Natascha:
Selbstverstsändlich sollen politisch Verfolgte ein Asylrecht haben, aber eben so selbstverständlich muss man mit offensichtlichen Scheinasylanten umgehen
Das bestreitet im Grundsatz heute kaum noch jemand, zumindest bei den Linksliberalen.
Natascha:
Da wird gross gehustet, wenn Blocher praxiskonform und nach gesundem Menschenverstand die irakischen Flüchtlinge einer humanitären Lösung zuführte OHNE dass man eben zulässt, dass das Asylwesen, letztlich zu Lasten der richtigen Asylanten, ausgenutzt wird.
Noch einmal: Das Problem war, dass man dies nicht öffentlich gemacht hatte bzw. die Gesuche nicht registriert. Nicht die Lösung an sich. Warum musste dies vertuscht werden? Das weckt einfach Misstrauen, egal wie gut oder schlecht das Vorgehen an sich war.
Natascha:
Den gleichen Fehlgedanken hatte die stets nach juristischen Grundsätzen handelnde EWS erleben müssen, also sie glaubte, man müsse das Problem der "Eriträer" gesetzlich und nicht mit einem Notrecht lösen
Hier haben wir ein grundsätztliches Problem: Die Eritreer wurden vom Bundesverwaltungsgericht als echte (!) Flüchtlinge anerkannt, aber trotzdem will man sie nicht als solche hierhaben. Das geht nicht auf, ob man nun Notrecht oder Gesetzesrecht einsetzt. Wer definiert dann, was ein echter Flüchtling ist, wenn nicht ein Gericht?
Klar war das BVGer hier sehr grosszügig. Doch man sollte dies akzeptieren, wenn man die Gewaltenteilung respektiert.
Natascha:
Viel besser ist eben, dass es gar nicht zu einem Gesuch kommen sollte, wenn Lösungen vor Ort getroffen werden können UND wenn ein Abschreckungspotential besteht, dass den Schleppern zuwider ist.
Lösungen vor Ort, ja, die wären tatsächlich besser.
Anders sieht es bei den Abschreckungsmassnahmen aus. Hier kann man eben nicht zwischen "echten" und "unechten" Flüchtlingen unterscheiden, sondern es werden alle davon getroffen, auch die falschen. Das meinte @gumbyman wohl mit "Pseudo-Effizienz".