Boll Mitglied
#27 ° Gesendet: 03.03.2008 14:44 ° Bearbeitet von: Boll |
"Wer ehrlich Steuern zahlt, hat ja auch nichts zu befürchten, das "Volk" betrifft es so sicher nicht."
Es beschneidet die Privatsphäre, zeugt davon, dass der Staat den Bürger als Feind sieht und kreiiert einen Überwachungsstaat. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man etwas zu verbergen hat, sondern nur darauf, dass man der stetigen Datenbeschaffung des Staates wenigstens noch das RECHT ENTGEGENHALTEN KANN. Wenn sich der Bürger nicht mal mehr wehrt, wenn der Staat gegen das demokratisch legitimierte Gesetz verstösst, ist es wirklich nicht mehr weit her mit dem Durchschnittsbürger.
Aber es heisst ja immer, der Bürger wird immer staatshöriger, glaubt den Behörden alles und tut, was man ihm sagt. Traurig. Sollte denn nicht gerade die Linke sich gegen staatlichen Zwang wehren und sich empören? Rechtfertigt ein Vorgehen gegen die Reicheren alles? Die können sich besser wehren, wenn es erst mal gegen die unteren 10'000 geht...
Bezüglich Finanzplatzwettbewerb: Sollten wir denn unsere Steuern auch sinnlos in die Höhe treiben, nur damit die Deutschen nicht zu uns kommen? Wir tuen ja nicht einmal etwas dafür, der grosse Kanton fügt sich das selbst zu. Wir wehren uns natürlich auch nicht gegen starke Steuerzahler, aber wieso auch? Klar bin ich stolz darauf, dass wir noch ein einigermassen vernünftiges Steuersystem haben. Und das unser Staat normalerweise die Gesetze achtet und sich in ihrem Rahmen bewegt. Das finde ich wirklich gut, das ist weder kindisch noch verantwortungslos. |