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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Schweiz braucht zwei neue Atomkraftwerke ...

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rlarsson
Mitglied
#381 ° Gesendet: 19.11.2009 08:36 ° Bearbeitet von: rlarsson
Bünzli:
Tut mir leid! Ich muss es nochmals sagen. du begreifst wirklich nichts.

Keep cool! Du verstrickst dich in grosse Widersprüche. Das ist leider eine nicht wegzuwischende Tatsache. Den Schuh nun den Bürgerlichen zuschieben zu wollen, das wirkt definitiv nicht glaubwürdig, zumal die Bürgerlichen im Kanton Neuenburg politisch in der Minderzahl sind.

Zitat @Bänzli: Aber für Geld verkaufen Bürgerliche alles. Dies ist eine völlig verfehlte Behauptung, die Bürgerlichen würden nun Land zu Geld machen wollen. Die Motivation zu alternativer Energieförderung und zu diesem Projekt kommt wenn schon von der anderen Seite. Dass sich für solche Projekte auch Investoren finden (und da stinkt das Geld der Turbo-Kapitalisten dann auf einmal auch für Grüne nicht), das finde ich normal. Ihr wollt einfach immer den Fünfer und das Weggli haben. In diesem Fall, wie du merkst, gibt es nicht beides. Die Projekttreiber links der Mitte kommen aus meiner Sicht sehr spät auf die Erkenntnis, dass sich das Projekt am bevorzugten Standort wegen BLN-Auflagen nicht realisieren lässt. Diesen Scherbenhaufen schiebst du natürlich auch wieder schön den Bürgerlichen vor die Füsse.

Verkachelt haben die Linken es, mit ihren Floskeln und der ganzen Nebelpetardenwerferei. Genau gleich wird es euch bzgl. der Geschichte um die rechtlich unhaltbare LSVA-Abzocke ergehen. Nur so von wegen Rechtsstaatlichkeit! Die Scherben werden euch noch sehr weh tun, wenn dem täubelenden Moritz nicht sofort ein guter Freund beim Bundesgericht zu Hilfe kommt. Träfe dies zu, dann leben wir dann aber definitiv in einer Bananenrepublik.
Bünzli
Mitglied
#382 ° Gesendet: 05.01.2010 18:30
Milliarden für Ökostromnetz in Nordeuropa

"Milliarden für Ökostromnetz in Nordeuropa
Europa will den Ausbau erneuerbarer Energien mit einem Milliardenprojekt vorantreiben. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, binnen zehn Jahren sollten Tausende Kilometer Hochspannungsunterseekabel in der Nordsee Windparks auf hoher See vor der deutschen und britischen Küste mit Wasserkraftwerken in Norwegen, Gezeitenkraftwerken an der belgischen und dänischen Küste sowie Wind- und Solaranlagen auf dem europäischen Festland verbinden. Die Kosten würden auf bis zu 30 Milliarden Euro beziffert."

Bhüet is Gott!
Die Schweiz ist nicht dabei, sie gehört ja nicht zu Europa, und kann sich auf ihre Stromversorger verlassen, das diese sie auch in 50 Jahren mit sauberem Schweizer Atomstrom versorgt. Den Aufpreis dafür sind echte Eidgenossen gerne bereit zu zahlen.
Wo kämen wir denn da hin, wenn auch wir solchen schwarzen Strom aus Afrika in unser Netz lassen müssten. Unsere Schweizer Geräte funktionieren ja gar nicht mit diesem ausländischen Ökostrom.
leonforte
Mitglied
#383 ° Gesendet: 05.01.2010 19:02
Bünzli:
Die Schweiz ist nicht dabei, sie gehört ja nicht zu Europa, und kann sich auf ihre Stromversorger verlassen, das diese sie auch in 50 Jahren mit sauberem Schweizer Atomstrom versorgt. Den Aufpreis dafür sind echte Eidgenossen gerne bereit zu zahlen.
Wo kämen wir denn da hin, wenn auch wir solchen schwarzen Strom aus Afrika in unser Netz lassen müssten. Unsere Schweizer Geräte funktionieren ja gar nicht mit diesem ausländischen Ökostrom.

es ist aber durchaus eine tatsache, dass ökostrom nicht gratis zu haben ist .....

dabei darf man sich ruhig auch einmal an ein bohrloch in basel erinnern, das den stromkonsumenten und steuerzahler als experiment 45 mio franken gekostet hat ohne, dass damit jemals etwas anderes produziert wurde als ein paar heftige erdstösse ......
Bünzli
Mitglied
#384 ° Gesendet: 05.01.2010 21:25
leonforte:
dabei darf man sich ruhig auch einmal an ein bohrloch in basel erinnern, das den stromkonsumenten und steuerzahler als experiment 45 mio franken gekostet hat ohne, dass damit jemals etwas anderes produziert wurde als ein paar heftige erdstösse ......

