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Schweiz braucht zwei neue Atomkraftwerke ...

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globi1
Mitglied
#411 ° Gesendet: 13.03.2010 17:34 ° Bearbeitet von: globi1
wo liegen denn diese hemmnisse genau. sie erscheinen mir in der zeit der alternativenergiegiesskannensubventionitismentalität nicht ganz logisch

Die Einspeisevergütungen für Photovoltaikstrom sind momentan auf 0.03 Rappen pro kWh begrenzt. Daraus ergibt sich ein kleiner Topf womit nur sehr wenige Schweizer Stromdächer finanziert werden können.

Das heisst die Einspeisevergütungen für Photovoltaikstrom sind momentan auf 0.03 Rappen pro kWh begrenzt! Es gibt maximal 0.03 Rappen pro kWh für Schweizer Photovoltaikstrom mit Schweizer Arbeitsplätzen und keinen hunderstel Rappen mehr!

Während die AKW-Betreiber gleichzeitig die Strompreise VERDOPPELN um neue, überteuerte, ausländische AKWs finanzieren zu können und die Abhängigkeit der Schweiz von ausländischen Energieträgern massiv erhöhen zu können.
http://www.swissinfo.ch/ger/Strompreise_werden_sich_verdoppeln.html?ci d=6933038

Wie gesagt: Es können leider nicht alle von der Fürsorge und von der Steuerhinterziehung leben - ein paar müssen auch noch arbeiten auch in der Schweiz.

ich bin seit ein paar monaten solarzellenbesitzer und zudem kleinkraftwerkbetreiber. die solarzellen rechnen sich dank einspeiseverfügung und den subventionen beim bau.

Da die Einspeisevergütungen für PV-Strom stark begrenzt sind, ist es momentan wahrscheinlicher im Lotto zu gewinnen, als für seine PV-Anlage in der Schweiz eine Vergütung zu erhalten.

allerdings nur dann, wenn der strompreis mittelfristig über einem gewissen niveau bleibt. sollte er darunter fallen wird das geschäft negativ.

Da Du zudem offensichtlich nicht einmal kapiert hast, wie die stark limitierten Einspeisevergütungen funktionieren, wird es sich bei Deinem Kleinkraftwerk wohl um ein Märchen handeln...
globi1
Mitglied
#412 ° Gesendet: 13.03.2010 17:42 ° Bearbeitet von: globi1
Du willst keine gaskombi, die grünen wollen keine gaskombi, jetzt gibt es keine gaskombi und du bist trotzdem nicht zufrieden. Ich hab so das gefühl heute hätte man beschliessen können was man will, du wärst nicht zufrieden gewesen.

Gaskombi-kraftwerke werden im Gegensatz zu neuen, teuren, ausländischen AKWs nicht nur von Schweizer Firmen angeboten und haben etwa 10mal tiefere Kapitalkosten und sind wesentlich schneller erstellt - sie können tatsächlich auch den Schweizer Brennstoffverbrauch reduzieren:

Wenn mit Gaskombi-kraftwerken Wärmepumpen betrieben werden und diese Wärmepumpen bestehende Öl- und Gasheizungen ersetzen, dann wird der Brennstoffverbrauch mehr als halbiert!

Die Schweiz verbraucht übrigens weit mehr Heizöl-Energie und Heizgas-Energie als sie elektrische Energie verbraucht.

Wenn aber statt neuen, teuren, ausländischen AKWs, günstige Schweizer Gaskombi-Kraftkwerke gebaut würden, dann wird der Verkauf des Stromlückenmärchens noch schwieriger - also müssen nicht nur erneuerbare Kraftwerke und Effizienz verhindert werden sondern auch Gaskombi-Kraftwerke.
globi1
Mitglied
#413 ° Gesendet: 13.03.2010 18:08 ° Bearbeitet von: globi1
Zur Erinnerung:

Wenn die UBS Bonibezüger trotz Rekordverlust nur 1% ihrer Boni im Bordell verpulvern, dann fördert die Schweiz Bordelle mehr als sie Schweizer Stromdächer mit Schweizer Arbeitsplätzen fördert.
Bünzli
Mitglied
#414 ° Gesendet: 24.03.2010 23:18
http://www.rqm.ch/
Der ist extra für tibles. lol
Bünzli
Mitglied
#415 ° Gesendet: 06.04.2010 11:31
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die- Windenergie-ist-bereits-ein-weltweites-Milliardengeschaeft/story/14751 124

