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Schweiz: Partikelfilter für Dieselmotoren

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Hanspeter
Mitglied
#1 ° Gesendet: 16.01.2006 18:02
Schweiz: Partikelfilter für Dieselmotoren
Bundespräsident Moritz Leuenberger will die Bevölkerung besser vor Krebs erregendem Feinstaub schützen. Er setzt dabei auf eine Partikelfilterpflicht für neue Dieselautos. Vorgängig sollen neun Sofortmassnahmen Linderung bringen.

Diese Massnahme ist dringend notwendig. Ich hoffe, dass das Gesundheitsdenken Vorrang erhält.
driv3r
Mitglied
#2 ° Gesendet: 19.01.2006 23:38
Vor allem ist es auch wichtig, dass diese Filter in der Landwirtschaft eingesetzt werden, da diese für über einen Drittel der Feinstaubemissionen durch Motoren verantwortlich ist.

Aber nein, die Hauptverursacher werden wieder geschont und stattdessen zockt man lieber die kleinen Fische ohne mächtige Lobby in Bern ab. Das ist nicht nur ignorant, sondern auch ungerecht und verlogen. Fahrzeuge der Bundesverwaltung sollen übrigens auch von der Vorschrift ausgenommen werden (eine unglaubliche Dreistheit).
Roger
Mitglied
#3 ° Gesendet: 19.01.2006 23:55
Natürlich sollte man dort auch was tun.

Aber wenn Du mal addierst LKW + PW + Lieferwagen + öffentlicher Verkehr, wirst Du feststellen, dass dies auch ein Drittel ausmacht. Und Massnahmen sind dort einfacher umzusetzen.
driv3r
Mitglied
#4 ° Gesendet: 19.01.2006 23:59
[zitat]Und Massnahmen sind dort einfacher umzusetzen[/zitat]

Einfacher insofern, dass man auf weniger politischen Widerstand stösst, da nicht alle so eine gigantische und mächtige Lobby haben wie die Bauern?

Entweder zieht man das mit den Dieselfiltern konsequent durch oder lässt es ganz bleiben. Extrawürschte für Staatsangestellte oder auch einzelne Branchen betrachte ich als ungerecht und kontraproduktiv (vgl. auch MWST-Chaos).
Sozial
Mitglied
#5 ° Gesendet: 22.01.2006 08:46
Alles, was mit Diesel zu tun hat braucht einen solchen Filter.

Ich rege mich immer wieder über diese Dreckschleudern auf.

Was machen wir mit den polnischen Lastwagen, welche durch unser Land fahren und schwarze, stinkende Russwolken hinter sich herziehen? Ich wäre für ein Einreiseverbot.
trotzdem
Blog Autor
#6 ° Gesendet: 24.01.2006 17:46 ° Bearbeitet von: trotzdem
Es sei der Klarheit wegen wieder einmal gesagt: Am Passivrauchen sterben 120 bis 150 Menschen p. a. in der Schweiz, sagt das BAG, nimmt die Zahl aber sogleich zurück, wenn man nachfragt, weil die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen. Wegen Feinstaubs erleiden rund 3700 SchweizerInnen p.a. einen vorzeitigen Tod, die Zahl ist verbrieft und korreliert mit dem entsprechenden Wert in Deutschland: 65000!

Das BAG behauptet weiter, 8000 RaucherInnen stürben vorzeitig an ihrem Laster, gibt aber zu, dass jeder als am Rauchen gestorben gilt, der mal geraucht hat, unabhängig davon, ob er vielleicht zeitlebens an einer Autobahn wohnte.
Und wir Raucher reagieren empfindlicher auf die Luftverschmutzung, weil unsere Bronchien gereizt sind und die Fibrillen verklebt.

Die Gesamtluftverschmutzung belastet das Gesundheitswesen mit fast 7 Mrd. Franken p.a., sie stammt zu rund der Hälfte vom Verkehr, das heisst, wir subventionieren jedes der in der Schweiz immatrikulierten Motorfahrzeuge mit rund 1000 Franken p.a. aus dem Gesundheitswesen.

Es wundert einen schon, dass das Wort "Luftverschmutzung" auf der BAG-Website nicht einmal auftaucht, man aber millionenschwere Kampagnen gegen das Rauchen fahren kann.

"Raucherkrankheiten" belasten das Gesundheitswesen mit rund 1 Mrd. p.a., für die wir Raucher rund hälftig über die KK-Prämien aufkommen. Da aber wie gesagt auch Luftverschmutzungsfolgen vom BAG unter "Raucherkrankheiten" subsummiert werden, dürfte der Betrag tiefer liegen. Ferner tragen wir über 1,5 Mrd. zusätzlich in die AHV, einerseits aus der massiven steuerlichen Belastung des Tabaks, andererseits weil wir freiwillig auf 5 bis 10 Jahre unserer Lebenserwartung verzichten. Wir sind also ein gutes Geschäft - Nichtrauchende, die die letzten 20 Jahre auf einer Pflegestation liegen, kosten ein Vielfaches.

Also, Nichtrauchende: Unterstützt uns, wo ihr könnt, eure Altersvorsorge dankts!
Hanspeter
Mitglied
#7 ° Gesendet: 24.01.2006 19:06
Ein bisschen gebe ich "Trotzdem" schon recht. Klar die Lungen- und Atemwegeerklerunkungen kommen sicher zu einen guten Teil auch von den allgemeinen Abgasen, wobei doch der motorisierte Verkehr auch dass seinige beiträgt. Also wir subventionieren den Strassenverkehr auch mit unseren Krankenkassenprämien. Da wäre es nur gerecht wenn wir ein Teil der Gesundheitskosten auch über die Benzinpreise berappen würden.
driv3r
Mitglied
#8 ° Gesendet: 24.01.2006 20:47 ° Bearbeitet von: driv3r
[zitat]Da wäre es nur gerecht wenn wir ein Teil der Gesundheitskosten auch über die Benzinpreise berappen würden.[/zitat]

Ist ja gleich ob es Diesel oder Benzin ist, was den Dreck verursacht, hauptsächlich man schlägt auf alles erstmal ordentlich Steuern drauf, zockt gemütlich ab und sieht dann weiter. Hanspeter, sind sie eigentlich ein Beamter?
trotzdem
Blog Autor
#9 ° Gesendet: 27.01.2006 15:53
Ja, ja.

Und ich als Nichtautofahrer soll aber brav alle Folgekosten mittragen. Das ist dann wieder korrekt, gell, Driv3r.
RonaldCH
Mitglied
#10 ° Gesendet: 27.01.2006 17:06
@driv3r
Was geiferst du so gegen die Bauern? Binder hat es in der Arena richtig gesagt, am jetzigen Feinstaub-Hoch können die Bauern bestimmt nicht schuld sein, denn ihre Traktoren sind im Winter mehrheitlich in der Scheune.
R.
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