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Atomkraft Diskussionsforum Politik / Atomkraft /

Schweiz braucht zwei neue Atomkraftwerke ...

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Turbo
Mitglied
#11 ° Gesendet: 10.12.2006 16:36
Wo wollt Ihr den den Strom hernemen???????????????????????????????
Ockham
Mitglied
#12 ° Gesendet: 10.12.2006 16:41 ° Bearbeitet von: Ockham
jetvoice schrieb:
sieht natürlich schon viel besser aus ... hmm ?

Nein, das sicher nicht.
Nur braucht man davon 3-5 Stück in CH. Ich weiss allerdings nicht, wieviele x1000 freie Quadaratkilometer mit Windrändlifarmen verbaut werden müssten um eine ähnliche Leistung zu erhalten.

Deinen PC mit Bio-Mist-Strom zu bereiben ist ja schön & so romantisch. Aber versuch damit damit doch mal die SBB oder ne grosse Industriefirma anzutreiben.
Aber - ich weiss schoon - der hehre Gedanke ist ja das was zählt, nicht das reale Ergebnis.
Bünzli
Mitglied
#13 ° Gesendet: 10.12.2006 17:49
@liberty, bluefox usw.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fotovoltaik#Potenzial

Das Potential der Fotovoltaik


"Das erreichbare Potenzial ist sehr hoch: Trotz der scheinbar ungünstigen Bedingungen in Deutschland genügten theoretisch etwa 2 Prozent der Gesamtfläche des Landes , um mit heute verfügbarer Technik in der Jahressumme die gleiche elektrische Energie zu ernten, die Deutschland insgesamt pro Jahr benötigt. Der Einwand, die Fläche in Mitteleuropa würde für einen wesentlichen Anteil von Fotovoltaik zur Energieversorgung nicht ausreichen, ist somit nicht haltbar. Die nötige Fläche könnte ohne Neuversiegelung über die Nutzung bisher bebauter Flächen (vor allem Dächer) erreicht werden."

Das Gleiche gilt für die Schweiz.
jetvoice
Mitglied
#14 ° Gesendet: 10.12.2006 18:29
Dezentralisierte Stromproduktion würde sogar die Verfügbarkeit verbessern. Die Verteilung verliefe dann nicht sternförmig von den grossen Lieferanten aus. Für Grossverbraucher gibt es noch Wasserkraft.

Btw ... gibt es überhaupt geeignete Standorte für Windparks in der Schweiz?

Was ist weniger Verhängnisvoll: Störfall im Windpark oder im Kernkraftwerk?

Kernkraft hatte ihre Chance und es gab auch Gründe für Notwendigkeit.
Doch nun ist es veraltete Technologie. Zudem gibt es neue Risikoaspekte (Terrorismus) und der stümperhafte Betrieb schöpft auch kein Vertrauen.

Störfall Leibstadt (CH) und Online-Umfragen-Mani pulation... Der Beobachter 23.06.05
ninatest
Mitglied
#15 ° Gesendet: 10.12.2006 19:16
Kernkraft wird einen gigantischen Aufschwung haben.
Gründe:
- drohende Klimaerwärmung und um das 4 fach gestiegener Ölpreis: Dadurch sind keine Ölkraftwerke und nur wenige Kohlekraftwerke geplant.

- stark steigende Nachfrage nach Elekrizität

- neue Generationen von Atomkraftwerken (Reaktoren der III+ Generation) mit immens gesteigerter Effizienz. http://www.areva-np.com/scripts/info/publigen/content/templates/show.a sp?P=605&L=DE

China plant den Bau von 25 Kernkraftwerken http://www.news.ch/China+benoetigt+25+neue+Atomkraftwerke/252000/detai l.htm
USA planen den Bau von 30 Kernkraftwerken, Indien will 15 neue Anlagen, in Russland sind 26 neue in Planung.
Zurzeit ist das grösste Kernkraftwerk in Europa in Finnland in Bau.

P.S.: Der Preis für den Rohstoff Uran hat sich seit 2003 verzehnfacht.
Ockham
Mitglied
#16 ° Gesendet: 10.12.2006 19:22
Wenn hier Wikipedia zitiert wird, dann soll folgender Abschnitt aber auch nicht fehlen:

Das Potential der Fotovoltaik

http://de.wikipedia.org/wiki/Fotovoltaik#Potenzial

"Allerdings ist ein solcher Ausbau zu den gegenwärtigen Produktionskosten von Solarstrom utopisch. Während Strom aus konventionellen Energiequellen ca. 5 Cent pro Kilowattstunde kostet, wird Solarstrom gemäß dem von der damaligen rot-grünen Regierung erlassenen Erneuerbare-Energien-Gesetz mit rund 50 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Somit würden die Kosten der Stromerzeugung rapide steigen, wenn zu den gegenwärtigen Einspeisetarifen nennenswerte Mengen Solarstrom erzeugt würden."

