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Pensionskassen - Senkung Umwandlungssatz - Klientelismus und Rentenklau

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felixkohl
Mitglied
#1 ° Gesendet: 21.01.2010 11:59
Leider scheint das (noch?) niemanden zu kümmern:

Bürgerliche (FDP) stehen politisch den Pensionskassen Spalier.
Interessant war die gestrigen Diskussion in der Rundschau:

http://videoportal.sf.tv/video?id=b34f4ac1-b32b-4ea4-82b0-f81cd8b815f4 &referrer=http%3A%2F%2Fwww.sf.tv%2Fsendungen%2Frundschau%2Findex.php%3 FWT.zugang%3Dfront_sfe;c=white

(sorry für den langen link)

Strahm bringt es am Ende auf den Punkt: Die Pensionskassen sind ein Selbstbedienungsladen und sahnen 4 Mrd. Franken jährlich aus den Beiträgen ab. Noch eindrucksvoller: ca. 700 CHF. jährlich pro Versicherten. Die AHV-Verwaltung kostet demgegenüber nur 25 CHF. (auch wenn es sich um ein anderes System handelt)

Die - ach - so guten Investitionsberater und -dienstleister haben geld in riskante Papiere versenkt. Nun greifen die Pensionskassen - wieder - zu den Umwandlungssätzen.

Es ist einfach eine Schande, wie leicht sich einige schamlos an fremdem Kapital bereichern, während andere - Arbeitnehmer und Unternehmer - sich jeden Tag dem Kampf im Markt stellen müssen.
razzar
Mitglied
#2 ° Gesendet: 21.01.2010 13:50
felixkohl:
Leider scheint das (noch?) niemanden zu kümmern:

Doch doch. Zusammen mit dem vernichtenden Boni-Wahnsinn der Banken und denen der Farmaindustrie, welche mit Pandemiesprüchen noch stinkiger reicher werden als sonst schon genug pervers, ergibt das summasummarum eines Tages einen Aufstand. ;)
rlarsson
Mitglied
#3 ° Gesendet: 21.01.2010 14:52
Aber Hallo! System hin oder her! Für die AHV fallen pro Versicherten CHF 25.-- für Verwaltungskosten an. Das ist ein Fakt! Ich bin nicht weiter bereit, die zig Hundert Franken (je nach Vorsorgestiftung) Mehrbelastung zu akzeptieren, die für die Verwaltungskosten der Pensionskassen veranschlagt werden. In diesem Sinne ist für mich klar, wo der eigentliche Rentenklau betrieben wird. Kommt weiter dazu, dass wir immer ungesünder leben und sich die Demografie in Zukunft wieder anders entwickeln wird und Männlein und Weiblein um Jahre früher sterben. Es gibt bereits Studien darüber.

Ich stimme wahrscheinlich gegen die Senkung des Umwandlungssatzes.
Loser
Mitglied
#4 ° Gesendet: 21.01.2010 15:16
Ich werde ganz sicher sogar Nein stimmen. Weil nur durch ein Nein die Politik handeln und die Versicherer in die Verantwortung nehmen wird. Das nach der Abstimmung gewisse Fürze abgeschafft oder strenger kontrolliert werden, nehm ich keinem ab. Und wenn, dann wird es bis zur Verwirklichung ein vermögen kosten, welches wir dann zu tragen haben.
Zocker
Mitglied
#5 ° Gesendet: 21.01.2010 17:15
rlarsson

Du siehst es ganz in meinem Sinne :-), hat Seltenheitswert!

Ich werde gegen die Senkung stimmen obwohl ich über keine Pensionskasse verfüge und eigentlich nicht betroffen bin.
rlarsson
Mitglied
#6 ° Gesendet: 21.01.2010 17:27
Zocker:
Du siehst es ganz in meinem Sinne :-), hat Seltenheitswert!

Kann's durchaus einmal geben ;-)
felixkohl
Mitglied
#7 ° Gesendet: 21.01.2010 18:04 ° Bearbeitet von: felixkohl
40 Jahre 770 CHF Spesen entsprechen ca. 30 000 Franken.
Hierbei ist Herr Rudolph Strahm noch so anständig, nicht auf die Verzinsung dieses Geldes einzugehen.
Bei einer jährlichen Einsparung von lediglich 200 CHF würden die Kassen bereits einen Riesenbetrag für die Versicherten gewinnen.

Frau Christa Markwalder (Zürcher Financial Services) vertritt in üblicher Manier der FDP die "Hochfinanz" zu Lasten der Arbeitnehmer und notabene (ich wiederhole mich) der restlichen Wirtschaft.

Sollte die Senkung des Umwandlungssatzes - wieder - durchkommen und langfristig die Rente von Herrn und Frau Schweizer derart schlecht ausfallen, dass deren Existenz gefährdet ist (kenne da ein paar Zahlen), kommen womöglich die "Linken" und fordern eine Beitragserhöhung zu Lasten der Arbeitgeber und -nehmer, was wirtschafliche und arbeitsmarktpolitische Konsequenzen hat.
Loser
Mitglied
#8 ° Gesendet: 21.01.2010 19:07
rlarsson:
Kann's durchaus einmal geben ;-)

Wenn`s ans Portemonnaie geht, gibts keine Ideologie :-)

felixkohl:
Sollte die Senkung des Umwandlungssatzes - wieder - durchkommen und langfristig die Rente von Herrn und Frau Schweizer derart schlecht ausfallen, dass deren Existenz gefährdet ist (kenne da ein paar Zahlen), kommen womöglich die "Linken" und fordern eine Beitragserhöhung zu Lasten der Arbeitgeber und -nehmer, was wirtschafliche und arbeitsmarktpolitische Konsequenzen hat.

Eben und deshalb glaube ich Burki nur beschränkt, dass er nachher etwas gegen dieseMachenschaften tun wird.........
rlarsson
Mitglied
#9 ° Gesendet: 21.01.2010 19:20
Loser:
Wenn`s ans Portemonnaie geht, gibts keine Ideologie :-)

Weit gefehlt! Bin noch lange nicht im Rentenanlter. Bis dann kann noch sehr viel geschehen. Nöh, ich finde die Hyseterie im Gegensatz zur IV-Diskussion nicht angebracht, weil Börsengeschäfte ja bereits wieder satte Gewinne (auch für Pensionskassen) abwerfen. Von Gewinn und annähernd die Kosten deckend kann man bei der indes IV nicht reden ;-)
Loser
Mitglied
#10 ° Gesendet: 21.01.2010 19:43
rlarsson:
Von Gewinn und annähernd die Kosten deckend kann man bei der indes IV nicht reden ;-)

Wobei auch dort bei der Verwaltung wahrscheinlich mehr eingespart werden könnte.

rlarsson:
weil Börsengeschäfte ja bereits wieder satte Gewinne (auch für Pensionskassen) abwerfen.

Ja, bloss wie lange ? Einige haben die Kohle ja vor der Krise in den Sand gesetzt, deshalb muss diese Praxis eben auch scharf beobachtet werden.
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