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Schweiz: Schlechte Noten für die Klimapolitik

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Sandro
Admin
#1 ° Gesendet: 29.12.2005 13:17
Schweiz: Schlechte Noten für die Klimapolitik
Der ehemalige WWF-Generaldirektor aus der Schweiz, Claude Martin, zeigt sich von der Schweizer Klimapolitik enttäuscht. Er warnt davor, die Umweltprobleme zu unterschätzen. Der Leidensdruck werde steigen, prognostiziert er.[..]Die Klimaveränderung schreite schneller voran, als irgendjemand vorausgesagt habe, sagt Martin weiter. Wenn es nicht gelinge, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen, werde die Weltwirtschaft starke Einbrüche erleiden.

Anstatt jetzt sofort wirksame Massnahmen zu treffen (z.B. eine echte Co2 Abgabe) schieben die heutigen Politiker das Problem vor sich hin, auf das dann unsere Kinder und Enkel die groben Einbrüche hinnehmen müssen.

Ist das jetzt auch wieder ein korrupter Klimapolitiker, eine gefälschte Umfrage oder was fällt der Autofraktion hier jetzt dazu ein?
Steinberger
Mitglied
#2 ° Gesendet: 29.12.2005 20:57
Höhere Steuern füllen ohne Zweifel die Staatskasse und lassen die Politiker noch mehr Geld verschwenden, aber zum Schutz der Umwelt tragen sie leider überhaupt nichts bei... Veränderungen der Umwelt muss man akzeptieren und sich entsprechend anpassen. Wieso eigentlich haben ausgerechnet die Linken und Grünen häufig ein Problem damit, dass unsere Umwelt nicht statisch ist, sondern sich ständig verändert?
Georg Meier
Mitglied
#3 ° Gesendet: 29.12.2005 21:18
Steinberger, ihre Rethorik ist hanebüchen. Heute käme niemandem mehr in den Sinn Abwasser direkt in die Limmat zu leiten. Analog verhält es sich mit anderen Dingen. Steinberger, Sie müssen hier nicht zeigen wie ignorant sie sind.
nemo
Mitglied
#4 ° Gesendet: 29.12.2005 21:39
Steinbergers Kommentar kann man unmöglich ernst nehmen. Seine selbstgerechte Wahrnehmung erscheint kindlich naiv, da er alle negativen Fakten, die er nicht sehen will, einfach ausblendet, was ihm wohl auch ein schönes, sorgloses, egomanes Leben beschert. Das Klima befindet sich auf natürliche Weise in einem Erwärmungsprozess, was die Linken/Grünen weder bestreiten noch bekämpfen. Fakt ist aber, dass wir Menschen diesen Prozess um ein Vielfaches verstärken und das in so kurzer Zeit, dass sehr viele Tierarten stark leiden und sich die Dessertifikation weltweit rasant verbreitet. Diese Tatsachen kann nur ein sehr ignoranter Geist einfach ausblenden.
Be@t
Mitglied
#5 ° Gesendet: 30.12.2005 09:03 ° Bearbeitet von: Be@t
stimme Nemo zu.

Nur: Wird "die Weltwirtschaft" nicht so oder so in Zukunft "starke Einbrüche" erleiden? Man halte sich vor Augen:
- Die Überschuldung Amerikas
- Wohin Geschäftsbereiche verlagern nach China?
- Was bewirkt das Geld aller Pensionskassen der 1. Welt?
- Wie soll der Boom in China + Indien verkraftet werden?
- Die Gefahr durch Störungen in der weltweiten Informations-Vernetzung (Internet)?

Natürlich spielen Umweltthemen hier auch eine grosse Rolle, nur: dass sich die heutige egozentrische Konsumgesellschaft selbst an die Wand fährt und die Politik da wacker mithilft, steht für mich ausser Zweifel (leider).
driv3r
Mitglied
#6 ° Gesendet: 30.12.2005 13:11
ich finde steinbergers beitrag einen sehr interessanten punkt. Tatsache ist doch, dass sich die natur mit oder ohne unser zutun verändert, wie sie es (erwiesenermassen) schon immer getan hat.

Ich finde es ausserdem ziemlich vermessen zu glauben, der mensch könne mit seiner bescheidenen tatkraft massgebend zur "rettung" oder "zerstörung" der natur beitragen.

Die natur war schon immer ein selbstregulierendes, dynamisches system und wird es auch immer bleiben. Das menschliche streben nach konstanthaltung eines "statischen" schnappschusses ist zwar nachvollziehbar, jedoch eine illusion und von vorherein zum scheitern verurteilt.

