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Altlastenkraftwerke? Nein Danke!

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leonforte
Mitglied
#561 ° Gesendet: 19.11.2009 06:36
krokodil:
Bänzli, was meinst Du eigentlich zu meinem Post betreffend Produktionsüberhang?

vielleicht solltest du mal das elekterizitätsmarktgesetz durchlesen. insbesondere den passus über die netzsicherheit und die daraus resultierende notwendigkeit jederzeit von externen faktoren wie witterung abhängige produktionsanteile ersetzen zu können. je mehr alternativenergie aus nicht ständig produzierenden quellen wir haben, desto mehr überkapazität wird so entstehen. hier wurde aus meiner sicht ein fehler im system implementiert.
leonforte
Mitglied
#562 ° Gesendet: 19.11.2009 06:43
Bünzli:
Wieviel Strom liefert ein geplantes oder von mir aus ein im Bau befindliches Atomkraftwerk?

in ein paar jahren wird es strom liefern. übrigens nicht weil das schön oder gut ist. sondern weil die nachfrage nach strom ständig zunimmt. beispielsweise weil bisher mit fossilen treibstoffen geheizt wurde, und nun umgestellt wird auf eine wärmepumpe die halt wesentlich mehr strom braucht, als die steuerung des ölbrenners usw. strom ist ein wachstumsmarkt mit einer zunahme zwischen 1% bis 3% pro jahr. in diesem wachstum liegt auch das problem der 2000 watt gesellschaft. die 2000 watt lassen sich wahrscheinlich nur erreichen, wenn wir mehr strom verbrauchen. die fragestellung ist nun woher dieser strom kommen soll? aus alternativen quellen? das würde bedeuten, dass man den strom als primärenergie langfristig massiv verteuern müsste. wirtschaftlich ist das schwierig durchsetzbar, weil billige primärenergie für das wachstum wichtig ist. von dem wiederum hängt vieles andere ab, wie zum beispiel die sozialwerke. so ergeben sich dann irgendwann mal zielkonflikte ........ man kann das eine nicht haben ohne auf das andere zu verzichten!
krokodil
Mitglied
#563 ° Gesendet: 20.11.2009 01:22 ° Bearbeitet von: krokodil
bänzli:
Wieviel Strom liefert ein geplantes oder von mir aus ein im Bau befindliches Atomkraftwerk?

Keinen Strom natürlich. Vielmehr bindet es viel Kapital, dass nicht für erneuerbare Energien eingesetzt werden kann.
http://www.atomkraftneindanke.ch/?p=31

Im übrigen liefert ein Atomkraftwerk, dass ausgeschaltet ist keinen Strom, aber der gentoxische Müll strahlt noch wärend Jahrtausenden weiter:
Gute Doku:
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Atommuell/2766888.html
rlarsson
Mitglied
#564 ° Gesendet: 20.11.2009 07:17
leonforte:
in ein paar jahren wird es strom liefern. übrigens nicht weil das schön oder gut ist. sondern weil die nachfrage nach strom ständig zunimmt.

Die Grünen wirken seit der populistischen PR-Aktion von Girod kein bisschen glaubwürdiger, ganz im Gegenteil. Girod wurde mit seinen Ideen ja mit viel innerparteilichem Lärm zurückdiktiert, da plötzlich die SD klatschte. Wenn sie die Situation nun aber wirklich ernst nehmen wollen, dann setzen sie sich sofort für eine Beschränkung der Einwanderung ein. Alles andere ist Pipifax.

Es ist grüne Augenwischerei zu meinen, man könne die Einwanderung hoch halten und dabei den Energiekonsum reduzieren. Mir ist kein Einwanderer bekannt, der sich mit dem Pferdefuhrwerk bewegt und Kartoffeln auf dem eigenen Acker anbaut und sich nur durch diese ernährt. Die Realität lernt uns das pure Gegenteil. Eingewanderte machen die paar Prozentchen Energieeinsparnis der letzten Jahre zu nichte. Und sind wir doch einmal ehrlich, es sind vorab die Grünen, die der Zersiedelung unseres Landes nicht entgegen halten und den Prozess unkontrolliert wie ein Krebsgeschwür wachsen lassen.
krokodil
Mitglied
#565 ° Gesendet: 20.11.2009 09:54 ° Bearbeitet von: krokodil
@rlarsson
Offtopic!
rlarsson:
die der Zersiedelung unseres Landes

