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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Fakten zum Atomstrom

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rlarsson
Mitglied
#41 ° Gesendet: 15.03.2007 08:33 ° Bearbeitet von: rlarsson
@stranger
Ouu, da kennst du den larsson aber schlecht! Ein ehemaliger frustrierter AKW-Mitarbeiter und El. Ing. HTL (oder irgend so etwas) ist @Zocker, aber seine Leidensgeschichte kann er dir selber erzählen. Weisst du, jetzt arbeitet er für viel zukunftsträchtigere Projekte in der Strombranche und hat die Seite gewechselt. Ich gönne es ihm.

Ist der Strompreis meine einzige Argumentation? Nein, ist sie nicht. Kämpfe dich durch die Threads und lese.

Ich habe immer gewusst, das mehr als ein Homer Simpson in den AKW's arbeitet. So wie der Knorrli welcher im AKW Leibstadt den falschen Knopf gedrückt hat und das Ding abgeschaltet hat. Das schafft Vertrauen
Sag mal! Könnte es sein, dass du keine Ahnung hast was ein AKW ist und was für Menschen dort arbeiten? Kannst du das mit dem falschen Knopf belegen?

Hast du eigentlich Angst das du jeweils den Strom für die Weihnachtsbeleuchtung deiner Hütte welche das halbe Kaff licht verschmutz und aus ästhetischen Gründen verboten gehört, nicht mehr bezahlen kannst?
Nun du Vorzeige-Ästhet, was für eine Hütte sprichst du denn genau an? Ich kann dich beruhigen, eine Weihnachtsbeleuchtung an der Fassade braucht der larsson nicht. Übrigens einer von vielen meiner Beiträge die Energie effizient zu nutzen. Und was machst du? Kennst du den Link übrigens schon (ich erwähne ihn jetzt kein drittes Mal)? Mich würde interessieren wie weiss deine Weste ist? Ansonsten eignet sich das Forum hier gut um die Flecken zu reinigen.

Ciao Knorrli
Zocker
Mitglied
#42 ° Gesendet: 15.03.2007 20:12
@rlarsson

Ich arbeite nicht für die Strombrache ich konsumiere nur ihren zu billigen Strom. Deine Annahme ich laboriere an eiener Leidensgeschichte ist falsch. Nur weil du über eine solche verfügst, musst du nicht meinen jeder sein in einer misslichen Lage.

Trotzdem bin ich für freiwilliges und via Preis verordnetes Stromsparen und gegen AKWs, die nur zur Stromschwemme beitragen. Und auch du wirst noch deinen Seelenfrieden finden ohne neue AKWs.
rlarsson
Mitglied
#43 ° Gesendet: 16.03.2007 09:30
@Zocker
Alter Krieger, was regst du dich wegen unseren AKWs eigentlich auf? Du liegst richtig, den Seelenfrieden werden wir früher oder später alle finden, auch mit AKWs.

Im Gegensatz zu dir bin einfach strikt gegen irgend ein staatlich verordnetes Irgendetwas. Davon hat es schon zuviel, leider!

Wo gibt es die Grüne Stromschwemme denn genau? Kannst du uns diese näher erläutern? Ich dachte immer, dass im europaweiten Verbund (die Schweiz gehört dazu) Energie nicht im totalen Überfluss vorhanden ist? Kippt die Hysterie nun in eine Stromüberfluss Diskussion?
rlarsson
Mitglied
#44 ° Gesendet: 16.03.2007 11:34
Ach ja, Grimsel West kann vielleicht doch noch einmal gebaut werden. Zum Glück hat es die rot-grüne Berner Regierung endlich geschnallt. Nur Umweltverbände wollen den Fall wenn nötig bis vor Bundesgericht ziehen. Eine riesengrosse Schweinerei nenne ich das! Bei den Richtern dort unten ist noch alles möglich!

http://www.espace.ch/artikel_333515.html
Zocker
Mitglied
#45 ° Gesendet: 17.03.2007 23:13
@rlarsson
Im Gegensatz zu dir bin einfach strikt gegen irgend ein staatlich verordnetes Irgendetwas. Davon hat es schon zuviel, leider!


