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Krebs wegen AKW: Mühleberg abschalten!

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krokodil
Mitglied
#171 ° Gesendet: 05.01.2010 18:09
Wanner AZ-Medien Publikation "Natürlich" auf Kurs gegen erneuerbare Energien?
Die Publikation "Natürlich" war ursprünglich ein ökologisch orientiertes Magazin mit viel Naturheil-Anteil und zahrleichen Kleininseraten. Wann "Natürlich" in die Hände der AZ-Medien Gruppe geriet ist unklar, doch seit ca. 2 Jahren wird am Kurs geschraubt. Mit seinem neusten Editorial begibt sich "Redaktor" Andres Jordi vollends in eine shizophrene Situation - er diskreditiert sozusagen seine eigene Publikation. Denn die Artikel sind ok, doch das Editorial gibt gegenteilige Inhaltsangaben an. Antizyklischer Journalismus? Immerhin etwas über Cornelia Hesse-Honegger, doch im Editorial auch wiederum auf unsäglichste Art und Weise präsentiert. – Ist Natürlich in einer ähnlichen Situation wie der Beobachter?
leonforte
Mitglied
#172 ° Gesendet: 05.01.2010 18:48
krokodil:
Die meisten der vielen Frauen, die in ihrer Nachbarschaft an Krebs gestorben sind, haben das 60. Altersjahr nicht erlebt; die Mehrzahl der Männer ist nicht älter als 62 geworden. «In meinem Quartier, der Oberei, gibt es 15 Häuser. Allein in den letzten zehn Jahren sind dort zwölf Menschen an Krebs erkrankt oder bereits gestorben»

ich komme an einer quartierstrasse mit 14 häusern auf elf fälle in den letzten 10 jahren wobei fünf davon tödlich waren ...... nur ist das dorf nicht mühleberg sondern rund 40-50km vom nächsten akw weg.

die liebe frau heim zählt offensichtlich die gleichen erbsen wie ich, nur dass mir die erklärung ein wenig schwerer fällt ....... als mitbetroffener würde mir ein akw vor der haustüre ganz gut passen, dann hätte ich einen nachvollziehbaren grund!
Babylon
Mitglied
#173 ° Gesendet: 07.01.2010 15:05
leonforte:
als mitbetroffener würde mir ein akw vor der haustüre ganz gut passen, dann hätte ich einen nachvollziehbaren grund!

Du darfst beunruhigt sein, wenn es sich um ähnliche Krebsarten handelt (z.B. die meisten davon Lungenkrebs). Das könnte dann ein Hinweis auf eine hohe Radonbelastung aus dem Untergrund oder Baumaterialien (Asbest) sein, besonders wenn die Häuser ähnlich alt sind und es sich um Einfamilienhäuser mit Kellern handelt. Alternativ könnte eine hohe Uranbelastung im Trinkwasser vorliegen.
Wenn die Erkrankten fast alle älteren Semesters waren und die Krebserkrankungen vielfältig, dann handelt es sich um ein statistisches Phänomen. Etwas morbid finde ich die Tatsache, dass du akkurat Buch über die Todesfälle im Quartier zu führen scheinst. Das gilt auch für krokodil, der aber immerhin eine Hypothese überprüft (deren Wahrheitsgehalt mal dahingestellt sei).
leonforte
Mitglied
#174 ° Gesendet: 07.01.2010 16:38
Babylon:
(z.B. die meisten davon Lungenkrebs).

den kriegt man unter anderem vom rauchen ...... was nicht ganz so selten sein soll!

ich habe nicht akkurat buch geführt, sondern aufgrund des links kurz mal nachgerechnet. ich war selber erstaunt wie hoch die zahl ist. die fragestellung ist nun natürlich etwas ganz anderes, ob die liebe frau da nicht etwas durcheinander bringt. ich würde es nie wagen statistisch betrachtet mit einer zeitreihe von zehn jahren und 14 oder 15 fällen allen ernstes eine solche aussage zu lancieren. man kann hier nicht einmal von einem gefühl oder so reden, sondern einfach von einem ganz gewaltigen trugschluss!
krokodil
Mitglied
#175 ° Gesendet: 12.01.2010 18:15
leonforte 14 oder 15 fällen

Klar nach "offziellen" Statistiken sind in Tschernobyl nur 14 bis 15 Leute an der radioaktiven Strahlung gestorben.

