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Die Schweiz steigt aus der Atomenergie aus - 2034 ist Schluss

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abc def
Mitglied
#991 ° Gesendet: 31.01.2012 20:06
Zocker:
Die Veränderungen am Würfel werden so sein, dass sich die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Zahlen ändern.

Hoppla, jetzt driften wir wohl definitiv ins Esoterische ab ;-)
Vielleicht würde es deine irrationalen Ängste beruhigen, wenn man das ordinäre Kühlwasser unserer AKWs beim nächsten Vollmond durch "belebtes Wasser" ersetzen würde?
Muahahhahaa!
Brodi
Mitglied
#992 ° Gesendet: 01.02.2012 13:18
Für diese Frage muss man weder Mathematiker noch Esoteriker sein und es braucht auch keine Würfel.
Alles was man braucht ist etwas gesunder Menschenverstand. Wenn an dieser Technologie so festgehalten wird, ist der nächste Gau Höchstwahrscheinich. Da viele AKW's bereits in die Jahre gekommen sind und in China weitere dazu kommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass es bis zum nächsten Unfall keine 25 Jahre dauern wird. Wahrscheinlich ist, dass der nächste Unfall in den USA oder in Europa geschieht.
So es darf wieder gewürfelt und gerechnet werden...
leonforte
Mitglied
#993 ° Gesendet: 01.02.2012 17:53
wahrscheinlich wäre demzufolge, dass wir vom nächsten akw unfall betroffen sind, ob wir akw's haben oder nicht.

darum, noch einmal, die einzige logische konsequenz ist jetzt sofort abzuschalten oder weiterhin bis zum betriebswirtschaftlichen ende laufen lassen .... alles andere ist unlogisch!
;-)
Mitglied
#994 ° Gesendet: 01.02.2012 20:41
leonforte:
wahrscheinlich wäre demzufolge, dass wir vom nächsten akw unfall betroffen sind, ob wir akw's haben oder nicht.

Wir waren direkt vom Supergau in Lucens 1969 betroffen, wir waren direkt vom Supergau in Tschernobyl 1986 betroffen, wir waren direkt vom Supergau in Fukushima 2011 betroffen und wir werden natürlich auch vom nächsten Supergau betroffen sein.

leonforte:
darum, noch einmal, die einzige logische konsequenz ist jetzt sofort abzuschalten

Genau!
Betriebswirtschaftlich waren sie nie lohnend.
gumbyman
Mitglied
#995 ° Gesendet: 02.02.2012 03:03
leonforte:
der erwartungswert sei von den anzahl der würfen abhängig

Nun da habe ich mich strenggenommen mit dem Begriff "Erwartungswert" vertan, mein Fehler. Was du aber bringst, nämlich den (tatsächlichen) Erwartungswert gleichverteilt wahrscheinlicher Ereignisse (Würfelbeispiel) auf das AKW anzuwenden zeigt mir dass du zwar mal mit Würfeln rechnen kannst, aber entweder dabei stehengeblieben bist oder keinen Schimmer hast was das Ganze soll. Oder beides. Während du im ersten Fall beliebig viel mal würfelst und schaust wo sich der "Durchschnitt" einpendelt, ist die Frage im zweiten Fall eine ganz andere: Du hast ein sehr seltenes Ereignis, und berechnest nun die Wahrscheinlichkeit des Eintretens. Für jede gezogene Stichprobe ist diese Wahrscheinlichkeit konstant (zumindest im idealen Modell, in der Realität nicht). Nun hängt die Gesamt-Wahrscheinlichkeit, das grosse Los zu ziehen, direkt von der Anzahl der Stichproben ab, sprich wieviel mal würfelst/wieviele Tage betreibst du das Teil.

Das Ereignis (Super-GAU) tritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/10'000 Jahren ein, also etwa 1/3'650'000 Tag (meinetwegen einer aus 3.6 Millionen Würfen). Für deine Würfel-Welt: Der Würfel hat 3.65 Millionen Flächen, auf einer davon ist der Super-GAU und jeden Tag würfelst du einmal.
Berechne die Eintretenswahrscheinlichkeit des Super-Gaus für
a) 10 Tage Betrieb
b) 100 Tage Betrieb
c) [wieviele auch immer Tage Betrieb]
Für 40 Jahre sind es schon mal 0.4%, für jedes weitere Jahrzent nochmals je 0.1%

Ich empfehle dir dringend, den Grundkurs in Kombinatorik zu repetieren. Ich erklär dir das nicht noch einmal.

Fakt ist:
- Jeder Tag Betrieb ist ein zusätzlicher Tag Super-GAU Risiko (mit ähnlichem Risiko wie an jedem Tag zuvor). siehe oben
- Nebst der höheren Prävalenz uralter Werke, verschlechtert sich ihr Zustand zunehmend, je mehr Systeme sich der Verschleissgrenze nähern. Das Risiko wird sogar täglich schlimmer. Das lässt sich nun nicht in 2 Sätzen erklären, siehe z.B. Post #953, 971, 980 und Fachliteratur. Ein gutes Stichwort zum Einstieg: "Badewannenkurve".

Zocker:
Man denke nur an die Risse im Reaktormantel in Mühleberg. Und dieses Teil wurde nie ausgewechselt, es wurde lediglich "gesundbegutachtet".