Du bist strikt gegen irgendwas wenn es vom Staat verordnet ist. Du bist wie die SVP gegen alles was von Staat kommt. Es sei denn es sind Subventionen an die Landwirtschaft, oder die Importbeschränkungen und Handelshemmnisse aller Art.
Du weisst nicht wo du genau dagegen bist, wenn es nur irgendetwas ist reicht das schon. Trotzdem, dass du immer dagegen bist, gibt es von dem Irgendetwas schon viel zu viel. Es ist für dich sicher frustrierend diese Niederlage zugeben zu müssen.

Mein Mitleid hält sich in Grenzen und mein Ratschlag an dich: Suche dir eine anständige Partei. Als SVP-Mitseckler bist du ja nicht verwöhnt und stellst auch nur bescheidene Ansprüche, so müsste es für dich locker möglich sein, etwas anständiges zu finden..
seabream
Mitglied
#46 ° Gesendet: 02.08.2008 18:19
Pirelli:
leon, würdest du nicht auf Zockers Punkte eingehen wollen? Weisst, irgendwie argumentativ oder so?
Dein Leerlaufposting bestätigt einen nur darin, mit wie wenig Realitätsbezug die Befürworter argumentieren.

Ach so, Leerlaufposting!
seabream
Mitglied
#47 ° Gesendet: 02.08.2008 18:21 ° Bearbeitet von: seabream
Pirelli:
lars, wenn ich bei dir je mal etwas wie Realitätsbezug hätte schnuppern können, würde mich das eher mit der Vorfreude auf eine gehaltvolle Diskussion erfüllen. Wenn ich aber deine Art zu schreiben und zu recherchieren, deinen Aufwand mit meinem, deine Bereitschaft zu ernsthaften Beschäftigung mit einem Thema mit meiner, deine Offenheit für Fakten mit meiner vergleiche, bleibt mir nur ein Fazit: Intellektuell bewegen sich unsere Planeten nicht im gleichen Sonnensystem. Wahrscheinlich nicht mal in der gleichen Galaxie.

Du kannst also weiter auf Mann spielen - solang du nicht grundsätzlich etwas an Seriosität und Faktenkunde zulegst, erspare ich mir die Mühe, deine Postings auch nur zu lesen.
Alsdann!

Schon wieder soviele Fakten!

Du hast noch einen dritten Versuch, Atomkraftwerkgegner!

Leonforte hat es erwähnt. Das Hauptargument sind die tiefen Kosten (ca. 10 Rappen). Das zweite Argument ist die CO2 - Freundlichkeit. Ausserdem finde ich es fatal, sodann Atomstrom von Frankreich oder Tschechien zu beziehen, nur weil man hier von warmen Eislutschern träumt und den Ideologen gefolgt ist. Das Risiko darf nicht exportiert werden. Die AKW müssen in der Schweiz gebaut werden, da hat man es unter Kontrolle und unsere AKW's sind sicher.
globi1
Mitglied
#48 ° Gesendet: 02.08.2008 19:45 ° Bearbeitet von: globi1
Neue AKWs sind zu teuer, deshalb verlieren sie trotz gewaltigen staatlichen Subventionen weltweit Marktanteile und kein privater Investor ist daran interessiert:
http://www.newsweek.com/id/137501
Renewable energy is attracting Wall Street but nuclear power isn't. Why? Simple economics.

http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdf
Wichtiger als die Frage was der Atomstrom von den alten AKWs kostet, ist die Frage was Atomstrom von neuen AKWs Kosten wird und diesbezüglich schneidet Atomenergie miserabel ab:
Da die Kapitalkosten der AKWs stetig gestiegen sind, haben übrigens die Stromkonzerne in Florida ein Gesetz durchgeboxt, welches die Bevölkerung in Florida zwingt für zwei neue AKWs im voraus bis zu 24 Milliarden Dollar zu finanzieren:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=89169837
www.keystone.org/spp/documents/FinalReport_NJFF6_12_2007(1).pdf

Mit Kapitalkosten von 24 Milliarden Dollar und Bauzeiten von über 10 Jahren lässt sich nur noch angeblich billigen Atomstrom produzieren, wenn die Kapitalkosten, Risikokosten und die Folgekosten von den Steuerzahlern finanziert werden. Eine solche absurde Vorgehensweise lässt sich dann nicht mehr rational sondern nur noch ideologisch begründen.

