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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Zürichs Ausstieg aus der Atomenergie besiegelt

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Bünzli
Mitglied
#11 ° Gesendet: 01.12.2008 21:12
Husky:
Okay ... wie im Artikel der Süddeutschen beschrieben, kann man statt den Akku zu laden, ihn einfach austauschen. Das ist eine Möglichkeit. Aber dann musst du an eine «Tankstelle» und kannst nicht einfach irgenwo tanken.

Nicht entweder, oder, sonder sowohl als auch.
Weisst du, weshalb du selten einen Parkplatz findest? Eben, weil die Automobile so ziemlich autostabil, ich glaube im Schnitt 23 Stunden am Tag irgend wo rumstehen.

Wie weit ist der Arbeitsweg des Durchschnittsschweizers?
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/07/01/01/unterwegszeiten.parsys.0012.Image.gif
Das habe ich gefunden. Es sind etwa 27 km. Mit dem Fahrzeug mit 200 km Reichweite kannst er eine Woche ohne zu tanken zur Arbeit fahren.
Während seines achtstündigen Arbeitstag steht mehr als genügen Zeit zur Verfügung um das Elektromobil wieder voll zu laden.

Das Konzept funktioniert, die Technik ist vorhanden und wird laufend weiterentwickelt (leider kaum in der Schweiz), es fehlt nur am Willen.
Wieder einmal: Who killed the electric car
globi1
Mitglied
#12 ° Gesendet: 01.12.2008 21:27 ° Bearbeitet von: globi1
agathon:
Packen wirs an!

also eigentlich gibt es nicht soviel anzupacken - selbst wenn wir anstatt sparen eine Stromflut erzeugen möchten. Wir müssen nur wollen.

Wenn wir anstatt 70 Milliarden Franken in ausländische Ramschpapiere in Schweizer Solarfabriken investieren, dann können wir damit über 200 Solarfabriken finanzieren, welche zusammen 35'000 MW Leistung jährlich produzieren.
http://www.solarserver.de/news/news-6200.html

Das heisst in lediglich 4 Monaten produzieren diese Solarfabriken die Solarmodule welche notwendig sind um unsere 3 alten Atommeiler zu 100% zu ersetzen.

Die Schweiz kann Schweizer Technologie exportieren aber keine ausländischen Ramschpapiere, welche zudem keine zukunftsträchtigen Arbeitsplätze in der Schweiz generieren können.


Husky:
Die Anlage liefert 2 Megawatt Strom und die ist in ein Fernwärmenetz angeschlossen. Nochmals SUPER. Aber 2 Megawatt ist immernoch 500 mal weniger als zum Beispiel die Leistung von Gösgen.

Eine Wärmekraftkopplungsanlage mit Fernwärmenetz kannst Du aber in jedes Quartier stellen und ein Gösgen dummerweise eben nicht. 10'000 Quartiere mal 2 Megawatt sind eben 20'000 MW und schon sind wir wieder bei der Stromflut angelangt.

Und übrigens: 10'000 WKKs können niemals gleichzeitig ausfallen und wenn eine Anlage mal ausfällt, dann höchsten für ein paar Tage. Ein AKW Leibstadt fällt demgegenüber locker mal für 6 Monate aus, obwohl es nahezu 20% des Schweizer Strombedarfs abdeckt.
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr18/Schweiz/14694.html
Husky
Mitglied
#13 ° Gesendet: 01.12.2008 21:44
Warum ist eigentlich ein Hersteller von Windturbinen oder Solaranlagen glaubwürdiger als ein Atom- oder Wasserkraftbetreiber? Warum ist die Industrie um die Erneuerbaren vertrauenswürdiger?
globi1
Mitglied
#14 ° Gesendet: 01.12.2008 21:49 ° Bearbeitet von: globi1
Weil die Alternativen Fakten liefern und die AKW-Betreiber Emotionen und Lügengeschichten.

Wie willst Du sonst ein Marktmonopol und somit eine Verdoppelung der Strompreise durchsetzen?
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmenkonjunktur/story/288 70297

Das geht nur mit Emotionen, Lügengeschichten und niemals mit Fakten.