Du schreibst einen ziemlichen Unsinn zusammen, jeder weiss genau, dass es neue Autobahnen sind, die die Zersiedelung fördern und diese fordern nun mal die Autoparteien SVP & FDP. Das umstrittene Papier von Girod setzt deshalb in erster Linie bei der Raumplanung an, also stärkerer Schutz der Landschaft.
Am besten liest Du folgenden Post, der Girods Stunt klar in die Schranken weist:
Die Zersiedelung der Schweiz ist hausgemacht!
Seit 1980 nahm in der Schweiz die Zahl der EinwohnerInnen von 6.3 Millionen um rund 22% auf 7.7 Millionen zu. Die Zahl der immatrikulierten Personenwagen nahm im selben Zeitraum jedoch von 2.7 auf 5.2 Millionen zu – das sind 94% mehr. http://kyriacou.ch/2009/11/die-zersiedelung-der-schweiz-ist-hausgemach t/

Zurück zum Thema Altlasten und Produktionsüberhang.
@[quote=rlarsson] Falls Du tatsächlich Atomtechnlogie aus Frankreich importieren willst, statt lokale Firmen, die erneuerbare Energie herstellen, die zudem viel mehr Arbeitsplätze schaffen können und den Standort Schweiz tatsächlich stärken – dann halte ich deine Position für total unglaubwürdig.
rlarsson
Mitglied
#566 ° Gesendet: 20.11.2009 10:15 ° Bearbeitet von: rlarsson
krokodil:
Du schreibst einen ziemlichen Unsinn zusammen, jeder weiss genau, dass es neue Autobahnen sind, die die Zersiedelung fördern und diese fordern nun mal die Autoparteien SVP & FDP.

Die sind nun einmal da und völlig legitim. @leonforte hat die Fakten sauber und seriös zusammengetragen. http://www.ignoranz.ch/forum/4_3903_4.html

krokodil:
Falls Du tatsächlich Atomtechnlogie aus Frankreich importieren willst, statt lokale Firmen, die erneuerbare Energie herstellen, die zudem viel mehr Arbeitsplätze schaffen können und den Standort Schweiz tatsächlich stärken – dann halte ich deine Position für total unglaubwürdig.

Ich sehe da keinen Widerspruch. Elektrizität hält sich in Europa nicht an Grenzen. Was ich sicher nie eingehen würde ist, mit ideologischen Spielchen der Linken die Versorgungssicherheit der Schweiz zu gefährden. Und genau dies tut ihr.

Unser lokaler Stromanbieter bietet in seinem Portfolio sage und schreibe nicht einmal 4 Prozent erneuerbare Energie aus eigener Produktion an, obschon er seit über zwanzig Jahre in diese investiert. Er lässt selber verlauten, das Geschäft rentiere nicht. Da dies Energiegewinnung aus 100 Prozent Solarzellen betrifft, ist es eigentlich auch für einen Grünen völlig unmoralisch nun zu behaupten, mit Öko-Abo und Wäschewaschen nach 21 Uhr etwas gutes für die Umwelt getan zu haben. Aber genau so tönt es. Wenn es fürs Gewissen zu reinigen zweckdienlich ist, dann nur zu. Glaubwürdiger wirkt ihr deshalb keinesfalls.
krokodil
Mitglied
#567 ° Gesendet: 20.11.2009 10:29
rlarsson:
ideologischen Spielchen der Linken die Versorgungssicherheit der Schweiz zu gefährden

Du meinst den Prodktionsüberhang nicht weiter ausbauen? Weitere Geschenke für die privatisierten Stromfirmen halte ich für eine Linkung des Steuerzahlers. Wir haben jetzt schon einen Produktionsüberhang mit dem private Stromfirmen zocken, notabene mit Kraftwerken die der Steuerzahler bezahlt hat.

leonforte:
. die 2000 watt lassen sich wahrscheinlich nur erreichen, wenn wir mehr strom verbrauchen.

