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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Lieber mehr Strom als mehr Abhängigkeit mit Restrisiken

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Faktenbringer
Mitglied
#11 ° Gesendet: 18.03.2011 05:50
Tatsächlich haben Texanische Windfarmen vor kurzem einen grösseren Blackout verhindert: http://bit.ly/f1R5uz
Rico
Mitglied
#12 ° Gesendet: 18.03.2011 10:37
Faktenbringer:
Im nördlichen Deutschland ohne Höhensonne wurde in einem einzigen Monat 2.13 GW Photovoltaik zugebaut:
http://bit.ly/bejSPI Das entspricht der über fünffachen Leistung des AKW Mühlebergs. Nicht in 14 Jahren, sondern in einem einzigen Monat!

Faktenbringer scheint chli ein Globi zu sein und erzählt tendenziösen Schwachsinn! Wer am 31. sein Monatsgehalt ausbezahlt bekommt, erzählt doch auch nicht, er verdiene z.B. 5'000 Franken am Tag.

Faktenbringer:
... aber die armen Schweizer können sich nicht einmal 0.1 Rappen / kWh für Photovoltaikstrom leisten ...

Faktenbringer:
... begrenzt über Ihre Vertreter im Parlament die Einspeisvergütungen auf lächerliche 0.45 Rappen ...

Faktenbringer schmeisst hemmungslos mit irgendwelchen Zahlen um sich und behauptet irgend etwas. Aber nur schon zwei primitive Beispiele, die von jedem hier ohne irgendwo nachzuschlagen verifiziert werden können, sind absoluter Schwachsinn. Also wird der Rest auch Schwachsinn sein.

Tatsache ist - nur so als Beispiel - , dass mich das Zeug, das ich da auf mein Hausdach pflastern soll, je nach Grösse 15'000 bis 60'000 Franken kostet. Wenn dann 1 kWh nur noch 0,1 Rappen kosten soll, ist es einfach auszurechnen, wie lange es geht, bis die Anlage amortisiert sein wird. Zins und Unterhalt aber auch mitrechnen!
Für "normalen" Strom, bei mir übrigens zu 80% Atomstrom, zahlt man aktuell im Schnitt um die 15 Rp./kWh.
Rechne!

Und wenn tatsächlich nur 0,45 Rp./kWh vergütet würden, warum soll dann auch nur ein einziger Hausbesitzer so eine PV-Anlage auf sein Dach pflastern? Das kann man doch niemandem vorwerfen.

Nicht dass ich Atomstromfan wäre (wer ist das schon?), aber realistisch bleiben und vor allem fair diskutieren ist angesagt und nicht nur völligen Schwachsinn behaupten. Das schadet der an sich guten Sache, Faktenbringer!

Gruss, Rico
razzar
Mitglied
#13 ° Gesendet: 18.03.2011 11:27
Also ich bin nicht reich, aber ich würde locker drei mal mehr für Strom bezahlen damit die grüne Energie auch Gewinn macht und so, inkl. der Geräteherstellung mit und für weniger Stromverbrauch usw. gefördert wird. Wäre ja auch nur menschlich. Macht sogar mehr Sinn als die CO2-Abgabe, die man ja schliesslich auch so schnellschnell wegen der Natur einführen kann. Nur weiss man da nicht wer diese Milliarden schlussendlich für sich abzockt oder sich daran bedient. Bestimmt noch die Erdöllobby ;).
Faktenbringer
Mitglied
#14 ° Gesendet: 18.03.2011 14:00 ° Bearbeitet von: Faktenbringer
Rico - nur weil Du offensichtlich nichts verstehst musst Du nicht Dummbrüllen. Du kannst auch einfach anständig fragen:

Wer am 31. sein Monatsgehalt ausbezahlt bekommt, erzählt doch auch nicht, er verdiene z.B. 5'000 Franken am Tag.

Hat zwar überhaupt nichts mit der Thematik zu tun: Tatsache ist, dass Deutschland in einem einzigen Monat 2.13 GW Photovoltaik zugebaut hat: http://bit.ly/bejSPI
Das entspricht der über fünffachen Leistung des AKW Mühlebergs. Nicht in 14 Jahren, sondern in einem einzigen Monat!
(Auf 14 Jahre gerechnet entspricht das übrigens der über 1000fachen Leistung des AKW Mühlebergs.)

Wenn dann 1 kWh nur noch 0,1 Rappen kosten soll, ist es einfach auszurechnen, wie lange es geht, bis die Anlage amortisiert sein wird.