Den Stromkonsumenten hat das nichts gekostet.
Ob in Zukunft Energie geliefert wird, ist meiner Meinung nach noch nicht vollständig verneint.
Ausser den unglaublich schwachen Erdstössen, von denen eine Handvoll die Grenze zu den spürbaren knapp überschritten haben, konnten und können immer noch wissenschaftliche Ergebnisse gewonnen werden, deren Wert nicht hoch genug einzuschätzen sind.
Wenn wir nun die Kosten und die Risiken dieser Energiepioniere von heute mit denen von vor ca. 40 Jahren vergleichen, die sich mit Kernreaktoren versuchten und kläglich scheiterten, dann sind das in der Tat die sogenannten Peanuts.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unfällen_in_kerntechnischen_Anl agen#1960er
(INES: 4–5)
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Bewertungsskala_für_nuklea re_Ereignisse
Du darfst auch gerne die Kosten/Nutzen der Geothermie mit der einer Sondermülldeponie wie zB. Kölliken vergleichen, wo offensichtlich du und deine Nachbarn immer noch das Grundwasser benutzen, das da drunter rausfliesst.
leonforte
Mitglied
#385 ° Gesendet: 06.01.2010 07:36
Bünzli:
Den Stromkonsumenten hat das nichts gekostet.

immerhin hat der kanton basel stadt über die hälfte der 45 millionen aus dem fond für erneuerbare energien bezahlt. dieser fonds wird über eine abgabe auf dem strom finanziert. wer verbraucht den strom .... der stromkonsument!

das betreffende bohrloch wird nie auch nur eine einzigen watt produzieren, das ist inzwischen auch klar.

ich vergleiche die geothermie sicher nicht mit der sondermülldeponie kölliken. aber seit basel, dem elsass und dem ebenfalls abgebrochenen experiment in kalifornien wird die nutzung von geothermie mit dem deep heat mining ansatz wohl vorerst im forschungsstadium bleiben. das ist übrigens ein expertenurteil aus der nzz am sonntag und nicht auf meinem mist gewachsen. es gibt zwar noch einige projekte in australien, diese sind aber schon vom standort her wirtschaftlich problematisch, sprich sehr weit entfernt von potentiellen konsumenten ........

die idee dass man einfach ein paar tausend meter bohren könnte und dann alle probleme gelöst wären hat sich mit den erfahrungen von basel und dem wirtschaftlichen scheitern im elsass zerschlagen. das ganze verfahren ist sehr, sehr teuer und bringt zumindest heute weniger als man erwartet hatte.

andere geothermische verfahren, vor allem in gebieten in denen eine sehr viel weniger grosse bohrtiefe notwendig ist, scheinen da wesentlich erfolgversprechender!
Zocker
Mitglied
#386 ° Gesendet: 08.01.2010 13:58
Was ist doch in die Engländer gefahren, dass sie auf Windenergie setzen, obwohl sie die Kernenergie hätten und auch die Atomtechnologie selbst besitzen.

URL

Sicher, die Engländer verfügen über viel Wind. Die Schweiz könnte wenn sie wollte, sicher auch international bei der Windenergie mitmachen, zumal sie über den sehr begehrten Spitzenstrom aus Wasserkraft verfügt.

Es sind jedoch rein egoistische gewinnsüchtige Interessen der heutigen Stromlobby, die unbedingt Atomkraftwerke bauen will, um ihen das Strommonopol weiter zu sichern.
leonforte
Mitglied
#387 ° Gesendet: 08.01.2010 17:14
Zocker:
Die Schweiz könnte wenn sie wollte, sicher auch international bei der Windenergie mitmachen, zumal sie über den sehr begehrten Spitzenstrom aus Wasserkraft verfügt.

jemand muss ja die 110 milliarden euro für die 5000 anlagen und ihre erschliessung bezahlen .......

der letzte satz des artikels lautet übrigens:

"Bisher ist die Windkraft auf See eine der teuersten Formen der erneuerbaren Energien."

