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Weltwoche-Artikel über Sozialhilfe hat juristisches Nachspiel

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cristiano-safado
Mitglied
#391 ° Gesendet: 22.12.2011 11:09
Ich habe den Fall in den vergangenen Jahren intensiv verfolgt. Das Bundesgericht hat die vorinstanzlichen Urteile zu recht bestätigt. Esther Wyler und Margrit Zopfi hätten die Möglichkeit gehabt, ihre Beanstandungen anderweitig anzubringen. Ihr Vorgehen, das ich übrigens schon immer als bösartig taxierte, hat viele Fürsorgebezüger zu Unrecht in Schwierigkeiten gebracht. Die beiden Whistleblowerin hielten es übrigens auch an ihren neuen Stellen nicht grundlos auch nicht lange aus. Sie wollen jetzt die Sache nach Strassburg ziehen.
Loser
Mitglied
#392 ° Gesendet: 22.12.2011 19:06
abc def:
Da ist das Urteil wirklich völlig weltfremd.

Nein, da gibt es Staatsanwälte usw, an die man sich wenden kann. Mit 10 jährigen, die klauen, hat man keine Probleme und will sie am liebsten ausweisen.
Loser
Mitglied
#393 ° Gesendet: 22.12.2011 19:07
cristiano-safado:
Die beiden Whistleblowerin hielten es übrigens auch an ihren neuen Stellen nicht grundlos auch nicht lange aus.

War eine nicht bei Blocher angestellt ?
abc def
Mitglied
#394 ° Gesendet: 22.12.2011 20:04 ° Bearbeitet von: abc def
Loser:
Nein, da gibt es Staatsanwälte

Staatsanwälte?! Das wäre ja nochmal was ganz neues...
Gemäss Bundesgericht hätten sie sich an die "Ombudsstelle" (Hahaha!) oder an die Sozialbehörde (das ist wohl ein schlechter Witz...) oder an die Geschäftsprüfungskommission (WTF?!?) wenden sollen... Nur schon die Aufzählung der diversen ANGEBLICH möglichen Anlaufstellen zeigt, wie unklar und völlig sinnlos das "korrekte" Vorgehen in dieser Situation gewesen wäre.
Die Presse war in diesem Fall ohne jeden Zweifel die einzige Möglichkeit, die Machenschaften von Frau Stocker zu stoppen. Die Frage ist halt, ob man überhaupt will, dass solche Machenschaften aufgedeckt werden...
Naja schauen wir mal was Strassburg meint.
Loser
Mitglied
#395 ° Gesendet: 22.12.2011 20:14
abc def:
Nur schon die Aufzählung der diversen ANGEBLICH möglichen Anlaufstellen zeigt, wie unklar und völlig sinnlos das "korrekte" Vorgehen in dieser Situation gewesen wäre.

Das behauptest Du, was ja nix heisst :)

abc def:
Die Presse war in diesem Fall ohne jeden Zweifel die einzige Möglichkeit, die Machenschaften von Frau Stocker zu stoppen.

Du meinst die WW ? Und nein, das dümmste, was sie tun konnten. Penetrant den Anlaufstellen auf den Wecker gehen, was sicher eine Kündigung nach sich gezogen hätte. Dann vor Gericht und ich könnte wetten, dass spätestens da die Hosen unten gewesen wären. Wäre es nicht so gekommen, hätte es aber die Aufmerksamkeit der Stocker auf sich gezogen und die wäre zum handeln gezwungen gewesen.

abc def:
Naja schauen wir mal was Strassburg meint.

Würde mich wundern, wenn die überhaupt darauf eingingen.
abc def
Mitglied
#396 ° Gesendet: 23.12.2011 07:13
Loser:
Du meinst die WW ?

