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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Altlastenkraftwerke? Nein Danke!

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krokodil
Mitglied
#51 ° Gesendet: 13.11.2007 04:43
Auf AKW's zu setzen ist ziemlich das Gegenteil von vernünftig. Das ist ja der springende Punkt der Diskussion –

Der Fall der Sondermüll Deponie Kölliken demonstriert im übrigen sehr gut, was für Eseleien immer wieder als vernünftig verkauft werden. Dabei gibt es genug andere Probleme, als das wir uns noch weitere Altlasten aufhalsen sollten und dies erst noch für vernünftig halten sollen.

Die Prognose von Xeno in Ehren – ein Ausstieg ist jederzeit möglich, nur schon die Abschaltungen bei Störfällen zeigen offensichtlich, dass es völlig unproblematisch ist das einte oder andere AKW abzuschalten, ohne dass es zu einem Strom-Kollaps kommt. Vorsorgen heisst in guten Zeiten Altlasten abbauen – sicher nicht neue hinzubauen!
rlarsson
Mitglied
#52 ° Gesendet: 13.11.2007 08:41
Das grosse Morgendämmern scheint langsam auch bei den Ideologen Einzug zu halten. Dass beispielsweise ein @gumbyman es schafft die Thematik AKW pragmatisch anzuschauen, das verspricht viel Gutes. Wenn sich @Bänzli und Co. nun noch ein Stück Realitätswahrnehmung (nicht Verblendung) aneignen, dann sind hier gute und sachliche Gespräche über das Thema Energievernunft durchaus auch durchführbar.
krokodil
Mitglied
#53 ° Gesendet: 13.11.2007 11:09 ° Bearbeitet von: krokodil
Analog zur Sondermüll-Deponie Kölliken wissen wir heute wo die Ideologen sind: Nämlich bei jenen die die Gefahren und Risiken fahrlässig unterschätzt haben mit dem Resultat dass vermeintlich billige Lösungen sich als irrsinnige teure Altlasten entpuppen.
krokodil
Mitglied
#54 ° Gesendet: 19.11.2007 13:03
Atomkraft verhindert Klimaschutz

Immer wieder wird von der Atomlobby behauptet, Atomkraft sei ein unverzichtbarer Bestandteil des Energiemix, wenn es um die Reduzierung der CO2-Emissionen gehe. Eine genauere Analyse zeigt aber, dass Atomkraft keine Lösung für das Klimaproblem darstellt, sondern vielmehr die Entwicklung nachhaltiger Klimaschutzstrategien verhindert. Dem trägt auch die UN-Rahmenkonvention zur Klimaänderung (UNFCC) Rechnung.

http://www.global2000.at/pages/atom_klimaschutz.htm
seabass
SVP Parteisoldat
#55 ° Gesendet: 19.11.2007 16:48
@Krokodil

Dein Beitrag ist von der GRÜNEN Partei in Österreich. Also nicht gerade unabhängig in Bezug auf das Thema.

Das die Atomlobby behauptet die Kernenergie sei unabdingbar, ist natürlich klar. Beide Beispiele sind Partikularinteressen und daher nicht besonders aussagekräftig.

Nun behauptet aber der Gesamtbundesrat, die Option Kernenergie sei unverzichtbar, was meinst du dazu?
Zocker
Mitglied
#56 ° Gesendet: 19.11.2007 17:19
@seabass
Nun behauptet aber der Gesamtbundesrat, die Option Kernenergie sei unverzichtbar, was meinst du dazu?


Der Bundesrat ist auch Parteiinteressen. Die bürgerliche Mehrheit bildet die Meinung des Bundesrates.

Die AKW-Lobby besteht aus Konzernen wie Axpo oder Bkw usw. Es geht um viel Geld und der Druck auf die Politiker ist enorm. Und die SVP wie auch die FDP vertreten die AKW-Lobby mit allen Mitteln.
seabass
SVP Parteisoldat
#57 ° Gesendet: 19.11.2007 17:37
@Zocker

Das stimmt sicherlich, was du sagst. Die CVP müsstest aber fairerweise auch noch dazuzählen. Siehe Meinungen vom Ständerat.

Ich glaube auf jeden Fall, dass wir die AKW's durch erneuerbare Energien ersetzten könnten. Das Problem liegt beim Timing. Offensichtlich gemäß Studien. Was nie berücksichtigt wird, das in den nächsten Jahren auch ein Fortschritt bei den erneuerbaren Energien stattfinden könnte.

Auf jeden Fall muss man bei diesen Themen dranbleiben, sie sind einfach unglaublich wichtig. Ökonomisch wie Ökologisch.
krokodil
Mitglied
#58 ° Gesendet: 19.11.2007 17:38
Über 50% der Parlamentarier sind Mitglieder in Vereinen, die die Interessen der Atomstomlobby vertreten, also ausnahmslos alle FDP, SVP und CVP-Mitglieder. Dieselben wählen aus ihren Reihen fünf der sieben Bundesräte, während der Gesamtbundesrat als Kollegialitätsgremium geschlossen eine Meinung vertritt. Es bestehen keine Zweifel an der Urteilsfähigkeit, sondern daran ob alle Fakten und Risiken der Technologie angemessen berücksichtigt werden. Der Grund warum wir über dieses Thema diskutieren, ist der grosse Aufklärungsbedarf hinsichtlich der anfallenden Altlasten und Kosten. In Anbetracht der anfallenden Altlasten und den damit verbundenen Kosten, halten viele, auch bürgerliche Wähler, teure Investitionen in diese Form der Energiegewinnung für nicht gerechtfertigt, zumal es genug effektive Alternativen gibt, die weniger risikobehaftet sind und bei denen auch keine teuren Altlasten anfallen. Mein Titel und Eingangsbeitrag beleuchten die Thematik primär aus Sicht der nicht unproblematischen Entsorgung bzw. Langzeit-Lagerung. Es gibt zahlreiche weitere Aspekte unter anderem auch jener der Nonproliferation.
Bünzli
Mitglied
#59 ° Gesendet: 19.11.2007 23:26
So funktioniert die Versorgung mit alternativer Energien.

http://rstreaming.zdf.de/zdf/300/070612_blackout.ram
(Für den Realplayer, sonst http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/63814 oder http://www.3sat.de/hitec_index.html und hitec.mediathek ankliken)

... und gut zuhören an was es liegt, dass es mit der Umsetzung hapert.
seabass
SVP Parteisoldat
#60 ° Gesendet: 19.11.2007 23:42
@Bänzli

Willst du nun die halbe Schweiz mit solchen Windrädern zubetonieren? Das kann es ja auch nicht sein, das sieht ja furchtbar aus.
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