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Für einen gesetzlichen Mindeslohn, hier ausdrucken, unterschreiben !

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swiss
Mitglied
#1 ° Gesendet: 18.11.2009 20:02
http://www.juso.ch/files/Unterschriftenbogen_1-zu-12_de.pdf


Interessant : Die SVP ist gegen diese Initiative ! Eigentlich unverständlich oder eben auch verständlich. Ein richtiger SVP-Bauer oder ein richtiger SVP Hotelier-Restaurateur hat doch immer ein paar Yugos oder Portos die im Stall arbeiten - warum sollen denn diese Untermenschen einen anständigen Lohn haben ?



Sicherheit schaffen, SVP abschaffen !
driver
Mitglied
#2 ° Gesendet: 18.11.2009 22:42
@swiss: Liest Du überhaupt die Links die Du hier reinhängst? Es geht da nicht um einen gesetzlichen Mindestlohn, sondern darum, dass die Lohnunterschiede innerhalb eines Unternehmens begrenzt werden sollen.

Jeder Arbeitnehmer, der auch nur ein bisschen weiter denken kann als die JuSos, sollte gegen diese Initiative sein, denn eine Annahme könnte sich als gewaltiges Eigengoal für die Arbeitnehmer erweisen, schafft sie doch einen enormen Anreiz für vermehrtes Outsourcing, speziell in Tieflohnbereichen. Dies führt oft nicht nur zu tieferen Löhnen, sondern auch zu schlechteren Sozialleistungen.

Die staatsgläubigen JuSos denken natürlich, man könne solche Probleme mit noch mehr Regulierungen lösen, schreiben Sie doch auf dem Unterschriftenbogen:

So einfach ist das nicht. Erstens muss das Parlament – wird die 1:12-Initiative vom Volk angenommen – ein Gesetz zur Umsetzung verabschieden. Auslagerungen um 1:12 zu verhindern müssten darin strafbar gemacht werden. Zweitens sprechen wir von Unternehmen und nicht von einer schon definierten juristischen Person. Scheinselbstständige sowie Beschäftigte in dauernden Auftragsverhältnissen oder Management-Gesellschaften gehören genauso zu einem Unternehmen wie „normale" Arbeitnehmer/innen.

Wenn's nach den JuSos geht, dann soll also in Zukunft der Staat den Unternehmen vorschreiben, wie sie sich zu organisieren haben und ob sie fusionieren oder sich aufteilen dürfen. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass ein derartig heftiger Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit im Parlament und in einer Volksabstimmung auch nur den Hauch einer Chance hätte. Damit würden sich Umgehungsmöglichkeiten ohne Ende bieten. Ein richtiger Papiertiger.

Da verfolgt die Initiative von Minder, welche solche Sachen den Aktionären überlässt, den viel sinnvolleren Ansatz.
erdnanu
Mitglied
#3 ° Gesendet: 22.11.2009 21:34
Wenn die Initiative durchkommt, geht die Arbeitslosigkeit um 2-3% hoch. Die Totengräber der Wirtschaft werden aber auch dieses Mal verlieren.
Wilhelmtell
Mitglied
#4 ° Gesendet: 22.11.2009 22:50 ° Bearbeitet von: Wilhelmtell
erdnanu:
Wenn die Initiative durchkommt, geht die Arbeitslosigkeit um 2-3% hoch. Die Totengräber der Wirtschaft werden aber auch dieses Mal verlieren.

Stimmt doch nicht, die Arbeitslosigkeit ist so hoch wegen der Wirtschaftskrise und der PFZ und wird noch weiter steigen. siehe SECO-Bericht.

Der gesetzliche Mindestlohn ist schon längst überfällig, die meisten europäischen Länder haben den schon längst. Oder bist du für Working Poors?

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SVP-will-Personenfreizueg igkeit-aufkuendigen/story/30032646
Wilhelmtell
Mitglied
#5 ° Gesendet: 22.11.2009 22:58 ° Bearbeitet von: Wilhelmtell
erdnanu:
Die Totengräber der Wirtschaft

Du meinst wohl Economie Suisse und die Grossbanken UBS und CS?
Wilhelmtell
Mitglied
#6 ° Gesendet: 22.11.2009 23:05
driver:
Dies führt oft nicht nur zu tieferen Löhnen, sondern auch zu schlechteren Sozialleistungen.

