felixkohl:
Vielen Dank für das clevere - ja fast salomonisch einleuchtende - Beispiel. Werde es mit Deiner Erlaubnis in Diskussionen zitieren. :-)
Nur zu! Ich beanspruche kein Copyright darauf und habe auch nicht vor, es in
Nature zu publizieren.
Man kann das Beispiel auch mit Politikern (z.B. BundesrätInnen) durchexerzieren, indem man sich vorstellt, wie Links-, Mitte- und Rechts-Wähler mit ungefähren Zweidrittelsmehrheiten Angehörige des jeweils anderen Segments "bashen".
felixkohl:
In Deinem Beispiel verwendest Du den Ausschluss bzw. das Schmälern des "Produkte-Portfeuilles".
Genau, es geht auch um den Mechanismus, wie Vielfalt allmählich durch Einheitsbrei ersetzt wird.
Im übrigen sind auch die meisten Online-Umfragen im TA binär gestellt. So ist in der heute veröffentlichten Online-Umfrage eine 54-Prozent-Mehrheit dafür, nachts an den Tankstellen einkaufen zu können. Würde man die Frage stellen, ob es legitim ist, wenn Angestellte zur Nachtarbeit verpflichtet werden, könnte paradoxerweise ebenso eine 54-Prozent-Mehrheit, diese Idee ablehnen. M.a.W. Umfragen werden der Realität nicht gerecht, v.a. da sich die Leute, die sie stellen, oft nicht viel dabei überlegen.