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Massensterben der Bienenvölker weltweit; vermutlich wegen Bayer Pestizid

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Georg Meier
Mitglied
#1 ° Gesendet: 16.03.2007 11:30
Französische Regierung verlängert Teilverbot von Gaucho

Bienensterben jetzt auch in Deutschland

Seit 1994 sind in Frankreich rund die Hälfte aller Bienenvölker gestorben. Die in ihrer Existenz bedrohten Imker machen hierfür das von BAYER vertriebene Pestizid GAUCHO verantwortlich. Das französische Umweltministerium verhängte daher ein Teilverbot des Agrogifts. Nun sterben die Bienen auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz – in einigen Regionen gibt es Verluste bis zu 80%. Die BAYER AG will ihren Verkaufsschlager schützen und weist jede Verantwortung zurück.

Berufsimkerbund fordert Verbot

Anders als in Frankreich, wo es mehr als 2000 Berufsimker gibt, sind die meisten der rund 90.000 deutschen Bienenzüchter Freizeit- und Hobbyimker. Mit ihren rund 820 000 Bienenvölkern erzeugen sie pro Jahr ca. 24 000 Tonnen Honig. Wichtiger noch, und im Unterschied zu Honig nicht importierbar, ist die Bestäubungsleistung der Bienen - diese übersteigt den Wert der Honigerzeugung mindestens um das zehnfache.

Da sie schlechter organisiert sind als ihre französischen Kollegen, brauchten die deutschen Bienenzüchter sehr viel länger, um sich gegen die Pestizidrisiken zu wehren. Im Februar forderte der Berufsimkerbund (DBID) gemeinsam mit dem Naturschutzbund NABU ein Anwendungsverbot für GAUCHO.

http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_2003/SWB_02_20 03/Gaucho_02_03/gaucho_02_03.html
Chevy
Mitglied
#2 ° Gesendet: 16.03.2007 11:58
Genügen Dir vermutungen um einem Konzern eines der wichtigsten Produkte zu verbieten und somit 1000nde welweit arbeitslos zu machen?
Du weisst aber schon was schon so alles vermutet wurde in Vergangenheit? Es wurde mal Vermutet das die Juden an allem schuld sind.
Georg Meier
Mitglied
#3 ° Gesendet: 16.03.2007 12:14
So, so aber Chevy komm nicht mit solchem Unsinn: Eher wurde von gewissen vermutet, dass es die KZ gar nicht gebe. Bleiben wir beim Thema und sachlich. Der Zusammenhang mit GAUCHO ist ja erwiesen.

Ausserdem, es gehen jetzt auch tausende Arbeitsplätze verloren: Die mutwillige Inkaufnahme der Vernichtung von tausenden Bienenvölkern ist stellt einen Strafbestand dar, die massive Schädigung der Produzenten von Produkten aus Bienenbeständen inkl. Einkommensverlusten und Arbeitsplatzvernichtung ist eine Realität.
driver
Mitglied
#4 ° Gesendet: 16.03.2007 12:23
Es geht übrigens nicht nur um die Imker. Ein erheblicher Teil der Kulturpflanzen wird durch Bienen bestäubt. Der Schaden bei einem Bienensterben geht somit wesentlich über den direkten Schaden für die Honigproduzenten hinaus.

...nur so von wegen Arbeitsplätzen.
Georg Meier
Mitglied
#5 ° Gesendet: 16.03.2007 12:30
Ja, natürlich. Hier noch mehr zu Thema:
http://www.sueddeutsche.de/,ra13l6/.../105247/?page=6
Chevy
Mitglied
#6 ° Gesendet: 16.03.2007 13:05
Hat irgend jemand hierfür Beweise? könnte es nicht die erhöten Ozonwerte weltweit dafür verantwortlich sein?
Mich Stört das heute Vermutungen reichen um dermassen ein geschrei loszulassen.
Wenn jemand sagt vermutlich können wir den Atommüll in 50 Jahren problemlos entsorgen dann reicht das den meissten hier nicht aus um Atomkraftwerke zu bauen, sie wollen es sicher wissen. Aber hier, ja da sind vermutungen mehr als genug.
trigor
Mitglied
#7 ° Gesendet: 16.03.2007 13:21
Nun ja... wieso würde man wohl der Atomlobby so eine Aussage nicht glauben? Weil wir es gewohnt sind das die aus Eigennutz alles beschönigen und herunterspielen. Atomstrom ist sicher, Atomstrom ist sauber... bla bla.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Finde es durchaus berechtig, dass man GAUCHO aus dem Verkehr zieht. Zumindest vorübergehend. Sollte das Bienensterben trotzdem weitergehen wissen wir zumindest, dass es nicht daran liegt. Und Bayer wird bestimmt nicht daran zu Grunde gehen, im Gegensatz zu den Bienen und den Imker.

