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Pensionskassen - Senkung Umwandlungssatz - Klientelismus und Rentenklau

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leonforte
Mitglied
#41 ° Gesendet: 03.02.2010 12:16
Zocker:
Die AHV verwaltet nicht nur die 25 Mia. sie macht auch die Arbeit für die im Umlageverfahren ausbezahlten Renten.

natürlich macht sie das. umgekehrt zahlen die pensionskassen auch renten aus. das umlageverfahren ist daher nur relavant bezogen auf die grösse des angelegten geldes...... in beiden säulen der altersversorgung gilt shit in .... shit out! der unterschied ist bezogen auf den verwaltungsaufwand so nicht relevant und die behauptung die ahv würde hier etwas billiger machen ist ein ziemlich feuchter furz geblieben!

Zocker:
Das glaubst du, weil du nichts davon verstehst. Die Aufteilung ist Standard und wird je nach Gefühl etwas anders gewichtet. Ausserdem sind für die PKs analysenintensive Risikoanlagen sowieso nicht zugelassen. Du hast wohl noch nie mitbekommen wie miserabel die Fondsmanager abschneiden, sodass jeder Laie in der Lage ist, bessere Verzinsungen zu erreichen.

die pk's haben aber so spezifische dinge wie ganze wohnblocks in ihren portefeuilles ...... mit tausenden von mietern! das ist schon ein unterschied! dann auch dieses angelegte kapital verursacht verwaltungskosten!

übrigens ich besitze wohlweislich keine fonds, weil wie du richtig bemerkst deren manager den markt sowieso nicht schlagen. allerdings investieren instutitionelle anleger auch weniger in fonds, was dir entgangen zu sein schein. meine feststellung ist einfach, dass wenn man das eingesetzte kapital ins verhältnis zum verwaltungsaufwand setzt, die 4 mia plötzlich sehr relativ erscheinen..........die begründung, dass der umwandlungssatz nicht gesenkt werden müsse, weil man ja die verwaltungskosten entsprechend senken könne zieht so gesehen nämlich nicht. wenn die pk's nämlich die verwaltungskosten auf null drücken würden, also die verwaltung gar kein geld kosten würde, würde dieser effekt immer noch nicht ausreichen den demographischen wandel aufzufangen. kurz und gut, man müsste risikobehafteter anlegen.
es ist mir schon klar, dass letzteres ja das ziel linker pensionskassenexperten sein muss. so a la berner lehrerpensionskasse nicht wahr ..... :-))
felixkohl
Mitglied
#42 ° Gesendet: 03.02.2010 19:46
@LF

die pk's haben aber so spezifische dinge wie ganze wohnblocks in ihren portefeuilles ...... mit tausenden von mietern! das ist schon ein unterschied! dann auch dieses angelegte kapital verursacht verwaltungskosten!

Da magst Du recht haben.
Ich nehme Deine Argumente gerne zur Kenntnis.
Wir können den Faden noch lange weiter spinnen.
Doch wie auch immer ich diese Kosten abgeschätze (die detaillierten Berechnungen kennen wir nicht), sind sie m.E. viel zu hoch.
4000 Millionen CHF. jedes Jahr für die Verwaltung und Investition dieser Gelder sind mir definitiv zuviel.
(Man verteile die Hälfte dieses Kapital auf die involvierten BearbeiterInnen mit durchschnittlichem Jahreslohn 100 000 und kommt auf 20 000!?)
Letztlich "brüten" die Pensionskassen nicht über jedes einzelne (Deines oder meines) Konto sondern "bearbeiten" tausende gleichzeitig...und schöpft pro Kopf jährlich 770 CHF. ab.
Dein Vergleich mit der AHV zeigt vielleicht bestens, dass auch die Behörden viel zu teuer arbeiten.
Gewiss ist es richtig, dass die Pensionskassen-Angestellten verdienen. Aber: Keine Branche (Industrie, Verkehr, Tourismus, Gastronomie, Forschung, Bildung, Personalwesen uvm.) wie die Finanzbranche kann sich dermassen hohe Gewinne leisten - und dies angesichts niedrigster Investitionen in Infrastruktur (EDV und Personal).

Du bleibst diesbezüglich bei Deiner Meinung, ich und Zocker bei einer anderen.
leonforte
Mitglied
#43 ° Gesendet: 04.02.2010 07:17
felixkohl:
Gewiss ist es richtig, dass die Pensionskassen-Angestellten verdienen. Aber: Keine Branche (Industrie, Verkehr, Tourismus, Gastronomie, Forschung, Bildung, Personalwesen uvm.) wie die Finanzbranche kann sich dermassen hohe Gewinne leisten - und dies angesichts niedrigster Investitionen in Infrastruktur (EDV und Personal).

