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Burson-Marsteller und die PR-Profis

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gumbyman
Mitglied
#51 ° Gesendet: 26.07.2009 14:42
krokodil:
(gumbyman) sowie der Angst, es könnte einem etwas weggenommen werden, man müssen den A... heben oder gar etwas mehr bezahlen.

Wird diese Angst nicht eben gerade von ebendiesen PR-Firmen recht erfolgreich geschuehrt?

Doch, damit haben sie einen gewissen Erfolg. Dafür muss man aber (als Zielperson) empfänglich sein, sonst funktioniert es nicht. Und darum hält sich meine Empörung über die "Manipulation" in Grenzen.

Man kann solchen Käse dankbar annehmen (weil's im Moment die billigste, bequemste und gewohnteste Lösung scheint) oder man kann sich eine eigene Meinung bilden. Zu letzterem kann man leider keinen zwingen, denn tief im Inneren wollen diese Leute einfach nur im Trott bestätigt werden. Man kann den PR's is vorwerfen, dies auszunutzen - aber mehr nicht.

g.
krokodil
Mitglied
#52 ° Gesendet: 21.09.2009 21:01
Der Vollständigkeit halber müssen mal die Aktivitäten der PR-Firma Farner PR erwähnt werden...

Die PR-Agentur Farner mit über 14 Millionen Franken Umsatz das grösste PR-Unternehmen der Schweiz und bekannt für politische Mandate, steht im Verdacht, die «Gruppe für eine Schweiz ohne Armee» GSoA bespitzelt zu haben.
http://www.bluewin.ch/de/index.php/21,172757/Spitzelte_PR-Agentur_GSoA _aus/de/news/inland/
krokodil
Mitglied
#53 ° Gesendet: 22.09.2009 15:10 ° Bearbeitet von: krokodil
Nochmals zum Paper von Freshfield Dehringer und Partner. Die private Anwaltskanzlei arbeitet also für Mandanten aus der Pestizid- und Genmanipulierbranche, die ihr Geld vor allem mit Gentech-Patenten und mit gentoxischen Pestizien-/-Herbiziden macht, die wiederum in Monokulturplantagen im Einsatz sind, wo es wiederum Kinderarbeit gibt und Arbeitsbedingungen die man durchaus als Sklaverei nennen kann. Exponenten dieser Branchen sind zum Beispiel Monsanto und Syngenta.

Nehmen wir einmal an Monsanto und Syngenta wissen logischerweise Bescheid über die problematik der Freisetzung von Gentechnisch manipulierten Pflanzen, da obwohl mit terminator-genen ausgestatt eben Mutationen möglich sind und Kreuzungen mit nichmanipulierten Pflanzen ect. unter anderm auch die Kontamination mit Pflanzen aus biologischer Landwirtschaft und dem verlust der Zertifizierung und damit der wirschaftlichen Schädigung des Bio-Betriebes:
der haarsträubende Fall ist der Fall Percy Schmeisser vs Monsanto:

"Wie Sie sicher wissen, wurden meine Frau und ich von Monsanto wegen Patentverletzung verklagt, nachdem unsere Rapsfelder mit Gen-Raps kontaminiert waren. Wir haben alle Rechtsmittel ausgeschöpft und bis zum Obersten Gerichtshof gekämpft. Erst in dieser Instanz war es möglich, auch grundsätzliche Fragestellungen zu behandeln. Geklärt wurde in diesem Verfahren, dass wir keine Lizenzgebühren an Monsanto zu zahlen haben, da wir die Technologie von Monsanto nie genutzt hatten. Der Supreme Court hat aber auch entschieden, dass alle Lebensformen, die die patentierten Gene von Monstanto enthalten, Eigentum dieses Konzerns sind und von diesem kontrolliert werden. Damit ging unser gesamtes Raps-Saatgut und unsere Pflanzen in den Besitz von Monsanto über."
http://www.bioland-bw.de/presse/info_2008_01_14.html