Das Konzept der Einspeisevergütungen funktioniert so: Jeder Stromkonsument zahlt 0.045 Rappen / kWh in einen Solartopf und mit diesem Solartopf können Schweizer Photovoltaikanlagen mit Schweizer Arbeitsplätzen finanziert werden.

Der Hausbesitzer welcher sich die Anlage installiert bekommt dann für jede kWh, welche auf seinem Dach produziert wird, z.B. in Deutschland ab 21.56 cents/kWh: http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

Natürlich reichen die 0.045 Rappen / kWh nirgends hin und deshalb sind in der Schweiz auch 5000 PV-Anlagen mit Schweizer Arbeitsplätzen auf der Warteliste:
http://www.beobachter.ch/natur/natuerlich-leben/wohnen-freizeit/artike l/fotovoltaik_ein-kraftwerk-auf-dem-dach/

Von den 0.45 Rappen / kWh die jeder Stromkonsument für erneuerbaren Strom zahlt, fliesst 0.045 Rappen in den Solartopf .
Wenn die Dummbrüller in diesem Forum auch nur ein einziges mal ihre Stromrechnung angeschaut hätten, würden sie wissen, dass 0.45 Rappen / kWh für erneuerbare Energien abgezweigt werden. Sie brüllen, fluchen und jammern über etwas, dass sie nicht einmal bemerkt haben.

Für "normalen" Strom, bei mir übrigens zu 80% Atomstrom, zahlt man aktuell im Schnitt um die 15 Rp./kWh.

Der Strompreis liegt momentan bei etwa 20 Rappen im CH Schnitt: http://www.strompreis.elcom.admin.ch/Map/ShowSwissMap.aspx

Um neuen ausländische AKWs zu finanzieren, sollen die Strompreise übrigens verdoppelt werden: http://www.swissinfo.ch/ger/Home/Archiv/Strompreise_werden_sich_verdop peln.html?cid=6933038

Wenn die Strompreise schon erhöht werden sollen, dann sollen damit gefälligst Schweizer Arbeitsplätze finanziert und unsere Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen reduziert werden.

Zum einen zahlen wir gerade mal 2% der Stromrechnung für erneuerbaren Strom mit Schweizer Arbeitsplätzen und zum anderen sollen wir 100% mehr für ausländische AKWs bezahlen. Das ist schlicht pervers.
Natascha
Mitglied
#15 ° Gesendet: 18.03.2011 14:39 ° Bearbeitet von: Natascha
Rico:
Tatsache ist - nur so als Beispiel - , dass mich das Zeug, das ich da auf mein Hausdach pflastern soll, je nach Grösse 15'000 bis 60'000 Franken kostet. Wenn dann 1 kWh nur noch 0,1 Rappen kosten soll, ist es einfach auszurechnen, wie lange es geht, bis die Anlage amortisiert sein wird. Zins und Unterhalt aber auch mitrechnen!
Für "normalen" Strom, bei mir übrigens zu 80% Atomstrom, zahlt man aktuell im Schnitt um die 15 Rp./kWh.
Rechne!

Danke. Genau dies sind FAKTEN.
Offenbar wird hier einfach Zeug behauptet, dass schlicht und einfach nicht stimmt und es werden Zahlen herangezogen, welche gar keinen Bezug haben zu dem Thema. Das Atomenergie Nachteile hat und ein unglaubliches Risiko darstellen, wenn es schief geht, wird Niemand bestreiten. Dies hat auch nie jemals Irgendwer bestritten. Die Güterabwägung sollte aber auf FAKTEN und nicht auf Wunschträumen gemacht werden, damit die richtigen Schlüsse gezogen werden können.

N.
vollmi
Mitglied
#16 ° Gesendet: 18.03.2011 14:59
Rico:
Tatsache ist - nur so als Beispiel - , dass mich das Zeug, das ich da auf mein Hausdach pflastern soll, je nach Grösse 15'000 bis 60'000 Franken kostet. Wenn dann 1 kWh nur noch 0,1 Rappen kosten soll, ist es einfach auszurechnen, wie lange es geht, bis die Anlage amortisiert sein wird. Zins und Unterhalt aber auch mitrechnen!
Für "normalen" Strom, bei mir übrigens zu 80% Atomstrom, zahlt man aktuell im Schnitt um die 15 Rp./kWh.
Rechne!