Abgesehen davon habe ich kaum etwas gegen Wasserkraftwerke und befürworte beispielsweise die Erhöhung der Grimselstaumauer.
Husky
Mitglied
#15 ° Gesendet: 01.12.2008 21:58 ° Bearbeitet von: Husky
Aha ... ein Verkäufer von Solarzellen oder Windturbinen ist also ehrlicher als ein AKW-Betreiber? Warum lügt denn ein AKW-Betreiber?

Auch ich unterstütze den Ausbau der Wasserkraft, da diese Energiegewinnung unter vielen Gesichtspunkten optimal ist (Energiedichte, Effizienz, Energiedichte, Zuverlässigkeit).
Zum Beispiel Grimsel gibt es aber auch Organistionen, die sich gegen den Ausbau aussprechen.

URL
agathon
Mitglied
#16 ° Gesendet: 01.12.2008 22:06 ° Bearbeitet von: agathon
@ husky

Die berühmte Glaubwürdigkeitsdebatte kannst du bei jedem Thema bringen: Das ist alter Zopf.
Ich bin auch überzeugt, dass die Atomlobby sich ihre Nachfrage selber schafft. Wir hören ja nie ein Wort von dieser Seite, dass man auch Strom sparen könnte: Hingegen hat sich die Atom-Lobby im Zürcher Abstimmungskampf sehr stark engagiert. Man muss sich da schon fragen warum. Den Produzenten kann es ja im Grunde egal sein, wenn die Stadt in 30 Jahren ein Energieproblem hat. Fakt ist: Sie wollen ihr Produkt verkaufen und sich mit Zürich einen der grössten Kunden halten; doch wir müssen doch keinen Atomstrom kaufen, nur damit die Produzenten überleben können: das wäre ja wirklich ein Witz.
globi1
Mitglied
#17 ° Gesendet: 01.12.2008 22:07 ° Bearbeitet von: globi1
Weil der AKW-Betreiber mit Ehrlichkeit und ohne Marktmonopol keine Verdoppelung der Strompreise durchsetzen kann und weil er keine neuen AKWs von ausländischen Atomkonzernen bauen kann um sein Marktmonopol weiter auszubauen.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmenkonjunktur/story/288 70297


Es interessiert nicht wer ehrlicher ist, es ist interessieren letztlich nur die Fakten. Der AKW-Betreiber lügt beispielsweise, dass die Alternativen niemals ausreichen oder dass der hohe Ölpreis verantwortlich ist, für die hohen Stromkosten oder dass sich der Strompreis aus administrativen Gründen verdoppeln wird. Das lässt sich nun mal mit ganz simplen Fakten wiederlegen und das sollte eigentlich reichen.


Ich bin übrigens nicht in der erneuerbaren Energiebranche tätig.
Husky
Mitglied
#18 ° Gesendet: 01.12.2008 22:14
Auch ich bin nicht in der Energiebranche.

Ich habe eure bisherigen Blogs gelesen ich stelle hier einfachmal ein paar Fragen.
Vielen Dank für die rege Beteiligung. Ich finds spannend!

Die Sache mit dem Strompreis ist allerdings heikel.
Vergisst aber bitte eines nicht. Unsere AKW gehören ja fast gänzlich den Kantonen, und nicht wie in Deutschland Privaten (was ich übrigens auch sehr problematisch finde).
Sprich, das Geld, das diese Unternehmen einnehmen, fliesst anteilsmässig in die Kantone.
globi1
Mitglied
#19 ° Gesendet: 01.12.2008 22:24
Na ja, sie gehören den gewinnorientierten Stromunternehmen, welche teilweise wiederum den Kantonen gehören.

Das ändert leider nichts daran, dass sie letztlich jede Kraftwerksform, welches ihr Marktmonopol beeinträchtigen könnte, bekämpfen.
Husky
Mitglied
#20 ° Gesendet: 01.12.2008 22:28 ° Bearbeitet von: Husky
Weiss das jemand konkret? Es wird immer wieder geasgt, dass der SChweizer Strom im Europäischen Vergleich tief ist. Wenn unsere Stromfirmen ein Monopol hätten, dann müsste doch der Strom heute schon teurer sein, oder?
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