Herzig, wie die Presseabteilung der Atomwirtschaft gleich in den Leserkommentaren ihre altbekannten Verunsicherngsargumente runterleiert. Auf mich macht das den Eindruck als seien sie der Panik nahe ...
Bünzli
Mitglied
#416 ° Gesendet: 09.04.2010 11:51
gumbyman
Mitglied
#417 ° Gesendet: 11.04.2010 02:10
Bünzli:
http://www.rqm.ch/
Der ist extra für tibles. lol

Danke Bänzli, wusste nicht dass der gute Herr Lehner nach bald 20 Jahren immer noch Tachyonen-Generatoren und Raumquanten-Motoren und ähnliche todsichere Geldanlagen verkauft....jetzt weiss ich wohin mit dem Geld, falls ich mal wieder einen grösseren Betrag nicht mehr brauche....

Aber Ernst beiseite: Nebst der Windenergie, die vielerorts schon sehr lukrativ betrieben wird, scheint auch die Photovoltaik nur noch etwa 10 Jahre von (dannzumal) wettbewerbsfähigen Kosten und damit grossflächiger Verbreitung entfernt zu sein - Frööiiide härrscht!

g.
globi1
Mitglied
#418 ° Gesendet: 11.04.2010 10:17 ° Bearbeitet von: globi1
scheint auch die Photovoltaik nur noch etwa 10 Jahre von (dannzumal) wettbewerbsfähigen Kosten und damit grossflächiger Verbreitung entfernt zu sein - Frööiiide härrscht!

First Solar hat mit seinen Herstellkosten von $850 pro kW bereits grid parity erreicht. Und Oerlikon spricht bereits von $700 pro kW : http://www.pv-tech.org/news/_a/oerlikon_solar_claims_us0.70_cost_per_w att_for_micromorph_thin_film_modules/
(Mit 1 kW und 900 kWh pro Jahr, kannst Du in 30 Jahren 27000 kWh generieren. Selbst bei $2500 pro kW für die Komplettanlage bist Du noch konkurrenzfähig angesichts der Tatsache, dass eine Dachanlage mit dem Enduserstrompreis konkurrieren muss - insbesondere dann, wenn Du z.B. wie die französiche Atomindustrie mit zinsfreien Staatsdarlehen rechnest).

Jedoch: Steckerleisten und Fluoreszenzlampen haben allerdings bereits vor Jahrzehnten grid parity erreicht und trotzdem hielt sich deren Verbreitung lange in Grenzen und das obwohl hier die Kapitalkosten lächerlich sind.
gumbyman
Mitglied
#419 ° Gesendet: 11.04.2010 23:37
@globi:
Ich sage darum 10 Jahre, weil es erfahrungsgemäss einfach einige Zeit braucht, bis sich etwas durchsetzt, von dem Moment an wo es (theoretisch) markt- und konkurrenzfähig ist.

Bei Steckerleisten und Sparlampen liegt der Fall anders: der Privat-Konsument rechnet *in den wenigsten Fällen* neutral Investitionen und laufende Kosten auf. Er bevorzugt massiv variable Kosten, und scheut Investitionen, auch wenn's nur der Unterschied von 2 CHF (Glühbirne) zu 10 CHF (Sparlampe) ist. Ganz anders sieht das bei grossen Betrieben aus, egal ob Verbraucher- oder Erzeuger-Seite: Sobald ein Business Case da ist und die Risiken akzeptabel, wird er realisiert - sprich die gesamthaft günstigere Lösung gewählt.

Anyway: Die Tage der Atom-Technologie sind gezählt, und das ist gut so :)

g.
rlarsson
Mitglied
#420 ° Gesendet: 17.04.2010 13:57
Realistischer Pragmatismus in der Kernenergiefrage in Deutschland. @globi wird sich nun gar nicht freuen.

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/focus-umfrage-mehrheit-haelt-a tomkraft-fuer-notwendig_aid_499418.html

Eine Umfrage in der Schweiz würde die gleichen Resultate bringen.
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