Neue AKWs sind zu teuer, deshalb verlieren sie trotz gewaltigen staatlichen Subventionen weltweit Marktanteile und kein privater Investor ist daran interessiert:
http://www.newsweek.com/id/137501Renewable energy is attracting Wall Street but nuclear power isn't. Why? Simple economics.
http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdfWichtiger als die Frage was der Atomstrom von den alten AKWs kostet, ist die Frage was Atomstrom von neuen AKWs Kosten wird und diesbezüglich schneidet Atomenergie miserabel ab:
Da die Kapitalkosten der AKWs stetig gestiegen sind, haben übrigens die Stromkonzerne in Florida ein Gesetz durchgeboxt, welches die Bevölkerung in Florida zwingt für zwei neue AKWs im voraus bis zu 24 Milliarden Dollar zu finanzieren:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=89169837www.keystone.org/spp/documents/FinalReport_NJFF6_12_2007(1).pdfMit Kapitalkosten von 24 Milliarden Dollar und Bauzeiten von über 10 Jahren lässt sich nur noch angeblich billigen Atomstrom produzieren, wenn die Kapitalkosten, Risikokosten und die Folgekosten von den Steuerzahlern finanziert werden. Eine solche absurde Vorgehensweise lässt sich dann nicht mehr rational sondern nur noch ideologisch begründen.
In der Schweiz werden die Kosten nicht tiefer sein: Es wird mit einem Lockvogelpreis gestartet werden und anschliessend wird von unerwarteten Kostenüberschreitungen und Verzögerungen geklagt werden und es werden selbstverständlich Wege gefunden um das Ganze mit Hilfe der Bevölkerung doch finanzieren zu können:
http://www.busrep.co.za/index.php?fSectionId=561&fArticleId=4023210http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr18/Schweiz/14694.htmlMit dem Deckmantel der CO2-Emissionen werden solche Atomfördergesetze erlassen, dabei ist die entscheidende Frage:
Wieviel CO2 Reduktion kann pro Franken erreicht werden, weil derselbe Franken offensichtlich nicht zweimal ausgegeben werden kann - schon gar nicht im Ausland.
Zudem ist es relevant, wie schnell der investierte Franken zu einer CO2 Reduktion führt. Ein neues ausländisches AKW welches wie Leibstadt 20 Jahre braucht, bis es in Betrieb genommen wird, bindet sehr viel Geld, produziert in den nächsten 20 Jahren nur indirekt CO2 und reduziert gar nichts. Demgegenüber kann ein Schweizer Solarwärmekollektor und/oder eine Schweizer Wärmekraftkopplunganlage welche eine bestehende Ölheizung ersetzt, den Treibhausgasausstoss nahezu sofort reduzieren.
http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdfMal ganz abgesehen davon, dass der indirekte CO2 Ausstoss von AKWs durch die Reduktion des Urangehaltes in den Uranminen stetig am steigen ist:
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdfZudem setzt die Schweizer Atomlobby ironischerweise auf ausländische Kohlekraftwerke:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/891893.htmlhttp://www.energiestiftung.ch/files/downloads/energiethemen-fossileene rgien-kohle/hintergrundpapier_kohle_bkw.pdfBeznau I, II und Mühleberg liefern zusammen etwa 1085 MW und lediglich 14% des Schweizer Strombedarfs bzw. gut 2% des Schweizer Energiebedarfs. Ein einziges neues AKW hat aber mit 1600 MW weit mehr Leistung als die 3 Alten zusammen. Das heisst: Ein neues AKW ist nur eine Option, wenn wir konsequent auf Effizienz und erneuerbare Energie verzichten. Das ist aber absurd, weil erneuerbare Energie und Effizienz Marktanteile gewinnen und Atomenergie trotz massiver Subvention weltweit Markanteile verliert (selbst Österreich ohne AKWs ist gezwungen jedes Jahr Millionen von Steuergeldern an die Euratom und die IAEA zu schieben). Zudem gibt es keinen Schweizer Konzern mehr, welcher im Atombereich tätig ist.
Schweizer Firmen schaffen Schweizer Arbeitsplätze, zahlen Steuern in der Schweiz, entwickeln, produzieren und bauen:
Effiziente Wärmekraftkopplungsanlagen:
www.iwk.chwww.turbomach.com/marcos.htmWärmekraftkopplungsanlagen decken über 50% des Dänischen Strombedarfs und können somit auch problemlos 14% des Schweizer Strombedarfs decken. Schweizer WKKs sind im Gegensatz zu ausländischen AKWs günstig, schnell gebaut, schnell amortisiert, flexibel, reduzieren die Netzbelastung, reduzieren die Verluste, produzieren keinen radioaktiven Abfall und keine Klumpenrisiken. Zudem können sie genau dann im Schweizer Winter Strom und Wärme produzieren, wenn der Schweizer Strom- und Wärmebedarf auch am höchsten ist.
Effiziente Wärmepumpenboiler zum Ersatz von verschwenderischen Heizwendelboilern:
www.satagthermotechnik.chBiogasanlagen:
www.alphaut.ch/de/www.pyroforce.ch/Holzverstromungsanlagen:
www.ctu.chwww.dasagren.ch/Photovoltaikfabriken:
www.oerlikon.com/solar/Ein neuer Französische EPR Reaktoren kostet mindestens 7 Milliarden Franken. Mit 7 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 22 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Schweizer Solarfabriken eine Gesamtleistung von 35'200 MW produziert! Das ist 22 mal mehr Leistung als das ausländische, abhängigmachende, klumpenrisikohafte neue AKW.
Wechselrichter:
www.solarmax.com/Solarsysteme:
www.3-s.ch/Solarzellen-Produktionsanlagen:
www.meyerburger.chFrequenzumwandler für Windturbinen:
www.abb.chWindanlagen und Komponenten für Windturbinen:
www.aventa.chwww.gurit.com/www.enflo-windtec.ch/Kleinwasserkraftanlagen:
www.kleinwasserkraft.ch/web/deutsch/www.entegra.chwww.mueller-turbinen.chTatsächlich existierten in der Schweiz vor etwa 100 Jahren 10 mal mehr Kleinwasserkraftwerke als Heute.
Solarwärmekollektoren:
www.amk-solac.com/Isolationsmaterial:
www.swisspor.ch/wcms/index.phpDie Schweiz hat keine Uranminen, keine Atomkonzerne, keine Uranprozessierungsanlagen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd zum Schutz von Oligopolen und ideologischen Gründen ineffiziente, teure, ausländische, steuerzahlerabhängige, verstaatlichte Atomkonzerne zu fördern, nur um letztlich die Anzahl Klumpenrisiken und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können.
Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren!
http://atomenergie.googlepages.com