Ja jetzt zahlt man 15 Rp./kWh. Der Preis steigt aber unweigerlich, denn die Entsorgungskosten müssen ja auch bezahlt werden und die werden dann über den gesamten Lagerungszeitraum bezahlt werden müssen. Das ist sozusagen Leasing im grossen Stil.

Selbst wenn man jetzt direkt alle AKWs ausschaltet müsste man immernoch den Abbau die Lagerung der Brennstäbe und der AKWs bezahlen. Das heisst du müsstest die 15 Rp. /kWh weiterbezahlen obwohl du schon lange keinen AKW Strom mehr beziehst. Und zusätlich müsstest du noch die Ersatzenergiequelle bezahlen.

Bei Solarzellen bezahlt man halt im Voraus für den Aufbau der Panele. Und dann für den Betrieb (allerdings sehr wenig da geringer Wartungsaufwand). und das schöne. Wenn man sie ersetzt, bezahlt man für die ersetzten GARNICHTS mehr. Ganz im Gegensatz zu verbrauchten Brennstäben die kosten danach IMMERNOCH.

In der Schweiz produzieren AKWs übrigens nichtmal 40% des genutzten Stroms. die 40% könnte man also locker noch mit erneuerbaren Energiequellen decken.
fast 60% werden durch Wasserkraft schon gedeckt.
Faktenbringer
Mitglied
#17 ° Gesendet: 18.03.2011 15:00 ° Bearbeitet von: Faktenbringer
Tatsache ist: Ich habe Fakten geliefert und Natascha und Rico haben willkürlich dummgebrüllt anstatt sich mit der Thematik auch nur eine Minute auseinanderzusetzen.

Wer die Daten der Bundesdeutschen Netzagentur als Wunschtraum bezeichnet, hat schlicht nicht mehr alle Tassen im Schrank.


Atomfanatiker wie Natascha würden vermutlich wenn ihnen die Haare und Hautfetzen vom Kopf fallen blind und energisch über erneuerbare Energien dummbrüllen ohne zu wissen, worüber sie überhaupt dummbrüllen...

Dies hat auch nie jemals Irgendwer bestritten.

Das glaubst Du ja selbst nicht.
Zocker
Mitglied
#18 ° Gesendet: 18.03.2011 21:30
Die Sache ist ganz einfach.

Nehmen wir den Preis von 0.15 Fr. pro KWh. Wir verteuern den Strom auf 0.45 Fr. pro KWh. Der Aufschlag von 0.3 Fr. wird als Lenkungsabgabe den Leuten z.B. via Krankenkassenprämie zurückerstattet.

Natürlich bestelle ich sofort eine Photovoltaikanlage und produziere meinen Strom selbst und noch etwas mehr, damit es auch bei grösserem Verbrauch noch reicht.

1. Stromsparen wird attraktiv
2. Ich bekomme von den Stromfressern meine Krankenkasse gesponsert.
3. Ich amortisiere die Photovoltaikinvestition in viel kürzerer Zeit.

4. Sehr wichtig! Diese Rechnung macht jeder der die Möglichkeit hat und jeder der es realisieren kann wird zuschlagen. Und es werden Tausende sein.

Damit ist die Leistung der AKWs in wenigen Jahren durch erneuerbare Energie substituiert. Genau vor diesem Szenarion hat die Atomlobby Angst.
Marco
Mitglied
#19 ° Gesendet: 18.03.2011 21:36
Zocker:
Natürlich bestelle ich sofort eine Photovoltaikanlage und produziere meinen Strom selbst und noch etwas mehr, damit es auch bei grösserem Verbrauch noch reicht.

1. Stromsparen wird attraktiv
2. Ich bekomme von den Stromfressern meine Krankenkasse gesponsert.
3. Ich amortisiere die Photovoltaikinvestition in viel kürzerer Zeit.

Das Problem an dieser Rechnung,- was natürlich eine Milchbüchleinrechnung vom Kleinhänschen ist - , dass die Stromfresser, welche die Krankenkassenprämien gesponsert bekommen die Gleichen sind. Es trifft natürlich die Familien, die Mieter und alle, welche schlicht und einfach kein Geld haben diese Investitionen zu tätigen.

Eine Schnapsidee!
razzar
Mitglied
#20 ° Gesendet: 18.03.2011 21:48
Marco:
Es trifft natürlich die Familien, die Mieter und alle, welche schlicht und einfach kein Geld haben diese Investitionen zu tätigen.

Ich kann mir nicht vorstellen dass es noch jemand gibt der ab hier aufhört weiter zu denken. Kein Geld für Sicherheit ist schlechte Wahltaktik. ;)
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