Die sogenannte niedrige Dauerstrahlung von Atomkraftwerken im Betrieb ist ein Problem, das von der Atomlobby schon zu lange kleingerdet wird. Sie führt offenbar zu genetischen Mutationen und Deformationen... das kann nicht nur bei Menschen beobachtet werden, sondern auch an Kleinstlebewesen.

Nuclear power plants in Switzerland

...All the leaf bugs around the Swiss nuclear power plants should be in good health.
In the summer of 1988 I started collecting Heteroptera leaf bugs and other insects around the Swiss nuclear power plants Gösgen and Leibstadt, in the canton of Aargau. The number of disturbed insects astonished and shocked me.
http://www.wissenskunst.ch/en/schweiz_3.htm
leonforte
Mitglied
#176 ° Gesendet: 13.01.2010 08:10
krokodil:
Klar nach "offziellen" Statistiken sind in Tschernobyl nur 14 bis 15 Leute an der radioaktiven Strahlung gestorben.

sorry ich lebe nicht in tschernobyl und auch nicht neben gösgen oder mühleberg. ich lebe in einem ganz normalen mittellanddorf in einer entfernung von etwa 50km zum nächsten akw. wenn nun eine frau in mühleberg behauptet sie könne eine ausserordentliche häufung von krebsfällen feststellen und diese in bezug mit dem akw bringt ist das ihre sache. ich weise einfach darauf hin, dass in meinem dorf in meiner strasse dieselbe häufung stattfindet. mit dem kitztkleinen unterschied, dass ich kein akw in meiner umgebung habe ......

das einzige was ich behaupte, ist dass diese frau ganz offensichtlich eine vermutung anstellt, die in der realität betrachtet sich selber sofort relativiert .......
wesentlich ist übrigens etwas ganz anderes, nämlich dass die datenmenge meist viel zu klein ist um überhaupt statistisch gesehen von trends oder solchen dingen zu reden!
leonforte
Mitglied
#177 ° Gesendet: 13.01.2010 08:14
krokodil:
...All the leaf bugs around the Swiss nuclear power plants should be in good health.
In the summer of 1988 I started collecting Heteroptera leaf bugs and other insects around the Swiss nuclear power plants Gösgen and Leibstadt, in the canton of Aargau. The number of disturbed insects astonished and shocked me.

eine weitere belustigende studie. die annahme, dass alle individuen einer population gesund sind ersetzt eine kontrollgruppe ................ wir müssen hier nicht mehr über wissenschaftlichkeit sprechen, sondern können es bei der feststellung belassen, dass hier nicht birnen mit äpfeln verglichen werden, sondern nur der halbe apfel untersuchungsgegenstand war. die aussage ist wissenschaftlich gesehen so wertlos, die zeichnungen sind schön .......
Bünzli
Mitglied
#178 ° Gesendet: 13.01.2010 11:20
leonforte:
ich weise einfach darauf hin, dass in meinem dorf in meiner strasse dieselbe häufung stattfindet. mit dem kitztkleinen unterschied, dass ich kein akw in meiner umgebung habe .

Es gibt selbstverständlich auch noch andere Ursachen für eine Häufung von Krebs.
- Radon.
http://www.radon.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=34&Itemi d= Karte
- Oder ihr Dörfler vom Mittelland habt in eurer Bauernschläue Land auf einer alten Giftmülldeponie andrehen lassen, weil es so günstig ist.
- Als politisches Statement heizt ihr mit Öl bei offenen Fenstern und um Abfallgebühren zu sparen verbrennt ihr euren Plastikmüll im Cheminée.
- Ihr fresst nur Fertigfutter, weil ihr keine Zeit habt richtiges Essen zu kochen, müsst ja dauernd mit dem 4x4 zum Fitnessstudio in der Stadt fahren.
- Ihr seid dank Inzucht anfälliger für solche Erkrankungen.
- Eure Einfamilienhäuser sind aus den tollen Materialien aus den 60er, 70er usw. Jahren gebaut die so schön billig waren und so schön giftige Dämpfe verströmen.
- Der Bauer aus der Gegend nimmt es nicht so genau mit dem Einstellen der Pestizidspritze. Motto: Dreimal so viel wie angegeben hilft auch dreimal so viel.
- etc.
leonforte
Mitglied
#179 ° Gesendet: 13.01.2010 11:49
Bünzli:
- Oder ihr Dörfler vom Mittelland habt in eurer Bauernschläue Land auf einer alten Giftmülldeponie andrehen lassen, weil es so günstig ist.
- Als politisches Statement heizt ihr mit Öl bei offenen Fenstern und um Abfallgebühren zu sparen verbrennt ihr euren Plastikmüll im Cheminée.
- Ihr fresst nur Fertigfutter, weil ihr keine Zeit habt richtiges Essen zu kochen, müsst ja dauernd mit dem 4x4 zum Fitnessstudio in der Stadt fahren.
- Ihr seid dank Inzucht anfälliger für solche Erkrankungen.
- Eure Einfamilienhäuser sind aus den tollen Materialien aus den 60er, 70er usw. Jahren gebaut die so schön billig waren und so schön giftige Dämpfe verströmen.
- Der Bauer aus der Gegend nimmt es nicht so genau mit dem Einstellen der Pestizidspritze. Motto: Dreimal so viel wie angegeben hilft auch dreimal so viel.
- etc.

