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"Opting out": Der erste und einfachste Schritt zur atomfreien Gesellschaft

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leonforte
Mitglied
#71 ° Gesendet: 27.06.2011 14:24
Babylon:
In den am stärksten belasteten Gebieten Deutschlands, im Südosten von Bayern, lagen die Bodenkontaminationen bei bis zu 74 kBq/m² Cs-137. Diese Landkreise hätten auch in Weißrussland, Russland und der Ukraine den Status der kontaminierten Zone erhalten. So sind beispielsweise auch heute noch in einigen Regionen Deutschlands, insbesondere im Süden, Pilze, Waldbeeren und Wildtiere hoch belastet.

dürfte bei gewissen studien zu problemen führen, da der kausale zusammenhang zwischen niederschwelliger strahlung aus den akw's im betrieb und der erkrankung leicht gestört werden könnte .....

wie gesagt, wer sich im statistischen bandrauschen bewegt, bewegt sich in einer problemzone.
Loser
Mitglied
#72 ° Gesendet: 27.06.2011 14:43
Interessantes über die Asche der Kohlekraftwerken

Zwischen 1960 und 1970 wurde in den USA etwa 1100 Tonnen Uran aus Kohleasche gewonnen. 2007 beauftragte die chinesische National Nuclear Corp die kanadische Firma Sparton Resources, in Zusammenarbeit mit dem Beijing No.5 Testing Institute Versuche durchzuführen, Uran aus der Asche des Kohlekraftwerks Xiaolongtang in der Provinz Yunnan zu gewinnen.[13]. Der Urangehalt der Asche liegt mit durchschnittlich 210 ppm Uran (0,021 %U) über dem Urangehalt mancher Uranerze. Wiki
gumbyman
Mitglied
#73 ° Gesendet: 27.06.2011 23:27
abc def:
wohl um seinem Unterricht etwas Pepp zu verleihen - die höchste Zahl ausgewählt, bei der ihn die Schüler nicht gerade laut auslachen...

gumbyman:
- Der ukrainische Gesundheitsminister Andrej Serdjuk bestätigt, dass bis 1994 gesamthaft 125.000 Menschen an Strahlenkrankheiten verstorben sind.

Ach so - du meinst also der ukrainische Gesundheitsminister war irgendsoein Rechtspopulist der Spasseshalber irgendeine hohe Zahl an Krebs-Toten für 8 Jahre erfunden hat? Und der Einsatzleiter der Katastrophe auch? Und das staatliche Register auch? Aber die Sowjet-Funktionäre haben immer die Wahrheit gesagt und du kennst sie?

Keine weiteren Fragen in dem Fall, einen derart unerschütterlichen Glauben möchte ich auch mal haben...aber nein, eigentlich doch nicht, die Fähigkeit zu hinterfragen ist mir eigentlich wichtiger. Und Fukushima ist *tatsächlich* noch lange nicht zu Ende, es hat erst richtig begonnen, und das Ausmass ist noch nicht einmal absehbar.

Babylon:
Krebs entsteht nicht über Nacht, ganz im Gegensatz zur enterohämorrhagischen Colitis.. die meisten Toten von Tschernobyl kamen Jahre später dazu, und zwar deutlich über dem Level von "statistischem Fehler".

Damit hast Du natürlich recht. Bei gewissen notorischen Rechthabern sind aber solche fachlich fundierten Erklärungen "Perlen vor die Säue geworfen". Sie können und/oder wollen's nicht verstehen.

g.
gumbyman
Mitglied
#74 ° Gesendet: 15.04.2012 21:37
Japan optet gerade im ganz grossen Stil out: Obwohl Betreiber angekündigt haben, demnächst einige AKW's wieder in Betrieb nehmen zu wollen, wird demnächst der letzte Meiler abgeschaltet, Japan wird also für eine gewisse Zeit vollständig atomstromfrei leben:
klick - Japan ab Mai ohne Atomstrom

Dass der Gouverneur von Fukui nicht daran denkt, eine erneute Betriebsbewilligung zu erteilen, spricht Bände: Im sonst so obrigkeitsgläubigen Japan, wo Nein-Sagen etwa so beliebt ist wie Sauerkraut in Paris, heisst das ganz klar "wir wollen und werden keinen AKW-Betrieb mehr akzeptieren." Ein starkes Stück, in der Tat. Und durchaus nachahmenswert.

g.
leonforte
Mitglied
#75 ° Gesendet: 18.04.2012 19:40
gumbyman:
solche fachlich fundierten Erklärungen

eine hypothese für die es keinen wissenschaftlilch nachvollziehbaren beweis gibt, weil der aufgrund der tatsache, dass das methodisch gar nicht möglich ist, bleibt eine hypothese .... der beweis dazu fehlt und daher existiert die genannte fachlich fundierte erklärung auch nicht. übrigens wie ich immer wieder sage gilt das auch für die gegenthese, dass krebs und akw's keinen zusammenhang haben .....

die anzahl der fälle ist schlicht zu klein um ein abweichen der norm festzustellen ....... das problem ist nicht ideologisch, sondern rein methodisch! und daher mit einer gewissen logik und intelligenz nachvollziehbar .... oder eben nicht, je nachdem!
gumbyman
Mitglied
#76 ° Gesendet: 18.04.2012 20:57
leonforte:
eine hypothese für die es keinen wissenschaftlilch nachvollziehbaren beweis gibt, weil der aufgrund der tatsache, dass das methodisch gar nicht möglich ist, bleibt eine hypothese .

