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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Lohnt es sich überhaupt noch wählen zu gehen?

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erifan
Mitglied
#31 ° Gesendet: 10.10.2007 11:04
Es lohnt wahrlich nicht gegen die SVP zu wettern, bewegt man sich doch dabei in der gleichen Spur wie die besagte Partei selber. Da wir bekanntlich, es wurde schon genügend betont, die freie Meinungsäusserung hochhalten, so sollen doch diejenigen, welche etwas Mühe mit anspruchsvolleren Themen bekunden, sich dem Puurezmorgen erfreuen und die SVP wählen. Dies würde auch zu keinem grösseren Schaden führen, würden alle, die sich nicht zur besagten Volksgruppe zählen, aufraffen würden und die Parteien wählen, welche nicht nur Probleme benennen, sondern diese auch zu lösen versuchen. Um agathons Frage aufzunehmen: Die CVP, die SP, die Grünen, vielleicht sogar die FDP, obwohl nicht mein persönlicher Tipp. Die oft von der SVP genannte Rezeptur: Transparenz schaffen, Missbräuche aufdecken, den Hebel ansetzen, langweilt mich insofern, da diese von jeder politisierenden Partei zur Anwendung gebracht wird. Nun ist die aber die Frage zu stellen: Was danach? Wenn der Hebel angesetzt wurde, dann sind die Probleme kurzfristig vielleicht gelöst, aber sie werden wieder auftauchen. Es ist daher notwendig auch einmal weiter zu denken und den eigenen Tellerrand dabei zu überschreiten. Der zweite Irrtum liegt darin, dass geglaubt wird, dass der Staat wie eine Firma in der Privatwirtschaft funktioniert. Dies tut er nicht. Vergesst also die Formulierung: „In der Privatwirtschaft können sie dies auch nicht.“ Der Staat ist doch etwas komplexer als eine Firma und hat zudem die Aufgaben die Minderheiten zu schützen anstatt diese aufzukaufen.
Vergesst also die SVP, soll sie doch machen, denn sie macht ja nichts. Wählt alles andere: CVP, Grüne, Grünliberale, SP, etc. Wählt den konstruktiven Fortschritt!
sudsy
Mitglied
#32 ° Gesendet: 10.10.2007 12:15 ° Bearbeitet von: sudsy
demokratie wo 150 jahre die gleiche kuchen wählen, da sind die nazis
keine option, weil sich schon unsere väter verstummt gewunden wie sie
diese lügen nun in die nächste generation einpreschen.

es gibt nur grün und sozis, um der demokratie ein profil zu schaffen
nach 150 jahren ist es höchste zeit, wenn es bankrott bedeutet
was ja nicht stimmt auch das ist das kleinere übel als die sekte...

doch ganz europa windet sich in diesen lügen, die demokratien
sind in afrika asien und andromeda ja gestern heute und morgen
dort lernen wir was menschsein eigentlich heisst.....

befreit die grünen und sozis vom terror der nazis, die parlamentarier
die das permanente pyschoterror aushalten , halten aus und sind zur
unkenntlichkeit geschwächt , doch irgendwie werden sie sich da schon
reinfinden. gebt den jungen die chance ihre talente nicht vergeuden zu
müssen.....der schmerz erinnert sich

SP Stadt und Kantonsrat Ricardo Lumengo in den Nationalrat !
Robert1
Mitglied
#33 ° Gesendet: 10.10.2007 13:16
Der zweite Irrtum liegt darin, dass geglaubt wird, dass der Staat wie eine Firma in der Privatwirtschaft funktioniert. Dies tut er nicht. Vergesst also die Formulierung: „In der Privatwirtschaft können sie dies auch nicht.“ Der Staat ist doch etwas komplexer als eine Firma und hat zudem die Aufgaben die Minderheiten zu schützen anstatt diese aufzukaufen.

Nur schützt diese Tatsache nicht nur Minderheiten, sondern bietet Schlupflöcher für Machtgierige, Arrogante, unkooperative Leute wie Rohrschacher. Wenn sich jemand weigert mit der ihm überstellten Aufsicht zu kooperieren, muss man ihn auch im Staat entlassen können.