Ziemlicher Bockmist diese Behauptung.

rlarsson:
ideologischen Spielchen

Wenn eine Industrie unseriös ist, dann ist es die Atomindustrie

Tatsächliche Kosten des Atomstroms
http://www.ignoranz.ch/forum/14_1415_46.html

Tatsache ist nun mal, dass Atomenergie - obwohl sie weltweit staatlich massiv gefördert wird - lediglich 2.1% des Weltenergiebedarfs deckt.
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partA.pdf

Solare Heizenergie ist bereits jetzt günstiger als mit Atomstrom betriebene Heizwendeln, ansonsten hätte das atomfreundliche, atomfördernde China nicht weit mehr Solarwärmeleistung als Atomleistung installiert: http://www.ren21.net/pdf/RE2007_Global_Status_Report.pdf

Tatsache ist, dass Atomenergie trotz massiver staatlicher Förderung Marktanteile verliert und im Jahr 2006 die global neu addierte Atomstromkapazität lediglich 3% der addierten dezentralen Stromkapazität betragen hat, weil neue AKWs schlicht zu teuer sind.
http://www.newsweek.com/id/137501
Bünzli
Mitglied
#568 ° Gesendet: 20.11.2009 13:28
leonforte:
je mehr alternativenergie aus nicht ständig produzierenden quellen wir haben, desto mehr überkapazität wird so entstehen. hier wurde aus meiner sicht ein fehler im system implementiert.

Du möchtest immer noch die Mär verbreiten AKWs würden dauernd einspeisen.
Das hatten wir doch schon vor langer zeit abgehakt.
http://www.swissinfo.ch/ger/startseite/Reaktor_in_Muehleberg_abgeschal tet.xml?siteSect=109&sid=9974382&cKey=1226840937000&ty=nd
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/kkw_muehleberg_1.3563623.html
http://moneycab.presscab.com/de/templates/default.aspx?a=51991&z=10
http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/727041.html
http://www.branchenbuch.ch/news/detail.asp?ID=207467
http://www.kkg.ch/de/i/5_juni_revision_im_kkg_content---1--1223.html
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/akw-goesgen.html
http://news.search.ch/inland/2001-01-22/kernkraftwerk-goesgen-abgescha ltet

leonforte:
in ein paar jahren wird es strom liefern.

In ein paar Dekaden eher, und dann zu welchem Preis? Du argumentierst doch immer mit der Wirtschaftlichkeit. Mach doch mal eine Vollkostenrechnung.

krokodil:
Bänzli, was meinst Du eigentlich zu meinem Post betreffend Produktionsüberhang?

Du hast recht mit deiner Aussage.
Was mich überrascht ist, dass es immer noch so viele Leute gibt, die von sich selbst behaupten über grossen politischen und wirtschaftlichen Sachverstand zu verfügen (sie leiten diesen von irrigerweise von ihrer bürgerlichen Grundeinstellung ab), die den Oligopolisten des Strommarktes glauben, diese würden tatsächlich im hären Interesse der Schweiz und ihrer Bevölkerung handeln.
leonforte
Mitglied
#569 ° Gesendet: 20.11.2009 16:01
Bünzli:
leonforte: je mehr alternativenergie aus nicht ständig produzierenden quellen wir haben, desto mehr überkapazität wird so entstehen. hier wurde aus meiner sicht ein fehler im system implementiert.
Du möchtest immer noch die Mär verbreiten AKWs würden dauernd einspeisen.

ich habe mitnichten gesagt, dass akw's immer laufen würden. lies doch mein post richtig durch. ich habe geschrieben, dass die vorschriften zur netzsicherheit uns ein heidengeld kosten. insbesondere wenn wir jene alternativenergien fördern, wie die windenergie, die von zufälligen wetterentwiclkungen abhängig sind.
Bünzli
Mitglied
#570 ° Gesendet: 20.11.2009 16:25
leonforte:
ich habe mitnichten gesagt, dass akw's immer laufen würden. lies doch mein post richtig durch. ich habe geschrieben,

Du hast geschrieben, dass je mehr (vermeintlich unzuverlässige) Alternativkraftwerke am Netzt sind, desto mehr konventionelle (Atom-) Kraftwerke die Ausfallzeiten wegen dem Elekterizitätsmarktgesetz abdecken können müssen. Das impliziert die Konventionellen seien immer einsatzfähig.

leonforte:
insbesondere wenn wir jene alternativenergien fördern, wie die windenergie, die von zufälligen wetterentwiclkungen abhängig sind.

Jetzt willst du der Allgemeinheit wieder einmal weiss machen, Windräder würden mal irgend wo aufgestellt und dann gekuckt wann und wieviel Strom sie liefern.

Dass das nicht so ist, weisst du.
Wieso versuchst du Falschinformationen zu streuen?
Was hast du davon?

http://www.suisse-eole.ch/fileadmin/PDF/Accueil/KonzeptWindenergieCH-d .pdf
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