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Die SP verliert und verliert

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Be@t
Mitglied
#31 ° Gesendet: 10.03.2009 00:17
razzar:
@Thread

Übrigens der SP würde ich anstelle Judas eher den Hasenfuss anhängen. Die ziehen überall kampflos und ängstlich den Schwanz ein (z.B. Bankgeheimnis, Minarette). Die verschenken uns als ob sie viel Geld oder Morddrohungen dafür bekämen.

Das sehe ich genau so und verstehe die Haltung auch nicht.

Die sind alle so furchtbar lieb und haben schreckliche Beisshemmungen. Schade eigentlich. Da musste mal ein beherzter Redner ran, der Streitkultur auch mal ausleben kann und nicht nur leise vor sich hin philosophiert. In der Sache liegen sie vielfach ja richtig, doch mit zögerlichem Lammentieren vergrault man einfach immer mehr Wähler. Ist nun zwar ein reichlich platter Vergleich, doch Obama ist auch eher ein Linker und er zeigt auf was alles machbar ist, für den der Mut zeigt und voranschreitet. Das geht der intellektuellen Spitze der SP in der Schweiz völlig ab. So kann man nur verlieren und keine neuen Wählerstimmen gewinnen.
RetoB
Mitglied
#32 ° Gesendet: 10.03.2009 01:10
AdiB:
Ich kann es wirklich nicht mehr hören/lesen...

dann lass es.

AdiB:
Wir wissen jetzt alle, warum ihr die SP nicht meht wählt oder nie gewählt haben

Du glaubst zu wissen, was andere wissen und tun und warum? Heureka!

AdiB:
Nochmals: Warum haben denn die Grünen gewonnen, die ebenfalls Umverteilungspolitik betreiben?

Kann doch sein dass dies eben Ex-SP Stimmen waren oder?
Ihr politisches Grundanliegen vertretten sie zumindest ehrlicher.
Thomas
Mitglied
#33 ° Gesendet: 10.03.2009 01:17
Be@t:
Die sind alle so furchtbar lieb und haben schreckliche Beisshemmungen. Schade eigentlich. Da musste mal ein beherzter Redner ran, der Streitkultur auch mal ausleben kann und nicht nur leise vor sich hin philosophiert.

Die Spassgesellschaft lässt grüssen. Nicht mehr Inhalte sind gefragt, sondern diejenigen, die sich am besten vermarkten. Das Laut-gegen-andere-Anschreien verdrängt das behutsame Vor-sich-hin-Philosophieren. Und die Medien machen fröhlich mit: die Huren von Ringier und Tamedia samt ihren wertlosen Gratiszeitungen, allesamt gesponsert von den Rechtsbürgerlichen, die zwar viel verdienen, aber wenig leisten. Demokratie ist käuflich. Das vom goldenen Kalb geblendete Volk leider auch.
leonforte
Mitglied
#34 ° Gesendet: 10.03.2009 07:54
Thomas:
Die Spassgesellschaft lässt grüssen. Nicht mehr Inhalte sind gefragt, sondern diejenigen, die sich am besten vermarkten. Das Laut-gegen-andere-Anschreien verdrängt das behutsame Vor-sich-hin-Philosophieren. Und die Medien machen fröhlich mit: die Huren von Ringier und Tamedia samt ihren wertlosen Gratiszeitungen, allesamt gesponsert von den Rechtsbürgerlichen, die zwar viel verdienen, aber wenig leisten. Demokratie ist käuflich. Das vom goldenen Kalb geblendete Volk leider auch.

irgendwie wirkt das ganze hier belustigend. die linke im jammertal des verlierens, obwohl man doch die richtige position vertritt. vielleicht sollte man seine parteipolitische position zu gewalt, sozialgeldbetrug, bankgeheimnis, wirtschaftsstandort usw. einmal kritisch hinterfragen. wem bringts eigentlich was, wenn edith olibeth als sozialvorsteherin der stadt bern kritische stimmen einfach ignoriert und fliessig brabelt: "bei mir gibt es keinen missbrauch..." weil es ideologisch keinen geben darf? aber wir wissen ja alle, dass die menschen bei den versicherungen betrügen, wieso sollten sie es bei den sozialwerken anders machen?
oder warum unterstützen die sozis ein wirtschaftsankurbelungsprogramm, das nur zwei nutzniesser hat, nämlich die bonzen der bauwirtschaft, die damit ihre eigenen investitionsleichen sanieren, sprich nichts weiter investieren und die bauarbeiter, die gleich den grössten teil des zasters ins ausland verschieben?
und wie sieht die soziposition beim bankgeheimnis aus, richtig, das ganze ist eine günstige gelegenheit im vorauseilenden gehorsam ohne gegen leistung, gleich alles aufzugeben. sozusagen die anpassungshymne nach brüssel. dabei könnte man doch durchaus was rausholen, wenn man schon klein beigibt.
oder ihre haltung bei der sicherheitspolitik, armee ja, aber internationale einsätze auch ja. also keine milizarmee, dafür eine billigere berufsarmee, mit lohnkosten die grösser sind als das was unsere armee heute den staat kostest. irgendwie unlogisch......
oder ihre haltung zur integration. ein sp vordenker verlangt die einführung der scharia. währenddem die feministinnen der partei dazu schweigen und konservative die rechte der frauen zu verteidigen beginnen. das ganze ist einfach lächerlich. nur mit ein bisschen präsidialer polemik lässt sich keine politik machen. es braucht inhalt und zwar solchen, der über die enge stammwählerschaft hinaus greift. und es braucht endlich ein parteiprogramm, das der umsetzung des marxistischen endsiegs abschwört und liberale zielsetzungen mit der selbstverantwortung des bürgers ins zentrum setzt.
es sind nicht böse rechtsbürgerliche und der böse tagi (der eines ganz sicher nicht ist, eine mitterechtszeitung), sondern die sozis selber die ihre krise während langer zeit gut vorbereitet und vertieft haben. mit politischer überkorrektheit und bornierter ignoranz gegenüber den tatsächlichen problemen einer gesellschaft .......
Don Omar
Mitglied
#35 ° Gesendet: 10.03.2009 08:37
Thomas:
Demokratie ist käuflich. Das vom goldenen Kalb geblendete Volk leider auch.

