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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Fakten zum Atomstrom

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globi1
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#51 ° Gesendet: 02.08.2008 21:12 ° Bearbeitet von: globi1
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globi1
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#52 ° Gesendet: 02.08.2008 21:14 ° Bearbeitet von: globi1
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globi1
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#53 ° Gesendet: 02.08.2008 21:19 ° Bearbeitet von: globi1
Neue AKWs sind zu teuer, deshalb verlieren sie trotz gewaltigen staatlichen Subventionen weltweit Marktanteile und kein privater Investor ist daran interessiert:
http://www.newsweek.com/id/137501
Renewable energy is attracting Wall Street but nuclear power isn't. Why? Simple economics.

http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdf
Wichtiger als die Frage was der Atomstrom von den alten AKWs kostet, ist die Frage was Atomstrom von neuen AKWs Kosten wird und diesbezüglich schneidet Atomenergie miserabel ab:
Da die Kapitalkosten der AKWs stetig gestiegen sind, haben übrigens die Stromkonzerne in Florida ein Gesetz durchgeboxt, welches die Bevölkerung in Florida zwingt für zwei neue AKWs im voraus bis zu 24 Milliarden Dollar zu finanzieren:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=89169837
www.keystone.org/spp/documents/FinalReport_NJFF6_12_2007(1).pdf

Mit Kapitalkosten von 24 Milliarden Dollar und Bauzeiten von über 10 Jahren lässt sich nur noch angeblich billigen Atomstrom produzieren, wenn die Kapitalkosten, Risikokosten und die Folgekosten von den Steuerzahlern finanziert werden. Eine solche absurde Vorgehensweise lässt sich dann nicht mehr rational sondern nur noch ideologisch begründen.

In der Schweiz werden die Kosten nicht tiefer sein: Es wird mit einem Lockvogelpreis gestartet werden und anschliessend wird von unerwarteten Kostenüberschreitungen und Verzögerungen geklagt werden und es werden selbstverständlich Wege gefunden um das Ganze mit Hilfe der Bevölkerung doch finanzieren zu können:
http://www.busrep.co.za/index.php?fSectionId=561&fArticleId=4023210
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr18/Schweiz/14694.html

Mit dem Deckmantel der CO2-Emissionen werden solche Atomfördergesetze erlassen, dabei ist die entscheidende Frage:
Wieviel CO2 Reduktion kann pro Franken erreicht werden, weil derselbe Franken offensichtlich nicht zweimal ausgegeben werden kann - schon gar nicht im Ausland.
Zudem ist es relevant, wie schnell der investierte Franken zu einer CO2 Reduktion führt. Ein neues ausländisches AKW welches wie Leibstadt 20 Jahre braucht, bis es in Betrieb genommen wird, bindet sehr viel Geld, produziert in den nächsten 20 Jahren nur indirekt CO2 und reduziert gar nichts. Demgegenüber kann ein Schweizer Solarwärmekollektor und/oder eine Schweizer Wärmekraftkopplunganlage welche eine bestehende Ölheizung ersetzt, den Treibhausgasausstoss nahezu sofort reduzieren.
http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdf
Mal ganz abgesehen davon, dass der indirekte CO2 Ausstoss von AKWs durch die Reduktion des Urangehaltes in den Uranminen stetig am steigen ist:
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
Zudem setzt die Schweizer Atomlobby ironischerweise auf ausländische Kohlekraftwerke:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/891893.html
http://www.energiestiftung.ch/files/downloads/energiethemen-fossileene rgien-kohle/hintergrundpapier_kohle_bkw.pdf

Beznau I, II und Mühleberg liefern zusammen etwa 1085 MW und lediglich 14% des Schweizer Strombedarfs bzw. gut 2% des Schweizer Energiebedarfs. Ein einziges neues AKW hat aber mit 1600 MW weit mehr Leistung als die 3 Alten zusammen. Das heisst: Ein neues AKW ist nur eine Option, wenn wir konsequent auf Effizienz und erneuerbare Energie verzichten. Das ist aber absurd, weil erneuerbare Energie und Effizienz Marktanteile gewinnen und Atomenergie trotz massiver Subvention weltweit Markanteile verliert (selbst Österreich ohne AKWs ist gezwungen jedes Jahr Millionen von Steuergeldern an die Euratom und die IAEA zu schieben). Zudem gibt es keinen Schweizer Konzern mehr, welcher im Atombereich tätig ist.

