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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Tatsächliche Kosten des Atomstroms

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felixkohl
Mitglied
#31 ° Gesendet: 02.03.2007 15:26
@stranger

Hiermit können keine fetten Gewinne erwirtschaftet..
Völlig treffend. ...es würden andere etwas mehr verdienen können.
Die medialen Aktivitäten der Axpo machten sich schon vorletztes Jahr bemerkbar...und niemand scherte sich um "die Energielücke".
Nun ist es ein Thema im Bundeshaus. Gute Lobbyarbeit. Chapeau.

Die Deutschen waren hingegen während der letzten Jahre aktiver....als die Schweizer Bundesräte noch pennten und sich über das sogeannte Kollegialitätsprinzip stritten und ähnlicher "Sachthemen".
Dabei hatte und hätte die CH die besseren Energiekarten (Mix, Abhängigkeiten etc.) als Deutschland.
Zocker
Mitglied
#32 ° Gesendet: 02.03.2007 21:21
@stranger

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Du hast die Motive der Stromlobby kurz und prägnant formuliert.

Ich hoffe die Bauern erkennen ihre Chance aus deinem letzten Satz.
stranger
Mitglied
#33 ° Gesendet: 04.03.2007 23:10
@Zocker

Das traurige an der ganzen Sache ist das das nahe Ausland uns vormacht wie es geht so ist zum Beispiel Güssing in Österreich das man damit Geld verdienen kann mit nachhaltiger Energiegewinnung.
Schon allein nur der Ausbau und Optimierung von Wasserkraft in der Schweiz würde wahrscheinlich locker ein AKW einsparen. Und wenn unsere Bauern jetzt noch zu Energieproduzenten werden könnte man glatt die Subventionen sparen.
Leider wird das von der im Parlament sitzenden Stromlobby bekämpft, die wollen doch weiterhin immer mehr Strom verkaufen.
ghandi
Mitglied
#34 ° Gesendet: 05.03.2007 08:40
@stranger

ganz genau das ist der Punkt, gut getroffen.

genauso sehen die sogenannten Experten des Bundesrates aus, und versuchen uns mit ihren Lügen zu überzeugen.
TV Sendung Samstag "Atom neinn Danke, Atom ja bitte!"

Was mir aufgefallen ist;
Der Name Endlager ist so Irreführen wie gelogen. Was klar ist, das Atom-Sondermüll verpackt und verbuddelt wird, und uns in 5000 Jahren noch erhalten bleibt, jedes weiter Atomkraftwerk bringt uns noch mehr solche Verpackungen zu verbuddeln,
(ist nicht nur mit Atommüll der Fall)
So wird unser Planet unter Erde verbetoniert, doch leider, nichts hält ewiglich!
Auf Zeit wird der Atommüll und auch anderer Sondermüll zur Zeitbombe.

1. die Politik ist zu stark mit der Stromlobby involtiert
2. der Abfall ist nicht gelöst mit verbuddeln, er bleibt uns erhalten
3. der Bund hat seine Aufgaben nicht gemacht, es gibt immer noch keine Lösung für Atommüll, und neuen Energiequellen wurden jegliche unterstützung aus den Budgets gestrichen

Atommüll Nein Danke!
Pirelli
Blog Autor
#35 ° Gesendet: 05.03.2007 09:39 ° Bearbeitet von: Pirelli
Heute im Tagi:

Der Nagra-Chef versichert des weiteren, die Finanzierung der Tiefenlager sei gesichert. Die Nagra rechne mit sechs Milliarden Franken und sei überzeugt, dass dies ausreichen werde. Die Entsorgungskosten würden von den Kraftwerkbetreibern getragen.

Sehr lustig!

Man hat den Eindruck, die glauben das tatsächlich! Wie viele Zehntausend Jahre haben sie wohl eingerechnet in die 6 Mrd.? Und auch die OECD rechnet damit, dass das Uran maximal bis 2070 reicht. Andere Studien kommen zum Schluss, dass es - beim geplanten Wachstum resp. bei der Zunahme von AKW, die nötig wäre, dass Nuklearstrom überhaupt einen Deut Klimarelevanz erhält - bereits 2030 zur Neige geht. Wo sind dann die Kraftwerkbetreiber, die die Kosten tragen?
ghandi
Mitglied
#36 ° Gesendet: 05.03.2007 10:24
@Pirelli

ich hoffe du Irrst dich nicht.
Rumänien hat grosse Vorkommen von sehr potentialem Uran.
Mt.Tibles Maramures /
Sapinta Maramures
Mt.Lapus Maramures

es kann unmöglich ohne schwerwiegende Schäden an Natur und Landwirtschaft abgebaut werden, doch das wird die Herren auch nicht Interessieren, hauptsache die Kasse stimmt, die Nachfolge Schäden bezahlt ja sowieso der steuerzahler.
Bünzli
Mitglied
#37 ° Gesendet: 05.03.2007 10:32
@Pirelli
Wo sind dann die Kraftwerkbetreiber, die die Kosten tragen?

