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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Schweiz braucht zwei neue Atomkraftwerke ...

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Ockham
Mitglied
#31 ° Gesendet: 11.12.2006 17:43 ° Bearbeitet von: Ockham
@ hagakure

Einfach nur 100%ige Zustimmung zu deiner Stellungnahme.


@ Pirelli

Ich bin zwar nicht Rico, ich werde aber dennoch Stellung nehmen zu deinen Endlagerungsüberlegungen.

Dass noch kein Endlager (für hochradioaktive Abfälle) gebaut wurde, liegt sicher u.a. am fehlenden politischen Konsens: Politik baut ja bekanntlich nicht objektive Kriterien oder schlichte Sachinformationen ihre Propaganda auf, sondern benutzt Vorurteile, Unwissenheit, Ängste, Gefühle & Pseudomoral von den Menschen zu ihren Gunsten.
Zweitens: Momentan noch fehlendes Wissen. Bloss das ist ja kein Zustand von 1000 Jahren. Wenn ich anschaue, welche Entwicklung, der Mensch & seine Technologie in den letzten 50 Jahren gemacht hat - so bin ich zuversichtich, dass alle objektiven Ungeklärtheiten in oben genannten Bereich gelösten werden binnen weiterer 50 Jahren. Das lohnt sich also weiterzuverfolgen, es muss ja nicht der Mond verschoben werden.

Wollen wir wirklich unsere Nachfahren über mehrere Hunderttausend Jahre mit hochgiftigem Müll belasten? Wer sagt uns, dass die in tausend Jahren noch damit umgehen können? Wer sagt uns, dass die Überlieferung der tödlichen Gefährlichkeit noch garantiert ist, wenn in hunderttausend Jahren sich Sprache und Denken komplett gewandelt haben werden?

Dazu würde ich Folgendes einwenden:
Ist es nicht etwas arrogant, entgegen jeglicher Vernuft & Erfahrung - m.a.W. völlig aus der Luft gegriffen - unseren Nachfahren grössere Unfähigkeit & weniger Wissen als uns zuzutrauen?
Ich denke in nur 100 Jahren, wird man unsere Generation als sowas von hinterwäldlerisch & ahnungslos bezeichnen. Die Menschen & der technisch rasende Fortschritt werden sicher mit allfälligen, sich stellenden Aufgaben fertig, die wir schon (fast) bewältigen können.
Auch denke ich nicht, dass sie enttäuscht & wütend auf uns Vorfahren bzgl. des zurückgelassenen Mülls sein werden. Oder bist du wütend auf deinen Urahn, der mitbeteiligt war, das über 50% der Schweizer Waldfläche gerodet wurde binnen ein paar Jahrhunderten?
Ich gehe davon aus, die sagen: Ok, die haben gelebt.

Die heutigen Kenntnissen von Geologie, Überwachungssicherheit & Atomphysik sind ausgereift genug um sie auf die benötigte Zeit sicher & effizient anwenden zu können. Und so habe ich nicht die geringsten Bedenken, die Verantwortung darüber auf die sicher nicht minder befähigten, kommenden Generation zu übergeben.

(Zudem: Ich glaube im Übrigen, dass man nicht mehr als 500 Jahre auf diesen Abfällen hocken wird. Entweder werden sie ein für alle mal entsorgt - k.A. wie, vielleicht in die Sonne oder so - oder sie werden erneut für sinnige Zwecke weiterverwertet werden können.)
Pirelli
Blog Autor
#32 ° Gesendet: 11.12.2006 19:40 ° Bearbeitet von: Pirelli
Rico, mir ist wenig angenehmer als auf Bildung fussende Arroganz. Insofern qualifiziere ich mich, das "dis-" kannst du getrost weglassen. Und überdurchschnittliche Bildung? Lies, was und wie ich schreibe. Es handelt sich hierbei um eine korrekte Selbsteinschätzung.

Wenn du mir aber anwirfst, frech zu werden, dann ist entweder dein Sprachgefühl nicht so gut ausgebildet oder dein Argument beisst sich selbst in den Schwanz: Frech werden kann nur der Schwächere, Unterlegene. Wer ist jetzt also überheblich?