Schweizer Firmen schaffen Schweizer Arbeitsplätze, zahlen Steuern in der Schweiz, entwickeln, produzieren und bauen:
Effiziente Wärmekraftkopplungsanlagen:
www.iwk.ch
www.turbomach.com/marcos.htm
Wärmekraftkopplungsanlagen decken über 50% des Dänischen Strombedarfs und können somit auch problemlos 14% des Schweizer Strombedarfs decken. Schweizer WKKs sind im Gegensatz zu ausländischen AKWs günstig, schnell gebaut, schnell amortisiert, flexibel, reduzieren die Netzbelastung, reduzieren die Verluste, produzieren keinen radioaktiven Abfall und keine Klumpenrisiken. Zudem können sie genau dann im Schweizer Winter Strom und Wärme produzieren, wenn der Schweizer Strom- und Wärmebedarf auch am höchsten ist.

Effiziente Wärmepumpenboiler zum Ersatz von verschwenderischen Heizwendelboilern:
www.satagthermotechnik.ch

Biogasanlagen:
www.alphaut.ch/de/
www.pyroforce.ch/

Holzverstromungsanlagen:
www.ctu.ch
www.dasagren.ch/

Photovoltaikfabriken:
www.oerlikon.com/solar/
Ein neuer Französische EPR Reaktoren kostet mindestens 7 Milliarden Franken. Mit 7 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 22 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Schweizer Solarfabriken eine Gesamtleistung von 35'200 MW produziert! Das ist 22 mal mehr Leistung als das ausländische, abhängigmachende, klumpenrisikohafte neue AKW.

Wechselrichter:
www.solarmax.com/
Solarsysteme:
www.3-s.ch/
Solarzellen-Produktionsanlagen:
www.meyerburger.ch

Frequenzumwandler für Windturbinen:
www.abb.ch

Windanlagen und Komponenten für Windturbinen:
www.aventa.ch
www.gurit.com/
www.enflo-windtec.ch/

Kleinwasserkraftanlagen:
www.kleinwasserkraft.ch/web/deutsch/
www.entegra.ch
www.mueller-turbinen.ch
Tatsächlich existierten in der Schweiz vor etwa 100 Jahren 10 mal mehr Kleinwasserkraftwerke als Heute.

Solarwärmekollektoren:
www.amk-solac.com/

Isolationsmaterial:
www.swisspor.ch/wcms/index.php


Die Schweiz hat keine Uranminen, keine Atomkonzerne, keine Uranprozessierungsanlagen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd zum Schutz von Oligopolen und ideologischen Gründen ineffiziente, teure, ausländische, steuerzahlerabhängige, verstaatlichte Atomkonzerne zu fördern, nur um letztlich die Anzahl Klumpenrisiken und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können.

Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren!
http://atomenergie.googlepages.com
seabream
Mitglied
#54 ° Gesendet: 02.08.2008 21:25
@Globi1

Forget it, immer der gleiche ideologische Schwachfug. Alles Lügen und Träumereien.

Zu den Fakten:

Szenario I («Weiter wie bisher»):

Es wird weiter Strom importiert, zudem könnten bis sieben Gaskraftwerke und zwei neue AKWs gebaut werden. Die Energienachfrage stiege bis 2035 um 1,7 Prozent, der Stromverbrauch um 29,1 Prozent.

Szenario II («Verstärkte Zusammenarbeit»):

Die Förderung erneuerbarer Energien würde verstärkt, der Druck auf die Energieeffizienz erhöht, nötig wären wie in Szenario I zwei neue AKWs und bis zu fünf Gaskraftwerke. Der Energiebedarf würde um rund 4 Prozent sinken, der Stromverbrauch stiege jährlich um 0,6 Prozent (23 Prozent bis 2035).

Szenario III («Neue Prioritäten»):

Es kämen klare Zielvorgaben und Lenkungsabgaben zum Tragen, nur die effizienteste Technik dürfte gefördert und der Erdölverbrauch müsste stetig gesenkt werden. Nötig bliebe der Bau von einem AKW und von vier Gaskraftwerken. Der Energieverbrauch würde um 14,4 Prozent sinken, der Stromverbrauch um jährlich 0,4 Prozent zunehmen (13,3 Prozent bis 2035).

