-Welt würgt und abzockt.

dryueh:
Denn wäre der Mensch gut, könnte er frei sein.

Die Idee dass der Mensch gut sein muss, um frei sein zu können, ist auch ein Trugschluss.
Erstens ist nicht definierbar was objektiv gut und schlecht ist und zweitens hat die Freiheit nichts damit zu tun. Im Gegenteil, die Freiheit erst lässt zu, dass Gutes oder Schlechtes gemacht werden kann.
Bello
Mitglied
#30 ° Gesendet: 03.12.2009 22:36
@Zocker

Du kennst die deutschen "No go Areas" sicherlich nicht,sonst wärst du kritischer.

<Dass sozial unterprivilegierte Schichten entstehen, ist nicht eine Folge von hohen Steuern>

Aber doch, sonst würden mehr Jobs in den unteren Lohnbereichen
angeboten, und viele hätten ein einträgliches Auskommen.

Zudem scheinen sie die deutschen Fehlentwicklungen nicht zu sehen,
über die ich sie aber gerne aufkläre.
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