gilt für die mühlebergdörfler eben auch alles .....

übrigens radon kann es nicht sein, die belastung liegt laut der karte gleich wie in mühleberg .....

auf was ich übrigens hinaus will ist nichts anderes als folgendes:

- die beobachtungen der guten frau lassen wissenschaftlich betrachtet den schluss nicht zu, dass das leben in der nähe von akw hinsichtlich krebswahrscheinlichkeit signifikant unterschiedlich wäre zu meinem dorf .....
Bünzli
Mitglied
#180 ° Gesendet: 13.01.2010 13:18
leonforte:
- die beobachtungen der guten frau lassen wissenschaftlich betrachtet den schluss nicht zu, dass das leben in der nähe von akw hinsichtlich krebswahrscheinlichkeit signifikant unterschiedlich wäre zu meinem dorf ..

Im Unterschied zu deiner Behauptung der Krebsrate in deiner Strasse kann man aber immerhin ihre Zahlen nachprüfen.
leonforte:
übrigens radon kann es nicht sein, die belastung liegt laut der karte gleich wie in mühleberg .....

Ah! Du kennst also das Ausschlussverfahren, das die Frau bei Mühleberg angewandt hat.

Wissenschaftlich betrachtet wurde das in der Schweiz auch nicht obwohl das dringend nötig wäre. Der Versuch das zu machen wurde von der Atomlobby im Parlament verhindert. Die paar zehntausend Franken dafür könne die Schweiz nicht aufbringen.

Hingegen wurde eine Studie in Deutschland durchgeführt mit dem Ergebniss:
http://www.bfs.de/en/bfs/druck/Ufoplan/4334_KIKK_Zusamm.pdf
"Conclusions
The present study confirms that in Germany there is a correlation between the distance of the home from the nearest NPP at the time of diagnosis and the risk of developing cancer (respectively leukaemia) before the 5th birthday. This study is not able to state which biological risk factors could explain this relationship. Exposure to ionising radiation was neither measured nor modelled."

http://www.bfs.de/en/bfs/druck/Ufoplan/4334_KIKK.html
http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/experten-bestaetigen -kinderkrebsstudie;1364297
http://www.welt.de/wissenschaft/krebs/article1440454/Mehr_Krebsfaelle_ nahe_Atomkraftwerken.html

Komm jetzt nicht damit es ginge hier um Erwachsene und nicht um Kinder oder wir seien nicht in Deutschland und ähnlichem.
"Noch ist nicht viel über niedrig dosierte Strahlen auf den wachsenden Körper bekannt – es kann sein, dass sie unschädlich ist, muss sie aber nicht. Nach der Forderung des Umweltministers Sigmar Gabriel, eine Kausalität nachzuweisen, spitzt Werner Bartens dieses Problem in der Süddeutschen Zeitung zu: „Wie stellt er sich denn das vor? Soll man Kitas in den Vorgärten der Kernkraftwerke bauen und mit Kitas vergleichen, die mindestens 100 km vom nächsten KKW entfernt sind? Oder soll man Babys im Labor bestrahlen und verschiedene Dosierungen und Abstände ausprobieren? Das würde nicht mal die Ethikkommission in Nordkorea genehmigen."
Das Problem ist – und wird es bleiben – dass keine Kausalität nachgewiesen werden kann. Es kann lediglich beobachtet werden, dass es eine erhöhte Zahl von krebskranken Kindern in der Nähe von Atomkraftwerken gibt und von dort auf wahrscheinliche Ursachen geschlossen werden."

http://www.asta-uni-mainz.de/index.php?option=com_content&task=view&id =995&Itemid=145
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