Szenario IV («Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft»):

Nur mit diesem Szenario könnten mittel- und langfristige Klimaziele erreicht und die CO2-Emissionen um 40 Prozent reduziert werden. Das Szenario setzt einen hohen Anteil erneuerbarer Energien, massiv gedrosselten Erdölverbrauch und hohe Energieeffizienz voraus – sieht aber auch ein neues AKW und drei Gaskraftwerke vor. Der Energieverbrauch sollte so um 27,4 Prozent gesenkt werden können, der jährliche Stromverbrauch um 0,06 Prozent – und der CO2-Ausstoss um gegen 49 Prozent.

In diesem Rahmen müssen Lösungen diskutiert werden. Die Samichlaus-Nummer von Globi1 kann nicht Grundlage sein für realistische Politik.
globi1
Mitglied
#55 ° Gesendet: 02.08.2008 21:29
Eine Stromflut mit Alternativen zu generieren ist absolut kein Problem:

Hier habe ich Dir die Fakten, welche der Seaspam, weil er die arbeitsscheuen Oligopole im Strombereich unterstützen will, stets ignoriert und verleugnet ohne jemals jegliche Fakten zu liefern:


FAKT 10: Wärmekraftkopplungsanlagen sind innert 1 Jahr installiert. Ein neues AKW von einem ausländischen Atomkonzern braucht demgegenueber bis zu 20 Jahren. WKKs decken über 50% des Dänischen Strombedarfs und können somit auch problemlos 14% des Schweizer Strombedarfs decken.Schweizer WKKs sind im Gegensatz zu ausländischen AKWs günstig, schnell gebaut, schnell amortisiert, flexibel, reduzieren die Netzbelastung, reduzieren die Verluste, produzieren keinen radioaktiven Abfall und keine Klumpenrisiken. Zudem können sie genau dann im Schweizer Winter Strom und Wärme produzieren, wenn der Schweizer Strom- und Wärmebedarf auch am höchsten ist.
http://www.youtube.com/watch?v=klooRS-Jjyo
http://www.iwk.ch
http://www.turbomach.com/marcos.htm

FAKT 11: Ein neuer Französische EPR Reaktoren kostet mindestens 7 Milliarden Franken. Mit 7 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 22 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Schweizer Solarfabriken eine Gesamtleistung von 35'200 MW produziert! Das ist 22 mal mehr Leistung als das ausländische, abhängigmachende, klumpenrisikohafte neue AKW.
www.solarserver.de/news/news-6200.html

FAKT 12: Die halbe Flaeche eines Parkplatzes pro Person reicht aus um die alten AKWs alleine durch Photovoltaik zu ersetzen. 2.5 m * 7 m ergibt bei 30 Grad Anstellwinkel 20.2 m2. Das entspricht gut 150 km2. Bei lediglich 12% photovoltaischen Wirkungsgrad sind das: 18.2 GW (18200 GWh bei 1000 Sonnenstunden gegenüber 8000 GWh der 3 alten Meilern)
http://www.oerlikon.com/ecomaXL/index.php?site=OERLIKON_EN_overview_so lar

FAKT 13: Weniger als ein zehntel der Flaeche eines Parkplatzes pro Person reicht aus um die Heizwendelleistung der 3 alten AKWs alleine durch Solarthermie zu ersetzen. 2.5 m * 7 m ergibt bei 30 Grad Anstellwinkel 20.2 m2. Das entspricht gut 150 km2. Bei 80% solarthermischem Wirkungsgrad sind das: 121 GW (121'200 GWh bei 1000 Sonnenstunden gegenüber 8000 GWh der 3 alten Meilern).
http://www.amk-solac.com/
http://www.jenni.ch

FAKT 14: Bei einer weiteren Erhoehung der Uranabhaengigkeit riskieren wir Stromausfaelle in der Zukunft: http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/rendez-vous/2751.bt10040061.htm l

FAKT 15: Kleinwasserkraft ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Schweiz hat vor 100 Jahren nahezu 10 mal soviel Kleinwasserkraftwerke betrieben wie Heute.
http://kleinwasserkraft.ch/web/deutsch/kwkch/index.html