Der Fall ist aber weitergezogen worden, bzw. Gegenklarge, und zu folgendem Resultat geführt:

Schmeiser pleased with victory over Monsanto
In an out of court settlement finalized on March 19, 2008, Percy Schmeiser has settled his lawsuit with Monsanto. Monsanto has agreed to pay all the clean-up costs of the Roundup Ready canola that contaminated Schmeiser's fields. Also part of the agreement was that there was no gag-order on the settlement and that Monsanto could be sued again if further contamination occurred. Schmeiser believes this precedent setting agreement ensures that farmers will be entitled to reimbursement when their fields become contaminated with unwanted Roundup Ready canola or any other unwanted GMO plants.
http://www.percyschmeiser.com/

Soweit der Fall in Kanada –
Was versucht mutmasslich Monsanto gleichzeitig in Deutschland?
Mit Hilfe der CDU versuchen Gentech-Konzerne steuerfinanzierte Haftungsfonds zu bekommen... wie ist es möglich, dass angeblich fiskal-konservative Parlamentarier so was promoten? Ganz einfach, wenn sie zum Beispiel zum Aktionariat von Monsanto gehören.

Aus dem Paper von Dehringer Freshfields und Partner (war öffentlich zugänglich auf der Website von Burson Marsteller)
Freshfields:
„Ein entsprechender Gesetzentwurf ist in Vorbereitung", so MdB
Helmut Heiderich (CDU). Im Mittelpunkt stehe dabei die Haftungsfrage. Es würde dabei die Variante einer Versicherungslösung diskutiert. Denkbar seien auch steuerfinanzierte Haftungsfonds.

Gumbyman hat darauf hingewiesen, dass bei den Altlasten-Kraftwerken sicher ähnlich vorgegangen wird und worden ist. Parlamentarier der angeblich fiskal-politisch konservativen Parteien FDP, SVP, CVP vertreten in der Haftungsfrage bezüglich radioaktiven Altlasten-Kraftwerke und auch bezüglich Altlasten das Anliegen der steuerfinanzierten Haftung: Die Gewinne den privaten Konzernen, die Kosten sollen den Steuerzahlern überwälzt werden, natürlich am Besten über die MWST. In Sachen Leukämie und anderen Krebsfällen rund um AKW's wird jeglicher Zusammenhang geleugnet, um die Betreiber-Firmen nicht haftbar zu machen. Im Falle der Luftverschmutzung dasselbe – es ist kein Wunder, sind doch zahlreiche FDP, SVP, und CVP -Parlamentarier Aktionäre von Erdöl- und Autofirmen, oder Aktionäre von AKW-Betreibern/Zuliefern wenn nicht im Verwaltungsrat. Dass ist natürlich auch der Grund, warum erneuerbare Energien in der Schweiz nur marginal gefördert werden, obwohl die Schweiz bis in die 90er Jahre hinein Pionierbetriebe aufgebaut hat.

Die Abhängikeit der politischen Vertreter der FDP/SVP und CVP von der Erdölvereinigung sieht man im lächerlichen Fall Gadaffi – oder eben auch im Fall, dass Erdöl-/Autoimporteure/LKW-Firmen und AKW-Betreiber von Entschädigungsklagen ausgenommen werden, trotz wissenschaftlich eindeutigen Beweisen, dass Gesundheitsschädigungen im direkten Zusammenhang mit Emissionen von genannten Geschäftsmodellen stehen.
krokodil
Mitglied
#54 ° Gesendet: 24.09.2009 21:19 ° Bearbeitet von: krokodil
Lobbycontrol.de mit einem link zu einem internen Strategiepapier:
Hier werden eigentlich genau die Argumentationsweisen von leonforte (nuklearforum, gentechlobby) und seabream (corporate allrounder) beschrieben.

