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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

über 400 tote im 2007 auf den Strassen.

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Chevy
Mitglied
#1 ° Gesendet: 01.02.2008 08:11
Die Zahlen sind noch nicht Definitif, sprechen aber nicht für die Massnahmen die in den letzten 2 jahren eigeführt wurden. Sind die Autofahrer oder die Fussgänger Dümmer geworden?
Beresina
Mitglied
#2 ° Gesendet: 01.02.2008 08:28
Meiner Erfahrung nach sind eindeutig die Fussgänger viel unachtsamer geworden. Sie verlassen sich darauf, dass der Autofahrer schon bremsen wird. Besonders diejenigen, welche unvermittelt auf den Fussgängerstreifen rausrennen haben stark zugenommen. Auch wenn Fussgänger bei Fussgängerstreifen Vortritt haben, sollte doch wenigstens signalisiert werden, dass sie über die Strasse wollen. (Und das von wegen luege, lose, loufe zählt auch heute noch).

Allerdings ist noch nirgends zu entnehmen wie sich die 400 Verkehrstote zusammensetzen. Ich glaube eher, dass es vor allem mehr tote Autofahrer gegeben hat. (Stichwort Raserunfälle)
Chevy
Mitglied
#3 ° Gesendet: 01.02.2008 10:21
Bei 20min steht das viele Autofahrer ohne Billet Unfälle verursachen und einige Kantone probleme mit alkohol haben.
Ein Problem sehe ich hier:
Ich bin letzthin erschrocken als ich gehört habe das eine Autoprüfung heute schnell mal 4000.-- kosten kann, ein 18-22 Jähriger der in der Ausbildung steckt hat diese mittel nicht, somit wird er je nach Wohnort dazu gezwungen schwarz mit dem Auto zu Fahren wenn es wie bei uns keinen öv gibt, oder er bleibt zu Hause. Vor 15 Jahren kostete die Autoprüfung mit allem drum und dran ( Fahrstunden, Nothelfer, Theorie und Praxis) alles zusammen ca. 1000.-- Die Abzocke ist auch hier ungebremst auf dem Formarsch. (Wollte mal sehen was passiert wenn das GA heute vier mal teurer wäre als noch vor 15 jahren)
Fahrlerer nehmen heute 30-35% mehr ein als vor 15 jahren, sind Autos und deren unterhalt so viel teurer geworeden? Es wurde alles Billiger ausser dem Benzin, und pro fahrstunde braucht man keine 10 Liter.
Tomee
Mitglied
#4 ° Gesendet: 01.02.2008 10:21
Solange die definitiven Zahlen inkl. Unfallursachen noch nicht bekannt sind, macht eine Diskussion über die möglichen Ursachen noch wenig Sinn.
Chevy
Mitglied
#5 ° Gesendet: 01.02.2008 12:07
Angesichts dessen das die meissten Autofaharer noch die selben sind wie vorletztes jahr und auch nicht plötzlich zu Raser und Säufer geworden sind im gegenzug aber verhältnissmässig viele neue Passanten dazugekommen sind würde ich den Fehler eher bei den Passanten suchen, gerade weil so viele von Ihnen auf dem Fussgängerstreifen überfahren werden und diese nach wie vor meist keine Verkehsausbildung haben.
Auf Youtube gibt es ein wunderbares überwachungsvideo von irgendwo in Deutschland, wo man sieht wie eine erwachsene Person etwa 12m vor dem Auto ohne zu schauen die Strasse tritt, Quizfrage: Wie lange ist der Bremsweg eines ordnungsgemäss ausgerüssteten PKW's aus 50km/h?
(PS: weiss jemand wie das Video heisst? Sehr lehrreich)
cse
Mitglied
#6 ° Gesendet: 01.02.2008 14:39
Meiner Erfahrung nach sind eindeutig die Fussgänger viel unachtsamer geworden. Sie verlassen sich darauf, dass der Autofahrer schon bremsen wird. Besonders diejenigen, welche unvermittelt auf den Fussgängerstreifen rausrennen haben stark zugenommen.