Dann braucht es eben den Mindestlohn und schärfere Gesetze. Oder bist du für Working Poors, die aufs Sozialamt müssen, obwohl sie arbeiten?
Dann melde dich doch bei einem Sklavenhändler, der dir einen Stundenlohn von Fr. 14.95 brutto bezahlt, Ferien und 13. Monatslohn inbegriffen. Mit 10 Stunden pro Tag x 6 pro Woche bringst es du auch auf Fr. 897.-- pro Woche brutto, vor Sozialabzügen und vor Steuern. Ob du dann davon leben kannst, ist ja dann dein Problem...
erdnanu
Mitglied
#7 ° Gesendet: 22.11.2009 23:13
ja, machen wir es doch mit den Mindestlöhnen wie EU-Land, dann haben wir auch bals 15% Arbeitslose. Typisches Sozi-Rezept.
Pia
Mitglied
#8 ° Gesendet: 23.11.2009 00:01
erdnanu:
ja, machen wir es doch mit den Mindestlöhnen wie EU-Land, dann haben wir auch bals 15% Arbeitslose. Typisches Sozi-Rezept.

Nun, es gibt m.W. grosse Unterschiede in den EU-Ländern. Was die Schweiz angeht: Es gibt ja nicht nur die Löhne, sondern auch Mieten und Steuern. Und da gibt es Konflikte oder Entwicklungen, die mir auch nicht nur gefallen. Je tiefer die Steuern, desto höher die Mieten. Oder je höher die Steuern, desto tiefer die Mieten, etwas pauschal gesagt. Auch wenn das auf dich sozialistisch oder sozi-mässig wirken mag: Mir wäre es mitunter egal, wenn in der ganzen Schweiz die Steuern und Mieten in etwa ähnlich wären, im Verhältnis. Auch der Erwerb von Hauseigentum. Ein Mindestlohn (wie er in vielen GAVs bereits ausgehandelt wurde) ebenso.
erdnanu
Mitglied
#9 ° Gesendet: 23.11.2009 22:54
Das mit den Steuern und Mieten gleicht sich aber irgendwie wieder aus. Wer günstig wohnt, zahlt etwas höhere Steuern. Das ist ja auch gut so. Bei staatlichen Vorschriften würden die Ungerechtigkeiten nur noch viel schlimmer.

Mindestlöhne führen zu einer Gleichmacherei und eher zu einer Nivellierung nach unten. Meine Putzfrau erhält heute CHF 28.00 p.h. Nach den heutigen Medienberichten mit dem Mindestlohne von 18.50 bin ich wohl zu hoch und bezahle der Nachfolgerin nur noch 20-25.
Pia
Mitglied
#10 ° Gesendet: 23.11.2009 23:21
erdnanu:
Mindestlöhne führen zu einer Gleichmacherei und eher zu einer Nivellierung nach unten. Meine Putzfrau erhält heute CHF 28.00 p.h. Nach den heutigen Medienberichten mit dem Mindestlohne von 18.50 bin ich wohl zu hoch und bezahle der Nachfolgerin nur noch 20-25.

Nein, mehr zahlen kannst du immer. Aber es geht um die, die knapp an der Grenze bezahlen, wo kaum jemand mehr mit 100% davon leben könnte.


erdnanu:
Das mit den Steuern und Mieten gleicht sich aber irgendwie wieder aus. Wer günstig wohnt, zahlt etwas höhere Steuern. Das ist ja auch gut so. Bei staatlichen Vorschriften würden die Ungerechtigkeiten nur noch viel schlimmer.

Wieso? Zu den "staatlichen" Vorschriften gehören ja in einigen Kantonen auch extreme Steuerdumpings für Extremreiche. Es ist doch gar nicht so, dass z.B. die ganze Sache mit den Pauschalbesteuerten keine staatliche Sache wäre, das ist staatlich abgesegnet. Die Kantone sind auch Staat.
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