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Krebs wegen AKW: Mühleberg abschalten!

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safado
Mitglied
#151 ° Gesendet: 25.05.2009 00:15
@joggeli34

Schon falsch, Leuenberger hat sich im Bundesrat dagegen gewehrt, er musste dann die Meinung des Br. vertreten safado, sag die wahrheit.
Leuenberger hat die Meinung des BR vertreten. Dass er aber persönlich dagegen war, ist mir neu. Hätte er seinen persönlichen Standpunkt, wie Blocher dazumal seinen, vertreten, so wäre mir das aber ganz sicher nicht entgangen.
krokodil
Mitglied
#152 ° Gesendet: 25.05.2009 00:23 ° Bearbeitet von: krokodil
globi1:
Alleine die Endlagerkosten pro AKW haben in den USA inzwischen knapp $1000 pro kW erreicht und sind damit teurer als die Kosten von modernen Photovoltaikmodulen.
http://www.world-nuclear-news.org/WR-Yucca_Mountain_cost_estimate_rise s_to_96_billion_dollars-0608085.html
Als Vergleich FirstSolar hat bei seinen Dünnschichtmodulen inzwischen Kosten von $930 pro kW erreicht.
http://www.firstsolar.com/company_overview.php

Das sind schlechte Aussichten für die AKW-Lobby.
Offensichtlich kämpft sie jetzt offensiv um staatliche Aufträge, wie man heute zum Beispiel in der NZZ sieht, AXPO Inserat, dann der "Journalist" Robin Schwarzenbach redet von der angeblichen Sicherheit von Opalinuston zur Entsorgung von Müll, ohne aber den Fall der Sondermüll-Deponie Köllikon zu erwähnen, wo man zum Glück nur wenig radioaktive Abfälle in den Opalinuston eingelagert hat, aber jetzt wieder rausholen muss... weil die Verschmutzung des Grundwassers drohte.
pages.unibas.ch/environment/Studium/Lect_WS0405/Bodensanierung/referat e/Koelliken.pdf -
seabream
Mitglied
#153 ° Gesendet: 25.05.2009 15:18
@Globi1

Es ist schon richtig, dass die Solarmodule zum Teil sehr günstig geworden sind. Allerdings müssest du aber auch sagen warum dies so ist. Vielfach werden eben diese Module in Schwellenländer produziert mit einem erheblichen Aufwand an grauer Energie. Also die Umweltschützer, welche sich wegen dem hohen CO2 Ausstoss monieren, sollten schon auch die Sache genauer ansehen.
Babylon
Mitglied
#154 ° Gesendet: 25.05.2009 15:23
@ searbeam

Hast du das Gefühl dass ist bei den AKWs (Bau, Unterhalt) sowie den Brennstäben uvm nicht so?

Das mit dem CO2 ist ein immer wiederkehrendes blödes Scheinargument. Leg mal deine ideologischen Scheuklappen ab.
rlarsson
Mitglied
#155 ° Gesendet: 25.05.2009 15:43 ° Bearbeitet von: rlarsson
seabream:
Also die Umweltschützer, welche sich wegen dem hohen CO2 Ausstoss monieren, sollten schon auch die Sache genauer ansehen.

Im Kanton Bern würde heute eine Mehrheit den Ersatz des KKW Mühleberg mit einem sichereren und leistungsfähigeren KKW an der Urne befürworten. Die Befürworterzahl steigt. Dies zeigt, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger von der Hysterie unserer Ökos nicht hinters Licht lassen führen.

Man kann nicht den Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf sinnvolle Wärmepumpen fördern und Menschen zum Umsteigen auf Elektroautos (die Zukunft) bewegen, ohne die Stromsicherheit zu gewähren. Das Ganze noch bei stetigem und ungebremstem Bevölkerungswachstum, durch immer mehr Einwanderung und Auslaufen von Verträgen unserer Stromkonzerne mit ausländischen Stromlieferanten (Stromlücke lässt grüssen). Krass ist deshalb ja auch die Absicht von unseren Ökos, entgegen der vernünftigen Entwicklung den CO2-Ausstoss zu reduzieren, die Stromproduktion aus dem Gleichgewicht laufen zu lassen, durch Solar- und Windstromgewinnung, die die Grundlast nie decken mag, geschweige denn jemals genug Spitzenenergie liefern wird, wenn sie benötigt wird.

Dass die Solarenregie ein Märchen ist, das mussten selbst die Spanier merken, die die Wüste über Jahre mit Milliarden von EUR mit Solarpanels zupflasterten. Kein Problem bzgl. Stromknappheit gelöst, dafür Arbeitsplätze in der Industrie an das Ausland verloren. Es gibt sogar eine Studie darüber.

Klarer und einfacher kann man die Widersprüche unserer Ökos glaube ich nicht erklären.
seabream
Mitglied
#156 ° Gesendet: 25.05.2009 15:48
Babylon:
Hast du das Gefühl dass ist bei den AKWs (Bau, Unterhalt) sowie den Brennstäben uvm nicht so?

Nein, dieses Gefühl habe ich nicht. Ich kenne die graue Energie bei der Kernenergie ganz genau und sehe auch dort die Nachteile.

Babylon:
Das mit dem CO2 ist ein immer wiederkehrendes blödes Scheinargument. Leg mal deine ideologischen Scheuklappen ab.

