erdnanu:
ja, machen wir es doch mit den Mindestlöhnen wie EU-Land, dann haben wir auch bals 15% Arbeitslose. Typisches Sozi-Rezept.
Sind es wirklich die Sozi-Rezepte die mehr Arbeitslose produzieren?
Die Schweiz hat auch ein gutes System um die Arbeitslosenzahlen tief zu halten. Alle Ausgesteuerten werden einfach nicht mehr erfasst und sind damit nicht mehr arbeitslos.
Die Arbeitslosenzahl allein sagt wenig aus über den Wohlfühlgrad der Bevölkerung. Hohe Mieten, hohe Gesundheitskosten, Höchstpreise bei Konsumgütern, ein Volk von Mietern, Verstädterung ganzer Landschaften, Lärmemissionen und vieles mehr dämpfen das Wohlfühlen auch bei kleinerer Arbeitslosigkeit.
Was von diesen Dingen aus einem Sozi-Rezept stammt ist mir egal und die geschönte Arbeitslosenzahl kümmert mich auch wenig. Wenn jedoch einer den ganzen Tag schuftet und mit seinem Lohn seine Familie nicht ernähren kann, damit der Arbeitgeber mehr Gewinn macht, dann ist das scheisse. Wenn der Staat (ich als Steuerzahler) dann Zuschüsse an die Working Poors zahlt, damit Firmen bei der Gebäudereinigung Kosten einsparen können, dann ist das auch scheisse. Solche Arbeitsplätze sollen ruhig verlorengehen und dazu soll der Mindestlohn beitragen.
Wenn z.B.die Reinigungsbranche höhere Löhne zahlen muss, dann haben wir weniger Working Poors und die Arbeitsplätze wandern nicht ins Ausland ab. Ausserdem spart der Staat bei den Arbeitslosenkosten. Was an dem Rezept sozialistisch ist, weiss ich nicht, oder sind Einsparungen beim Staat neuerdings sozialistische Tugenden?
Übrigens der Mensch braucht nicht einen Arbeitsplatz sondern ein Einkommen um zu leben. Die Annahme, dass ein Arbeitsplatz auch ein lebensfähiges Einkommen mit sich bringt, ist oft fiktiv.