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Altlastenkraftwerke? Nein Danke!

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globi1
Mitglied
#581 ° Gesendet: 30.11.2009 18:59
für das windrädli im entlebuch aber benötige ich dauernd den nachweis, dass es ersetzt werden kann

Auch wenn einer neuen Schweizer Windturbine grössere bürokratische Hürden in den Weg gelegt werden, als einem neuen ausländischen AKW: Da der Strombedarf mit dem bestehenden Kraftwerkspark bzw. Netz offensichtlich bereits gedeckt werden kann, ist der Nachweis, dass es ersetzt werden kann auch vorhanden: Eine Windturbine die nicht existiert (wie das jetzt der Fall ist) produziert gleich viel Strom wie eine neue installierte Windturbine, die still steht.

Schweizer Windenergie wird im Wesentlichen den Wasserverbrauch der Schweizer Wasserkraftwerke reduzieren und das ist gut so.
leonforte
Mitglied
#582 ° Gesendet: 30.11.2009 20:06
globi1:
Schweizer Windenergie wird im Wesentlichen den Wasserverbrauch der Schweizer Wasserkraftwerke reduzieren und das ist gut so.

das würde aber nur funktionieren wenn der strombedarf konstant bleibt oder sinkt. dazu besteht absolut kein anzeichen. damit ist klar, dass zusätzlicher windstrom anderst als mit bestehender wasserkraft ersetzt werden können muss.

wie man das macht ist eigetnlich nicht wesentlich. wesentlich ist, dass durch die rechtlichen vorgaben automatisch doppelte investitionskosten entstehen und sich damit der windstrom zusätzlich verteuert ........
globi1
Mitglied
#583 ° Gesendet: 01.12.2009 22:44 ° Bearbeitet von: globi1
damit ist klar, dass zusätzlicher windstrom anderst als mit bestehender wasserkraft ersetzt werden können muss.

Falsch. Die Schweiz hat genügend Wasserkraftleistung um bei Bedarf nahezu doppelt soviel Strom zu produzieren, als was die gesamte Schweiz an Strom verbraucht.

wesentlich ist, dass durch die rechtlichen vorgaben automatisch doppelte investitionskosten entstehen und sich damit der windstrom zusätzlich verteuert ..

Lüge, diese Kapazität ist bereits installiert. Und deshalb exportiert die Schweiz bei maximalen Strombedarf und somit hohen Strompreisen auch weit mehr Strom als was sie selbst verbraucht.
http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00630/index.html?lang =de

Zudem wird die Wasserkraft-Kapazität in der Schweiz momentan mit Pumpspeicher um mehrere GW ausgebaut, aber nicht wegen der paar Windturbinen, welche von den AKW-Betreibern nicht verhindert werden konnten, sondern weil die Strompreisschwankung zwischen Tag und Nacht enorm schwankt. Das nicht zuletzt deshalb weil die Französichen AKWs ihre Leistung nicht dem Bedarf anpassen können und dankbar sind wenn ihnen jemand den überschüssigen AKW-Strom abnimmt. Denn im Gegensatz zu einer Windturbine, kann ein AKW nicht einfach schnell die Leistung reduzieren.
http://www.axpo.ch/internet/nok/de/medien/bestellen.-Slot1-0009-File.F ile.FileRef.pdf/Linthal2015.pdf
http://www.eawag.ch/organisation/abteilungen/surf/teaching/management_ as/programm/begleittxt/04_Ursin_Mehrung_Wasserkrafte.pdf
http://www.rz-online.ch/rz-archiv/rz-ausgaben/2007.php?5_articleid=1-c x&5_articledir=kd

Wie gesagt: Da die Schweiz im Gegensatz zu Spanien leider praktisch über keine Windenergie verfügt, welche die Wasserreserven der Speicherkraftwerke mit bereits installierter hoher Leistungskapazität schonen könnte, sinkt der Füllungsgrad der Speicherseen teilweise bis auf 7.4%:
http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00630/index.html?lang =de&dossier_id=00766
http://www.reuters.com/article/rbssIndustryMaterialsUtilitiesNews/idUS L1579694720080415

