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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Schweiz braucht zwei neue Atomkraftwerke ...

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bluefox
Mitglied
#401 ° Gesendet: 09.03.2010 17:03
Was schreist du rum, freu dich doch!
Du hast ja ganz genau das gekriegt was die grünen wollten!

"Die Grünen Schweiz lehnen den Vorschlag des Bundesrates ab, den CO2-Ausstoss von Gaskraftwerken zu 50 Prozent im Ausland zu kompensieren. Das ist ein Türöffner für grosse Gaskraftwerke in der Schweiz. Klimapolitisch ist das völlig falsch."

"Für die Grünen ist klar: Es braucht in der Schweiz im Grunde gar keine grossen Gaskraftwerke."

http://www.gruene.ch/web/gruene/de/positionen/umwelt/klima/gas_kohle/m edienmitteilungen/kompensationspflicht_gaskombikraftwerke_29-10-08.htm l
Bünzli
Mitglied
#402 ° Gesendet: 09.03.2010 18:04
bluefox:
Was schreist du rum, freu dich doch!
Du hast ja ganz genau das gekriegt was die grünen wollten!

Nein, die Atomwirtschaft hat bekommen was sie wollte, nicht die Grünen.
Nur auf einen ersten und oberflächlichen Blick sieht das so aus, als sei das hier einmal das Selbe.

Die AKW Lobby lässt sich anschliessend vom gleichen Parlament die erlogen CO2 freien AKWs bewilligen.

Hierzu dies:
http://www.ignoranz.ch/forum/4_4044_0.html

bluefox:
"Für die Grünen ist klar: Es braucht in der Schweiz im Grunde gar keine grossen Gaskraftwerke."

So ist es auch. Grosskraftwerke fördern die Monopolisten, machen abhängig und erpressbar.
Selbstverständlich tut das Oligopol der Stromproduzenten und -verteiler alles, damit ihre teuer zahlenden Stromkunden nicht selbst zu Stromproduzenten werden.
Da ist beim Lügen und Beeinflussen noch lange nicht Schluss.
Dezentrale Kleinkraftwerke die dann auch noch intelligent vernetzt sind, sind das Waterloo der Grosskraftwerksbesitzer.
bluefox
Mitglied
#403 ° Gesendet: 09.03.2010 18:14
Bünzli:
bluefox: "Für die Grünen ist klar: Es braucht in der Schweiz im Grunde gar keine grossen Gaskraftwerke."
So ist es auch. Grosskraftwerke fördern die Monopolisten, machen abhängig und erpressbar.

Nein, die Atomwirtschaft hat bekommen was sie wollte, nicht die Grünen.

Du willst keine gaskombi, die grünen wollen keine gaskombi, jetzt gibt es keine gaskombi und du bist trotzdem nicht zufrieden. Ich hab so das gefühl heute hätte man beschliessen können was man will, du wärst nicht zufrieden gewesen.
Bünzli
Mitglied
#404 ° Gesendet: 09.03.2010 19:27
bluefox:
Du willst keine gaskombi, die grünen wollen keine gaskombi, jetzt gibt es keine gaskombi und du bist trotzdem nicht zufrie

a. Wer sagt, es könnten keine Gaskraftwerke gebaut werden?
b. Ich habe geschrieben, weshalb der Entscheid mich nicht zu Freudentänzen animiert. Lesen und verstehen musst du es schon selbst.
driver
Mitglied
#405 ° Gesendet: 09.03.2010 19:42 ° Bearbeitet von: driver
Der Entscheid des Ständerates ist völlig unsinnig und ein peinlicher Kniefall vor der Atomlobby. Wenn CO2 wirklich ein Problem wäre (wovon die Schweizer Politik leider immer noch ausgeht), dann wäre es ein globales Problem, d.h. es spielt überhaupt keine Rolle ob der CO2-Ausstoss im In- oder im Ausland reduziert wird.

Die Motive für diesen schwachsinnigen Entscheid sind mehr als durchsichtig:
- Mit der Strom- und Atomlobby verfilzte Politiker wollen unbedingt neue AKWs.
- Linke und Grüne wollen die CO2-Hysterie als Vehikel nutzen um den Lebensstandard der gesamten Bevölkerung möglichst auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu nivellieren.
bluefox
Mitglied
#406 ° Gesendet: 09.03.2010 23:39
Bünzli:
a. Wer sagt, es könnten keine Gaskraftwerke gebaut werden?

