seabream Mitglied
#23 ° Gesendet: 01.11.2007 02:18 ° Bearbeitet von: seabream |
AKWs als neue Notwendigkeit
Die Direktoren im Bundesamt für Energie betonen seit Monaten, es brauche solche dringenden «Grundsatzentscheide über das künftige Stromangebot» und «den richtigen Mix». Die sieben Minister vereinbarten deshalb eine Strategie aus den vier Säulen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Grosskraftwerke und Energieaussenpolitik. Sie wollen die Schweiz mit Wasserkraft, aber auch mit den neuen erneuerbaren Energien Biomasse, Windkraft, Fotovoltaik und Geothermie versorgen. Das genüge jedoch nicht, wenn man eine ab 2020 drohende Stromversorgungslücke decken wolle, betonte Leuenberger. Nun sollen neue Grosskraftwerke verhindern, dass in der Schweiz die Lichter ausgehen.
Hier tat sich im Bundesrat ein Konflikt auf, den Leuenberger nicht für sich entscheiden konnte. Er hatte vorgeschlagen, die Versorgungslücke mit bis zu vier Gaskraftwerken zu schliessen. Den Bau neuer AKWs wollte er jedoch nur als «Ultima Ratio» zulassen.
Die bürgerlichen Kollegen sehen es aber anders. Verteidigungsminister Samuel Schmid schrieb darum in seinem Mitbericht, neue AKWs seien «keine Option, sondern notwendig» – im Wissen, dass Hans-Rudolf Merz, Pascal Couchepin, Doris Leuthard und Christoph Blocher ihn unterstützen würden. Nun lautet der neue Konsens wörtlich: Der Bundesrat setzt weiterhin auf Kernenergie. Neue AKWs, musste Leuenberger den Medien sagen, habe der Bundesrat «als Notwendigkeit festgehalten». Die SP reagiert scharf. Sie sagt, sie verurteile das Bekenntnis des Gesamtbundesrates zur Atomenergie.
Die Linken träumen wieder einmal mehr, ganz heftig und unrealistisch. Vermutlich wollen sie 2020 zurück in die Höhle. |