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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

AKW sind ja so sicher

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Walti
Mitglied
#11 ° Gesendet: 16.02.2007 20:20
@Xeno

Deine Logik, wenn es weniger Strom gibt, wird er einfach teurer, scheint mir etwas gar zu einfach gedacht. Durch teurer machen des Stroms wird noch kein Strom erzeugt. Eine Versorgungslücke liegt daher absolut im Bereich des möglichen, dass eines Tages einfach nicht mehr genügend Strom produziert werden kann, um den Markt zu befriedigen. Ich gehe davon aus, dass Du einer der letzten sein wirst, der Strom einfach nur an diejenigen abgeben will, die am meisten dafür bezahlen unter dem Motto: Die armen Schweine sollen nicht nur hungern, sondern auch noch frieren.

Bist Du auch nur ein Stänkerer oder hast Du konkrete Vorschläge, auf welche Weise das Energie-Problem der Zukunft gelöst werden kann ? Bitte nur realistische Vorschläge, die auch umsetzbar sind. Keine utopischen Phantasiegespinste jenseits jeglicher Realität.
Xeno
Mitglied
#12 ° Gesendet: 16.02.2007 20:33
@Walti

Eine Versorgungslücke liegt daher absolut im Bereich des möglichen, dass eines Tages einfach nicht mehr genügend Strom produziert werden kann, um den Markt zu befriedigen.

Wenn Du "Markt" durch "Bedarf" ersetzst, könnte dieser Unfug glattwegs auf der Anmeldung zum Eintritt in die SED selig stehen! Wird Strom knapp, wird er teuer. Dass das gar nicht so "sozial" ist, ist das einzig Relevante an Deinem Posting. Dennoch ist Panik völlig fehl am Platz. Wenn sich der Strompreis zum Beispiel generell verdoppeln würde (+100 Prozent!!), so wäre das immer noch für WEITAUS DIE MEISTEN Schweizer Haushalte schlicht KEIN Problem. So sieht es aus! In den Budgets ganz gewöhnlicher Schweizer Familien läuft der Strompreis unter "ferner liefen", sei doch einfach ehrlich zu Dir. Steigt er massiv, würde allerdings etwas weniger davon verschwendet (Geräte abschalten usw.), und das wäre ja just das Ziel.

Ich bin daher ganz klar für die Marktlösung (höhere Preise wegen kleinerem Angebot). Noch etwas zu Deinem letzten Abschnitt: Wenn einer mit "Realität" kommt, ziehe ich in der Regel die Pistole. Ich spreche Dir absolut jede Mehrkompetenz mir gegenüber ab zu bestimmen, was "Realität" sei und was nicht.

X.
gumbyman
Mitglied
#13 ° Gesendet: 17.02.2007 00:42
Warum erzeugen wir mit der hochwertigsten Energieform die wir haben, aus eiskaltem Wasser lauwarmes Wasser, statt dass wir es durch die Sonne aufheizen oder wenigstens vorwärmen lassen? Warum heizen wir ganze Wohnungen damit, statt billiges Abfallholz zu verfeuern oder Kehrichtverbrennungen an Fernwärmenetze anzuschliessen? Warum sind wir zu faul, PC's und andere Geräte per Hauptschalter auszuschalten wenn sie nicht gebraucht werden?
Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und die Antwort ist simpelst: weil Strom dreckbillig ist! Und wieso soll es unmöglich sein etwas daran zu ändern? Weil wir uns dran gewöhnt sind? Einfach unglaublich soviel Naivität.

Übrigens hatten wir in den letzten Jahren eine "Versorgungslücke" beim Erdöl, und was ist passiert? Mussten die Leute mit Kanistern vor den Tanklagern warten, bis sie wieder eine Ration Öl zugeteilt erhielten? Nein, das Erdöl hat sich ganz unspektakulär und allmählich allgemein akzeptiert um den Faktor 3(!) verteuert. Die Anwender welche auf's Öl angewiesen sind (Strassenverkehr, Flugverkehr usw.) haben sich nach der Decke gestreckt (sprich den höheren Preis gezahlt), andere Anwendungen wurden - wo rentabel - ersetzt. Ich kenne z.B. kaum jemanden, der eine alte Ölheizung wieder durch eine neue ersetzt hat, dafür 'n Haufen welche auf andere Energieträger umgestiegen sind. Dadurch hat der höhere Preis die Nachfrage nach unten korrigiert.

