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Krebs wegen AKW: Mühleberg abschalten!

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Bünzli
Mitglied
#201 ° Gesendet: 18.04.2010 13:08
Man sollte vorsichtig sein mit der Forderung die "Schulden" zwischen der Schweiz und Russland/Sowjetunion aufzurechnen und was die USA und Deutschland damit zu tun haben ist schleierhaft.
Soll nun die USA und Deutschland dafür indirekt bezahlen, dass die Schweiz ihren Atommüll illegal in Russland entsorgt?
Weil Russland bei den USA Schulden hat, gelten die Schweizer Gesetzte in der Schweiz nicht mehr? (Die die sagen, dass man Atommüll nicht exportieren darf sondern 100% in der Schweiz entsorgen muss.)

Willst du schon wieder den Schweizer Rechtsstaat abschaffen?

Du musst ein wahrer Demokratie- und Rechststaatenfeind sein.
Bist du etwa ei Taliban?

Weill du dein Auto noch nicht bei der Emil Frey AG abbezahlt hast darf ich meine vollen Kehrichtsäcke bei dir im Wohnzimmer entsorgen?
krokodil
Mitglied
#202 ° Gesendet: 19.04.2010 21:12
@Bänzli
Schön dass Du Dir noch die mühe nimmst auf billige Provokationen einzugehen. Das habe ich mir abgewöhnt. So wie es aussieht trollt hier nur noch abschaum herum. Wo geht die Diskussion weiter?
leonforte
Mitglied
#203 ° Gesendet: 20.04.2010 21:16
krokodil:
Das passende Echo zum Thread und zu leonfortes Argumentationsnotstand

es gibt in der schweiz pro jahr 70 fälle von leukämie bei kindern zwischen 2 und 5 jahren. unter der annahme dass sich leukämiefälle in der umgebung (5km radius) um akws statistisch gesehen gehäuft ereignen sollen, kann schon ein einziger zusätzlicher fall die untersuchung zu einem anderen ergebnis kommen lassen. die deutsche kikk studie führte aus genau diesem grunde zu keiner reaktion der politik. die anzahl der fälle sind einfach zu gering! man kann mit dem insrument statistik nicht mit derart kleinen grundgesamtheiten und einer noch viel kleiner zahl von abweichungen irgendetwas beweisen. übrigens gilt das beidseitig, sprich, dass akw keinen krebs verursachen lässt sich damit ebensowenig nachweisen. es funktioniert einfach methodisch nicht!
gumbyman
Mitglied
#204 ° Gesendet: 20.04.2010 23:07
leonforte:
man kann mit dem insrument statistik nicht mit derart kleinen grundgesamtheiten und einer noch viel kleiner zahl von abweichungen irgendetwas beweisen. übrigens gilt das beidseitig, sprich, dass akw keinen krebs verursachen lässt sich damit ebensowenig nachweisen. es funktioniert einfach methodisch nicht!

Das ist allerdings richtig. Rein methodisch gesehen.

Abgesehen davon ist aber ein Kausalzusammenhang zwischen Radioaktivität im allgemeinen und vielerlei Krankheiten und speziell Krebs spätestens seit Hiroshima mehr als genügend nachgewiesen und statistisch mehr als signifikant. Ob das für die Umgebung eines AKW gilt - wie die Käferstudie zumindest als Indiz nahelegt - bleibe mal dahingestellt.

Für den gesamten "Stoffwechsel" eines AKW's inklusive Brennstoff-Gewinnung, radioaktiver Abfall und - natürlich - eines allfälligen Unfalls gilt er wiederum mit absoluter Sicherheit, woraus wiederum die Abschalt-Forderung verständlich wird.

g.
leonforte
Mitglied
#205 ° Gesendet: 21.04.2010 07:27
gumbyman:
Das ist allerdings richtig. Rein methodisch gesehen.

genau das bemühte ich mich zum ausdruck zu bringen ......

das fazit ist eigentlich folgendes, wir wissen, dass um die akw's herum eine sehr kleine erhöhung der radioaktiven strahlung besteht, das ist bewiesen. was diese strahlung bewirkt, ob sie etwas bewirkt oder eben nicht, das ist mit den exakten wissenschaften nicht beweisbar. studien die sowas behaupten sind eigentlich nur sammlungen von anomalien, aber deren zahlengrösse erreicht statistisch gesehen keine relevanz. wie gesagt, das gilt sowohl für wie gegen die behauptung. die käferstudie in ehren, aber ihre wissenschaftliche aussagekraft beschränkt sich darauf, dass es in der umgebung von akw's anomalien gibt. wie die sich bezogen aufs gesamte verhalten erklärt die studie nicht und damit fällt sie als indiz (leider oder eben nicht leider, wie man's sieht...) weg.