Die definition von intelligenz ist doch eben gerade die fähigkeit, sich an rahmenbedignungen anzupassen und deren eigenschaften zum eigenen vorteil auszunutzen.
Roger
Mitglied
#7 ° Gesendet: 30.12.2005 14:46
Dagegen, dass sich die Natur verändert, hat ja gar niemand etwas, diesen Umstand kann man auch ziemlich schlecht beeinflussen. Nur, dass sie dies unter unserem massgebenden Einfluss zu unseren Ungusten tut, dass kann ein halbwegs intelligentes Wesen nicht gut finden und auch nicht tolerieren.
nemo
Mitglied
#8 ° Gesendet: 30.12.2005 20:44
@driv3r: nur damit wir uns klar verstehen: natürliche Klimaveränderungen finden extrem langsam statt, so dass sich eine erträgliche Anpassung ermöglicht. Aber: die Veränderung, die der Mensch(ja wir, mit unserer "bescheidenen Tatkraft"!) beschleunigen diese Prozesse um etwa das 50-fache. Bitte nicht so fatalistisch sagen, dies sei halt einfach so. Wenn die Erde in den nächsten 500 Jahren kollabiert, ist einzig der Mensch schuld.
Thomas
Mitglied
#9 ° Gesendet: 02.01.2006 16:49
Ich finde es ziemlich vermessen zu glauben, der Mensch könne mit seiner Tatkraft zur Zerstörung der Natur nichts beitragen. Die Meinung, dass die Natur ein selbstregulierendes, dynamisches System sei, ist schlechte Metaphysik, weil sie auf fehlerhafter Induktion beruht (bzw. sie hypostasiert «die» Natur zu einem wundersam eigenständigen Wesen). Nur weil bisher für den Menschen alles glimpflich abgelaufen ist, heisst das nicht, dass es so bleiben wird. Nur weil jemand, der täglich gefoltert wird, am nächsten Tag noch lebt, heisst das nicht, dass er nicht irgendwann an den Folgen der Folter sterben wird.

Aber die «Natur» bzw. das Universum braucht den Menschen nicht, der Mensch ist hingegen auf ein intakt funktionierendes Umweltsystem angewiesen. Wer der Meinung ist, dass der Mensch mit der Zerstörung der «grünen Lungen» unseres Planeten, der Wasserverschmutzung oder den Schadstoff-Emissionen so weitermachen sollte wie bisher, der muss auch einen weltweiten Geburtenstopp fordern, damit wir unseren Kindern und Kindeskindern nicht die Hölle auf Erden überlassen müssen...
Xeno
Mitglied
#10 ° Gesendet: 02.01.2006 23:06
Na, das Post von Steinberger reizt mich schon noch zu einer Antwort:

<<Höhere Steuern füllen ohne Zweifel die Staatskasse...<<

Meines Wissens wäre die CO2-Abgabe gerade keine Steuer, sondern eine Lenkungsabgabe, d. h sie würde nicht auf Einkommen, Vermögen, Umsatz oder ähnlichen allgemeinen ökonomischen Grössen erhoben, sondern gezielt auf den problematischen (fossilen) Energieträgern, und der Ertrag würde ausschliesslich für die Förderung enicht-fossiler Energienträger verwendet. So dumm tönt das nicht. In iner platten Steuererhöhung sehe ich auch nicht eine Lösung, da Steuererträge ja für irgendwas verwendet werden können (genauer: für das, was die Politik entscheidet). Eine platte Steuererhöhung sieht niemand als Lösung der Klimaprobleme an, den ich kenne (natürlich kenne ich nicht alle Leute :)


<<...und lassen die Politiker noch mehr Geld verschwenden,...<<

Kannst du so sehen - die Polemik sei Dir gegönnt - nur wählst ja Du (jaja, DU!) diese Politiker und nicht der liebe Gott, also mal schön halblang!

<<...aber zum Schutz der Umwelt tragen sie leider überhaupt nichts bei...<<

siehe dazu oben

<<Veränderungen der Umwelt muss man akzeptieren und sich entsprechend anpassen.<<

Das ist seit Langem das Dümmste, was ich zum Thema Klimapolitik gelesen habe. Ich deutsche es Dir (nur) auf Verlangen gerne aus. Nur soviel: Du kannst ja der nächsten oder jedenfalls übernächsten Generation (Deinen Kindern und Grosskindern) zurufen, sie müssten sich eben an die Scheisse anpassen, die Deine Generation hinterlassen hat, aber mach es dann erst unmittelbar vor Deinem Abgang!

<<Wieso eigentlich haben ausgerechnet die Linken und Grünen häufig ein Problem damit, dass unsere Umwelt nicht statisch ist, sondern sich ständig verändert?<<

Von diesem Problem weiss ich ichts, frag doch "die Linken und Grünen", wenn Du Antworten nicht scheust!

X.
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