Dies ist eben kein Scheinargument, sondern ganz einfach ein Faktum. Die Tabelle liegt in diesem Thread bei. Wenn man eben Technologien vergleicht, dann sollte man alle relevanten Faktoren einbeziehen und da schneidet die Kernenergie eben nicht so schlecht ab. Scheuklappen haben aber diejenigen, die NUR eine Seite betrachten und die andere verschweigen.
joggeli34
Mitglied
#157 ° Gesendet: 25.05.2009 16:14
rlarsson:
#155

Du bist ja au so ein Plauderi, für die Stromspitzen haben wir die Speicherkraftwerke, aber das weist du ganz genau so blöd bist nun auch wieder nicht, nur kannst das ja nicht erwähnen, gäll. Passt eben nicht in dein Konzept. Sau blöd, du schiesst hier ein Eigengoal nach dem andern.
rlarsson
Mitglied
#158 ° Gesendet: 25.05.2009 16:20
joggeli34:
Du bist ja au so ein Plauderi, für die Stromspitzen haben wir die Speicherkraftwerke,...

Und du bist der Oberplauderi im Quadrat! Und mit was für Strom füllen sich die Speicher wieder? Apropos Speicherseen. Sind es nicht die Linken und die Umweltschützer, die die Erhöhung der Grimselsee Staumauer blockieren? Pumpenspeicherkraftwerke fallen voll ins Konzept des larsson. Schreibe dir das gelegentlich hinter deine Löffel.
globi1
Mitglied
#159 ° Gesendet: 25.05.2009 16:26 ° Bearbeitet von: globi1
Vielfach werden eben diese Module in Schwellenländer produziert mit einem erheblichen Aufwand an grauer Energie.

Falsch, Firstsolar ist eine Amerikanische Firma und produziert mehrheitlich in den USA.
http://firstsolar.com/company_overview.php
Firstsolar hat die Kosten reduziert, weil sie den Produktionsprozess von Dünnschichtmodulen wesentlich effizienter gemacht haben.
Die graue Energie von neuen AKWs ist um Faktoren höher als die graue Energie von modernen Dünnschichtzellen.

Dünnschichtzellen können inzwischen in weniger als 1 Jahr die Energie herstellen, welche für deren Produktion notwendig war:
http://www.clca.columbia.edu/papers/21-EUPVSC-Alsema-DeWild-Fthenakis. pdf
Ein neues ausländisches AKW benötigt dagegen mindestens 9 Jahre:
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partG.pdf



Im Kanton Bern würde heute eine Mehrheit den Ersatz des KKW Mühleberg mit einem sichereren und leistungsfähigeren KKW an der Urne befürworten.

...und die AKW-Betreiber werden sich bei den Bernern mit doppelten Strompreisen fürstlich bedanken.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmenkonjunktur/story/288 70297

die Stromproduktion aus dem Gleichgewicht laufen zu lassen, durch Solar- und Windstromgewinnung, die die Grundlast nie decken mag,

Falsch: Erneuerbarer Strom kann nicht nur Grundlast decken sondern er ist verlässlicherlicher als ein AKW: Es gibt keine erneuerbare Kraftwerke, welche wie Leibstadt 15% des Schweizer Strombedarfs decken und während 6 Monaten keine einzige kWh Strom produziert haben, was mit erneuerbaren Energieoptionen noch nie passiert ist und gar nicht passieren kann.
http://tinyurl.com/systemschlamperei

Und vernetzte Windfarmen generieren im Gegensatz zu einem AKW immer Grundlaststrom.
www.stanford.edu/group/efmh/winds/aj07_jamc.pdf

Und im Winter wird mehr Windstrom produziert, wenn die Wasserkraftwerke weniger Strom genieren: http://tinyurl.com/windwinter
www.tinyurl.com/elektrizit-tsstatistik

Und Windfarmen liefern am Tag, wenn der Strombedarf ohnehin bis zu 3 mal höher ist, mehr Strom als während der Nacht. Ein AKW liefert dummerweise stets die gleiche volle Leistung (wenn's mal nicht abgeschaltet ist) auch am Sonntagmorgen um 3 Uhr wenn der Strom alles andere als benötigt wird.
http://www.windpower.org/de/tour/wres/variab.htm

Und wenn der Wind weht wird die Leistung der Speicherkraftwerke entsprechend reduziert, so werden in Spanien seit Jahren die Speicherkraftwerke/Wasserreserven geschont:
http://tinyurl.com/spain-hydro

Und gebäudeintegrierte Photovoltaikkraftwerke liefern im Gegensatz zu einem ausländischen AKW JEDEN Tag Strom und liefern im Gegensatz zu einem ausländischem AKW niemals während der Nacht Strom wenn er kaum gebraucht wird und für teures Geld die Berge raufgepumpt werden muss.

Aber eben heiliger Atomstrom darf natürlich jede Nacht und jedes Wochenende die Berge raufgepumpt werden aber wehe das gleiche würde während einer windigen Wetterlage mit bösem Windstrom gemacht...
krokodil
Mitglied
#160 ° Gesendet: 26.06.2009 11:30 ° Bearbeitet von: krokodil
globi1:
Dünnschichtzellen können inzwischen in weniger als 1 Jahr die Energie herstellen, welche für deren Produktion notwendig war:
http://www.clca.columbia.edu/papers/21-EUPVSC-Alsema-DeWild-Fthenakis. pdf

Ein neues ausländisches AKW benötigt dagegen mindestens 9 Jahre:
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partG.pdf

Es bleibt nur zu hoffen, dass die fiskalpolitisch verantwortunglose Planung von Altlasten- und Krebskraftwerken sofort gestoppt wird. Es ist geradezu peinlich mitanzusehen zu muessen, dass gestandene buergerliche Poltiker der SVP, CVP und FDP sich von Altlastenkraftwerken so magisch angezogen fuehlen - gegen jede finanzpolitische Vernunft!
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