BZ: Die BKW und die Papierfabrik Utzenstorf halten zwar immer noch an ihrem Projekt für ein Gaskombikraftwerk in Utzenstorf fest. Doch die Pläne sind spätestens seit heute Dienstag endgültig in der Schublade gelandet.
http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Staenderat-dreht-BKWGaskom bikraftwerk-den-Hahnen-zu/story/13316640

Handelszeitung: BKW-Projekt in Utzenstorf bleibt in der Schublade
http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-AWP_BKW-Projekt-in-Ut zenstorf-bleibt-in-der-Schublade_695548.html

Der Bund: Ständerat stoppt BKW-Gaskombikraftwerk
http://www.derbund.ch/bern/Staenderat-stoppt-BKWGaskombikraftwerk/stor y/31926158

NZZ: Der Bau von Gaskombikraftwerken in der Schweiz ist wieder in weitere Ferne gerückt
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/schweiz_gaskombikraftwerke_co2_a bgabe_kompensation_schweiz_1.5175270.html

DRS: Damit rückt der Bau der Werke in weitere Ferne. Die Axpo sistiert gar ihre Projekte.
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/177113.gaskombikraftw erke-muessen-co2-im-inland-kompensieren.html

Bünzli:
b. Ich habe geschrieben, weshalb der Entscheid mich nicht zu Freudentänzen animiert. Lesen und verstehen musst du es schon selbst.

Das habe ich schon verstanden, nur wenn der entscheid anders gewesen wäre wäre es gegen den willen der grünen gewesen, und damit ja wohl auch nicht recht. Aber lassen wir das, wir drehen uns im kreis.
Bünzli
Mitglied
#407 ° Gesendet: 10.03.2010 00:23
bluefox:
Das habe ich schon verstanden, nur wenn der entscheid anders gewesen wäre wäre es gegen den willen der grünen gewesen, und damit ja wohl auch nicht recht. Aber lassen wir das, wir drehen uns im kreis.

Nein nicht ganz.

Ich habe lieber für 20 Jahre bis zur Substituierung durch die umweltfreundlichsten Technologien ein Gasgrosskraftwerk, als in 20 Jahren eine oder zwei sauteure, unsichere, tausende von Tonnen strahlenden Müll produzierende Kernkraftwerke, die vorgeben ihre Stromproduktion sei CO2 frei.

Am besten wäre natürlich die Hemmnisse für die Alternativen, die allein wirtschaftspolitischer Art sind und von den durch die Strommonopolisten "beeinflussten" Politiker erfunden und erhalten werden, abgeschafft werden.

Wenns ums Automobil geht wird von vielen der technische Fortschritt hochgehalten die dann aber bei der Stromproduktion auf Technik aus den vierziger Jahren aufbaut setzten. Nur weil der Kühlturm etwas niedriger werden soll und das Prospekt in den schillerndsten Farben leuchtet und ganz besonders glänzt ist ein AKW nichts anderes als veralteter Schrott.

Wenn erst einmal das Baugesuch von den betreffenden Politikern bewilligt ist lässt es sich ohne einen Spatenstich zB. für die Axpo Milliarden verdienen indem auf den nie benötigten Bau verzichtet wird.
Die "angemessene" Entschädigung für die Bauherrin des KKW Kaiseraugst 1988 SFr. 350'000'000.-
Gesamtkosten für das nicht gebaute KKW Kaiseraugst bis 1988 SFr. 1'300'000'000.-.
driver
Mitglied
#408 ° Gesendet: 10.03.2010 12:26
@Bünzli: 100% Zustimmung.
Babylon
Mitglied
#409 ° Gesendet: 10.03.2010 12:37
driver:
@Bünzli: 100% Zustimmung.

dito.
leonforte
Mitglied
#410 ° Gesendet: 10.03.2010 18:34
Bünzli:
Am besten wäre natürlich die Hemmnisse für die Alternativen, die allein wirtschaftspolitischer Art sind und von den durch die Strommonopolisten "beeinflussten" Politiker erfunden und erhalten werden, abgeschafft werden.

wo liegen denn diese hemmnisse genau. sie erscheinen mir in der zeit der alternativenergiegiesskannensubventionitismentalität nicht ganz logisch. ich bin seit ein paar monaten solarzellenbesitzer und zudem kleinkraftwerkbetreiber. die solarzellen rechnen sich dank einspeiseverfügung und den subventionen beim bau. allerdings nur dann, wenn der strompreis mittelfristig über einem gewissen niveau bleibt. sollte er darunter fallen wird das geschäft negativ. da ich die immobilie aber sowieso zu verkaufen gedenke wird das risiko ein anderer tragen......

trotzdem aus sicht des anbieters habe ich keine probleme. ich frage mich nur wieso die konsumenten des stromes als stimmbürger den zwangsbezug von überteuertem strom zustimmen .....
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