@swiss: Liest Du überhaupt die Links die Du hier reinhängst? Es geht da nicht um einen gesetzlichen Mindestlohn, sondern darum, dass die Lohnunterschiede innerhalb eines Unternehmens begrenzt werden sollen.
Jeder Arbeitnehmer, der auch nur ein bisschen weiter denken kann als die JuSos, sollte gegen diese Initiative sein, denn eine Annahme könnte sich als gewaltiges Eigengoal für die Arbeitnehmer erweisen, schafft sie doch einen enormen Anreiz für vermehrtes Outsourcing, speziell in Tieflohnbereichen. Dies führt oft nicht nur zu tieferen Löhnen, sondern auch zu schlechteren Sozialleistungen.
Die staatsgläubigen JuSos denken natürlich, man könne solche Probleme mit noch mehr Regulierungen lösen, schreiben Sie doch auf dem Unterschriftenbogen:
So einfach ist das nicht. Erstens muss das Parlament – wird die 1:12-Initiative vom Volk angenommen – ein Gesetz zur Umsetzung verabschieden. Auslagerungen um 1:12 zu verhindern müssten darin strafbar gemacht werden. Zweitens sprechen wir von Unternehmen und nicht von einer schon definierten juristischen Person. Scheinselbstständige sowie Beschäftigte in dauernden Auftragsverhältnissen oder Management-Gesellschaften gehören genauso zu einem Unternehmen wie „normale" Arbeitnehmer/innen.
Wenn's nach den JuSos geht, dann soll also in Zukunft der Staat den Unternehmen vorschreiben, wie sie sich zu organisieren haben und ob sie fusionieren oder sich aufteilen dürfen. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass ein derartig heftiger Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit im Parlament und in einer Volksabstimmung auch nur den Hauch einer Chance hätte. Damit würden sich Umgehungsmöglichkeiten ohne Ende bieten. Ein richtiger Papiertiger.
Da verfolgt die Initiative von Minder, welche solche Sachen den Aktionären überlässt, den viel sinnvolleren Ansatz.