ich habe mitnichten gesagt, dass akw's immer laufen würden. lies doch mein post richtig durch. ich habe geschrieben, dass die vorschriften zur netzsicherheit uns ein heidengeld kosten.Falsch: Gekostet haben.
Da insbesondere AKWs nicht speziell zuverlässig sind und im Gegensatz zu vernetzten Windfarmen plötzlich und unerwartet einen enormen Stromausfall provozieren können, ist die notwendige Überkapazität bereits vorhanden:
http://ipsnews.net/news.asp?idnews=47909Seven German nuclear plants have failed to generate any electricity this month due to technical breakdowns. They have about half the production capacity of Germany's 17 nuclear reactors, but Germany did not suffer any power shortages.
Selbstverständlich ist diese Überkapazität auch installiert, weil der Stromverbrauch am Tag bis zu 4 mal so hoch sein kann wie während der Nacht. Jedes Netz der Welt hat deshalb seit jeher Kraftwerke benötigt, welche nur kurzfristig eingesetzt werden um den Spitzenbedarf decken zu können.
Mehr Windenergie vermindert insbesondere den Gas- und Kohleverbrauch von Spitzen und Mittellast Kraftwerken (z.T auch Öl).
Und mehr Windenergie senkt selbstverständlich den Wasserverbrauch von bestehenden Wasserkraftwerken, welche insbesondere im Winter an Wassermangel leiden während im Winter mehr Windstrom produziert wird, wovon Spanien dank seiner vielen Windfarmen bereits profitieren konnte:
Spain's biggest utility, Iberdrola (IBE.MC), derived 9.7 percent of all the power it produced in Spain in the first quarter from hydroelectric stations, down 20.8 percent for 2007 as a whole.
Wind power has done much to fill the gap recently and has set new generation records by providing as much as 24 percent of total demand in a given day.
http://www.reuters.com/article/rbssIndustryMaterialsUtilitiesNews/idUS L1579694720080415
Da die Schweiz leider praktisch über keine Windenergie verfügt, welche die Wasserreserven der Speicherkraftwerke schonen könnte, sinkt der Füllungsgrad der Speicherseen teilweise bis auf 7.4%:http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00541/00542/00630/index.html?lang =de&dossier_id=00766Neue AKWs sind nicht nur enorm teuer und abhängig von ausländischen Uranimporten sondern können die Leistung nicht der Last anpassen, deshalb importiert Frankreich trotz ihrer AKW-Überkapazität Strom aus der Schweiz, Deutschland und UK, welche allesamt über mehr flexible Kraftwerke (insbesondere Wasser und Gas) verfügen welche Strom nach Bedarf liefern können.
http://business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/utilit ies/article6626811.ecemachen wir die rechnung, er kriegt gemäss einspeiseverordnung 20 Rp./kWhDa die Einspeisevergütungen in der Schweiz im Gegensatz zu Deutschland bedeckelt sind, bekommen nur ganz wenige Bauern etwas. Die Schweiz hat 40 Milliarden in ausländischen Ramschpapiere investiert und wird wenn's gut kommt vielleicht einmal 0.1 Milliarden in Windturbinen investieren und damit immer noch weit weniger als was der Schweizer Steuerzahler für's nicht gebaute AKW Graben hat bezahlen müssen obwohl dort nicht einmal Bagger aufgefahren sind.
Zudem bekämpft die Stiftung Landschaftschutz (z.T. gleiche Mitglieder wie Atomlobby) Windturbinen, insofern musst Du Dir ohnehin keine Sorgen machen, dass plötzlich Windfarmen mit Schweizer Arbeitsplätzen in der Schweiz aus dem Boden schiessen.
http://www.blick.ch/news/energie/artikel57014Aber neue AKWs sind unbestritten wesentlich teurer als neue Windturbinen, deshalb wird auch weltweit um Faktoren mehr neue Windleistung als neue AKW-Leistung installiert (trotz den Steuerzahler Institutionen wie IAEA und Euroatom welche sich für die vehemente Förderung der Atomenergie einsetzen):
http://www.thestar.com/business/article/665644AECL's $26 billion bid was based on the construction of two 1,200-megawatt Advanced Candu Reactors, working out to $10,800 per kilowatt of power capacity.während eine Windturbine lediglich $1480 per kilowatt kostet.
http://www.nrel.gov/docs/fy07osti/41435.pdfVon den hohen AKW-Abbaukosten ($1400 pro kW):
http://www.secinfo.com/d11141.253.htmund den hohen Endlagerkosten ($1000 pro kW):
http://www.postandcourier.com/news/2008/aug/27/nuclear_surge_needs_was te_plan52063/und dem Fakt, dass der momentane Uranverbrauch nicht einmal zu 70% durch den ausländischen Uranabbau gedeckt werden kann ganz zu schweigen.
http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0908/0908.0627v1.pdfdie fragestellung ist nun woher dieser strom kommen soll? aus alternativen quellen? das würde bedeuten, dass man den strom als primärenergie langfristig massiv verteuern müsste.Tatsache ist, dass der Strom von neuen ausländischen AKWs viel teuer ist, als von erneuerbaren Quellen und effizienten, flexiblen Schweizer Blockheizkraftwerke welche bestehende Ölheizungen nahezu sofort ersetzen können und den CO2-Ausstoss nahezu sofort senken können.
Und übrigens:
Strompreise (Industrie) vor den Steuern (2007)
Dänemark (20% Windstrom): 7.06 cents/kWh
Belgien (55% AKW-Strom): 9.69 cents/kWh
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-DK-07-001/EN/KS-D K-07-001-EN.PDFBelgien (55.1 % AKW-Anteil):
13.66 t CO2/person
$47'617 BIP/person
Denmark (0% KKW-Anteil und 20% Wind):
10.94 t CO2/person
$67'387 BIP/person
www.iaea.org/inisnkm/nkm/aws/eedrb/data/BE-npsh.htmlZudem produziert und exportiert Dänemark am meisten Windstrom im Winter genau dann wenn der Strombedarf in seinen Nachbarländern am höchsten ist bzw. der Speicherinhalt der Wasserkraftwerke sinkt.
Und selbstverständlich exportiert Dänemark über 90% seiner Windturbinen mit Profit. Im Gegensatz zu dem Französischen Staatsnuklearkonzern Areva, welcher trotz günstigen Steuerzahlerkrediten Verluste einfährt.
offensichtlich kommen in anderen länder linke regierungen zu völlig neuen entscheidresultaten. könnte es sein, dass diese den klimawandel anderst gewichten als wir?Mal abgesehen davon, dass die Genehmigung von neuen ausländischen AKWs noch keine CO2-Emission reduziert. Politiker sind kein Massstab. Fakten sind es. Und dummerweise sind neue ausländische AKWs zu teuer und die Bauzeit ist zu lange, da ändern auch steuerzahler abhängige Institutionen wie die IAEA und Euratom nichts.
Apropos Euratom:
Österreich zahlt wegen seiner Mitgliedschaft bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM jährlich 40 Millionen Euro für die europäische Atomindustrie. Die heimische Windkraft, die schon Strom für 18% aller österreichischen Haushalte liefert, wird heuer aber nur mit 24 Mio. Euro gefördert.
http://www.igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1009697