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Pensionskassen - Senkung Umwandlungssatz - Klientelismus und Rentenklau

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Oldie-48
Mitglied
#191 ° Gesendet: 04.12.2011 21:31
;-):
Immer wieder bestechend, diese Ideen der "Bürgerlichen".

richtig :

Erst mit 70 oder später in Rente gehen. Das schlägt Rolf Dörig vor, der Chef des Lebensversicherers Swiss Life. Er glaubt, schon in wenigen Jahren sei das Rentenalter 65 nicht mehr finanzierbar

klick - Sozialwerken drohen «griechische Verhältnisse»
gumbyman
Mitglied
#192 ° Gesendet: 04.12.2011 22:15
Oldie-48:
mit 70 oder später in Rente gehen

Das sehe ich zwar tendenziell ähnlich (die Demografie verschiebt sich immer mehr nach "später"), die Pensionskassen sind aber definitiv nicht das richtige Mittel dies zu bekämpfen oder auch nur abzumildern. Die sind vor allem eine staatlich verordnete Zwangs-Spar-Einrichtung mit der bestechenden Möglichkeit (für Banken und Versicherungen), ohne viel Leistung viel abgreifen zu können.

Meine PK und die meiner Frau werden darum soweit wie möglich "verschlankt" zugunsten eines alters- und krisensicheren Eigenheims. Was es darüberhinaus anzusparen gibt entscheiden wir selber - damit sind wir wenigstens sicher, unser Optimum rauszuholen und flexibel zu bleiben, und den Abschöpfern zur soviel zu überlassen wie unvermeidlich.

g.
leonforte
Mitglied
#193 ° Gesendet: 05.12.2011 07:05
gumbyman:
damit sind wir wenigstens sicher, unser Optimum rauszuholen und flexibel zu bleiben

auch bei dieser lösung gilt es die risiken zu bedenken. so eine absolut tolle lösung ist die sache nämlich nicht. zwar kann man davon ausgehen, dass auch immobilien langfristig einen wertzuwachs haben, dieser ist jedoch vom kaufzeitpunkt abhängig. es dürfte einige immobilien geben, die jetzt in der hochpreisphase gekauft wurden, die nie einen wirklichen wertzuwachs haben werden - damit ist man dann wieder beim 0% zuwachs des eingesetzten kapitals.

der zweite noch heiklere punkt, den die wenigsten, die solch ein "anlagevehikel" wählen, bedenken, ist die tatsache, dass nach ca. 25 jahren amortisationen fällig werden, sprich der wert des immobiliums erhält sich nur, wenn regelmässig die eine oder andere ersatzinvestition durchgeführt wird.

in dieser lösung dürfte ein worst case deshalb nicht ganz aus den augen verloren gehen. es ist denkbar, dass zum zeitpunkt des rentenantritts sich das gebäude in einem relativ schlechten zustand befindet, sprich beispielsweise eine heizungs- oder dachsanierung fällig ist. da hausbesitzer sich selten auf ihr eigenkapital eine rendite bezahlen ist diese im haus gebunden - vorhanden ist sie natürlich nur wenn ein wertzuwachs aufgrund von standort/situation gegeben ist - sie kann also nicht für die finanzierung verwendet werden, sprich es lässt sich die hypothek erhöhen - das ist aber nur mit einem angemessenen einkommen möglich. dieses ist aber aufgrund der bindung des kapitals im haus eh meist kleiner als der durchschnitt ..... also bleibt der gang aufs sozialamt wahrscheinlich. ich warne bewusst ein bisschen vor dieser lösung, da sie von den meisten fröhlich in unkenntnis des eingegangenen risikos gewählt wird. die rendite der pensionskasse ist in fast allen fällen besser als eine lösung eigenkapital in einem immobilium .......
Oldie-48
Mitglied
#194 ° Gesendet: 25.12.2011 14:16
nachdem der Mindestzinssatz auf 1,5% gesenkt aber die Senkung des Umwandlungssatzes an der Urne abgelehnt wurde wird nun pünktlich zum "Fest" die "Alten gegen Junge" Keule hervorgeholt :