FAKT 16: Geothermie kann bereits jetzt in jeder Gemeinde installiert werden:
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/drs-4-aktuell/5728.sh10039857 .html

FAKT 17: Holzstrom funktioniert bereits jetzt.
http://www.holzstrom.ch

FAKT 22: In der EU wurden innerhalb eines Jahres die Windkraftleistung von 24 Mühlebergs installiert:
http://www.ewea.org/index.php?id=60&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D= 1270&tx_ttnews%5BbackPid%5D=25...
24 Mühlebergs in einem Jahr.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/aktuell/projekte_fuer_windparks_ auf_nufenen-_und_sanetschpass__1.580517.html

FAKT 23: In Deutschland wurden innerhalb eines Jahres die Leistung von 4 Mühlebergs an Photovoltaik installiert. http://www.photon.de/presse/mitteilungen/produktionsabsatzmarkt_grafik 6.pdf
4 Mühleberg in einem Jahr.

FAKT 24: Jedes Jahr wird 29 km2 neu verbaut. Das entspricht 3.5 GW maximaler PV Leistung bei 12% Wirkungsgrad (3.5 mal Gösgen). Oder über 20 GW an Solathermischer Leistung um verschwenderische Heizwendeln ersetzen zu können.
http://www.swissinfo.org/ger/Diese_Woche/detail/Die_Schweiz_wird_zubet oniert.html?siteSect=107&sid=4718149&cKey=1078298132000


Völlig richtig was du über dieses britische Atomkraftwerk schreibst. Desshalb gehöre ich zu denjenigen, die nicht akzeptieren, dass wir am Schluss französichen oder tschechischen Atomstrom beziehen.
Aber das wir wiederaufbereitetes Uran von Sellafield beziehen findest Du ausgezeichnet?
http://www.wsws.org/de/1999/feb1999/auss-f04.shtml
Und der Verzicht der von mir genannten und belegten Schweizer Alternativen, durch den Ausbau der Schweizer Uranabhängigkeit durch ausländische Atomkonzerne findest Du noch besser?


Ausländisches Uran wächst nicht auf Schweizer Bäumen.

Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren.


Wenn unsere Atomlobby ihre selbst prophezeite Stromlücke ernst nehmen würde, würden sie alles daran setzen, dass die lächerliche Beschränkung von 0.6 Rappen pro kWh für bzw. gegen erneuerbaren Strom aufgehoben würde. Sie tun aber leider das Gegenteil, weil sie den Strommarkt mit Niemandem teilen wollen. Wohlgemerkt 0.6 Rappen pro kWh entsprechen lediglich Mehrbelastungen von 2 Rappen bis 11.5 Rappen pro Haushalt und Tag. Der Durchschnittshaushalt gibt alleine mindestens 3 Franken im Tag für Zigaretten aus.

Fakten zur Atomenergie:
http://atomenergie.googlepages.com
globi1
Mitglied
#56 ° Gesendet: 02.08.2008 21:30 ° Bearbeitet von: globi1
Die neuen AKWs von ausländischen Atomkonzernen sollen voraussichtlich bis nahezu 2100 betrieben werden.

Die Welt verbraucht momentan 50% mehr Uran als abgebaut wird, was sich auch am Preis zeigt.

(und das zudem bei einem lächerlichen weltweiten Atomenergieanteil von lediglich 2.1%:
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partA.pdf )

Wir wissen aber bereits jetzt, dass sich Uran in den nächsten Jahrzehnten - selbst bei konstantem Verbrauch - verknappen wird.
http://www.stormsmith.nl/report20071013/partH.pdf

Die Schweiz soll gemäss Atomlobby seinen Uranstromanteil auf über 70% ausbauen. Eine derart hohe Abhängigkeit von einem einzigen Rohstoff im Strombereich ist enorm riskant.
http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/rendez-vous/2751.bt10040061.htm l

China hat momentan lediglich 1.6% Uranstromanteil. Wenn China ihren Uranstromanteil nur schon auf 16% erhöht entspricht das einer verzehnfachung des Chinesischen Uranbedarfs.

