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Beihilfe zu Steuerhinterziehung bei Schweizer Banken

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Boll
Mitglied
#21 ° Gesendet: 03.03.2008 12:15
Einer der Daten einer Bank klaut und sie für 4.2 Mio. Euro verkauft ist kein Ladendieb und kein Kleinkrimineller. Es ist nicht so, dass "nur" der BND kriminelle Handlungen vorgenommen hätte, sie geben es sogar noch auswärts.

Der Staat wird nicht nur zu Ungunsten der Reichen kriminell. Wenn er ohne Folgen Daten überall abrufen kann, betrifft das sein ganzes Volk. Und offenbar auch das der Nachbarstaaten.

Wenn sie nun erst jetzt zu dämlich zur Vertuschung sind, hat das mit reich/arm nichts zu tun, das Verhalten ist ungeachtet jedweder Umstände zu ahnden.
krokodil
Mitglied
#22 ° Gesendet: 03.03.2008 13:07 ° Bearbeitet von: krokodil
Wenn der Verwaltungsrat nicht weiss, wie man kommuniziert
http://www.arlesheimreloaded.ch/

2005 erhielt das Schweizer Wirtschaftmagazin "Cash" eine CD-Rom mit 169 Megabyte Datenmaterial aus den Jahren 1997 bis 2003. Die Dateien enthalten Details zu Bankkunden, Buchungen, Vermögenswerten (zwischen fünf und 100 Millionen Dollar) und den dazugehörenden Offshore-Firmen auf den Cayman Islands
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,536293,00.html
Artura
Mitglied
#23 ° Gesendet: 03.03.2008 14:25
Das Ganze hat nichts mit den Steuerbetrügern zu tun, sondern mit den Methoden der Bundesrepublik Deutschland.

Natürlich hat das mit Steuerbetrügern zu tun und den liechtensteinischen Methoden auch. Frag mal nach den USA in so Fällen... Liechtenstein ist selbst schuld, wenn es so Dreck hortet.-
Boll
Mitglied
#24 ° Gesendet: 03.03.2008 14:32 ° Bearbeitet von: Boll
"Natürlich hat das mit Steuerbetrügern zu tun und den liechtensteinischen Methoden auch."

Das Steuern hinterzogen werden ist keine grosse Neuigkeit. Dass vermeintliche Rechtsstaaten Kriminelle einstellen hingegen schon. Das mit den Steuern kommt doch alle Jahre wieder, aber vielleicht bin ich ja der Einzige, dem das Verhalten Ds aufstösst bis zum Erbrechen. Weniger Steuereinnahmen? Schade, aber nicht so tragisch. Der Staat hebt den Rechtsstaat auf? Weg hier!

Wenn die Steuerbetrüger schlau sind, sagen sie sowieso, dass die Daten gefälscht sind. Wie wollen die Behörden das Gegenteil beweisen? Den Dieb fragen, welchen sie angestellt haben? Das wissen sie auch ganz genau, deshalb haben sie zur Selbstanzeige aufgerufen.
Wenn Beweise, welche unrechtmässig beschafft wurden, vor Gericht ins Recht gelegt werden, geht das Ganze aber garantiert alle Instanzen durch. Was dann am Ende herauskommt, nimmt mich sehr, sehr wunder.
Artura
Mitglied
#25 ° Gesendet: 03.03.2008 14:34
Wenn er ohne Folgen Daten überall abrufen kann, betrifft das sein ganzes Volk. Und offenbar auch das der Nachbarstaaten.

Wer ehrlich Steuern zahlt, hat ja auch nichts zu befürchten, das "Volk" betrifft es so sicher nicht.

"Finanzplatzpatriotismus" las ich irgendwo, der zeichnet sich dadurch aus, dass man sogar noch stolz ist, wenn anderen Ländern einfach Steuern entzogen werden und das Geld im eigenen Land landet. Dieser kindische und verantwortungslose "Steuerwettbewerb" mancher hat halt zur Folge, dass man sich nicht nur Freunde schafft. Darüber sollte man sich nicht beklagen, wenn man diesen Wettbewerb ständig noch mehr anheizt.
Artura
Mitglied
#26 ° Gesendet: 03.03.2008 14:44
Das Steuern hinterzogen werden ist keine grosse Neuigkeit. Dass vermeintliche Rechtsstaaten Kriminelle einstellen hingegen schon.