Eine Senkung des Umwandlungssatzes ist unumgänglich. Solange das nicht geschieht, bleibt ein ungerechter Effekt: Man nimmt allen Erwerbstätigen – nicht nur den Jungen – einen Teil der Erträge weg, um die überhöhten Renten zu finanzieren. Denn diese waren bisher nicht antastbar

und als Schlussfolgerung noch dass obendrauf :

Der Satz sollte heute deutlich näher bei 5 als bei 6 Prozent liegen. Das bedeutet, dass die Renten gegenwärtig rund 30 Prozent zu hoch sind

den ganzen Artikel kann man hier lesen :

klick - Renten-Schock zu Weihnachten
Zocker
Mitglied
#195 ° Gesendet: 26.12.2011 13:42
Rentenalter 70 Ja!

Aber nur wenn altersgerechtes Arbeiten ermöglicht wird. Wenn es Arbeitsplätze gibt, bei denen bei etwas weniger lohn auch weniger Leistung erbracht werden muss. Wenn es Arbeistplätze gibt, die zulassen, dass der Alternde bereits erste Beschwerden hat, dass nicht nur die Höchstleistungsmarke von Jungen als Leistungsnorm gilt.

Nicht die Alten müssen sich anpassen, denn die können es nicht mehr, sondern die Industrie muss sich anpassen und die Alten nicht als unbrauchbar ausspucken sondern integrieren. Der Alte muss lediglich bereit sein für das Kürzertreten können, weniger Lohn in Kauf zu nehmen.

Wenn die Industrie bereit wäre auf den Jungendwahn zu verzichten, dann könnte mit den Alten eine Win Winsituation entstehen. Solange die Industrie jedoch ungestraft die Alten möglichst früh ausmustern kann, solange ist eine Rentenaltererhöhung auf 70 zu bekämpfen.
cristiano-safado
Mitglied
#196 ° Gesendet: 26.12.2011 21:00 ° Bearbeitet von: cristiano-safado
@Zocker

Wenn es Arbeitsplätze gibt, bei denen bei etwas weniger lohn auch weniger Leistung erbracht werden muss. Wenn es Arbeistplätze gibt, die zulassen, dass der Alternde bereits erste Beschwerden hat, dass nicht nur die Höchstleistungsmarke von Jungen als Leistungsnorm gilt.
Kannst Du vergessen. Chefs werden ihre Untergebenen, gleich welchen Alters, immer stressen.
Uebrigens, die meisten Arbeitgeber wurden deshalb Chefs oder Unternehmer, weil sie selbst zum arbeiten zu faul sind und schon immer waren. Das sind dann auch die grössten Schinder. Habe bei genügend solchen gearbeitet.
Zocker
Mitglied
#197 ° Gesendet: 27.12.2011 12:42
Es gibt etwas weniger Lohn und für manche gar keinen mehr.

URL

Die Investmentindustrie schrumpft, ob auf ein gesundes Mass ist noch offen. Die Abzockerprodukterfinder werden weniger, wobei beim Rest die Gier ungebrochen ist. Beklaut sind wir bereits, vielleicht dauert es nun etwas länger, bis wir das nächste Mal bestohlen werden.
cristiano-safado
Mitglied
#198 ° Gesendet: 27.12.2011 20:03
@leonforte

die rendite der pensionskasse ist in fast allen fällen besser als eine lösung eigenkapital in einem immobilium .......
Aber vermutlich weniger sicher. Zudem, in einem Haus kann man leben und sich den Mietzins sparen. Und wer handwerklich etwas geschickt ist, kann an seinem Haus selber viel machen.
tapir
Mitglied
#199 ° Gesendet: 06.01.2012 15:49
@Oldie

Was ist denn daran schockierend? In diesem Artikel wird doch bloss die Realität dargestellt. Und wenn sich das CH Stimmvolk an der Urne gegen die Realität entschieden hat, dann schlägt diese halt ein bisschen später und entsprechend härter zurück. Ein Umwandlungssatz ist keine politische, sondern eine ökonomische Grösse. Den kann man, nein muss man ausrechnen. Nüchtern und frei von Ideologie.
Oldie-48
Mitglied
#200 ° Gesendet: 06.01.2012 17:03
tapir:
Was ist denn daran schockierend?

so lautet der Titel des Artikels und stammt nicht von mir.
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