Ich weiss nicht welche Paranoia Dich reitet, Chevy. Aber hast Du das Gefühl, dass sich Europaweit die Imker verbündet haben um BAYER in den Ruin zu treiben?
Georg Meier
Mitglied
#8 ° Gesendet: 16.03.2007 14:13
Maurice Mary, Sprecher des französischen Imkerverbands Union National d´Apiculteurs (UNAF):

„Seit der ersten Anwendung von GAUCHO haben wir große Verluste bei der Ernte von Sonnenblumenhonig. Früher belief sich in unserem Betrieb der Honigertrag pro Bienenstock auf rund 35 Kilo, heute sind es nur noch 5 bis 6 Kilo.“

Da das Mittel jahrelang im Boden verbleibt, können selbst unbehandelte Pflanzen eine für Bienen tödliche Konzentration enthalten.

Es sind also nackte Tatsachen, aufgrund denen Frankreich schon ein Teilverbot verhängt hat. Zeit für die Schweiz nachzuziehen!
felixkohl
Mitglied
#9 ° Gesendet: 16.03.2007 14:59
@Chevy

Es werde im besagten Artikel auch Studien zitiert.

Ausserdem steht Informatives unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Imidacloprid

Das Gift interagiert mit Neurotransmittern (und ist somit ein Nervengift), und scheint bei Insekten im Gegensatz zu Säugetier und Mensch, kaum abgebaut zu werden.
Das Verdachtsmoment für Bienen ist somit durchaus angebracht.
Die Tatsache, dass das Gift systemisch wirkt, bedeutet es ist in allen Pflanzenteilen (d.h. auch Nektardrüsen und Staubbeutel).

@trigor

Eines mal vorweg. Landwirte spritzen ihr Gift nicht aus reinem Vergnügen aufs Feld.
Es liegt in der Tat an den jeweiligen Behörden, die Zulassung und Anwendung ernsthaft zu überprüfen. Vielleicht gehts auch mit weniger. Gibts Alternativen? Usw.

Zuguterletzt muss auch der Konsument akzeptieren, dass die Güte und Schönheit eines Produktes nicht jeden Pestizideinsatz rechtfertigt.
ghandi
Mitglied
#10 ° Gesendet: 16.03.2007 15:07
es scheint den Menschen nicht klar zu sein oder sie können es nicht mehr erfassen, was das Bienensterben bedeutet.

Es ist eine unheimliche Kettenreaktion der Natur damit verbunden.

Aber solange die Leute ihren fernseher haben, ist ihnen das Wurst.
man kann ja alles künstlich herstellen, nicht einmal die Kinder muss man noch selber machen können. Muss man ja, da die Leute mit diesem Dreckfrass auch noch Impotent werden.
Ich bezeichne das als "legalen Wahnsinn"

Wissenschaftler haben die seltsame Neigung, unangenehme Entwicklungen innerhalb ihrer Disziplin mit den einherziehenden Jahren zu verdrängen.
Mit geschwellter Brust verkaufen sie ihren Studenten Wissenschaft als eine Geschichte von Erfolgen. Die internen Machtkämpfe, die grossen Durchbrüchen voranging, werden grosszügig unter den Tisch gewischt.

Denn auch heute behindern längst überholte überzeugungen und Mauern in den Gehirnen einiger fachleute den Fortschritt,
verbauen uns "definitiv erwiesene " Tatsachen die Zukunft.
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