Zumindest auf Grund von wirtschaftlichen Faktoren hat die Atomenergie keine Zukunft.
Vergiss nicht, Atomenergie produziert nur Strom. Vielleicht hätte Atomenergie eine Zukunft, wenn sie in ferner Zukunft für Weltraumreisen benutzt werden könnte, aber für die Produktion von Strom gibt es erwiesenermassen, weit wirtschaftlichere Optionen:
Obwohl dezentrale Energie im Gegensatz zur Atomenergie nicht auf staatliche geförderte Institutionen wie IAEA und Euratom zurückgreifen kann, investiert der Weltmarkt nicht in die hochgelobte Atomenergie. Im Jahr 2006 hat die global addierte Atomkapazität lediglich 3% der addierten dezentralen Stromkapazität betragen. Der Weltmarkt investiert nicht in neue Atomenergie, weil sie eben trotz massiver Subvention zu teuer ist.
www.newsweek.com/id/137501Ein neues AKW kostet über 10 Milliarden Franken:
http://tinyurl.com/nuclear-plant-FL . Neuer Atomstrom ist inzwischen viel teurer als Windstrom. Ein von der Nuklearindustrie finanzierter Bericht hat Kosten von 8.3 and 11.1 cents/kWh berechnet (ohne Übertraguns- und Verteilkosten)
http://tinyurl.com/keystone-report und das bei Kapitalkosten von lediglich $2950/kW inzwischen sind aber $8000/kW erreicht worden! Das ist viel zu teuer für ein unflexibles Kraftwerk, welches lediglich Bandstrom liefern kann.
Demgegenüber kostet Windstrom gemäss dem Department of Energy 3 and 6.4 cents pro kWh (2006). Die Kapitalkosten von Windturbinen betragen lediglich $1480/kW (2006).
http://tinyurl.com/costs-of-windenergyZudem kann eine Windturbine innert Monaten wenn nicht Wochen installiert werden und der Bau eines neuen AKWs kann bis zu 20 Jahre andauern. Ausser einem staatlichen Investor, ist niemand interessiert daran sein Geld für 20 Jahre zu binden bis es überhaupt erst einen einzigen Cent generiert.
Oerlikon geht davon aus, dass sie für Dünnschicht-Photovoltaik Kosten von unter $1000/kW bis 2010 erreichen werden.
http://guntherportfolio.blogspot.com/2007/09/oerlikon-solar-almost-at- work-ersol.htmlAuf dieser Kostenbasis ist es für neuen Atomstrom praktisch unmöglich kompetitiv zu bleiben.
Strom lässt sich mittels HVDC über sehr weite Strecken transportieren für Kosten im Bereich €70/kW per 1000 km (Nur die Übertragungsleitung). Auf diese Weise lässt sich erneuerbarer Strom problemlos über weite Strecken transportieren und beispielsweise Wasserkraftwerke in den Alpen und Skandinavien während starkem Wind ausschalten.
http://www.abb.com/cawp/GAD02181/C1256D71001E0037C1256834003AF40D.aspx www.iset.uni-kassel.de/abt/w3-w/projekte/LowCostEuropElSup_revised_for _AKE_2006.pdfKlar, die AKW und Kohlekraftwerkbetreiber haben natürlich kein Interesse an solchen Stromautobahnen, das ist aber ein politisches Problem und kein technisches.
http://rstreaming.zdf.de/zdf/300/070612_blackout.ram
Übrigens, tatsächlich lieferte Atomenergie (2006) lediglich 2.1% des Weltenergiebedarfs.
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partA.pdf
Das heisst, selbst wenn die Anzahl AKWs in den nächsten 20 Jahren verdoppelt werden könnte, haben neue AKWs kaum einen Einfluss auf den Treibhausgasausstoss. Ganz abgesehen davon, erhöhen neue AKWs den Treibhausgasausstoss, wenn das Geld anstatt in günstige Effizienzmassnahmen in enorm teure, neue AKWs investiert wird. Das ist leider ein knallharter Fakt.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNuclIlusion.pdf
Fakten zur Atomenergie:
http://atomenergie.googlepages.com