Ein Blick über die Grenze lässt erahnen wie das Invaliditätsrisiko in der Schweiz zukünftig abgedeckt wird, bei gleichzeitiger (realistischer) Annahme dass die Sozialabbauer mit ihrer Politik durchkommen.
Wie halten es die Deutschen mit der Absicherung bei Berufsunfähigkeit ? Es existiert eine löchrige staatliche Versicherung, d.h. viele müssen sich Privat gegen dieses Risiko versichern. Offenbar ein lukratives Geschäft, in einem Test wurden 92 (!) Berufsunfähigkeitsversicherungen miteinander verglichen. Das erinnert natürlich stark an die Verhältnisse im schweizerischen Krankenversicherungsgeschäft oder auch an die unzähligen Pensionskassenregelungen. Der Artikel stellt die Manager und ihre Probleme ins Zentrum des Interesses, diese können sich eine solche Privatversicherung auch leisten.
Bei der HUK-Coburg muss ein 35-jähriger, nichtrauchender Rechtsanwalt zum Beispiel monatlich 102,68 Euro bezahlen, um im Versicherungsfall bis zum 65. Lebensjahr eine monatliche Rente von 2000 Euro zu erhalten.
Aufschlussreich sind auch die Äusserungen zur Strategie der Schadensvermeidung durch die Privatversicherer...
Hilfreich ist auch, wenn Versicherer ärztliche Atteste anerkennen, die nur für wenige Monate gelten. Denn manchmal wollen Ärzte keine Berufsunfähigkeit für die nächsten Jahre bescheinigen. "Die Versicherungsbedingungen sind ohnehin überall relativ ähnlich", sagt Versicherungsberater Begas. Die Schwierigkeit bestehe darin, die Ansprüche im Ernstfall gegenüber dem Versicherer durchzusetzen. Diese seien inzwischen kritischer geworden. Teilweise versuchten sie, Ansprüche durch ihnen genehme ärztliche Gutachten abzuwenden.
Die Tips an die Grossverdiener unter den Lesern lassen an Deutlichkeit auch nichts zu wünschen übrig...
Ob jemand berufsunfähig ist, hängt sehr von der jeweiligen Tätigkeit ab. Je höher die berufliche Anforderung, desto geringer muss die gesundheitliche Einschränkung sein, um den Versicherungsfall auszulösen. Begas rät: Wer viel verdient, sollte sich einen Versicherer suchen, der viele Kunden derselben Einkommensstufe hat. Die Sachbearbeiter seien es hier gewohnt, größere Summen zu bewilligen.
http://de.biz.yahoo.com/09092007/345/chefsessel-couch.html