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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Tatsächliche Kosten des Atomstroms

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leonforte
Mitglied
#21 ° Gesendet: 01.03.2007 14:09
@pirelli

die wahrscheinlichkeit ist immer 1/6...........du scheinst in mathematik nicht gut aufgepasst zu haben.

abgesehen mir ist es sowieso wurst wo mein strom prodzuiert wird, ob in einem akw, gkw, wkw, skw usw. es ist mir gleichgültig, ich möchte einfach möglichst billigen strom!
¨
dein boom basiert auf subventionen und überteuerten abnahmepreisen. einen echten anreiz des marktes gibt es dazu nicht!
ghandi
Mitglied
#22 ° Gesendet: 01.03.2007 15:00
@driv

Was soll der Mist? Seit Jahrzehnten werden in der Schweiz nun AKW's betrieben, bislang ohne den kleinsten nennenswerten Zwischenfall. De Facto ist Atomenergie einer der sichersten Energielieferanten und sowohl ökonomisch wie ökologisch äusserst sinnvoll und konkurrenzlos.

So ein Bockmist!
Wir hatten mehr als genug stillgeschwiegene Störrfälle!

Mühleberg ist eines der Risikoreichsten!
aber ihr glaubt ja eh erst etwas wenn es schon geknallt hat, vielleicht nicht mal dann!

Die AKW betreiber sollen ihren Müll selbst auf ihre Kosten entsorgen, dann sieht die Rechnung auch anders aus, und alternative Energie hat wieder Zukunft.

Was die AKW betreiber stört ist die Tatsache das die Alternative Energie als dezentralisierten Sysremen viel efizienter Nutzbar ist . (Business Verlust)

Nachfrage von Wohnraum als positive Erklärung für AKW zu bringen ist mehr als erbärmlich.
Wir sind eines der dichtest Besidelten Länder der Welt, da gibt es gar keine Auswahl.
leonforte
Mitglied
#23 ° Gesendet: 01.03.2007 16:19
@ghandi

nur komisch, dass die kkw nagra genossenschafter sind und somit die entsorgung bezahlen werden .......

tatsache ist, dass die kosten des atomstroms den am markt heute gebotenen preisen tatsächlich entsprechen dürften .....

wie ich andernorts bereits geschrieben habe, ist die argumentationslinie über die kosten wahrscheinlich für akw gegner nicht brauchbar. die dinger sind einfach günstig und ihr risiko ist sehr klein, so dass die versicherungsprämie im rahmen bleibt. das kostenargument wirkt also für die akw. das sicherheitsargument sicher nicht! also beschränkt euch doch auf das, reicht auch so vollkommen!
Zocker
Mitglied
#24 ° Gesendet: 01.03.2007 17:29
@leonforte
nur komisch, dass die kkw nagra genossenschafter sind und somit die entsorgung bezahlen werden .......

Niemand kann heute die wahren Kosten der Atommüllentsorgung berechnen. So ist es auch nicht möglich, dass wir mit dem Strom den wir in ca. 40 Jahren Laufzeit verbrauchen die Entsorgungsgebür für die nächsten tausenden von Jahren bezahlen.

Ein gutes Beispiel für die Verschiebung der Entsorgungskosten auf die Nachwelt ist die Mülldeponie Köliken, die jetzt total ausgegraben und fachgerecht entsorgt werden muss. Und es waren Politiker die vor Jahren etwas anderes behauptet haben.
leonforte
Mitglied
#25 ° Gesendet: 01.03.2007 18:41
@zocker

schon möglich mit kölliken, tatsache ist aber, dass das keinen kehrichtsack bisher teurer gemacht hat.......kurz und gut, keine auswirkungen auf das gesamtsystem, weil die kosten insgesamt gesehen verschwindend klein sind. insbesondere wenn sie über die zeit betrachtet werden! darin liegt ja auch die begründung weshalb wir solche grossrisiken überhaupt haben!
Xeno
Mitglied
#26 ° Gesendet: 01.03.2007 19:06
@leonforte

Ich bin auch bezüglich Kosten äusserst skeptisch zum Atomstrom und gebe Dir Folgendes zu bedenken:

1) Das Risiko eines Schadens ist die Multiplikation der Eintretenswahrscheinlichkeit mit der Schadensumme. Das Problem ist nun, dass bei AKWs der erste Faktor nahe 0 und der zweite nahe unendlich gross ist. Du kannst jeden Mathematiker (muss nicht mal ein Versicherungsmathematiker sein) fragen: Diese Multiplikation liefert kein (sinnvolles) Resultat. Es folgt: Das Risiko der AKWs ist unberechenbar. Dies ist ein fundamentaler Unterschied (und zwar ein Nachteil) etwa zu jedem Wasserkraftwerk.

2) Das mit der NAGRA ist fast Realsatire. Zahlt sie 100'000 Jahre im Voraus?

3) Auch die Uranvorräte sind nicht unbegrenzt.

X.
gumbyman
Mitglied
#27 ° Gesendet: 02.03.2007 02:02
@leonforte
Na na, wenn Du 100 Würfel gleichzeitig wirfst ist die Chance dass mindestens einer davon eine Sechs zeigt, nahe bei 100% (bin jetzt aber zu faul zum nachrechnen / nachschauen). Der Erwartungswert für Schadenhäufigkeit und Gesamtschäden durch AKW's steigt ebenfalls proportional mit deren Anzahl, wenn man unterschiedliches Alter, Sicherheitstechnik u.dgl. mal weglässt. Das willst Du nicht ernsthaft bestreiten, oder?