Unterstellst du den Fussgängern Suizidabsichten?
Was willst du? Lieber eine Beule am Auto oder Knochenbrüche?

Mit dem überbordenden Verkehr sind halt immer mehr Leute überfordert, sowohl Fussgänger wie auch Autofahrer.

Überall wo Autoverkehr auf Langsamverkehr trifft, finde ich es darum selbstverständlich, dass Autofahrer Fussgängern und Velofahrern den Vortritt gewähren. Egal wer im Recht ist. Nur schon wegen dem erhöhten Risiko, dem sich diese aussetzen.
Darum fahren auch viele lieber Auto: lieber Täter als Opfer
cse
Mitglied
#7 ° Gesendet: 01.02.2008 14:43
Wie lange ist der Bremsweg eines ordnungsgemäss ausgerüssteten PKW's aus 50km/h?

Das Strassenverkehrsgesetz schreibt vor, dass du dich den Verhältnissen anpassen musst.
50km/h sind Maximalgeschwindigkeit. Wenn du mit Fussgängern, die unvermittelt auf Strasse treten, rechnen musst, dann ist es selbstverständlich, dass du auch deine Geschwindigkeit anpassen musst.
Boll
Mitglied
#8 ° Gesendet: 01.02.2008 15:06
"Ich bin letzthin erschrocken als ich gehört habe das eine Autoprüfung heute schnell mal 4000.-- kosten"

Mit dem grünen L kann ich mir das gut vorstellen.

"Unterstellst du den Fussgängern Suizidabsichten?"

Eher fehlende Aufmerksamkeit oder Arroganz (seit dem sie Vortritt haben, schauen viele nicht mehr links und rechts).
Realist
Mitglied
#9 ° Gesendet: 01.02.2008 16:33
und einige Kantone probleme mit alkohol haben.

;o)

wäre interessant zu wissen wie sich die 400 toten zusammensetzten und wo am meisten passiert. stadt, land, autobahn, ausserorts...?

dass eine autoprüfung schnell mal 4000.- kosten kann mag sein, kann ich nicht überprüfen. aber dies als grund für fahrten ohne billet kann man nicht gelten lassen. sind solche "schwarzfahrer" nicht in den meisten fällen solche, die bereits ein billet haben, es aber wegen verkehrsdelikten wieder abgeben mussten?
abgesehen davon, bis zum 18. altersjahr mussten sich die jugendlichen auch ohne autobillet zu helfen wissen, wieso soll dies auch nach dem 18. nicht mehr funktionieren?
Kal Jerico
Mitglied
#10 ° Gesendet: 06.02.2008 14:34 ° Bearbeitet von: Kal Jerico
Bin auch etwas konsterniert vom Beispiel des armen jugendlichen, der sich keinen Führerschein leisten und daher gezwungen ist, schwarz zu fahren. Skaliert auf eine andere Situation währs also durchaus ok mit den Öv schwarz zu fahren, weil man sich kein GA leisten kann? Wer sich keinen Führerschein Leisten kann, soll die Rollerprüfung machen oder sich ein Fahrrad holen. Die Verteuerung des Autofahrens wird weiterhin voranschreiten- mit Blick auf den extrem zunehmenden Strassenverkehr ist das keine schlechte Sache.
4000 CHF liegen durchaus im normalen Bereich- das hab ich schon zu meiner Zeit, sprich vor 8 Jahren gezahlt.

Bevor nun die üblichen Verdächtigen (Euphemismus für Sündenböcke) angegangen werden, würde ich mal gerne sehen, wie die Unfälle denn genau gelagert sind. Für mich persönlich heisst es allerdings, dass die bisherigen Massnahmen mal wieder Symptombekämpfung vom Feinsten war und sich bei der panischen Suche nach Scheinlösungen keiner um die Ursachen geschert hat.
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