Es wird aber eben auch argumentiert, dass das System Liechtensteins gegenüber bestimmten Staaten illegal sei...
Offenbar verhält es sich z.B. gegenüber den USA anders.
Und jene, die sagen, dass die Deutschen selbst schuld wären durch ihr eigenes System, müssen dann nicht jammern, wenn andere Länder das Schweizer System kritisieren, dann ist es ja wohl legitim, die Systeme anderer Länder zu kritisieren.
Boll
Mitglied
#27 ° Gesendet: 03.03.2008 14:44 ° Bearbeitet von: Boll
"Wer ehrlich Steuern zahlt, hat ja auch nichts zu befürchten, das "Volk" betrifft es so sicher nicht."

Es beschneidet die Privatsphäre, zeugt davon, dass der Staat den Bürger als Feind sieht und kreiiert einen Überwachungsstaat. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man etwas zu verbergen hat, sondern nur darauf, dass man der stetigen Datenbeschaffung des Staates wenigstens noch das RECHT ENTGEGENHALTEN KANN. Wenn sich der Bürger nicht mal mehr wehrt, wenn der Staat gegen das demokratisch legitimierte Gesetz verstösst, ist es wirklich nicht mehr weit her mit dem Durchschnittsbürger.

Aber es heisst ja immer, der Bürger wird immer staatshöriger, glaubt den Behörden alles und tut, was man ihm sagt. Traurig. Sollte denn nicht gerade die Linke sich gegen staatlichen Zwang wehren und sich empören? Rechtfertigt ein Vorgehen gegen die Reicheren alles? Die können sich besser wehren, wenn es erst mal gegen die unteren 10'000 geht...

Bezüglich Finanzplatzwettbewerb: Sollten wir denn unsere Steuern auch sinnlos in die Höhe treiben, nur damit die Deutschen nicht zu uns kommen? Wir tuen ja nicht einmal etwas dafür, der grosse Kanton fügt sich das selbst zu. Wir wehren uns natürlich auch nicht gegen starke Steuerzahler, aber wieso auch? Klar bin ich stolz darauf, dass wir noch ein einigermassen vernünftiges Steuersystem haben. Und das unser Staat normalerweise die Gesetze achtet und sich in ihrem Rahmen bewegt. Das finde ich wirklich gut, das ist weder kindisch noch verantwortungslos.
Artura
Mitglied
#28 ° Gesendet: 03.03.2008 14:55
Es beschneidet die Privatsphäre, zeugt davon, dass der Staat den Bürger als Feind sieht und kreiiert einen Überwachungsstaat.

Ach was, wer eh nichts zu verheimlichen hat punkto Steuern, der ist wirklich selbst schuld, wenn er das als "Privatsphäre" sieht.
Boll
Mitglied
#29 ° Gesendet: 03.03.2008 15:01 ° Bearbeitet von: Boll
Ich bin selbst schuld, wenn ich meine Bankdaten als Privatsphäre sehe? Ich gebe sie in der Steuererklärung an. Ansonsten hat der Staat überhaupt nichts auf meinen Konti zu suchen. Auch nicht in meinem Emailverkehr.

Übrigens IST das meine Privatsphäre, das sehe ich nicht nur als solche. Wenn kein Verdacht besteht, ist es meine Entscheidung, was ich nach aussen zeige, nicht die des ominösen Staates. Das Argument mit dem Verheimlichen lasse ich für mich nicht gelten, auch wenn ich nichts zu verheimlich hätte, änderte dies nichts daran, dass ich etwas verheimlichen dürfte. Bis zur Steuererklärung. Es ist wirklich erschreckend, wie freimütig Du Deine Grundrechte wegwirfst, Artura. Nicht im Sinne des Erfinders.

"Und jene, die sagen, dass die Deutschen selbst schuld wären durch ihr eigenes System, müssen dann nicht jammern, wenn andere Länder das Schweizer System kritisieren"

Kritisieren können sie lange, fordern können sie nicht. Unser System funktioniert, unsere Bürger flüchten nicht vor einem ausufernden Staat.
leonforte
Mitglied
#30 ° Gesendet: 03.03.2008 15:06
man nehme mal an es gäbe einen staat A und einen staat B. beide staaten haben ungefähr dasselbe niveau hinsichtlich lebensstandard und leistungen des staates an den bürger. der staat A verlangt vom bürger durchschnittlich 30% seines einkommens um diese leistung zu erbringen. der staat B verlangt dafür 60% des einkommens als steuern. in welchem der beiden staaten würden sie steuern bezahlen?
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