Angesichts der zahlreichen Alternativen, gibt es absolut keinen Grund den wichtigen Strombereich von einem einzigen Rohstoff derart abhängig zu machen.
Die Feuerwehr löscht auch nicht mit Benzin weil es eh schon brennt. Es ist völlig absurd unsere Abhängigkeit auszubauen, weil wir ohnehin schon abhängig sind. Mal ganz abgesehen davon, dass wir letztlich unsere Importe auch wiederum über Exporte finanzieren können. Deshalb ist es auch wichtig, dass die Schweiz in Technologien mit hohem Wachstum investiert und eben nicht in ausländische Versagertechnologien von welchen sich die Schweizer Maschinenindustrie aus Rentabilitätsgründen verabschiedet hat.

Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren.

Das PSI (früher Reaktor AG) gehört dem ETH-Bereich an:
http://www.ethrat.ch/content/psi.php
http://www.ethbib.ethz.ch/exhibit/Traum_Reaktor/reaktor.html

Zumindest der ETH-Rat ist gezwungen für Atomenergie lobbyieren, um das PSI Budget schützen zu können. Die ETH ist doch nicht blöd und wirft eine Jahresbudget von 260 Millionen Franken einfach zum Fenster raus.

Unabhängigere Physiker welche für die ETH arbeiten sehen das übrigens anders und belegen das im Gegensatz zum ETH-Rat auch mit Fakten:
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/energylecture_78.pdf
http://ihp-lx2.ethz.ch/energy21/fusionillusions.pdf

Zudem bezieht sich das Szenario IV nur ein AKW. Die Atomlobby will aber mindestens 2 neue plus Gösgen und Leibstadt.

Die Schweiz hat keine Uranminen, keine Atomkonzerne, keine Uranprozessierungsanlagen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd zum Schutz von Oligopolen und ideologischen Gründen ineffiziente, teure, ausländische Atomkonzerne zu fördern, nur um letztlich die Anzahl Klumpenrisiken und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können.

Ein neues ausländisches AKW welches wie Leibstadt 20 Jahre braucht, bis es in Betrieb genommen wird, bindet sehr viel Geld, produziert in den nächsten 20 Jahren nur indirekt CO2 und reduziert gar nichts. Demgegenüber kann ein Schweizer Solarwärmekollektor und/oder eine Schweizer Wärmekraftkopplunganlage welche eine bestehende Ölheizung ersetzt, den Treibhausgasausstoss nahezu sofort reduzieren.
http://www.newsweek.com/id/137501
http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdf
Mal ganz abgesehen davon, dass der indirekte CO2 Ausstoss von AKWs durch die Reduktion des Urangehaltes in den Uranminen stetig am steigen ist:
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
Und selbstverständlich sind neue AKWs, da sie sich im Gegensatz zu WKKs nicht regeln lassen, zwingend auf neue Pumpspeicherkraftwerke angewiesen.
www.iwk.ch
www.turbomach.com/marcos.htm

Indem Schweizer Kapital an ausländische Atomkonzerne verschleudert, anstatt in zukunftsträchtige Schweizer Unternehmen investiert wird, wird der CO2 Ausstoss in der Schweiz erwiesenermassen erhöht, weil der gleiche Franken dummerweise nicht zweimal ausgegeben werden kann - schon gar nicht im Ausland.
seabream
Mitglied
#57 ° Gesendet: 02.08.2008 21:34
Du hast nicht alle Tassen im Schrank.
globi1
Mitglied
#58 ° Gesendet: 02.08.2008 22:33 ° Bearbeitet von: globi1
Ich halte mich im Gegensatz zum Seaspam an Fakten und nicht an Prognosen von wenig unabhängigen Experten bzw. Prognostikern.
Ich halte mich beispielsweise an Fakten, welche die Nuklearindustrie selbst geliefert hat und welche bereits JETZT bekannt sind:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=89169837
www.keystone.org/spp/documents/FinalReport_NJFF6_12_2007(1).pdf
http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdf

Mal ganz abgesehen davon, dass in den Energieperspektiven eine Szenario mit 100% erneuerbarem Strom bis 2050 festgehalten ist:
http://www.bfe.admin.ch/themen/00526/00538/index.html?dossier_id=01100 &lang=de
Leibstadt und Gösgen gehen erst im Jahr 2040 - 2045 vom Netz. Das heisst im Jahr 2035 werden wir voraussichtlich so oder so 2 AKWs am Netz haben, welche nahezu 30% des Schweizer Strombedarfs decken werden - also mehr als was das Szenario IV der Prognostiker voraussagt.

