Thomas:
Die Spassgesellschaft lässt grüssen. Nicht mehr Inhalte sind gefragt, sondern diejenigen, die sich am besten vermarkten. Das Laut-gegen-andere-Anschreien verdrängt das behutsame Vor-sich-hin-Philosophieren. Und die Medien machen fröhlich mit: die Huren von Ringier und Tamedia samt ihren wertlosen Gratiszeitungen, allesamt gesponsert von den Rechtsbürgerlichen, die zwar viel verdienen, aber wenig leisten. Demokratie ist käuflich. Das vom goldenen Kalb geblendete Volk leider auch.
irgendwie wirkt das ganze hier belustigend. die linke im jammertal des verlierens, obwohl man doch die richtige position vertritt. vielleicht sollte man seine parteipolitische position zu gewalt, sozialgeldbetrug, bankgeheimnis, wirtschaftsstandort usw. einmal kritisch hinterfragen. wem bringts eigentlich was, wenn edith olibeth als sozialvorsteherin der stadt bern kritische stimmen einfach ignoriert und fliessig brabelt: "bei mir gibt es keinen missbrauch..." weil es ideologisch keinen geben darf? aber wir wissen ja alle, dass die menschen bei den versicherungen betrügen, wieso sollten sie es bei den sozialwerken anders machen?
oder warum unterstützen die sozis ein wirtschaftsankurbelungsprogramm, das nur zwei nutzniesser hat, nämlich die bonzen der bauwirtschaft, die damit ihre eigenen investitionsleichen sanieren, sprich nichts weiter investieren und die bauarbeiter, die gleich den grössten teil des zasters ins ausland verschieben?
und wie sieht die soziposition beim bankgeheimnis aus, richtig, das ganze ist eine günstige gelegenheit im vorauseilenden gehorsam ohne gegen leistung, gleich alles aufzugeben. sozusagen die anpassungshymne nach brüssel. dabei könnte man doch durchaus was rausholen, wenn man schon klein beigibt.
oder ihre haltung bei der sicherheitspolitik, armee ja, aber internationale einsätze auch ja. also keine milizarmee, dafür eine billigere berufsarmee, mit lohnkosten die grösser sind als das was unsere armee heute den staat kostest. irgendwie unlogisch......
oder ihre haltung zur integration. ein sp vordenker verlangt die einführung der scharia. währenddem die feministinnen der partei dazu schweigen und konservative die rechte der frauen zu verteidigen beginnen. das ganze ist einfach lächerlich. nur mit ein bisschen präsidialer polemik lässt sich keine politik machen. es braucht inhalt und zwar solchen, der über die enge stammwählerschaft hinaus greift. und es braucht endlich ein parteiprogramm, das der umsetzung des marxistischen endsiegs abschwört und liberale zielsetzungen mit der selbstverantwortung des bürgers ins zentrum setzt.
es sind nicht böse rechtsbürgerliche und der böse tagi (der eines ganz sicher nicht ist, eine mitterechtszeitung), sondern die sozis selber die ihre krise während langer zeit gut vorbereitet und vertieft haben. mit politischer überkorrektheit und bornierter ignoranz gegenüber den tatsächlichen problemen einer gesellschaft .......