Sag ich schon lange link
Sandro
Admin
#36 ° Gesendet: 10.03.2009 08:54
leonforte:
die linke im jammertal des verlierens, obwohl man doch die richtige position vertritt. vielleicht sollte man seine parteipolitische position zu gewalt, sozialgeldbetrug, bankgeheimnis, wirtschaftsstandort usw. einmal kritisch hinterfragen.

Wieso? Die Grünen haben damit gewonnen...
AdiB
Mitglied
#37 ° Gesendet: 10.03.2009 09:11
Und auch der leonforte erstellt seine Liste, in der er die angeblich so falsche Politik der gesamten Linken für das schlechte Abschneiden der SP verantwortlich macht...

Doch nehmt doch einfach zur Kenntnis: Die Stimmen haben sich auch bei diesen Wahlen grossmehrheitlich innerhalb der politischen Lager verschoben. Die SP hat verloren, dafür haben die Grünen gewonnen. Von einem Niedergang der Linken Politik insgesamt aufgrund ihrer inhaltlichen Positionen kann man darum nicht sprechen. Das hättet ihr natürlich gerne...

Gerade was die Sicherheitspolitk der SP anbelangt: das ist wohl eines der wenigen Themen, in der sie mehrheitsfähig ist (Abschaffung der Wehrpflicht, Armeewaffen etc). Ebenso beim Thema Steuerhinterziehung. Was das ganze Sicherheits-/Migrations-/Missbrauchsthema betrifft, ja, da befindet sich die Linke in der Defensive. Aber gerade bei diesem Themenkomplex sind die Grünen noch extremer als die SP, hätten folglich noch mehr abgestraft werden müssen. Die momentane Anti-Stimmung mit ihrer Sündenbockjagd hilft sicher der SVP. Aber ob darum gleich Scharenweise Linke ihre Grundüberzeugung aufgeben und urplötzlich (rechts)bürgerlich werden? Da habe ich so meine Zweifel. Sonst müsste man sich aber fragen, wer hier die Judasse sind...
rlarsson
Mitglied
#38 ° Gesendet: 10.03.2009 10:20
AdiB:
Doch so ganz so einfach ist es nicht. Die SP verliert die Wahlen erst seit 2007, genauer seit den Zürcher Kantonsratswahlen.

Die Berner benötigen noch ein wenig länger, aber die kalte Dusche für die SP kommt bestimmt noch. Was die SP in der Stadt Bern rund um Sozialmissbräuche z.Zt. bietet, das geht auf keine Kuhaut. Die Amtsvorsteherin steht massiv in der Kritik. Der Sozialhilfeskandal in Bern ist noch grösser und umfangreicher als in der Stadt Zürich, wo der BMW-Fall für Aufregung sorgte. Die linken Saubermänner und Sauberfrauen von der SP haben in der Vergangenheit auf Vertuschung und Schönfärberei gemacht, damit sie so die Wahlen gewannen. Der Schwindel fliegt allmählich auf. Der Imageschaden wird beträchtlich sein.
safado
Mitglied
#39 ° Gesendet: 10.03.2009 10:25
@leonforte

aber wir wissen ja alle, dass die menschen bei den versicherungen betrügen, wieso sollten sie es bei den sozialwerken anders machen?
Richtig. Nur fragt sich, wer am meisten betrügt.