Und weisch, meine "Überheblichkeit" liegt auch noch woanders begründet. Wenn Ockham schreibt, dass man in 100 Jahren unsere Generation als hinterwäldlerisch und ahnungslos bezeichnen werde, dann doch eher wegen Leuten wie dir, die fröhlich eine der grössten Sünden der zeitgenössischen Menscheit weiter begehen: den skrupellosen Raubbau an der Natur, das sinnlose Verschleudern von Ressourcen und Energie. Sicher nicht wegen uns, die wir uns jetzt schon einschränken, versuchen, den Anforderungen gerecht zu werden.

Und ihr schuldet immer noch eine Antwort auf die Frage, woher ihr das Uran wie zu nehmen gedenkt.

Ockham, ich bin zum Beispiel sehr sauer auf unsere direkten Vorfahren, weil sie uns obgenannte Verschleuderung als Lebensstil so einimpften. Doch, ich bin sauer. Ich bin sauer, dass die Meere quasi leergefischt sind. Ich bin sauer, dass in der Schweiz jedes Jahr 60'000 Menschen chronisch krank werden wegen der Luftverschmutzung. Und, und, und.
Moll, ich bin sauer.

Das Roden der Waldfläche allerdings - nun, Wald wächst nach. Wo liegt das Problem? Ziemlich impertinent, das mit hochgiftigem Abfall gleichzusetzen, nicht?

Ferner teile ich deine Zuversicht nicht, was die Zukunft der Menschheit angeht. Wir sind bereits jetzt nicht in der Lage, die noch relativ kleinen Probleme nur im Ansatz zu lösen. Beklagt man sich hier nicht andauernd über die zunehmende Gewalt, die Unvereinbarkeit der verschiedenen Kulturen? Wie sollen wir uns da zusammenraufen, um die immer grösser werdenden Probleme gemeinsam anzugehen? Ist es da wirklich nötig, mit den Nuklearabfällen den Problemberg wörtlich ins Unermessliche wachsen zu lassen? Obwohl wir so hoch entwickelt sind wie noch nie, nimmt die Lesekompetenz wieder rasant ab. Und du willst so komplexe technische Informationen über Jahrtausende sicher weiterzugeben imstande sein? Bist du in der Lage, Walther von der Vogelweide (oder Ockham!) im Urtext zu lesen? Das ist erst 700 Jahre her!
Und haben wir nicht neulich nach Bushs Ankündigung, erneut bemannte Mondflüge zu lancieren, lesen dürfen, dass die Nasa noch 5 komplette Apollo-Sets lagert, dass diese aber nicht mehr verwendet werden können, weil die Nasa es versäumt hat, die Magnetbänder korrekt zu konservieren, und keiner mehr da ist, der sich mit der alten Soft- und Hardware auskennt? Das ist erst 30 Jahre her!

Und dann der Furz von wegen Nuklearabfall in die Sonne. Mit Verlaub. Antigravitationsantrieb? Beamen? Da haben wir mal das Energieerhaltungsgesetz und die Heisenbergsche Unschärferelation, die es je zu überwinden gälte. Und man stelle sich die Kosten vor! Wie teuer ist euer Atomstrom, wenn man für die Entsorgung korrekt rechnet? (Was längst fällig wäre, bislang werden ja nicht mal die Kosten für den Jahrzehnte dauernden Rückbau der Meiler wirklich in Rechnung gestellt!) Und wie teuer wird er erst, wenn man sich eine Entsorgung in der Sonne vorstellt? Was kostet ein Kilo Nutzlast? 20'000 Dollar? Und wie gross ist das Loch, das jeder Raketenstart in die Stratosphäre brennt? Und woher kommt das Geld zur Entwicklung neuer Technologien? Die können ja nicht mal die ISS plangemäss bauen!

Nö. Sicher ist sicher. Es ist schon genug Atommüll da. Wir müssen das Problem nicht potenzieren.

