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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Die verschärfte IV-Praxis hat ihre Kehrseite !!! (Schein)-Revision??

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sudsy
Mitglied
#921 ° Gesendet: 21.08.2007 23:38 ° Bearbeitet von: sudsy
sprachlos
sirboss
Mitglied
#922 ° Gesendet: 22.08.2007 15:09
Nee sudsy,nicht wirklich?:-))
ringgi
Mitglied
#923 ° Gesendet: 05.09.2007 23:26 ° Bearbeitet von: ringgi
http://www.agile.ch/t3/agile/index.php?id=7

Die Spielchen um die IV-Finanzierung gehen weiter

29.8.07 – Vor den eidgenössischen Wahlen im Oktober wird sich der Ständerat nicht mit dem – für die Mitteparteien – unangenehmen Thema Zusatzfinanzierung befassen. Diesen bedauerlichen, aber nicht anders zu erwartenden Entscheid hat seine Sozialkommission heute gefällt. Immerhin hat die Kommission aber die befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer zugesichert. Jedoch nur unter einem fragwürdigen Vorbehalt: Die Erhöhung wird verknüpft mit der Tilgung der IV-Schuld auf Kosten der AHV. Damit spielt die Kommission das eine gegen das andere Sozialwerk aus...

Wie hier im Forum bereits andiskutiert und vermutet hat die bürgerliche Mehrheit kein Interesse an einer Entschuldung der IV, diese soll alleine auf dem Buckel der Versicherten erfolgen. Es soll ein IV-Ausgleichsfonds geschaffen und mit 5 Milliarden aus der AHV alimentiert werden. Der Deckungsgrad beider Fonds soll dann auch noch auf 50% gesenkt werden. Wo eine solche Entwicklung hinführt und wer davon profitieren wird dürfte unschwer zu erkennen sein.

Allfällige Departementswechsel nach den Wahlen sollen den Kahlschlag im gesamten Sozialbereich weiter vorantreiben.

So hat das ein User im Forum schon früher skizziert:

Es soll keine sozialen Absicherungen mehr geben, jeder wird nach seiner Kaufkraft bzw. der Verwertbarkeit bemessen. Bei den Behinderten redet man von Restverwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt. Rentenansprüche werden wohl generell, auch bei der AHV abgebaut, im besten Fall kann man sich in Zukunft dann teuer Privatversichern.



Wer angesichts dieser nun transparenten Politik und Vorgehensweise immer noch von Missbrauch schwafelt, schaufelt sein eigenes Grab.
ringgi
Mitglied
#924 ° Gesendet: 10.09.2007 05:18


Ein Blick über die Grenze lässt erahnen wie das Invaliditätsrisiko in der Schweiz zukünftig abgedeckt wird, bei gleichzeitiger (realistischer) Annahme dass die Sozialabbauer mit ihrer Politik durchkommen.

Wie halten es die Deutschen mit der Absicherung bei Berufsunfähigkeit ? Es existiert eine löchrige staatliche Versicherung, d.h. viele müssen sich Privat gegen dieses Risiko versichern. Offenbar ein lukratives Geschäft, in einem Test wurden 92 (!) Berufsunfähigkeitsversicherungen miteinander verglichen. Das erinnert natürlich stark an die Verhältnisse im schweizerischen Krankenversicherungsgeschäft oder auch an die unzähligen Pensionskassenregelungen. Der Artikel stellt die Manager und ihre Probleme ins Zentrum des Interesses, diese können sich eine solche Privatversicherung auch leisten.

Bei der HUK-Coburg muss ein 35-jähriger, nichtrauchender Rechtsanwalt zum Beispiel monatlich 102,68 Euro bezahlen, um im Versicherungsfall bis zum 65. Lebensjahr eine monatliche Rente von 2000 Euro zu erhalten.

Aufschlussreich sind auch die Äusserungen zur Strategie der Schadensvermeidung durch die Privatversicherer...

Hilfreich ist auch, wenn Versicherer ärztliche Atteste anerkennen, die nur für wenige Monate gelten. Denn manchmal wollen Ärzte keine Berufsunfähigkeit für die nächsten Jahre bescheinigen. "Die Versicherungsbedingungen sind ohnehin überall relativ ähnlich", sagt Versicherungsberater Begas. Die Schwierigkeit bestehe darin, die Ansprüche im Ernstfall gegenüber dem Versicherer durchzusetzen. Diese seien inzwischen kritischer geworden. Teilweise versuchten sie, Ansprüche durch ihnen genehme ärztliche Gutachten abzuwenden.

Die Tips an die Grossverdiener unter den Lesern lassen an Deutlichkeit auch nichts zu wünschen übrig...

Ob jemand berufsunfähig ist, hängt sehr von der jeweiligen Tätigkeit ab. Je höher die berufliche Anforderung, desto geringer muss die gesundheitliche Einschränkung sein, um den Versicherungsfall auszulösen. Begas rät: Wer viel verdient, sollte sich einen Versicherer suchen, der viele Kunden derselben Einkommensstufe hat. Die Sachbearbeiter seien es hier gewohnt, größere Summen zu bewilligen.

http://de.biz.yahoo.com/09092007/345/chefsessel-couch.html
Zocker
Mitglied
#925 ° Gesendet: 10.09.2007 20:38
Das nächste grössere Geschäft für die Versicherer wird vorbereitet. Der bürgerliche Mittelstand möchte keine höheren prämien für die IV. Sie zahlen lieber die hohen prämien an die Privatversicherer und finanzieren auch noch deren Gewinne.

Bis die bürgerliche Wählerschaft merkt, dass sie sich selbst um den Invaliditätsschutz gebracht hat, ist es zu spät. Aber das stört eigentlich niemanden, sowie es auch niemnaden stört wenn ihm die Rente gekürtz und die BVG-Zinsen gesenkt werden.

Dass bei der SVP die Parteisoldaten nicht immer die Hellsten sind, sind wir gewohnt, dass aber auch bei den anderen ähnliche Kurzdenker zu finden sind erstaunt mich.
ringgi
Mitglied
#926 ° Gesendet: 11.09.2007 01:47 ° Bearbeitet von: ringgi
@Zocker

Dass bei der SVP die Parteisoldaten nicht immer die Hellsten sind, sind wir gewohnt, dass aber auch bei den anderen ähnliche Kurzdenker zu finden sind erstaunt mich.


Die Versicherungswirtschaft hat eine Riesenlobby im Bundeshaus:

Norbert Hochreutener, Nationalrat CVP,

Pressechef Schweizerischer Versicherungsverband (SVV), Beirat CS Group. Herr Filz höchstpersönlich. Wo hartnäckiges Lobbying gefragt ist, wird Hochreutener an die Front geschickt. Der Mann mit den vielen Hüten gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Versicherungsbranche im Parlament.

Gerold Bührer, FDP-Nationalrat,

VR-Vizepräsident Swiss Life.
Als Verwaltungsrats-Vize des grössten Anbieters von Vorsorgelösungen und Lebensversicherungen gehört er zu den Fahnenträgern unter den Lobbyisten der Versicherungsbranche. Bührer schreckt auch nicht davor zurück, eigene Parteimitglieder in die Mangel zu nehmen.

uswundsofort..

http://www.bilanz.ch/edition/artikel.asp?Session=C17399B4-1789-4B2F-9E 66-AD4E9B07CA2A&CID=64&CPID=119&AssetID=3209
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