Ob Weltwoche oder ein anderes Blatt spielt eigentlich keine Rolle. Unabhängig von der politischen Ausrichtung muss man halt sagen, dass die WW in der Schweizer Presselandschaft die beste Adresse ist für investigativen Journalismus. Und wenn es dann noch um ein so heikles Thema wie Sozialhilfe und um eine grüne Stadträtin geht, kann man von den linken Mainstream-Medien natürlich erst recht kein konsequentes Nachbohren erwarten...
Loser:
Penetrant den Anlaufstellen auf den Wecker gehen, was sicher eine Kündigung nach sich gezogen hätte. Dann vor Gericht und ich könnte wetten, dass spätestens da die Hosen unten gewesen wären. Wäre es nicht so gekommen, hätte es aber die Aufmerksamkeit der Stocker auf sich gezogen und die wäre zum handeln gezwungen gewesen.

Das bestätigt meine Meinung erst recht. Wenn ich dich richtig verstehe, wäre dein "Vorschlag" gewesen, dass sich die beiden absichtlich hätten feuern lassen müssen?! Und dann vor Arbeitsgericht(?!) irgendwie versuchen auf die Misstände hinzuweisen? Das ist doch hanebüchen. Mit Glück hätten sie ja vielleicht eine Entschädigung erhalten. Aber ein Arbeitsgericht kann und wird doch nicht über die Amtsführung von Frau Stocker urteilen! Da hätten sie genau gleich wieder (mit Beweisen) an die Presse gelangen müssen. Dann sind wir wieder am Anfang...
Man kann doch nicht im Ernst verlangen, ein Arbeitnehmer müsse in Harakiri-Manier zuerst freiwillig seinen Arbeitsplatz opfern, um auf krasse Misstände aufmerksam zu machen! So tut das doch NIEMAND!
Klar, sie hätten sich auch auf der Sechseläuten-Wiese mit Benzin übergiessen und anzünden können, um die Misstände anzuprangern....
cristiano-safado
Mitglied
#397 ° Gesendet: 23.12.2011 10:40
@Loser

War eine nicht bei Blocher angestellt ?
Bei einer ihm nahestehenden Firma. Könnte im moment auch nicht gerade sagen bei welcher.

@abc def

Die Presse war in diesem Fall ohne jeden Zweifel die einzige Möglichkeit, die Machenschaften von Frau Stocker zu stoppen
Ganz sicher nicht mit Akten von Fürsorgebezügern.

Naja schauen wir mal was Strassburg meint
Es gibt diesbezüglich bereits Entscheide aus Strassburg. Die sprechen nicht dafür, dass die beiden Whistleblowerinnen Recht bekommen. Nachdem diese den Weiterzug bereits bekannt gegeben haben, wird sich das Bundesgericht in seiner Urteilsbegründung besonders Mühe geben.
Loser
Mitglied
#398 ° Gesendet: 23.12.2011 18:06 ° Bearbeitet von: Loser
abc def:
Das ist doch hanebüchen.

Nein, durchaus nicht, ich sprech da aus Erfahrung :) Es war von Anfang an klar, dass den beiden gekündigt wird, wer da was anderes behauptet, der spinnt. Erst recht einer, der denkt, er komme mit sowas durch :)

abc def:
Aber ein Arbeitsgericht kann und wird doch nicht über die Amtsführung von Frau Stocker urteilen

Braucht es auch nicht, aber es gibt Druck, weil da eine Kündigung begründet werden muss, da gehts dann darum, ob die Kläger Scheisse reden oder nicht. Bekommen sie recht, ist das schon ein "Urteil" über die Amtsführung. Die Presse hätte das eh aufgeschnappt (oder man hilft ein wenig nach) und Fragen gestellt, die beiden wären dann die Opfer gewesen, egal, ob sie recht bekommen hätten oder auch nicht. Sie hätten ihre Story erzählen können, ohne sich strafbar zu machen.

abc def:
dass die WW in der Schweizer Presselandschaft die beste Adresse ist für investigativen Journalismus.

Du meinst Schmierenjournalismus ? Ohne die Akten, hätte die WW auch nie berichtet.
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