@Manarak
Es ist einfach nicht wahr, dass sich für Schadenhäufigkeiten eines AKW's kein brauchbarer Erwartungswert errechnen lässt. Ich hab' zwar leider keinen zur Hand, aber es funktioniert im Prinzip genauso wie z.B. in der Bahntechnik - und da wurde über lange Zeit eine recht gute Übereinstimmung zwischen theoretischen Modellen und statistisch erfassten Ereignissen gefunden. Fehlerbaumanalysen, FMEA u.dgl. sind ein gutes Entwicklungshilfsmittel. Aber wenn's dann um harte Zahlen geht - wie z.B. zu erwartende Tote und Schwerverletzte pro Passagier und Betriebsstunde - musst Du eben viel weiter gehen, und 'n Haufen statistisches Material und Methoden bemühen. Das beginnt beim AKW mit der Ausfallwahrscheinlichkeit der Umwälzpumpe und endet mit der Fehleranfälligkeit von Menschen in Stresssituationen. Und dazwischen hast Du'n Haufen Redundanzen und Sicherungen und weiss der Kuckuck was. Aber überall kannst Du sinnvolle Zahlen einsetzen oder ermitteln und miteinander verrechnen. Und am Schluss kommt ein sinnvoller Erwartungswert raus, der wesentlich besser und genauer ist als Ratespiel über mehrere Zehnerpotenzen hinweg von der aktuellen zur geforderten Versicherungssumme.

Und mit 100%-iger Sicherheit stellt sich das Problem von Endlagerung, Rückbau, Kontaminierung beim Abbau usw., deren Gesamtkosten heute nicht zuverlässig abschätzbar sind. Das Spielchen heisst wieder mal - wie so oft - es werden nur die unmittelbaren, internen Kosten einbezogen. Den Rest überlassen wir getrost den anderen, nach uns die Sintflut.

g.
felixkohl
Mitglied
#28 ° Gesendet: 02.03.2007 03:23
@leonforte

gockhausen ähnlich einschätzte wie bei den anderen um den flugplatz liegenden orte
...dazwischen liegt +/- (in Flugrute) Schwamendingen, Oerlikon und (teils) Seebach, alles Stadtquartiere. Die Gockhausener durften zu Recht annehmen, dass das Flugregime nicht über die Stadt Zürich geführt würde.
(Was die erwähnten dicht bevölkerten Quartiere angeht, ist es sowieso eine Schweinerei. Da der Grossteil aber Mieter sind, müssen sie aufs Maul sitzen oder wegziehen, was übrigens zu Hauf eintrat). ..Bin nun aber Off topic.


@leon & pirelli

Die Wahrscheinlichkeit für ein Schadenereignis ist für alle Werke (sofern sie gleich gebaut sind) gleich.
Die Wahrscheinlichkeit, für "irgendein" Schadensereignis steigt proportional mit der Zahl Werke.
Unsere Meinungen divergieren wohl im Ausmass des Schadens, welcher ein solches Ereignis verursachen würde. Ebenso bzgl. Spätfolgen bzw. Wiederinstandsetzung etc.
Zocker
Mitglied
#29 ° Gesendet: 02.03.2007 08:16
@leonforte

schon möglich mit kölliken, tatsache ist aber, dass das keinen kehrichtsack bisher teurer gemacht hat.......kurz und gut, keine auswirkungen auf das gesamtsystem, weil die kosten insgesamt gesehen verschwindend klein sind. insbesondere wenn sie über die zeit betrachtet werden!

Der Kehrichtsack ist nicht teurer geworden jedoch wollte die Regierung desshalb eine Abgabe auf das Trinkwasser erheben. Nach Protesten werden die Kosten via Steuern bezahlt.

Dein Röhrenblick auf den Kehrichtsack blendet natürlich die Tatsache von anderen Mehrkosten aus. Deine partielle Betrachtungweise kommt immer wieder zu seltsamen Tatsachen und Fehlschlüssen.
stranger
Mitglied
#30 ° Gesendet: 02.03.2007 09:28
Wenn ich das alles so lese muss man eigentlich zu folgendem Schluss kommen:

Wenn wir weiterhin auf AKW’s setzten, werden wir noch viele Jahre bzw. Generationen die Hypotheken dafür bezahlen müssen.

Wenn wir auf alternative Energien setzen wird uns das mit den Jahren mit Zinsen zurückbezahlt.

Ergo:
Es ist klar das sich die Stromlobby mit Händen und Füssen gegen alternative Kleinkraftwerke wehrt. Ich meine hier jetzt nicht nur Wind und Fotovoltaikanlagen, da gibt’s noch vieles mehr.
Hiermit können keine fetten Gewinne erwirtschaftet womit dann die diversen Parlamentarier welche in den Verwaltungsräten sitzen bezahlt werden können. Die sehen natürlich ihre Felle davonschwimmen und wollen noch viele Jahre kurzfristige hohe Gewinne machen.
Bei alternativen Kleinkraftwerken würden ein paar Bauern und klein Unternehmer ein Zubrot verdienen, die haben aber keine Lobby.

Cheers
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