Da wir bekanntlich, es wurde schon genügend betont, die freie Meinungsäusserung hochhalten, so sollen doch diejenigen, welche etwas Mühe mit anspruchsvolleren Themen bekunden, sich dem Puurezmorgen erfreuen und die SVP wählen. Dies würde auch zu keinem grösseren Schaden führen, würden alle, die sich nicht zur besagten Volksgruppe zählen, aufraffen würden und die Parteien wählen, welche nicht nur Probleme benennen, sondern diese auch zu lösen versuchen.

Diese Arroganz ist geradezu lächerlich. Früher wurde immer behauptet, die SVP sei eine Bonzenpartei und nur die überdurchschnittlich verdienenden würden SVP wählen. Seit aber bekannt geworden ist, das eher die Ärmeren SVP wählen, will man sie als dumme Bauern hinstellen. Aber ich kann dir gar keinen grossen Vorwurf machen. Viele Leute werden geblendet von den Medien, da bist du längst nicht der Einzige.
Es würde dir aber gut tun, Zeitungsberichte immer kritisch zu betrachten, denn diese sind nicht gottgegeben und die Journalisten sind weit davon entfernt allwissend zu sein.
rlarsson
Mitglied
#34 ° Gesendet: 10.10.2007 13:25
@Robert1
Seit aber bekannt geworden ist, das eher die Ärmeren SVP wählen, will man sie als dumme Bauern hinstellen.

Es wird den sogenannten Eliten und den Medien nicht gelingen!
agathon
Mitglied
#35 ° Gesendet: 10.10.2007 14:20 ° Bearbeitet von: agathon
@ erifan

Dem kann ich nur zustimmen:
Da inzwischen auch jeder Puurezmörgeler das Prinzip von Angebot und Nachfrage auf jede Lebenssituation zu übertragen weiss, braucht es schon ein paar unbequeme, geistige Klimmzüge um zu verstehen, dass das beim Staat nicht so ohne weiteres geht!

Es gibt immer noch Leute und dazu gehören die SVPler, die Buchaltung mit Wirtschaftlichkeit verwechseln. Jeder Verein muss buchhalten, deswegen funktioniert er noch lange nicht nach denselben oekonomischen Prinzipien, wie ein Unternehmen. (Das einem BWL-er zu erklären, ist extrem schwierig.)

Genau an solchen Überzeugungen arbeitet Mitte-Links. Sie reden vom Bundeshaushalt nicht wie von einer Milchbüechli-Rechnung. Da 26 Prozent der Wähler nur auf simple Modelle ansprechen, mögen sie bei der SVP gut aufgehoben sein.
Die überwiegende Mehrheit der Wahlberechtigten, das sind 74%, können mit billiger Folklore und unterkomplexen Slogans wenig anfangen.

Das "Volk" besteht zur allergrössten Mehrheit aus anderen als SVP-Wählern.

Doch bereits dort hört das mathematische Vermögen dieser Partei auf, nämlich dann, wenn sie phantasiert, dass sie das Volk auf ihrer Seite hätte.
Vergessen wir diese Partei doch einfach.

Die Mehrheit in diesem Land setzt sich für eine differenzierte und nicht immer ganz unkomplizierte Sachpolitik ein, und für Parteien, die während der Legislatur zuerst an die Sache und dann an sich selbst denken.

Helfen wir dieser urschweizerischen Politikultur zu einem Fortleben!
sudsy
Mitglied
#36 ° Gesendet: 10.10.2007 17:10
es kann kein fortleben geben wenn es nie existiert hat.

das neue kann entstehen doch es gibt keine nostalgie, weil bis anhin nur verlogenheit, und opportunismus angewendet werden durfte.

ohne die hitlerkranken und mit viel einsicht kann vielleicht die nächste
generation mit ausländerstimmrecht und viel ehrlicher arbeit, was SP und
Grüne teilweise schon probiert haben, das was sich jeder mensch wünscht
manifestieren.

ist die nacht am dunkelsten ist das tageslicht ganz nah.

doch selbstbeweihräucherung die grosse armeelüge hat da nichts zu suchen. Männer und Frauen sind gleichberechtigt und das checkt der
schweizermann durchaus nicht es fehlt ihm an kraft und intelligenz.

die deutsch deutsche arroganz ist zu verführerisch.