soweit mir bekannt ist, waren die gewinne der finanzbranche in den letzten jahren negativ ........ siehe ihre aktienkurse.
bei den niedrigen investitionen ins personal kann ich nicht folgen. das eine mal behauptet ihr, die fondsmanager seien viel zu teuer, das andere mal sprecht ihr von niedrigen investitionen ins personal ..... ich bitte doch um ein wenig konsistenz.
die argumentationskette mit den kosten der ahv ist gebrochen, die ahv ist teurer, und zwar nicht nur ein bisschen, sondern ungefähr doppelt!
man kann dann argumentieren, dass 770.- pro nase zu viel wäre. wesentlich ist aber nicht die nase, sondern die höhe des zu verwaltenden kapitals. nicht der einzelne versichert verursacht primär die kosten, sondern sein kapital. es ist eben die menge dieses gutes die kostenrelevant ist, richtigerweise mit skalenerträgen.
das belustigste am ganzen ist die tatsache, dass die abstimmung völlig irrelevant ist. die pk's werden nämlich, wenn der satz nicht gesenkt ist, einfach ihre verzinsung auf dem überobligatorischen anteil soweit senken, dass der effekt derselbe ist. wer hier drin behauptet, dass mit einem ja oder nein zinsmässig etwas bewirkt wird irrt. die politik wird nie etwas das wirtschaftlich nicht realisierbar ist, per gesetz erzwingen können...... es sei denn man plane den übergang in den realen sozialismus, was dann allerdings die konsequenz hat, dass es durchschnittlich allen wesentlich schlechter geht ......
felixkohl
Mitglied
#44 ° Gesendet: 05.02.2010 01:04
@LF

Ich habe schlecht formuliert. Ich bezog mich auf die Gewinne der Mitarbeitern - besser, die Löhne!
Klar hat die Finanzbranche primär eine ganze Menge Geld versenkt.
Du wirst nun gleich das Totschlagargument "Neid" ins Spiel bringen.
Ja, ich gönne es denen nicht. Insbesondere so lange diese eine dermassen schlechte Performance bringen.

nicht der einzelne versichert verursacht primär die kosten, sondern sein kapital. es ist eben die menge dieses gutes die kostenrelevant ist, richtigerweise mit skalenerträgen.
Dieser Logik kann ich nicht folgen.
Demnach müsste ein Spengler, der an Flugzeugen arbeitet, mehr verdienen als ein Autospengler.

das belustigste am ganzen ist die tatsache, dass die abstimmung völlig irrelevant ist. die pk's werden nämlich, wenn der satz nicht gesenkt ist, einfach ihre verzinsung auf dem überobligatorischen anteil soweit senken, dass der effekt derselbe ist.

Das stimmt nur bedingt. Denn durch die Abstimmung wird ein klares Zeichen gesetzt. Ich habe z.B. genau aus diesem Grund gegen die zeitl. limitierte MWSteuer-Erhöhung (für IV...) gestimmt auch wenn es mir kaum weh tut. Denn die MWS-Abzockerei ist absolut unsozial (siehe EU-Länder).

es sei denn man plane den übergang in den realen sozialismus

..erinnert mich an die Zeiten des kalten Krieges, als es hiess "Russland einfach". Wir wissen, dass es Abstufungen gibt. Mit derselben Logik argumentieren in den USA die Gegner einer allgemeinen Krankenkassenpflicht. Ist doch peinlich.
krokodil
Mitglied
#45 ° Gesendet: 06.02.2010 22:55
Danke, Felix Kohl, für einmal sind wir der gleichen Meinung.
krokodil
Mitglied
#46 ° Gesendet: 07.02.2010 09:56 ° Bearbeitet von: krokodil
Die Bekehrung der SVP Schwyz
;-)

«Mit 54 Nein- zu 30 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung lehnt die SVP die Senkung des Umwandlungssatzes ab und folgte damit der Empfehlung der Nationalrätin der Grünen, Marlies Bänziger.»
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/die_bekehrung_der_svp_schwyz_1.4 830358.html
razzar
Mitglied
#47 ° Gesendet: 07.02.2010 10:10
krokodil:
«Mit 54 Nein- zu 30 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung lehnt die SVP die Senkung des Umwandlungssatzes ab und folgte damit der Empfehlung der Nationalrätin der Grünen, Marlies Bänziger.»

Ist auch richtig so. Kann ja nicht sein das man die Jungen und einfach immer die Falschen für die Krise und den Geldmangel "lebenslänglich" bestraft.
razzar
Mitglied
#48 ° Gesendet: 07.02.2010 10:42
Und das ist ja dann wohl eine mögliche logische Auswirkung:

"Kravall in Zürich - Chaoten hinterlassen Spur der Verwuestung"
URL
felixkohl
Mitglied
#49 ° Gesendet: 14.02.2010 10:36
Beispielhaft:
Die eingangs zitierte Nationalrätin Christa Markwalder (ihr Arbeitgeber: Zurich Financial Services) ist ein treffendes Beispiel für die Doppelzüngigkeit der Finanzindustrie.
Gegenüber der Öffentlichkeit üben sie sich in Larmoyanz.
Gegenüber den Aktionären wird mit Rekordgewinnen geprotzt:

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/zurich_gewinn_auf_32_ milliarden_dollar_1.4793965.html
leonforte
Mitglied
#50 ° Gesendet: 15.02.2010 07:25
felixkohl:
Das stimmt nur bedingt. Denn durch die Abstimmung wird ein klares Zeichen gesetzt.

und wie soll das zeichen bitte schön wirken, ich meine in der politik stimmt das sicher. aber ein zins wird durch den markt gemacht und dieser markt ist von zwei faktoren abhängig, den erzielbaren risikoprämien auf dem kapitalmärkten und der absehbaren demographischen entwicklung. weder auf ersteres noch letzteres hat die politik direkten einfluss. das zeichen ist also wie ein furz, der nicht mal feucht ist. es stinkt ein bisschen aber das ist es dann auch gewesen!
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