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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Altlastenkraftwerke? Nein Danke!

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gumbyman
Mitglied
#21 ° Gesendet: 01.11.2007 02:04
Krokodil hat natürlich recht: als allererstes muss in Energie-Effizienz investiert werden, und als allerletztes - falls gar nichts anderes zum Erfolg führt - auf antiquierte Hochrisiko-Technik zurückgegriffen werden.

Beispiele gefällig?
- mit dem Strom, den die Elektroheizung eines schlecht isolierten Altbaus verschlingt, lassen sich zehn (!) gut isolierte Häuser mit bodengebundenen Wärmepumpen heizen.
- mit dem Strom, den ein einziger Elektroboiler verschlingt, lassen sich fünf solare Warmwasser-Anlagen betreiben
- mit dem Strom, den die Geräte eines Haushalts im Standby-Betrieb verschlingen, lassen sich doppelt soviele Geräte betreiben, die ausserhalb der Nutzungszeiten abgeschaltet werden.
- usw.

g.
krokodil
Mitglied
#22 ° Gesendet: 01.11.2007 02:07
Die Option Kernkraft ist völliger Unsinn und gegenüber den zukünftigen Generationen völlig verantwortungslos, zumal sie aus der Aufbewarung von radioaktivem Atommüll keinen Nutzen ziehen können.
Wer auf heutigem Wissenstand noch auf Altlasten-Kraftwerke setzt ist entweder debil oder ein masochist. Deine 4 Gutachten kannst Du ja mal posten, dann gibts endlich mal wieder etwas zum zerpflücken.
seabream
Mitglied
#23 ° Gesendet: 01.11.2007 02:18 ° Bearbeitet von: seabream
AKWs als neue Notwendigkeit
Die Direktoren im Bundesamt für Energie betonen seit Monaten, es brauche solche dringenden «Grundsatzentscheide über das künftige Stromangebot» und «den richtigen Mix». Die sieben Minister vereinbarten deshalb eine Strategie aus den vier Säulen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Grosskraftwerke und Energieaussenpolitik. Sie wollen die Schweiz mit Wasserkraft, aber auch mit den neuen erneuerbaren Energien Biomasse, Windkraft, Fotovoltaik und Geothermie versorgen. Das genüge jedoch nicht, wenn man eine ab 2020 drohende Stromversorgungslücke decken wolle, betonte Leuenberger. Nun sollen neue Grosskraftwerke verhindern, dass in der Schweiz die Lichter ausgehen.



Hier tat sich im Bundesrat ein Konflikt auf, den Leuenberger nicht für sich entscheiden konnte. Er hatte vorgeschlagen, die Versorgungslücke mit bis zu vier Gaskraftwerken zu schliessen. Den Bau neuer AKWs wollte er jedoch nur als «Ultima Ratio» zulassen.

Die bürgerlichen Kollegen sehen es aber anders. Verteidigungsminister Samuel Schmid schrieb darum in seinem Mitbericht, neue AKWs seien «keine Option, sondern notwendig» – im Wissen, dass Hans-Rudolf Merz, Pascal Couchepin, Doris Leuthard und Christoph Blocher ihn unterstützen würden. Nun lautet der neue Konsens wörtlich: Der Bundesrat setzt weiterhin auf Kernenergie. Neue AKWs, musste Leuenberger den Medien sagen, habe der Bundesrat «als Notwendigkeit festgehalten». Die SP reagiert scharf. Sie sagt, sie verurteile das Bekenntnis des Gesamtbundesrates zur Atomenergie.


Die Linken träumen wieder einmal mehr, ganz heftig und unrealistisch. Vermutlich wollen sie 2020 zurück in die Höhle.
gumbyman
Mitglied
#24 ° Gesendet: 01.11.2007 02:26
Die Bürgerlichen haben sich schon immer damit schwergetan, von den bekannten Trampelpfaden abzuweichen und etwas Mutiges zu tun. So kleben sie halt an der teuren, riskanten und kurzlebigen Kernkraft fest - ein wirkliches Armutszeugnis. Aber kein Grund dies nun abzunicken und als unvermeidlich hinzunehmen.

Energiefachleute wissen, dass es problemlos möglich ist ohne AKW's auszukommen, und dass unser Lebensstandard darunter nicht leiden wird - derjenige der Nachfolge-Generationen aber wahrscheinlich profitieren.

g.
seabream
Mitglied
#25 ° Gesendet: 01.11.2007 02:30
Na dann, rüsten wir um. Das EXIT Szenario (nur wenn die Energiefachleute falsch liegen) bleibt vorderhand offen.

Keine Experimente, sondern eine solide Strategie mit einem ehrenwerten Ziel.
gumbyman
Mitglied
#26 ° Gesendet: 01.11.2007 03:10
solide Strategie mit einem ehrenwerten Zie
Das wär in der Tat wünschenswert - nicht das uninspirierte "Business-As-Usual" das wir gerade erleben.

g.
seabream
Mitglied
#27 ° Gesendet: 01.11.2007 22:09
@gumbyman

Anbei einen Bericht der Avenir Suisse. Atomkraftwerke werden leider unerlässlich sein.

http://www.avenir-suisse.ch/viewPress/content/artikel/2007/07/24_nzz
gumbyman
Mitglied
#28 ° Gesendet: 02.11.2007 01:38
Ach die avenir suisse, so ein masslos überschätzter Thinktank. Die haben ja auch herausgefunden, dass wir eigentlich alle in die Städte ziehen sollten ;-/

Wie sagte schon Karl Valentin? "Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen". Oder anders gesagt: je nach den angenommenen Prämissen sind die AKW entweder unerlässlich, vielleicht nötig oder überflüssig. Ich bin für Letzteres, dazu braucht es allerdings mutige Entscheide und Handlungen, nicht Wehklagen und tonnenweise Studien.

g.
seabream
Mitglied
#29 ° Gesendet: 02.11.2007 01:46
Die Avenir Suisse ist keine politische Organisation oder einer Partei nahestehende Institution. Sie ist glaubwürdig.
Handicap-Power
Mitglied
#30 ° Gesendet: 02.11.2007 01:59
seabream: "Die Avenir Suisse ist keine politische Organisation oder einer Partei nahestehende Institution. Sie ist glaubwürdig."

Die Avenir Suisse glaubwürdig? Das sind die Stifterfirmen, respektive Gründerfirmen: ABB, Credit Suisse Group, Groupement des Banquiers Privés Genevois, Jacobs Holding, Kuoni Holding, McKinsey Switzerland, Nestlé, Novartis, Roche, Sulzer, Swiss Re, UBS, Zurich Financial Services.

Hauptsächlich Firmen, Banken und Versicherungen, die am Bau neuer Atomkraftwerke interessiert und mit der Atomenergiewirtschaft verflochten sind.
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