gumbyman:
Für den gesamten "Stoffwechsel" eines AKW's inklusive Brennstoff-Gewinnung, radioaktiver Abfall und - natürlich - eines allfälligen Unfalls gilt er wiederum mit absoluter Sicherheit, woraus wiederum die Abschalt-Forderung verständlich wird.

gerade deswegen ist es übrigens wichtig solche studien zu machen, auch wenn sie wissenschaftlich gesehen weder den nachweis für die schädigung erbringen, noch den beweis, dass es die schädigung nicht gibt innehaben. es geht einfach darum sicherzustellen, dass wenn sich da statistisch etwas nachweisen liesse das zu versuchen. klüger werden wir in diesen fällen wahrscheinlich nicht, aber wenigstens haben wir es versucht.
krokodil
Mitglied
#206 ° Gesendet: 05.10.2010 13:16 ° Bearbeitet von: krokodil
leonforte:
wir wissen, dass um die akw's herum eine sehr kleine erhöhung der radioaktiven strahlung besteht,

Hier sind wir uns einig.

leonforte:
was diese strahlung bewirkt, ob sie etwas bewirkt oder eben nicht, das ist mit den exakten wissenschaften nicht beweisbar.

Falsch. Wir wissen was radioaktive Strahlung bewirkt und das eben schon geringe radioaktivtät bereits gentoxisch wirkt. Darum auch nachweisbare Anomalien an Kleinstlebewesen um AKWs und darum auch einen negativen Einfluss bei menschlichen Embryonen. Mir ist aber klar, dass die AREVA gar keine Freude hat an solchen Erkentnissen, schliesslich wirbt AREVA gerade für intensiv für den EPR.
razzar
Mitglied
#207 ° Gesendet: 05.10.2010 13:30
krokodil:
Mir ist aber klar, dass die AREVA gar keine Freude hat an solchen Erkentnissen

Tja wenns um Geld geht sind alle andern Menschen scheissegal. Siehe Parteien und ihre Lügen und Abstreitereien.
krokodil
Mitglied
#208 ° Gesendet: 19.12.2010 12:30 ° Bearbeitet von: krokodil
razzar:
Tja wenns um Geld geht sind alle andern Menschen scheissegal. Siehe Parteien und ihre Lügen und Abstreitereien.

Das ist möglich, deshalb gilt in der Schweiz nicht das Faustrecht, sondern wir haben einen Verfassungstaat, in der die Rechte der Schwächeren geschützt werden.

im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit
und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken,
im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen,
http://www.admin.ch/ch/d/sr/1/101.de.pdf

Altlastenkraftwerke waren einmal was Neues, nach heutigem Kenntisstand (radioaktive Strahlung ist schädlich) sind sie im Grunde eindeutig verfassungswidrig
leonforte
Mitglied
#209 ° Gesendet: 20.12.2010 16:39
krokodil:
Darum auch nachweisbare Anomalien an Kleinstlebewesen um AKWs und darum auch einen negativen Einfluss bei menschlichen Embryonen. Mir ist aber klar, dass die AREVA gar keine Freude hat an solchen Erkentnissen,

ich würde das als schöne zeichnungen bezeichnen. von einer studie im wissenschaftlichen sinn kann nicht die rede sein. es ist unbestritten, dass in der umgebung von akw's und kerntechnische anlagen anomalien vorkommen. ebenso unbestritten ist die tatsache, dass diese in der natur an sich vorkommen. wenn man schon wissenschaftlich etwas nachweisen will, sollte man das richtig tun, sprich eine vergleichbare kontrollgruppe schaffen.
leonforte
Mitglied
#210 ° Gesendet: 20.12.2010 16:45
krokodil:
Altlastenkraftwerke waren einmal was Neues, nach heutigem Kenntisstand (radioaktive Strahlung ist schädlich) sind sie im Grunde eindeutig verfassungswidrig

nein, denn es gilt ja auch der Zeckartikel und damit die Förderung der gemeinsamen wohlfahrt .... damit muss eben auch energie bereitgestellt werden. ...

in diesem zielkonflikt legt die politik fest, welche risiken genommen werden und welche eben nicht. ergo will man einigermassigen günstige primärenergie bei vertretbaren kostenfolgen. darum gibt es die akw's und wahrscheinlich wird es sie weiterhin geben - wenigstens dann wenn die politische kostenwahrheit so beibehalten wird.
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