Und noch mal: Je grösser die Anzahl AKW, desto grösser die Wahrscheinlichkeit eines GAU. Und es bedürfte nur schon eines zweiten Tschernobyl, um die öffentliche Meinung (und die massgeblichere der Versicherungen) definitiv umschwenken zu lassen. Ein unsicheres Pferd, auf das ihr da so bereitwillig setzt.
Da finde ich es wesentlich rationaler (und im Sinne der von dir propagierten fortschrittlichen Menschheit), auf Nummer sicher zu gehen und mit Energiesparen und der Erforschung von Alternativen schleunig vorwärts zu machen.

Hugh.
Ockham
Mitglied
#33 ° Gesendet: 11.12.2006 21:26 ° Bearbeitet von: Ockham
Ok.
Das mit der Sonne war in der Tat nur ein Furz. Habe keine Ahnung (mehr) von Physik. Aber es ging mit um das Grundsätzliche: Ich glaube einfach nicht, dass der Mensch die nächsten 100000 Jahre dumm & degeneriert Daumen nuckeln wird. Der Mensch wird heutzutage noch völlig absurde & undenkbare Lösung für Probleme unserer Zeit finden. Daran habe ich nicht 1 Sekunde Zweifel in mir. Auch kann man punkto Zukunftsentwicklung von Mensch & Technik natürlich nicht mit heutig noch vorhandenen, unerwünschten Nebeneffekten argumentieren wie Preis XY oder Umweltverschmutzung durch Aktion Z. Denn die Lösung dieser Aspekte sollte natürlich in der Entwicklung miteingeschlossen sein.

Der Vergleich mit Appollo-Mission ist jetzt deinerseits etwas impertinent. Denn gerade wenn sichere Langzeitlagerung & kontrollierte Überwachung als einziges Ziel gesetzt ist, wird man doch sicher nicht eines Tages einfach die Türe abschliessen & davonlaufen. Man wird sich der potentiellen Gefahr stets bewusst sein & Verantwortung konsequent tragen. Das erfordert natürlich staatliche - wenn nicht gar überstaatliche - Massnahmen, Schulung & ein durchdachtes Konzept des Ganzen.
Bei all den PISA-Studien; ich glaube an die Menschheit & ihre potentiellen Fähigkeiten.

Also ich sehe somit nicht schwarz für die Zukunft & die folgenden Generationen. Ob mit oder ohne Atom.
Pirelli
Blog Autor
#34 ° Gesendet: 11.12.2006 22:05 ° Bearbeitet von: Pirelli
Stimmt. Apollo haut nicht hin. Aber trotzdem habe ich kein Vertrauen in die Industrie. Aufgrund des schnellen Profits vergeigt sies jeweils schon im Kleinen (warum sind noch Weichmacher in den Gummidichtungen? Die Phthalate machen impotent, das weiss man seit 30 Jahren! Daimler liess den DeNox-Kat vor bald 30 Jahren patentieren, vergiftete uns aber trotzdem die ganze Zeit mit Stickstoffdioxid aus der Dieselverbrennung! Etc.), wie soll man ihr die verantwortungsbewusste Lösung oder Überwachung eines solchen Problems zutrauen?
Solls der Staat richten, der von denselben Kreisen immer mehr ausgeblutet wird? Mit was für Geld?
Der Betrag, der für die Entsorgung der Abfälle auf den Atomstrompreis draufgeschlagen wird, ist lächerlich. Genauso wie der Betrag zur Bewältigung eines möglichen GAU. Würde hier mit angemessenen Zahlen operiert werden, sähe die Zukunft der AKW weit weniger rosig aus.

Wie gesagt, ein weiterer GAU genügt, dann reagieren die Rückversicherer, und das Problem erledigt sich von selbst.


Ich bin nicht gewillt, dieses Risiko einzugehen.
felixkohl
Mitglied
#35 ° Gesendet: 11.12.2006 22:23
@Pirelli

Yep.

Solls der Staat richten, der von denselben Kreisen immer mehr ausgeblutet wird?