1. Im grossen zürcherischen Sozialschmarotzerfall wurde lediglich eine Hand voll Fürsorgebezüger überführt und verurteilt.
2. Es wurde kein einziges Verfahren gegen Vermieter eröffnet, die Keller, Abstellräume, etc., an Fürsorgebezüger und Rentner zu den höchst möglichen Ansätzen als Wohnungen vermietet haben.
3. Es wurde kein einziges Verfahren gegen diejenigen eröffnet, die Sozialbezüger und Rentner in Bausch und Bogen als Sozialbetrüger hingestellt haben (Ehrverletzung, falsche Anschuldigung, Irreführung der Justiz)
4. Es wurde kein einziges (Straf)Verfahren gegen diejenigen eröffnet, die das Debakel ausgelöst und daraus Profit geschlagen haben.
5. Es wurde keine einzige Person (u.a. Fürsorger) zur Rechenschaft gezogen, die berechtigten Fürsorgebezug unterbunden oder Fürsorgebezüger grundlos schikaniert haben.
6. Es wurde keine einzige Firma vor Gericht gestellt, die zu überteuerten Preisen Invalidenmaterial an die IV oder an Rentner verkauft haben. Im Gegenteil, man deckt diese Leute noch und ermöglicht es ihnen ihre Fischzüge weiter zu tätigen (letzter Fall 2008, Hörgeräteentscheid durch das Bundesverwaltungsgericht).
7. Es wurde kein Strafverfahren wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen diejenigen Personen eröffnet, die aus internen Kentnissen Wissen an die Oeffentlichkeit gezerrt haben (z.B. Hotelfall). (Einzig Ausnahme sind die beiden Frauen, die der WW Unterlagen aus dem Sozialpräsidium übergeben haben. Was läuft in diesem Fall überhaupt?)

Ich könnte noch lange fortsetzen und Beispiele anführen. Aber Tatsache ist, dass gerade diejenigen Nutzniesser waren und nach wie vor sind, die normalerweise der rechten Ecke zuzuordnen sind.
leonforte
Mitglied
#40 ° Gesendet: 10.03.2009 10:31
AdiB:
Aber gerade bei diesem Themenkomplex sind die Grünen noch extremer als die SP

na ja unter dem strich hat die linke in einer wirtschaftlichen katastrophenzeit, wo alle schiss um ihren arbeitsplatz bekommen aber dennoch an einfluss verloren. natürlich haben die grünen gewonnen, aber eben längst nicht soviel wie die sozis verloren haben ...... siehe die gestrige auswertung der wahlen.

das hat auch mit einer unter dem strich zwar zersplitterten mitte, die eben mandate in ihrer gesamtheit gewinnt zu tun. der soziwähler muss nicht svp, fdp oder cvp stimmen. er kann heute bdp und grünliberal wählen, oder eben melonengrün, wenn er linkere positionen wünscht. darum ist das wegbewegen aus der loserposition für die sp auch so schwierig. geht sie nach links, gewinnt sie nur linke wähler zurück, geht sie nach rechts, verliert sie ihre engagierten überzeugten kader und damit den antrieb ..... also bleibt man in der ungemütlichen situation und hofft auf die verschärfung der wirtschaftskrise, der man dann mit dem rezept von mehr staatsausgaben begegnen will, obwohl man im ausland schon merkt, dass das auch nicht funktioniert.

mehrheitspositionen der sp ..... na ja das mit bankgeheimnis hat ja offensichtlich schon einmal nicht funktioniert (siehe aargau und solothurn). weil inzwischen nämlich jeder begriffen hat, dass die position der sp nichts anderes als die bedingungslose kapitulation bedeutet, ohne dass man dabei wenigstens noch etwas herausholt. die sp wird in dieser frage als einer der gründe für die vorauseilende schwächung der eigenen verhandlungsposition angesehen. der sp lehrer weiss nämlich, dass sein lohn letztendlich von steuergeldern bezahlt wird, die ein gesunder finanzplatz schweiz miterwirtschaftet. und so hardcore sp ist er in der regel eben auch nicht, dass er bei vollem bewusstsein seinen eigenen ast durchsägt! der will auch nicht, dass die schweizerische verhandlungsposition durch die eigenen partei zum nachteil der nächsten sparrunde geschwächt wird! dann zur sicherheit, da punktet die partei ja wahnsinnig. sie kündigt ein sicherheitspapier an, das in einem ersten entwurf ganz passabel aussieht. nur werden dem papier dann von der parteihierarchie alle zähne gezogen. die sp hat damit nur eines bewiesen, dass sie nichts gelernt hat. die abschaffung der wehrpflicht, ein durchaus interessantes thema, aber zur zeit weder politisch diskussions- noch mehrheitsfähig. dazu würde es entscheide in deutschland und vor allem in österreich brauchen, die sind aber nicht zu erwarten. armeewaffen, rein theoretisch möglicherweise ja, aber eben nur theoretisch, weil die eingereichte initiative viel weiter greift und alle die eine waffe besitzen grundsätzlich dagegen sein werden, da sie gefahr laufen kriminalisiert zu werden. die sache ist jetzt schon gescheitert ..... weil falsch aufgezogen und besserwisserisch gemeint! das fazit bleibt LOOSERPARTEI=SP
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