Ob man also Sonnenenergie (momentan!!) wirklich als "alternative" Energie bezeichnet will, liegt wohl eher am Grad, der anzeigt, welches Verständnis jemand von Realität vs. Utopie hat.
ninatest
Mitglied
#17 ° Gesendet: 10.12.2006 19:55
Wie ich schon oben erwähnte: der Preis für den Rohstoff Uran hat sich seit 2003 verzehnfacht. Und das ist erst der Anfang. Ich empfehle, hier einzusteigen und kräftig mitzuverdienen. Innert 2 Jahresfrist sind 300% Gewinn möglich. Wenn jemand aus dieser Runde Tipps haben möchte, bitte sich melden.
Bünzli
Mitglied
#18 ° Gesendet: 10.12.2006 20:48
@ockham

Ich habe nirgends behauptet, dass Solarstrom gratis ist. Auch habe den ganzen Wikipedia Artikel verlinkt, damit, wie du es gemacht hast, jeder den ganzen Artikel lesen kann.

Mein Zitat betraf die Behauptung man müsse das halbe Tessin mit Solarmodulen zupflastern und es würde kaum reichen um eine Chemieanlage bei Basel zu betreiben.

Zu deinem Einwurf.
Die 5 resp. 50 Cent sind reine Marktpreise. Sie haben nichts mit den Herstellungskosten zu tun. Es lässt sich darüber streiten, was alles und wie es in den Preis einzurechnen ist. (Rechne doch mal die Pacht für das Grundstück und die Lohnkosten für die Angestellten, die das Endlager beschützen und warten, in den Atomsprompreis mit ein bis die Abfälle nicht mehr lebensgefährlich strahlen. Sagen wir mal 1000000 Jahre.
http://de.wikipedia.org/wiki/Endlager ) Das wurde ausreichend in anderen Threads zum Thema Atomstrom/ -sicherhetit gemacht.

Klar ist, dass im Laufe der Zeit, der grösseren Verbreitung, besserer Technologie und Wirkungsgrade, effizientere Herstellung, Konkurenz usw. der Solarstrom schnell und deutlich billiger wird, während, ninatest hat es erwähnt, der Preis für den Rohstoff Uran sich seit 2003 verzehnfacht hat und weiter teuer wird.
Die Chancen die sich bei erforschung der Technologien bieten müssen wir nutzen. Wie im Starbeitrag schon erwähnt ist das nicht nur meine unwichtige Meinung sondern die von Investoren
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=574BFB44-1422-0CEF-701C35CFE 128C575
und Bankern
http://sarasin.ch/sarasin/show/news/news_main/1,1066,201-0-2,00.html
die in vielversprechende Branchen investieren.

Immer an den Zeitraum von etwa 20 Jahren denken! Weisst du noch wie das Leben, die Technik etc. 1986 war?
http://de.wikipedia.org/wiki/1986

Mir ist besonder dieser Eintrag aufgefallen:
26. April 1986: Reaktorkatastrophe in Tschornobyl (Tschernobyl)


http://images.google.ch/images?hl=de&q=tschernobyl&btnG=Google-Suche&i e=UTF-8&oe=UTF-8&sa=N&tab=wi
Ockham
Mitglied
#19 ° Gesendet: 10.12.2006 21:52
gumbyman
Mitglied
#20 ° Gesendet: 11.12.2006 01:40
Das Szenario mit der Stromrationierung ist natürlich absoluter Schwachfug. Die Marktwirtschaft lehrt, dass Verknappung von Gütern dazu führt dass diese teurer werden - und die Käufer konsumieren im Gegenzug weniger, sprich vermeiden es, den Strom zu verschwenden - und die pöhsen Ausländer liefern noch so gerne Strom zu einem attraktiven Preis in die Schweiz. "Hilfe, Abhängigkeit!" hör ich da schreien - aber woher kommt denn das Uran? Und das Erdöl?

Ich wiederhole (mal wieder): mit Abstand am sinnvollsten wäre - statt massig neuer AKW's - die Ausmerzung der Stromverschwendung:
- Warmwasser von der Sonne statt aus dem Elektroboiler
- Holzheizung statt Elektro-Speicherheizung
- Wäscheleine statt Tumbler (wo möglich)
- Sparlampen statt Glühlampen
- Kühlgeräte mit schlechter Energieeffizienz verteuern, gute verbilligen
- Standby Betrieb von Computern u.dgl. eliminieren
-...
Die Liste liesse sich endlos fortsetzen. Warum wird's nicht gemacht? Weil's (noch) nicht rentiert, oder der Konsument nicht schnallt dass es sogar rentiert.

Dann gibt es auch Alternativen, wie:
- Kombikraftwerke für Winterbetrieb (Strom + Heizwärme), die mit einer Vielzahl an Brennstoffen wie Holz, Kompogas, Erdgas usw. usw. betrieben werden können
- Windkraft (nicht bei uns, aber in windreichen Gegenden - und nein, der Transport im europaischen Netz ist *KEIN* unüberwindbares Problem)
- dachintegrierte Photovoltaik - ist noch etwas teuer, aber die Preise sind am Purzeln, die kommen früher oder später in interessante Regionen
-...

Wenn erst der *Wille* da wäre, mit der hochwertigsten Energie die wir haben etwas sorgsamer umzugehen und einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen, können wir die ganze Angstmacherei getrost vergessen.

g.
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