In der Schweiz werden die Kosten nicht tiefer sein: Es wird mit einem Lockvogelpreis gestartet werden und anschliessend wird von unerwarteten Kostenüberschreitungen und Verzögerungen geklagt werden und es werden selbstverständlich Wege gefunden um das Ganze mit Hilfe der Bevölkerung doch finanzieren zu können:
http://www.busrep.co.za/index.php?fSectionId=561&fArticleId=4023210
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2005/nr18/Schweiz/14694.html

Mit dem Deckmantel der CO2-Emissionen werden solche Atomfördergesetze erlassen, dabei ist die entscheidende Frage:
Wieviel CO2 Reduktion kann pro Franken erreicht werden, weil derselbe Franken offensichtlich nicht zweimal ausgegeben werden kann - schon gar nicht im Ausland.
Zudem ist es relevant, wie schnell der investierte Franken zu einer CO2 Reduktion führt. Ein neues ausländisches AKW welches wie Leibstadt 20 Jahre braucht, bis es in Betrieb genommen wird, bindet sehr viel Geld, produziert in den nächsten 20 Jahren nur indirekt CO2 und reduziert gar nichts. Demgegenüber kann ein Schweizer Solarwärmekollektor und/oder eine Schweizer Wärmekraftkopplunganlage welche eine bestehende Ölheizung ersetzt, den Treibhausgasausstoss nahezu sofort reduzieren.
http://www.rmi.org/images/PDFs/Energy/E08-01_AmbioNucIllusion.pdf
Mal ganz abgesehen davon, dass der indirekte CO2 Ausstoss von AKWs durch die Reduktion des Urangehaltes in den Uranminen stetig am steigen ist:
http://www.stormsmith.nl/publications/E&U_4_06-Energieklippe.pdf
Zudem setzt die Schweizer Atomlobby ironischerweise auf ausländische Kohlekraftwerke:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/891893.html
http://www.energiestiftung.ch/files/downloads/energiethemen-fossileene rgien-kohle/hintergrundpapier_kohle_bkw.pdf

Beznau I, II und Mühleberg liefern zusammen etwa 1085 MW und lediglich 14% des Schweizer Strombedarfs bzw. gut 2% des Schweizer Energiebedarfs. Ein einziges neues AKW hat aber mit 1600 MW weit mehr Leistung als die 3 Alten zusammen. Das heisst: Ein neues AKW ist nur eine Option, wenn wir konsequent auf Effizienz und erneuerbare Energie verzichten. Das ist aber absurd, weil erneuerbare Energie und Effizienz Marktanteile gewinnen und Atomenergie trotz massiver Subvention weltweit Markanteile verliert (selbst Österreich ohne AKWs ist gezwungen jedes Jahr Millionen von Steuergeldern an die Euratom und die IAEA zu schieben). Zudem gibt es keinen Schweizer Konzern mehr, welcher im Atombereich tätig ist.

Schweizer Firmen schaffen Schweizer Arbeitsplätze, zahlen Steuern in der Schweiz, entwickeln, produzieren und bauen:
Effiziente Wärmekraftkopplungsanlagen:
www.iwk.ch
www.turbomach.com/marcos.htm
Wärmekraftkopplungsanlagen decken über 50% des Dänischen Strombedarfs und können somit auch problemlos 14% des Schweizer Strombedarfs decken. Schweizer WKKs sind im Gegensatz zu ausländischen AKWs günstig, schnell gebaut, schnell amortisiert, flexibel, reduzieren die Netzbelastung, reduzieren die Verluste, produzieren keinen radioaktiven Abfall und keine Klumpenrisiken. Zudem können sie genau dann im Schweizer Winter Strom und Wärme produzieren, wenn der Schweizer Strom- und Wärmebedarf auch am höchsten ist.

Effiziente Wärmepumpenboiler zum Ersatz von verschwenderischen Heizwendelboilern:
www.satagthermotechnik.ch

Biogasanlagen:
www.alphaut.ch/de/
www.pyroforce.ch/

Holzverstromungsanlagen:
www.ctu.ch
www.dasagren.ch/

Photovoltaikfabriken:
www.oerlikon.com/solar/
Ein neuer Französische EPR Reaktoren kostet mindestens 7 Milliarden Franken. Mit 7 Milliarden Franken kann man von Oerlikon rund 22 Dünnschicht Solarmodul Fabriken mit einem jährlichen Output von 160 MW pro Fabrik installieren. Nach lediglich 10 Jahren haben diese Schweizer Solarfabriken eine Gesamtleistung von 35'200 MW produziert! Das ist 22 mal mehr Leistung als das ausländische, abhängigmachende, klumpenrisikohafte neue AKW.