Die Prognostiker der Energieperspektiven gehen übrigens zudem von einem Ölpreis von $50 im Jahr 2035 aus.
Das heisst: der Ölpreis soll im Jahr 2035 lediglich $50 pro Barrell betragen!!!
Und selbstverständlich werden die Kosten für Uran gänzlich ignoriert, da ja Uran im Jahr 2003 noch spottbillig zu haben war. Obwohl sich dessen Preis inzwischen nahezu verzehnfacht hat gehen die Prognostiker davon aus, dass Uran im Jahr 2035 wiederum spottbillig zu haben ist und deshalb dessen Kosten gänzlich ignoriert werden kann. Und das obwohl das atomfreundliche China seinen winzigen Atomstromanteil von 1.6% voraussichtlich wesentlich ausbauen wird.

Zudem gehen die Prognostiker davon aus, dass die Photovoltaik im Jahr 2035 gleich teuer sein wird, wie im Jahr 2003 und nach wie vor ein Nischendasein spielen wird (wen wundert's bei deren Prognosen?). Und das obwohl inzwischen Dünnschichtfabriken mit hohen Durchsatzzahlen gebaut worden sind und der Photovoltaikmarkt momentan eine jährliche Wachstumsrate von 51% aufweist.
http://www.solarserver.de/news/news-9202.html
Inventux produziert und verkauft inzwischen die ersten Dünnschichtmodule der Firma Oerlikon: http://www.inventux.com/de/
Momentan wird weltweit 20 mehr Windenergie und zudem bereits jetzt mehr Photovoltaik als Atomenergie installiert. http://www.newsweek.com/id/137501
Das sind Fakten und keine Prognosen für das Jahr 2035.


Prognosen sind eben Prognosen und keine Fakten.

Bitte niemals verwechseln.
Nordlicht
Mitglied
#59 ° Gesendet: 19.10.2008 08:15 ° Bearbeitet von: Nordlicht
Olkiluoto 3 (Finnland): Fertigstellung verzögert sich weiter

Finnischen Medienberichten (17.10.2008) zufolge verzögert sich die Fertigstellung des neuen KKWs Olkiluoto 3 (Nettostromleistung 1600 MW) um weitere Monate ins Jahr 2012. Ursprünglich hätte das KKW schon in 2009 ans Netz gehen sollen. Die Bauarbeiten haben im August 2005 begonnen.

Die britische Financial Times berichtet, dass der Kostenvoranschlag für das von der finnischen TVO bestellte KKW bereits um 1,5 Milliarden Euro überschritten worden ist. TVO beklagt indessen wegen der Verzögerung entgangene Verkaufserlöse von ca. einer Milliarde Euro. TVO ist unnachgiebig beim Standpunkt, ein schlüsselfertiges KKW zum Festpreis gekauft zu haben, wohingegen die Herstellerin Areva-Siemens behauptet, TVO habe die Verspätungen mitverursacht.

Die obigen Angaben sind eine übersetzte Zusammenfassung eines Artikels der grössten finnischen Tageszeitung HS v. 17.10.2008.

Das Vorzeigeprojekt von Areva-Siemens, mit dem die KKW-Renaissance eingeläutet werden sollte, kommt also weiterhin nur schleppend voran. Die massive Kostenüberschreitung wird nicht nur schwere Differenzen zwischen den Vertragspartnern zur Folge haben, sondern auch die Rentabilität der Atomkraft noch weiter in Frage stellen.
gumbyman
Mitglied
#60 ° Gesendet: 29.10.2008 00:05
Nordlicht:
Die massive Kostenüberschreitung wird nicht nur schwere Differenzen zwischen den Vertragspartnern zur Folge haben, sondern auch die Rentabilität der Atomkraft noch weiter in Frage stellen

Immerhin besteht noch die Chance dass das Projekt solange verzögert wird, bis es von der Realität (sprich Rentabilität anderer Energieerzeuger) überflüssig gemacht wird - paradoxerweise wäre das sogar die ökonomischste Lösung ;-)

g.
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