So einfach hat der Markt das geregelt, und genauso einfach würde es mit der Elektrizität funktionieren. Wenn uns nicht die zentralisierte Stromlobby den Weltuntergang herbeireden würde im Falle einer leichten Verknappung und Verteuerung des heute im Überfluss billigst vorhandenen Atomstroms. Dabei wohlweislich verschweigend, dass der besagte Atomstrom ziemlich teuer wäre, müssten alle externen Kosten der AKW, also inklusive Uran-Abbau-Immissionen, zukünftiger Endlagerung usw. bereits heute über den Strompreis bezahlt werden. Aber eben, das sollen dann die anderen ausbaden...

g.
ghandi
Mitglied
#14 ° Gesendet: 17.02.2007 08:01
Der Fall Daniel Dingel spitzt sich zu.

www.wasserauto.de/doc/Daniel_Dingel_Autobild_Nr._50.rtf

wer sich dafür interessiert kann eine vielzahl Infos einsehen, oder am besten selbst auf die Philipinen gehen.
khale
Mitglied
#15 ° Gesendet: 17.02.2007 09:54
Was heisst hier "spitzt sich zu"? Im verlinkten Artikel wird noch mit Mark gerechnet. Der muss ja uralt sein.
gumbyman
Mitglied
#16 ° Gesendet: 18.02.2007 01:25
@ghandi
Muss es zum x-tem Mal wiederholen: alles schön und gut, ich würde ja eine solche Gratis-Energiequelle extrem euphorisch begrüssen!
Aber bevor mir einer sagen kann woher die *Primärenergie* bei seiner Erfindung kommt (insbesondere beim energiearmen Stoff Wasser), ist's für mich einfach nur Schabernack. Die kunstvollen Umwandlungen der Energie interessieren erst in zweiter Linie.

Und ja, im Artikel wird nebst der Verwendung von DM auch Bezug auf die AutoBild 42/00 genommen, dürfte also schon ein Weilchen her sein...

g.
ghandi
Mitglied
#17 ° Gesendet: 18.02.2007 08:02
@gumbyman

ich gebe mir in der regel nicht die mühe zu überzeugen, das ist jedem seine eigen Angelegenheit, ein jeder hat das recht seine Meinung zu haben, aber den Fall
Daniel Dingel kann man ansehen, Testen und Fahren, das heisst sich persönlich überzeugen.
Wenn du Zweifel hast dan fliege auf die Philipinen, er ist leicht zu finden, da man ihn fast überal kennt.

Es gibt enorm viele seiten über daniel Dingel im Internet, seriöse und unseriöse,
seine Gegner sind nicht untätig.

zum Strom (AKW Nein danke)

z. B. die Säntisbahn hat mit ihrem alten Motor, beim runterfahren 1/3 des Stromes zurückgewonnen.
Mag verrückt klingen aber ich glaube es wäre Berechnungsbedürftig:
Wenn man eine Luftseil oder Hängebahnfähre für Autos machen würde, nur zum runterfahren,
nicht aus Transportgründen sondern rein als Energiespender.
Wieviele oder wie Starke Generatoren braucht es um diese Kraft abzubremsen und in Energie umzuwandeln?
nebenefekte wären:
nahezu Einbahn auf dieser Passstrasse
Verkehrsentlastung durch Energiegewinn
Umweltentlastung weil man runtergefahren wird

Es gehen unzählige Kräfte ungenutzt verloren, die gilt es besser zu nutzen.

übrigens ist der Wassermotor nichts neues, sondern in den letzten 60 Jahren einfach nur in Vergessenheit geraten.
cse
Mitglied
#18 ° Gesendet: 18.02.2007 11:53
Was zu wenig beachtet wird beim Uran:

Man ist abhängig von ausländischen Energiequellen.

Uran ist eine endliche Ressource.

Beim Abbau von Uran ensteht eine riesige Menge von radioaktivem Abfall (verstrahltes Gestein), der meist in der Nähe des Abbauortes offen gelagert wird. Mit katastrophalen Folgen für die angrenzenden Dörfer: bis 20-fach höhere Krebsrate als im Landesdurchschnitt; Boden, der radioaktiv verseuchter ist als bei Tschernobyl kurz nach der AKW-Katastrophe.

Besser ist dezentrale Stromproduktion, um z.B. auch Leitungsverluste zu minimieren.

Entsorgung ganzer AKWs, nach Ende der Betriebszeit, praktisch unmöglich.

Politisch fragwürdig: man teilt die Bevölkerung in Pro und Kontra. Kompromisslösungen sind nicht möglich.
Es ist eine Stärke der Schweiz, dass Demokratie nicht als Diktatur der Mehrheit empfunden wird. Jeder soll in unserem Land mehr oder weniger zufrieden sein.
Daher treffen Exekutivräte, (z.B. Bundesrat) ihre Entscheide consensual, d.h. es gibt nur einstimmige Entscheide. Nur wird das in letzter Zeit nicht mehr angewendet, da immer extremere Exponenten gewählt werden.
trigor
Mitglied
#19 ° Gesendet: 18.02.2007 12:04
@ghandi: "Wenn man eine Luftseil oder Hängebahnfähre für Autos machen würde, nur zum runterfahren, nicht aus Transportgründen sondern rein als Energiespender."

Ein bischen unrealistisch... :) Aber ich kann Dich beruhigen. Soviel ich weiss gibt es schon Autos, die durch das Abbremsen Energie sozusagen zurückgewinnen. Glaube das ist was du in etwa meinst.

Aber sonst... AKW, Nein Danke... meine Rede.
elmar
Mitglied
#20 ° Gesendet: 24.02.2007 17:49
Eine Kernschmelze produziert eine ganze Menge an Energie, welche man für Wärmepumpen benützen kann. Dieser Vorschlag wurde gestren an der Bundesratssitzung von Calmy Rey vorgebracht. Daraufhin ing Blocher eins blochen.
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