Wechselrichter:
www.solarmax.com/
Solarsysteme:
www.3-s.ch/
Solarzellen-Produktionsanlagen:
www.meyerburger.ch

Frequenzumwandler für Windturbinen:
www.abb.ch

Windanlagen und Komponenten für Windturbinen:
www.aventa.ch
www.gurit.com/
www.enflo-windtec.ch/

Kleinwasserkraftanlagen:
www.kleinwasserkraft.ch/web/deutsch/
www.entegra.ch
www.mueller-turbinen.ch
Tatsächlich existierten in der Schweiz vor etwa 100 Jahren 10 mal mehr Kleinwasserkraftwerke als Heute.

Solarwärmekollektoren:
www.amk-solac.com/

Isolationsmaterial:
www.swisspor.ch/wcms/index.php


Die Schweiz hat keine Uranminen, keine Atomkonzerne, keine Uranprozessierungsanlagen, keine Anreicherungsanlagen und keine Endlager. Es ist völlig absurd zum Schutz von Oligopolen und ideologischen Gründen ineffiziente, teure, ausländische, steuerzahlerabhängige, verstaatlichte Atomkonzerne zu fördern, nur um letztlich die Anzahl Klumpenrisiken und unsere Abhängigkeit von begrenzten ausländischen Rohstoffen erhöhen zu können.

Die Schweiz kann Technologie aber keine Rohstoffe exportieren!
http://atomenergie.googlepages.com
globi1
Mitglied
#49 ° Gesendet: 02.08.2008 19:55 ° Bearbeitet von: globi1
..
seabream
Mitglied
#50 ° Gesendet: 02.08.2008 20:51
@Globi1

Forget it, immer der gleiche ideologische Schwachfug. Alles Lügen und Träumereien.

Zu den Fakten:

Szenario I («Weiter wie bisher»):

Es wird weiter Strom importiert, zudem könnten bis sieben Gaskraftwerke und zwei neue AKWs gebaut werden. Die Energienachfrage stiege bis 2035 um 1,7 Prozent, der Stromverbrauch um 29,1 Prozent.

Szenario II («Verstärkte Zusammenarbeit»):

Die Förderung erneuerbarer Energien würde verstärkt, der Druck auf die Energieeffizienz erhöht, nötig wären wie in Szenario I zwei neue AKWs und bis zu fünf Gaskraftwerke. Der Energiebedarf würde um rund 4 Prozent sinken, der Stromverbrauch stiege jährlich um 0,6 Prozent (23 Prozent bis 2035).

Szenario III («Neue Prioritäten»):

Es kämen klare Zielvorgaben und Lenkungsabgaben zum Tragen, nur die effizienteste Technik dürfte gefördert und der Erdölverbrauch müsste stetig gesenkt werden. Nötig bliebe der Bau von einem AKW und von vier Gaskraftwerken. Der Energieverbrauch würde um 14,4 Prozent sinken, der Stromverbrauch um jährlich 0,4 Prozent zunehmen (13,3 Prozent bis 2035).

Szenario IV («Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft»):

Nur mit diesem Szenario könnten mittel- und langfristige Klimaziele erreicht und die CO2-Emissionen um 40 Prozent reduziert werden. Das Szenario setzt einen hohen Anteil erneuerbarer Energien, massiv gedrosselten Erdölverbrauch und hohe Energieeffizienz voraus – sieht aber auch ein neues AKW und drei Gaskraftwerke vor. Der Energieverbrauch sollte so um 27,4 Prozent gesenkt werden können, der jährliche Stromverbrauch um 0,06 Prozent – und der CO2-Ausstoss um gegen 49 Prozent.

In diesem Rahmen müssen Lösungen diskutiert werden. Die Samichlaus-Nummer von Globi1 kann nicht Grundlage sein für realistische Politik.
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