Lesenswert: Internes Strategiepapier für die Atomlobby
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/09/lesenswert-internes- strategiepapier-fur-atomlobby/

Mit Theo Siegert, der bei der SNB mit über fünf Prozent beteiligt ist, hat EON einen guten Draht zu frischem Geld, um zweifelhafte nukleare Pleiten günstig vorzufinanzieren.
krokodil
Mitglied
#55 ° Gesendet: 24.09.2009 21:40
Des weiteren bemerkenswertes Lobbying:

Der britische Justizminister gibt zu, dass Geschäftsinteressen zur Freilassung von Lockerbie-Täter führten.

Am Freitag gab Justizminister Jack Straw zu, Öl habe tatsächlich eine Rolle bei der Freilassung gespielt und widersprach damit direkt Versicherungen Browns. Und er bereue nichts, sagte Straw in einem Interview mit dem „Sunday Telegraph". Der Lobbyist des Ölkonzerns BP, Sir Mark Allen, ehemals Chef für Terrorabwehr beim Auslandsgeheimdienst MI6, rief im November 2007 zweimal bei Straw an, weil Libyen drohte, einen Ölförderungsvertrag mit BP mit einem Volumen von 900 Millionen Dollar zu stornieren, wenn Megrahi nicht freigelassen werde.

http://www.tagesspiegel.de/politik/Lockerbie-Grossbritannien-Libyen;ar t771,2893397
krokodil
Mitglied
#56 ° Gesendet: 29.09.2009 21:04
Interessant ist auch die enge Zusammenarbeit von Un-Wissenschafter Ragnar Rylander mit Philip Morris. Vor fünf Jahren flog auf das Ragnar Rylander über Jahre hinweg den Auftrag hatte Passivrauchen zu verharmlosen.
http://www.prevention.ch/ry11.htm

Was Ragnar Rylander für die Tabaklobby war, ist heute Roland Bilang für die Gentechlobby und Nuklearlobby.
krokodil
Mitglied
#57 ° Gesendet: 30.09.2009 00:15 ° Bearbeitet von: krokodil
Bundesrat Didier Burkhalter und seine Beziehung zu Philip Morris
Burkhalters Philip Morris - Affäre: Ist Burkhalter Tabak-Lobbyist?
Als Sport-Minister für Neuchatel liess er ein Sport-Stadion verkaufen, damit Philip-Morris dort sein Fabrikgelände ausweiten konnte... das lässt aufhorchen.
La croissance de Philip Morris sur sol neuchâtelois «est considérée par le Conseil communal comme un élément prioritaire pour le développement de la région», a déclaré Didier Burkhalter, directeur des Sports. C'est pourquoi l'Exécutif a décidé de vendre à Philip Morris la parcelle de terrain occupée par le stade, pour deux millions de francs.
http://neuchatel.ne.ch/profils/journal.asp/2-3-1728-5001-6865-5001-102 9-2-1/1-11-170-16810-5001-1001-1-1-2-1/
krokodil
Mitglied
#58 ° Gesendet: 30.09.2009 00:32 ° Bearbeitet von: krokodil
Nun, die Frage ob Didier Burkhalter ein Tabak-Lobbyist ist geht weiter:
Philip Morris: Dort gibt es mindest einen langjährigen Manager namens Peter Burkhalter, de Sumiswald... , so langjährig, dass er auch in den Legacy-Dokumenten sehr oft erwähnt wird.
seabream
Mitglied
#59 ° Gesendet: 30.09.2009 15:39
krokodil:
Burkhalters Philip Morris - Affäre: Ist Burkhalter Tabak-Lobbyist?
Als Sport-Minister für Neuchatel liess er ein Sport-Stadion verkaufen, damit Philip-Morris dort sein Fabrikgelände ausweiten konnte... das lässt aufhorchen.

Nein, er hat ein Sport-Stadtion ERFOLGREICH privatisiert!
safado
Mitglied
#60 ° Gesendet: 04.10.2009 10:34 ° Bearbeitet von: safado
Was hat Burson-Marsteller wirklich mit Qhadhafi zu tun?
http://www.sonntagonline.com/index.php?show=news&type=politik
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