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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Die schweizerischen Zeitungen im Wandel

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Zocker
Mitglied
#41 ° Gesendet: 27.10.2009 20:48
Der Wandel der Schweizer Zeitungen entsteht erst dadurch, dass der Jornalismuss gestrafft und kostengünstiger wird. Dazu gehört auch die Fokusierung auf ein Zielpublikum, was der Meinungvielfalt entgegenwirken wird. Die gleichen Jornalisten schreiben für mehrere Zeitungen. Das ist kostengünstiger, verspricht aber einen Einheitsbrei.

Das Blatt von Köppel wäre schon lange pleite, wenn nicht der SVP-Sponsor Kohle schieben würde.
Pia
Mitglied
#42 ° Gesendet: 27.10.2009 22:51
Thomas:
Wenn jetzt schon die Chefredaktion persönlich über den Abdruck von Leserbriefen entscheidet, dann stimmt etwas nicht.

Das siehst du so. Aber stelle dir mal vor, Köppel-Verehrer/innen wird damit geschmeichelt, dass die Chefredaktion alle ihre Zeilen lese, auch wenn nicht alle Lesebriefe in der Zeitung einen Platz finden... Super Werbegag. ;)


Thomas:
Auch die Verleger (beim Tagi: Pietro Supino) haben mittlerweile zu viel Macht und entscheiden über die Inhalte der Zeitung. Dafür gibt es genügend Hinweise...

Ich kenne nun z.B. den "Bund" "Vorher-Nachher", kann deine Aussage nicht bestätigen. Als klar wurde, dass Tamedia auch den Bund (und andere) übernimmt, habe ich postwendend ein Schreiben an Supino und Co. verfasst. Mir wurde auch geantwortet. Ich kann nicht sagen, dass da die Ängste punkto Unabhängigkeit zum Verleger nicht ernst genommen wurden. Ich teile deine Auffassung zur Medienwelt nicht so ganz. Vielleicht bist du sehr Züri-geprägt. Zudem finde ich es schwierig, komplett unabhängig von vielen konkreten Artikeln, ein ganzes Medienhaus zu beurteilen. Es gibt immer wieder kritische Texte von Journalisten, die mich überzeugen. Oder auch Kommentare in Zeitungen. Oder Berichte (wie jener aus der NZZ, den ich hier einbrachte, den du hier unpassend fandest). Du selbst hast ja zu Maurer und Minarett-Initiative einen Tagiartikel (in einem anderen Thread) erwähnt.

Und um deinen Stalin-Köppel mit Nordkorea-Blocher zu vereinen, hier, passt doch prima! :)

Blocher wanderte durch Nordkorea
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Blocher-wanderte-durch-Nordkorea/ story/17859722

Natürlich musste er das auch auf seinem TV-Programm verzapfen.
Thomas
Mitglied
#43 ° Gesendet: 31.10.2009 16:59
Der Wertewandel im öffentlichen Raum ist bemerkenswert. Hat man früher noch respektvoll von Künstlern gesprochen, werden sie heute von Journalisten, die sich für etwas besseres halten, schlecht gemacht. Der Stalin-Vergleich im Tagi ist hier nur ein Beispiel:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/pop-und-jazz/Keith-Jarretts-boeses- Genie-fuehrt-zu-Ausraster-in-Zuerich/story/18996037

Dabei werden diejenigen, die das Konzert (und damit auch das Publikum) stören, zu Opfern gemacht. Etwas ähnliches passiert mit der Abschaffung des Ruheabteils in der zweiten Klasse der SBB:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Fahrplanwechsel-bei-den-S BB-Die-wichtigsten-Neuerungen/story/29357889

Weil sich Leute nicht an die Regeln halten können, passt man sich eben diesen "Opfern" an, statt die Regeln durchzusetzen. Bei der SBB spielen womöglich noch ökonomische Strategien (wer Ruhe haben will, soll 1. Klasse buchen) eine Rolle.
Hexxe
Mitglied
#44 ° Gesendet: 31.10.2009 17:08
Thomas:
Der Stalin-Vergleich im Tagi ist hier nur ein Beispiel:

jöh....versuchst Du noch schnell Deine Beleidigung - Stalin = Köppel zu legitimieren? Du kannst einem echt leid tun....
Thomas
Mitglied
#45 ° Gesendet: 31.10.2009 17:15
Wenigstens hast du inzwischen den Unterschied zwischen Lenin und Stalin bemerkt...
http://www.ignoranz.ch/forum/4_3606_36.html#msg170337
swiss
Mitglied
#46 ° Gesendet: 03.11.2009 21:04
Den CH- Zeitungen geht es schlecht, sehr schlecht und das ist auch gut so !
Lehm
Mitglied
#47 ° Gesendet: 12.11.2009 09:05
swiss:
Den CH- Zeitungen geht es schlecht, sehr schlecht und das ist auch gut so !

Warum?
swiss
Mitglied
#48 ° Gesendet: 12.11.2009 20:25
Blick Tageszeitung

Haben Sie auch bemerkt, dass der Blick immer schmutziger wird, das ist kein Journalismus mehr, das ist Schlamm-Dreck !
Thomas
Mitglied
#49 ° Gesendet: 12.11.2009 21:25
Auch der rechtskonservative Tages-Anzeiger musste die Hirschmann-Affäre bis ins Letzte ausreizen, obwohl meines Wissens noch kein gerichtliches Urteil vorliegt. Sogar der Kultur-Bund befasst sich neuerdings mit den Lifestyle-Problemen der C-Prominenz und die Journalisten, die für Kulturwissenschaften nicht qualifiziert sind, dürfen dort auch ihren Senf abgeben. Der Tagi wird zwischen Blick und Weltwoche zunehmends redundanter - Boulevard haben wir schon in hundertfacher Ausführung (auch Gratiszeitungen) und das Sprachrohr der rechtskonservativen Gutmenschen ebenfalls (einmal in rechtsextremer Form und einmal in pseudo-liberaler Verpackung)- eine Zeitung wird bald überflüssig sein und als Verlierer dastehen.
Lehm
Mitglied
#50 ° Gesendet: 13.11.2009 10:05
Aber die WOZ und die NZZ machen doch noch guten Journalismus. Um die wäre es doch schade?
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