Und schau mal wie der Staat, konkret (bürgerlichen) Volksvertreter umgarnt werden...Man nehme sie in den Verwaltungsrat:

http://www.axpo.ch/internet/axpo/de/ueberuns/geschaeftsbericht/0405/ve rwaltung/verwaltungsrat.html
Pirelli
Blog Autor
#36 ° Gesendet: 11.12.2006 23:33
Tatsächlich eindrücklich, was die sich so an Land gezogen haben. Und so ausgewogen! :-)
gumbyman
Mitglied
#37 ° Gesendet: 12.12.2006 00:21 ° Bearbeitet von: gumbyman
Einfache Milchbüchlein-Rechnung: Endlager müssen rund 10'000 Jahre gehütet werden. Beitrag des Urans an die Energie-Versorgung in den nächsten 10'000 Jahren: sehr weit unter 1% (Gesamt-Vorräte) - relativiert die grossartigen Perspektiven wohl etwas.

Und bitte die ganz banalen Möglichkeiten nicht vergessen, wie Kombikraftwerke. Noch ein vereinfachtes Milchbüchlein-Beispiel:
Eine Klein-Stadt wird mit lauter privaten Ölheizungen und einem Ölkraftwerk zur Stromproduktion versorgt.
Verbrauch in 1 Winter: 1000 Tonnen Öl für private Heizung und 300 Tonnen Öl für Stromversorgung. Wird nun stattdessen ein Kombikraftwerk mit Fernwärme gebaut, welches dieselben 1300 Tonnen Öl verfeuert, so wird die Stadt genauso wie vorher geheizt, aber mehr als die doppelte Strommenge produziert (!!!)

Wie das? Weil bei thermischen Kraftwerken (z.B. auch AKW's) rund 60% der Primärenergie als nutzlose Abwärme weggekühlt wird, d.h. mehr als die Hälfte der Energie wird völlig nutzlos verbraten. Es leuchtet unmittelbar ein, dass der Wirkungsgrad eines rein stromproduzierenden thermischen Kraftwerks (etwa 40%) im Vergleich mit einem Kombi-Kraftwerk (je nach Fernwärme-Netz bis über 90%) recht lausig ist, und es deshalb bestimmt keine gute Idee ist, mehr von diesen Freiluft-Heizungen zu bauen.

Ausserdem ist der Stromverbrauch im Winter sehr viel grösser als im Sommer, und Speicherseen haben wir auch, somit auch genügend Strom im Sommer, wenn die Kombikraftwerke nicht laufen. Und betreiben kann man sie im Prinzip mit allem möglichen was irgendwie warm macht, wenn's denn ums verrecken sein muss auch mit Uran...

g.
Land(m)ei(er)
Mitglied
#38 ° Gesendet: 12.12.2006 02:07
In dieser Debatte sind einige kleine Anzeichen zu erkennen, zum wirtschaftlichsten Lösungsansatz der Energieproblematik: Die Rückgewinnung, bzw.die Verwertung der durch Menschen erzeugten Wärme.

Es ist doch nicht anders als „hahnebüchen“ zu bezeichnen, wenn wir AKW’s bewilligen, mit der Auflage, dass sie nur bis zu einer bestimmten Rheinwasser-Temperatur, anfallendens Kühlwasser ableiten dürfen, damit die Fische nicht gekocht werden, und auf der anderen Seite Einschränkungen auferlegen gegen den Entzug der Wärme aus Bächen, Weihern, Seen und aus Abwässern(!), mit dem Argument, dass die Fische im Winter nicht zu kalt bekommen könnten!

Es ist hier nicht eine Frage des Gleichgewichts, sondern einfach der Physik:
- praktisch jeder, vom Menschen verursachte Prozess erzeugt Wärme.
- Also muss es das höchste Ziel des Menschen sein, möglichst viel von dieser Wärme wieder aus der Umgebung zurück zu holen.

Bedarf an „Wärme“ besteht ja nun genügend. Mit Wärme(-energie) kann man:
- Strom erzeugen
- Heizen
- Kühlen
- Sich fortbewegen
- Materialien herstellen oder verarbeiten

Viele suchen nach, mehr oder weniger wirtschaftlich realisierbaren, Lösungen für eine „sauberere“ Energieversorgung, ohne den Wohlstand einzuschränken.
Die meisten vergessen aber, dass wir mit all unseren Massnahmen Wärme erzeugen und diese als Abfallprodukt an die Umgebung verschwenden.

