Bünzli:
Den Stromkonsumenten hat das nichts gekostet.
immerhin hat der kanton basel stadt über die hälfte der 45 millionen aus dem fond für erneuerbare energien bezahlt. dieser fonds wird über eine abgabe auf dem strom finanziert. wer verbraucht den strom .... der stromkonsument!
das betreffende bohrloch wird nie auch nur eine einzigen watt produzieren, das ist inzwischen auch klar.
ich vergleiche die geothermie sicher nicht mit der sondermülldeponie kölliken. aber seit basel, dem elsass und dem ebenfalls abgebrochenen experiment in kalifornien wird die nutzung von geothermie mit dem deep heat mining ansatz wohl vorerst im forschungsstadium bleiben. das ist übrigens ein expertenurteil aus der nzz am sonntag und nicht auf meinem mist gewachsen. es gibt zwar noch einige projekte in australien, diese sind aber schon vom standort her wirtschaftlich problematisch, sprich sehr weit entfernt von potentiellen konsumenten ........
die idee dass man einfach ein paar tausend meter bohren könnte und dann alle probleme gelöst wären hat sich mit den erfahrungen von basel und dem wirtschaftlichen scheitern im elsass zerschlagen. das ganze verfahren ist sehr, sehr teuer und bringt zumindest heute weniger als man erwartet hatte.
andere geothermische verfahren, vor allem in gebieten in denen eine sehr viel weniger grosse bohrtiefe notwendig ist, scheinen da wesentlich erfolgversprechender!