Übrigens, die EU wird die Windenergie weiter ausbauen unabhängig von faktenscheuen Fürsorgebeamten wie Dir. Alleine mit europäischer Offshore-Windenergie kann 10mal soviel Strom generiert werden, wie die gesamte EU momentan verbraucht und deshalb wächst Windenergie auch wesentlich schneller als teure Atomenergie:
http://www.ewea.org/fileadmin/ewea_documents/documents/publications/re ports/Offshore_Report_2009.pdf
leonforte
Mitglied
#584 ° Gesendet: 02.12.2009 09:30
globi1:
Falsch. Die Schweiz hat genügend Wasserkraftleistung um bei Bedarf nahezu doppelt soviel Strom zu produzieren, als was die gesamte Schweiz an Strom verbraucht

das was du wegen den akw's schreibst ist durchaus richtig, wir investieren um schwankungen bei den akw's und in der nachfrage auszugleichen. dummerweise funktioniert dieses prinzip nach wortlaut des gesetzes aber für die windrädchen nicht. wer windkapazität baut, muss zwangsläufig auch den nachweis erbringen diese substituieren zu können und mit den wasserkraftgigawattstunden kann er das - und dies ist nun ehrlich gemeint - leider nicht, weil ausgerechnet diese kapazität dazu genutzt werden, andere schwankungsmöglichkeiten abzufedern.......

so betrachtet verteuern wir mit stromproduktionsarten ob akw oder andere über das gebot der netzsicherheit den strom ganz allgemein. das gesetz ist darum barer unsinn.
globi1
Mitglied
#585 ° Gesendet: 02.12.2009 11:37 ° Bearbeitet von: globi1
muss zwangsläufig auch den nachweis erbringen diese substituieren zu können und mit den wasserkraftgigawattstunden kann er das - und dies ist nun ehrlich gemeint - leider nicht, weil ausgerechnet diese kapazität dazu genutzt werden, andere schwankungsmöglichkeiten abzufedern.

Lüge. Mal abgesehen davon, dass Du offensichtlich nicht einmal den Unterschied zwischen Leistung und Energie verstehst. (Zugegeben ein Fürsorgebeamter muss den Unterschied auch nicht verstehen.)
Die Schweiz hat mehr also genug Wasserkraftsleistung installiert. Und deshalb exportiert die Schweiz bei maximalen Strombedarf und somit hohen Strompreisen auch weit mehr Strom als was sie selbst verbraucht, weil sie eben bereits Heute über mehr als genug Kapazität verfügt.
http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00630/index.html?lang =de

Windenergie verbessert tatsächlich die Situation, wie das Beispiel in Spanien beweist, weil dadurch die Speicher weniger schnell geleert werden müssen, so dass die Leistungskapazität über einen längeren Zeitraum zur Verfügung steht.
http://www.reuters.com/article/rbssIndustryMaterialsUtilitiesNews/idUS L1579694720080415

Da die Schweiz im Gegensatz zu Spanien leider praktisch über keine Windenergie verfügt, welche die Wasserreserven der Speicherkraftwerke mit bereits installierter hoher Leistungskapazität schonen könnte, sinkt der Füllungsgrad der Speicherseen teilweise bis auf 7.4%:
http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00630/index.html?lang =de&dossier_id=00766

das was du wegen den akw's schreibst ist durchaus richtig, wir investieren um schwankungen bei den akw's und in der nachfrage auszugleichen.

Die Stromkonzerne investieren in neue Pumpspeicher, weil sich damit auf Grund der hohen Preisschwankungen im Mitteleuropäischen Markt ein haufen Geld verdienen lässt und nicht weil sie um die Netzsicherheit besorgt sind. Und das damit in ferner Zukunft gar Windenergie gespeichert werden könnte, sofern sie den von den AKW-Betreibern nicht verhindert würde, ist ein Nebeneffekt und interessiert die Stromkonzerne nicht im Geringsten.
krokodil
Mitglied
#586 ° Gesendet: 17.03.2010 22:11
Die Stromkonzerne investieren in neue Pumpspeicher, weil sich damit auf Grund der hohen Preisschwankungen im Mitteleuropäischen Markt ein haufen Geld verdienen lässt und nicht weil sie um die Netzsicherheit besorgt sind. Und das damit in ferner Zukunft gar Windenergie gespeichert werden könnte, sofern sie den von den AKW-Betreibern nicht verhindert würde, ist ein Nebeneffekt und interessiert die Stromkonzerne nicht im Geringsten.

Gut gesprochen globi.
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