Ja, eben...und mit Drähten zusammengebunden...brrrr...

leonforte:
die einzige logische konsequenz ist jetzt sofort abzuschalten

Da geb ich dir sogar recht - aber Realpolitik ist dann eben wieder eine andere Welt.

Darum: Mühleberg sofort stilllegen, dann nach und nach die anderen, dem Alter nach.

g.
cristiano-safado
Mitglied
#996 ° Gesendet: 02.02.2012 08:29
Mühleberg sofort stilllegen, dann nach und nach die anderen, dem Alter nach.
Mit Mühleberg sofort stilllegen gehe ich mit Dir einig. Die anderen aber erst wenn dies notwendig ist und genügend Alternativenergien als Ersatz vorhanden sind.
leonforte
Mitglied
#997 ° Gesendet: 02.02.2012 09:04
gumbyman:
Nun da habe ich mich strenggenommen mit dem Begriff "Erwartungswert" vertan, mein Fehler.

genau! nachher beweist du sofort wieder, dass du's nicht begriffen hast ....

gumbyman:
Nun hängt die Gesamt-Wahrscheinlichkeit, das grosse Los zu ziehen, direkt von der Anzahl der Stichproben ab, sprich wieviel mal würfelst/wieviele Tage betreibst du das Teil.

nein eben nicht. die wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist immer gleich hoch. ob einen tag, oder tausend tage. die entscheidung es zu oder es nicht zu tun ist nur einmal zu fällen. nämlich am beginn. wenn ich mich entscheide das risiko einmal zu nehmen, dann ist es nur logisch das risiko immer zu nehmen, denn es wird weder kleiner noch grösser. habe ich risikoaversion, dann wäre es logisch sofort auszusteigen. jetzt hier und heute. bin ich bereit das risiko für einen tag zu tragen, dann ist es nur logisch dies so lange zu tun, bis es sich betriebswirtschaftlich nicht mehr lohnt ...... ein unterbruch vorher ist unlogisch, weil wenn einem das risiko zu hoch erscheint, hätte man gar nie beginnen dürfen weiterzumachen....

gumbyman:
Darum: Mühleberg sofort stilllegen, dann nach und nach die anderen, dem Alter nach.

wie gesagt, mühleberg sofort stilllegen hat zur logischen konsequenz die anderen auch sofort abzuschalten .... oder aber mühleberg nicht stilllegen und weiterbetreiben. die risikoanalyse ist logisch und klar ....... entweder alles auf null oder weiterhin auf eins! aber sicher nicht ein dümmliches weder nach betriebswirtschaftlicher noch risikomässiger betrachtung geartetes opting out, das nur beweist, dass man von allem wirklich keine ahnung hat .... leuthart "wir müssen nun einfach aussteigen!" auf die frage warum! sagt eigentlich alles!
Brodi
Mitglied
#998 ° Gesendet: 02.02.2012 11:39 ° Bearbeitet von: Brodi
leonforte:
wie gesagt, mühleberg sofort stilllegen hat zur logischen konsequenz die anderen auch sofort abzuschalten .... oder aber mühleberg nicht stilllegen und weiterbetreiben

In deiner schwarzweissen Welt bestimmt nicht. nur die entspricht natürlich keinesfalls der Realität.
Die richtige Antwort darauf hast du bereits gekriegt:
gumbyman:
Da geb ich dir sogar recht - aber Realpolitik ist dann eben wieder eine andere Welt.

Der schrittweise Ausstieg ist ein vernüpftiger Entscheid. So bleibt genügend Zeit um Alternativen hochzufahren.
Brodi
Mitglied
#999 ° Gesendet: 02.02.2012 11:47 ° Bearbeitet von: Brodi
Doppelpost. darum gelöscht
gumbyman
Mitglied
#1000 ° Gesendet: 02.02.2012 23:40
leonforte:
die wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert ist immer gleich hoch.

Du hast also wirklich keine Ahnung und bist auch nicht bereit dazuzulernen. Tragisch.
Deine Vorstellung ist FALSCH. Die Eintretenswahrscheinlichkeit ist zeitnormiert, oder bei diskreten Ereignissen auf die Anzahl Stichproben, ob's dir passt oder nicht. Das heisst für jeden betriebenen Tag ist sie (idealisiert) gleich hoch, die Gesamtwahrscheinlichkeit ist das Integral davon.

Will heissen: jedes mal wenn du Lotto spielst ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Sechser gleich hoch, nämlich etwa 1/8 Mio. Wenn du an tausend tagen spielst, war sie immer noch bei jedem Spiel 1/8Mio. über die tausend Spiele gesehen ist sie etwa 1/8Tausend. Statistik, erstes Kapitel.

Aber ausser dir haben das längst alle begriffen, also halte ich mich nicht weiter damit auf.
Aber du musst einfach wissen der schnellste Weg sich lächerlich zu machen ist, an einem Irrtum aus Nichtwissen festzuhalten, und versuchen den niederzuschreien der's erstens weiss und zweitens belegen kann. Also: schau besser nochmals ins Lehrbuch.

Brodi:
Der schrittweise Ausstieg ist ein vernünftiger Entscheid. So bleibt genügend Zeit um Alternativen hochzufahren.

Genau. Würde man auf für "sofortigen Ausstieg" setzen, würde faktisch alles beim alten bleiben, weil es zuviele berechtigte Argumente dagegen gäbe. Die Folge wäre dann, dass das Geschäft mangels Durchführbarkeit schubladisiert wird. Und genau das wollen wir ja nicht.

g.
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