Deshalb der Appell an die Vernunft und die Logik: Holt zuerst die verdammte Abwärme-Energie zurück, bevor ihr weiteres Öl oder Uran verbraucht !
Kühlt die Luft, das Wasser und die Erde soweit es nur irgendwie geht, und nutzt diese Energie!
ghandi
Mitglied
#39 ° Gesendet: 12.12.2006 09:24
Rumänien wird in die EU aufgenommen, unteranderem auch des Uran`s wegen. Ceaucescu hat diese Minen geschlossen weil es zum stärksten Uran überhaupt zählt und sehr viele Probleme damit verbunden waren, nun kommt die EU und will wieder öffnen, gleichzeitig mussten die Rumänen 64 Goldminen schliessen.

Rumänien ist eines der Bodenschatzreichsten Länder Europas!
Wie kann man damit zu einem der ärmsten Länder Europas werden?

Das ist Osterweiterung!

Zum Strom werfe ich den Politikern vor nichts aber auch gar nichts für Stromsparen unternommen zu haben, er hat vielmehr den Stromverbrauch gefördert.
Stand by Schaltung bei Geräte ab sofort verbieten und wir brauchen
1/4 AKW weniger. (1. Schritt)

n.B. Schmydheini ist im 3. grössten Stromkonzern involtiert.
hagakure
Mitglied
#40 ° Gesendet: 12.12.2006 17:17
@ghandi
Lustig dass Du Ceausescu hier erwähnst. Er hat die Uranminengeschlossen und den Leute ziemlich eingehende Energiesparmassnahmen aufgezwungen. Ein Rollenmodell für die Grünen. :-) Wohl kaum... Aber die Sparargumente und Sparmassnahmen zeigen sehr in diese Richtung. Rafft euch auf Leute !

@Pirelli
Ich versuche es nochmals: Komm doch bitte nich mit Argumenten, die sich gegen einen alten Stand der Technik richten.

Es werden keine Endlager gebraucht, die ihren Inhalt mehr als einige 100 Jahre aufbewahren müssen. Die nächste Generation von Kernkraftwerken wird den Brennstoff (zumindest die Isotope mit sehr langer Halbwertszeit) komplett verbrennen. Es gibt dann nichts zum lagern. Und den jetztigen Müll wird man auch wieder benutzen können, um weitere Energie zu erzeugen. Und sogar die böse Wirtschft kann kein Interesse daran haben, wervollen Brennstoff zu begraben, wenn sich mehr Geld daraus machen lässt.

Was die Gefahr des GAUs angeht, so ist "extrem gering" auch mit 100, 1000 oder 10000 multipliziert immer noch extrem gering. Verglichen mit der extrem hohen Gefahr, dass die wietere Benutzung von CO2-ausstossenden Technolgien zu einer Klimakatastrophe und Millionen von Opfern führt, bin ich gern bereit das "Risiko" einzugehen. Vergiss nicht, dass in den Entwicklungsländer viele Leute leben, die ein recht auf die gleiche Lebenqualität wie wir haben. Auch wenn wir unseren Konsum durch 3 Teilen geht die Rechnung nicht auf.

Woher weiterer Brennstoff kommt ? Nun, man wird mittelfristig Zukunft den vorhandenen Brennstoff viel effizienter nutzen (vgl. oben). Langfristig hoffe ich, dass wir gleich effiziente erneuerbare Energiequellen benutzen werden. Falls nicht, besteht immer noch die Möglichkeit, in Fusionskraftwerken Uran aus viel weniger seltenen Elementen herzustellen.

Ich finde es recht kurzsichtig, die CO2-freien Energiequellen gegeneinander auszuspielen. Die Kernkraft ist nicht die Zauberlösung für alle Probleme, es ist bloss eine Technologie, die wir mittelfristig ergreifen müssen, um zusammen mit anderen Lösungen zum erwünschten Resultat zu kommen. Wir sind leider nicht in der Lage, überhaupt auswählen zu können.
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