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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Wie können wir uns wehren?

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Gart
Mitglied
#1 ° Gesendet: 15.07.2008 11:57
Mindestens drei neue AKW sind geplant. Sie müssen den Nachweis der Entsorgung erbringen, und daher sind auch mehrere potentielle Lagerstätten im Visier der Planer. Die Chance ist also gross, dass du und ich bald eine Atomanlage in nächster Nähe vor der Haustüre haben, seis ein AKW, ein Atommüllzwischenlager oder ein Endlager.

Wer das nicht will, muss sich wehren. Nur wie?
Hotspot
Mitglied
#2 ° Gesendet: 15.07.2008 12:31
Nunja, das wird wohl kompliziert.

1. Im Lotto gewinnen und die Atomlobby durchbrechen
2. Stammtischgespräche zu diesem Thema anreissen, und die "Konservativen" davon überzeugen wie "unkonservativ" Atomenergie ist.
3. Auch sonst möglichst viele Gespräche zu diesem Thema, Atomgegner mobilisieren, Atombeführworter verunsichern und evt. umstimmen.
4. Referendum, Initiativen.
5. Mit den mobilisierten Gegner, wenn es sein muss auch illegale, Massendemos durchführen
6. Bauplatzbesetzungen
7. Beispielhaft leben, Stromverbrauch zurückfahren
8. GEWALT!
H2
Mitglied
#3 ° Gesendet: 15.07.2008 13:01
Nachdem Punkt 4 ausgeschöpft und eventuell gescheitert ist, erachte ich die Punkte 5,6 und 8 als ungeeignet und hoffe, dass die zuständigen Instanzen gesetzeskonform darauf reagieren...
Hotspot
Mitglied
#4 ° Gesendet: 15.07.2008 14:24
8. war ja auch eher ironisch;)

5. kann ja auch durchaus legal sein, wenn eine demo gegen die Atomkraft nicht bewilligt wird, ohne das irgendwie gleichzeitig ne Weltweit beachtete Veranstaltung stattfindet, so ist meiner Meinung nach demokratiefeindlich. Somit liegt es dann eben am Volk entweder illegal zu demonstrieren oder die Demokratie zu begraben.
6. Ist eigentlich dann nur noch ne trotzreaktion, sollte ne unterschriftensammlung gegen akw's lauffen kann man das ja machen um Zeit zu gewinnen, ansonsten, halt die letzte möglichkeit für ne Aktion...
H2
Mitglied
#5 ° Gesendet: 15.07.2008 17:45
Nachdem Punkt 4 abgehackt ist, und eine solche Abstimmung wird kommen, ist eigentlich von den Verlierern zu erwarten, dass sie sich fügen und zwar egal wer verliert...
Hotspot
Mitglied
#6 ° Gesendet: 16.07.2008 08:03
schön, dass du das von den "Verlierern" erwartest. was heisst denn sich fügen? seine Meinung umgehend um 180° drehen weil die mehrheit so denkt? Eine Demo ist auch eine/die Möglichkeit in einer Demokratie seine Meinung zu etwas anzugeben. Wo kämen wir hin wenn sich alle immer der Mehrheit anpassen würden, glücklicherweise sind wir noch nicht so weit...
Boll
Mitglied
#7 ° Gesendet: 16.07.2008 08:16
Wo kämen wir hin wenn sich alle immer der Mehrheit anpassen würden

Naja, wenn sich alle den Mehrheitsbeschlüssen fügen (undenkbar!), wären wir in einer Demokratie. ^^
Hotspot
Mitglied
#8 ° Gesendet: 16.07.2008 08:22
Es geht darum, dass Demos nach einer annahme der AKW's laut H2 nicht mehr durchgeführt werden dürfern. Und das ist wohl eher Demokratur, denn soviel ich weiss darf in einer Demokratie jeder seine eigne Meinung haben und auch kund tun. Ansonsten, bestätigt sich wieder mal meine Einsicht das auch die Demokratie nicht DAS Wundermittel ist...
Zocker
Mitglied
#9 ° Gesendet: 16.07.2008 09:14
Die Gegner eines neuen AKW müssen ihre Überzeugung so demonstrieren, dass die schweigende Mehrheit überzeugt wird.

Wenn es dazu unerlaubte Mittel braucht, so ist das z. B. Terrorismus aber es führt zum Ziel. (siehe KKw Kaiseraugst oder Gründung des Kanton Jura usw.)

Natürlich ist es nicht terroristisch ein AKW zu bauen, das ein nicht beherrschbares Risiko darstellt (mit geringer Eintretenswahrscheinlichkeit) und das tödlich strahlende Abfälle produziert, für deren Entsorgung wir keine Lösung haben und die wir Tausenden von Generationen zur Pflege hinterlassen. Wir terrorisieren unsere Nachfolgegenerationen nicht mit unseren Atomabfällen, weil wir das so definieren. Und wir definieren das so, damit die Sauerei erlaubt wird.
Hotspot
Mitglied
#10 ° Gesendet: 16.07.2008 09:29 ° Bearbeitet von: Hotspot
@Zocker

Nunja, eigentlich glaube ich noch immer das ALLE Menschen intelligent sind und solche Aktionen nicht sein müssen, aber leider wird das kaum so sein. Es sollte aber verhindert werden, dass durch diesen Terror selbst schäden an Unbeteiligten entstehen, und zwar dringlich;)

Natürlich ist es nicht terroristisch ein AKW zu bauen, das ein nicht beherrschbares Risiko darstellt (mit geringer Eintretenswahrscheinlichkeit) und das tödlich strahlende Abfälle produziert, für deren Entsorgung wir keine Lösung haben und die wir Tausenden von Generationen zur Pflege hinterlassen. Wir terrorisieren unsere Nachfolgegenerationen nicht mit unseren Atomabfällen, weil wir das so definieren. Und wir definieren das so, damit die Sauerei erlaubt wird.

stimme ich dir absolut zu, aber du weisst ja, der moderne Mensch frisst nur noch Geld und Strom und denkt nicht darüber nach was er damit anrichtet...
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