Zocker:
Es sind jedoch rein egoistische gewinnsüchtige Interessen der heutigen Stromlobby, die unbedingt Atomkraftwerke bauen will, um ihen das Strommonopol weiter zu sichern.

da lohnt sich auch ein blick auf die lizenznehmer der entsprechenden windparks zu werfen:

vattenfall
rwe

komisch die betreiben alle auch atomkraftwerke .... so von wegen stromlobby usw. sollten die tatsächlich egoistisch und gewinnsüchtig sein, haben sie offensichtlich eben gerade ein weiteres tummelfeld erschlossen .......
globi1
Mitglied
#388 ° Gesendet: 08.01.2010 18:19 ° Bearbeitet von: globi1
dabei darf man sich ruhig auch einmal an ein bohrloch in basel erinnern, das den stromkonsumenten und steuerzahler als experiment 45 mio franken gekostet hat ohne, dass damit jemals etwas anderes produziert wurde als ein paar heftige erdstösse ......

Der Schweizer Steuerzahler muss JEDES Jahr wesentlich mehr als 45 Mio Franken an die IAEA und Euratom zur Förderung der Atomenergie bezahlen.

Selbst Österreich ohne Atomenergie muss fast doppelt soviel JEDES Jahr der Euratom abliefern als was sie die eigene Windenergie fördert:
http://www.igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1009697
Österreich zahlt wegen seiner Mitgliedschaft bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM jährlich 40 Millionen Euro für die europäische Atomindustrie. Die heimische Windkraft, die schon Strom für 18% aller österreichischen Haushalte liefert, wird heuer aber nur mit 24 Mio. Euro gefördert.

Der Schweizer Steuerzahler musste für die nie gebauten AKWs in Graben und Kaiseraugst 577 Millionen Franken bezahlen:
http://www.tg.ethz.ch/dokumente/pdf_files/AKWOpposition.pdf

"Bisher ist die Windkraft auf See eine der teuersten Formen der erneuerbaren Energien."

Und immer noch wesentlich günstiger als neue AKWs. Selbst neue AKWs aus Russland:
http://www.turkishweekly.net/news/67392/politics-key-to-russia-turkey- nuclear-plant-deal.html

the consortium's bid price of 21.16 euro cents/kilowatt hour (KWh) caused further controversy, being considerably higher than the 4-14c/kWh that private companies currently sell power into Turkey's slowly liberalising power market. That controversy has scarcely been dampened by the consortium's subsequent offer to drop its bid to 15.35c/kWh.

immerhin hat der kanton basel stadt über die hälfte der 45 millionen aus dem fond für erneuerbare energien bezahlt. dieser fonds wird über eine abgabe auf dem strom finanziert. wer verbraucht den strom .... der stromkonsument!

Das sind dann etwa 0.05 Rappen pro kWh die der Stromkonsument bezahlen muss.

Verglichen mit der Verdoppelung der Strompreise für die Finanzierung neuer, teurer ausländischer AKWs und ausländischer Kohlekraftwerke ist das Peanuts:
http://www.swissinfo.ch/ger/Strompreise_werden_sich_verdoppeln.html?ci d=6933038
globi1
Mitglied
#389 ° Gesendet: 08.01.2010 18:28 ° Bearbeitet von: globi1
jemand muss ja die 110 milliarden euro für die 5000 anlagen und ihre erschliessung bezahlen

Verglichen mit den £70 Milliarden für die Entsorgung von Nuklearem Abfall in Grossbritannien ist das ziemlich günstig:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/4859980.stm

Insbesondere wenn man bedenkt dass ein teures Entsorgungsprogramm keinen Strom generiert - off-shore Windfarmen dagegen schon.
Bünzli
Mitglied
#390 ° Gesendet: 20.01.2010 01:06
Er ist der Experte in der Schweiz, auch wenn es vielen nicht passt.

http://www.youtube.com/watch?v=mxcbcgXDfI0
http://www.youtube.com/watch?v=1RUAMk-FS4A
http://www.youtube.com/watch?v=REeCfXaqxYM

... und noch als Zückerli die Laveri werden mit ihren eigenen Taten konfrontiert und sie können nur noch japsen.
Das ist Klartext:
http://www.youtube.com/watch?v=biS0AgXjT08
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