Ja diese hypothetische Hypothese ist und bleibt eine hypothetische Hypothese und nicht nachvollziehbar - vor allem rein hypothetisch, da nicht korreliert mit der Aufgabenstellung.

Ein statistisch signifikant höheres Krebsvorkommen mit zeitlicher Verzögerung, welche den biomedizinisch zu erwartenden Mechanismen folgt, ist aber damit nicht zu vergleichen. Sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Tatsache.

gumbyman:
:
- Der ukrainische Gesundheitsminister Andrej Serdjuk bestätigt, dass bis 1994 gesamthaft 125.000 Menschen an Strahlenkrankheiten verstorben sind.

leonforte:
nicht ideologisch, sondern rein methodisch! und daher mit einer gewissen logik und intelligenz nachvollziehbar

Meine Rede :)

Und übrigens: Das obrigkeitsgläubige Japan probt den Aufstand und stellt vorübergehend ALLE Radioaktiv-Kraftwerke ab - ein echter Meilenstein!
klick - Japan ab Mai ohne Atomstrom

g.
razzar
Mitglied
#77 ° Gesendet: 19.04.2012 05:07
gumbyman:
Und übrigens: Das obrigkeitsgläubige Japan probt den Aufstand und stellt vorübergehend ALLE Radioaktiv-Kraftwerke ab - ein echter Meilenstein!

Japan kennt die Auswirkung von A-Bomben und die Auswirkung von AKW. Dieses Land ist evolutionär gesehen viel weiter als wir. Wir müssen zuerst noch sowas erleben weil wir nicht von anderen lernen wollen - wegen Geldgeilheit.
leonforte
Mitglied
#78 ° Gesendet: 19.04.2012 07:54
gumbyman:
Ein statistisch signifikant höheres Krebsvorkommen mit zeitlicher Verzögerung,

ist nicht nachweisbar ......

da die fallzahlen so klein sind, dass sie im statistischen fehler untergehen. alle versuche mit derartigen methoden das eine oder das gegenteil zu beweisen scheitern - rein methodisch gegeben.

deshalb sind aussagen wie:

gumbyman:
welche den biomedizinisch zu erwartenden Mechanismen folgt, ist aber damit nicht zu vergleichen. Sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Tatsache.

reine behauptungen. weder die sicherheit noch eine wahrscheinlichkeit existieren in der empirischen realität dieser behauptungen (niedrigschwellige radioaktivität im umfeld von akw und krebserkrankungen).
gumbyman
Mitglied
#79 ° Gesendet: 19.04.2012 23:21
leonforte:
ist nicht nachweisbar ......

nein du willst es nicht sehen. Die Zahl steht da: 125'000. Nix kleine Fallzahlen, sondern unfreiwilliger Grossversuch.

leonforte:
niedrigschwellige radioaktivität im umfeld von akw und krebserkrankungen

Davon rede ich doch nicht. Sondern von der grossflächigen Verstrahlung nach einem Super-GAU wie Tschernoyl oder Fukushima.

Übrigens: Soeben präsentiert sich in Lucens ein schönes Beispiel der "Beherrschbarkeit" solcher Havarien: Jahrzehnte danach kommt der Dreck plötzlich im Sickerwasser daher, obwohl man meinte alles unter Kontrolle zu haben. klick - erhöhte Tritium-Werte Ist in diesem Fall nicht tragisch, zeigt aber deutlich dass man's eben NICHT im Griff hat.

Dasselbe im Salzstock von Gorleben
klick - Radioaktive Abfälle müssen zurückgeholt werden, da schon etwas heftiger.

Fazit: Zu teuer, zu unsicher, zu hoch die Schäden bei Eintreten.
Darum: Opting out asarp - as soon as reasonably possible.

g.
leonforte
Mitglied
#80 ° Gesendet: 20.04.2012 06:15
gumbyman:
nein du willst es nicht sehen. Die Zahl steht da: 125'000. Nix kleine Fallzahlen, sondern unfreiwilliger Grossversuch.

hat aber nichts mit der aussage zu tun, dass das krebsrisiko alleine durch die tatsache entsteht, dass ich in mühleberg lebe ...... :-))

gumbyman:
Jahrzehnte danach kommt der Dreck plötzlich im Sickerwasser daher, obwohl man meinte alles unter Kontrolle zu haben. klick - erhöhte Tritium-Werte Ist in diesem Fall nicht tragisch, zeigt aber deutlich dass man's eben NICHT im Griff hat.

und das ist genau so ein beispiel, das tritium aus lucens führt zu keiner mit einer wissenschaftlichen methode nachweisbaren höhern krankheitsrate ...... dazu sind die fallzahlen schlicht zu klein!

es gibt auch so wunderbare käferstudien, anomalien von käfern die rund um ein akw leben. akribisch wird die umgebung eines akw untersucht und anschliessend ein riesiges trara über gefundene anomalien gemacht. eine vergleichsstudie über dieselben anomalien existiert überhaupt nicht und schon gar kein flächendeckender vergleich. kurz ob man die gleichen anomalien in ähnlicher häufigkeit anderswo findet .... man müsste dann mit derselben sensordichte und methode vorgehen, existiert eben nicht..... dumm gegangen, aber man kann auf diese art alles und nichts beweisen, wissenschaftlich ist derartiges arbeiten wertlos.
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