andere kontinente wissen sehr wohl wie sich europa selbstverschuldet zerfleischt, das ist auch der grund für die immigration , es ist eine hilfsaktion.

paradigmshift kann nur in verbundenheit mit denen die die mächtigen so
unterdrückt haben und es weiter tun kommen.

ihr zerfleischt euch selber, die medizin und gleichzeitige todesmaschinerie
sind offensichtliche beweise für die weitergehende entmenschlichung.
schockkapitalismus als sicherheitsfaktor ist eine krasse verdrehung der
menschlichen natur. doch dies zu merken braucht mut und ehrlichkeit.
in der schweiz, von schweizern zumindest fast nicht zu erwarten.
das menschliche ist durchwegs eingewandert und wandern innerhalb der
festung europa ist damit gar nicht gemeint. der horizont ist weiter als das.
erifan
Mitglied
#37 ° Gesendet: 10.10.2007 17:28 ° Bearbeitet von: erifan
Nur schützt diese Tatsache nicht nur Minderheiten, sondern bietet Schlupflöcher für Machtgierige, Arrogante, unkooperative Leute wie Rohrschacher. Wenn sich jemand weigert mit der ihm überstellten Aufsicht zu kooperieren, muss man ihn auch im Staat entlassen können.

O.k. aber was ist denn deiner Meinung nach die Lösung? Der absolute Staat?

Seit aber bekannt geworden ist, das eher die Ärmeren SVP wählen, will man sie als dumme Bauern hinstellen. Aber ich kann dir gar keinen grossen Vorwurf machen.

Wer sagt denn die Bauern seien dumm? Aber meine Verblendung reicht doch noch nicht soweit, dass ich Titel nicht von Inhalt unterscheiden kann. Vielleicht kannst du mir ja erklären, welche Ideen hinter einem Slogan "für sichere Sozialwerke" steht.
Transparenz schaffen, Missstände aufzeigen, den Hebel ansetzen?

Es würde dir aber gut tun, Zeitungsberichte immer kritisch zu betrachten, denn diese sind nicht gottgegeben und die Journalisten sind weit davon entfernt allwissend zu sein.


Ich gebe mir die grösste Mühe, erachte aber durchaus auch andere Zeitungen als die Weltwoche als seriös.

Arroganz? vielleicht auch Tolleranz
sudsy
Mitglied
#38 ° Gesendet: 10.10.2007 17:33
der "Landesheilige Nikolaus von Flue" um die Urschweizer propaganda
noch zu beleuchten. ein Mensch der von 50-70 ohne Nahrung in Einsamkeit
in der Klause sein Leben zu Ende gelebt hat. es ist nicht lange her nur
500 jahr, fragt euch doch was die Gründe waren dass er es vorgezogen
hat seine sozialen Fähigkeiten sein zu lassen. Wieso hat er denn lieber
auf alles verzichtet. Dass es Ihm gut ging dabei, wurde Ihm fast als
Verbrechen unterstellt. Erst Generationen später mussten sie Ihm vergeben, oder vielleicht nicht ganz, dass er Krieg verhindert hat, das war schonviel verlangt dies auch zu vergeben.

die worteverdreher haben dann Geschichten erfunden um auch diese
Tatsache zu verdrehen und zu faschistoidem Opportunismus zu missbrauchen. Missbrauch ist die wurzel des wortes Schweiz.
denkt darüber nach jedoch von Kopf bis Fuss, der Kopf allein versteht da
gar nichts, oder gehen bei Euch rausoperierte Herzen über den Fussgängerstreifen. Ich hab noch nie sowas gesehen.
ppt01
Mitglied
#39 ° Gesendet: 10.10.2007 18:05
Gute Idee mit diesem Wahlaufruf. Habe ihn befolgt und auch in meinem Blog veröffentlich.

Werde zudem den Text ausdrucken und im Quartier in den Briefkästen verteilen.

Je mehr Leute mitmachen, desto grösser ist der Erfolg.
agathon
Mitglied
#40 ° Gesendet: 10.10.2007 22:12
@ ppt01

Vielen Dank ppt01, genau solche Leute braucht es!

Die Idee, die Zettel in den Briefkästen zu verteilen, ist ausgezeichnet. Das werde ich morgen Donnerstag selbst auch noch tun!
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