Aber das ist doch ganz einfach!
Sagen wir mal - grosszügig geschätzt - im Jahr 2150 wird dann endlich auch in der Schweiz auf Windkraft, Photovoltaik, Biogas usw. umgestellt.
Dann werden die Kraftwerksbetreiber die Entsorgungs-, Rückbau-, Transport, Terrorschutz-, Endlagerungskosten etc. des Atommülls auf den Preis des nachhaltig gewonnenen Stroms umschlagen und sagen: " Seht ihr! Wir haben schon immer gesagt die alternativen Energieen sind viel zu teuer."
leonforte
Mitglied
#38 ° Gesendet: 05.03.2007 15:52
@stranger

eine gute und auch durchaus anerkannte idee, wasserkleinkraftwerke auszubauen, beziehungsweise neu zu bauen. offensichtlich existieren dafür in österreich weniger hindernisse (restwassermenge, uvp usw.). auch hier wartet der nächste zielkonflikt schon um die ecke.

belustigend finde ich insbesondere die diskussion um grimsel west. die bkw planen die staumauer zu erhöhen, damit das pumpspeicherkraftwerk mehr kapazität erhalten würde. die linksgrünen sind dagegen, weil sie pumpspeicherkraftwerke grundsätzlich ablehnen. das mit dem grundsätzlich sollten sie sich angesichts der ausnutzung der photpholaik/windenergie vielleich nochmals überlegen......
leonforte
Mitglied
#39 ° Gesendet: 05.03.2007 15:57
@ghandi

der titel der besagten sendung ist sowieso falsch. richtig müsste er lauten

2000 watt gesellschaft und ihre auswirkungen / oder billiger strom aus der steckdose

es ist heute schon klar, was das volk wählen wird. wäre dem nicht so, würde die diskussion um akw's gar nicht geführt, die hätten dann nämlich keine chance in einer öffentlichen diskussion.
Pirelli
Blog Autor
#40 ° Gesendet: 05.03.2007 17:20
Der Grimsel. Verflixt. Leon, würdest du uns allen nicht die Freude machen, dich einmal mit dem Thema zu beschäftigen, bevor du die Gebetsmühle wieder hervorholst? Dir Gedanken über Schutzgebiete zu machen? Über die Wirtschaftlichkeit?

Hier findest du einen ausführlichen Kommentar (Nr. 33):
http://www.ignoranz.ch/item/stop-it-koebi/

Eben: ein Schutzgebiet! Und unrentabel ists auch, wie BFE-Direktor Kiener und die Oberhasli-Werke unisono finden. Weisst, sogar der Betreiber selbst würde frühestens in 14 bis 20 Jahren anfangen wollen, die Nuklearbatterie aufzurüsten. Schrieb Vera Bueller 1999. Seither hat sich einiges getan, an der Grundsätzlichkeit umweltschützerischer Anliegen hat sich aber wenig geändert.

Solange der Energiebedarf der Pumpspeicherwerke nicht aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird, sind auch sie nur Augenwischerei.

Ich versteh schon, dass es einfacher ist, über "die Grünen!!" zu motzen, als sich einzugestehen, dass man selbst vielleicht vor lauter Feindbild nicht in umfänglichem Besitz der Fakten ist.

Also lassen wir die Gebetsmühlen im Tibet und versuchen uns an dem von dir oft postulierten (und selten erreichten) Pragmatismus. Nicht wahr?

Und bedenke: Genauso wenig wie das Uran fixfertig erst an der Landesgrenze aus dem Nichts ploppt, hört bei den Pumpspeicherwerken das Denken an der Landesgrenze auf.

Es ist erstaunlich, wie viele Bürgerliche der Globalisierung das Wort reden, an den endlosen Lastwagentransporten nicht Schlechtes finden mögen, wenn es aber um Energie geht, sich mit Leichtigkeit einreden, z.B. Abbau und Aufbereitung von Uran gingen uns nichts an, schliesslich finden sie ja nicht bei uns statt. Und wieder kommt: "AKW sind CO2-neutral!" - "Pumpspeicherwerke liefern ökologischen Strom!"
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