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Die Grünen im Vormarsch

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agathon
Mitglied
#121 ° Gesendet: 11.03.2010 14:16
Loser:
Dir die zahlreichen Tests entgangen scheinen, die belegten, dass es mit der Effizienz nicht so weit her ist.

Man muss schon eine sehr selektive Wahrnehmung haben, um zu glauben, dass Sparlampen nicht bedeutend effizienter als herkömmliche sind - aber bleib du bei deinem Glauben, Loser. Kannst ja noch ein paar Hamsterkäufe machen, damit du der Erfindung, die Edison vor über 100 Jahren machte, bis zu deinem Lebensende treu bleiben kannst.

driver:
Ich sage bloss, dass die 2000-Watt-Gesellschaft voraussichtlich nicht ohne eine massive Reduktion unseres Lebensstandards zu haben sein wird.

Mich interessiert, in welchen Bereichen mögliche Änderungen deiner Ansicht nach nicht tragbar sind. Dass die 2000-Watt-Gesellschaft Änderungen fordert, das ist klar. Relevant ist, wo man bereit ist, mitzugehen und Energie-Einsparungen zu machen, und wo man findet: Stopp, hier ist für mich genug.
leonforte
Mitglied
#122 ° Gesendet: 11.03.2010 14:56
Zocker:
die grün wählen nur um ihr Gewissen zu entlasten sind wesentlich besser wie jene, die SVP wählen, weil gewissenlos

also ich wähle weder svp noch grün ..... stelle mir nun also die frage ob ich ein gewissen haben kann oder nicht :-))

übrigens bin ich ein glühender anhänger von roadpricing, da sich dadurch der verkehrsfluss verbessert und jene die ihr auto nur per leasing und kleinkredit bewegen können als verkehrsteilnehmer wegfallen dürften. im sinne von freier fahrt für freie bürger finde ich diese massnahmen hervorragend!
Loser
Mitglied
#123 ° Gesendet: 11.03.2010 15:55
agathon:
Man muss schon eine sehr selektive Wahrnehmung haben, um zu glauben, dass Sparlampen nicht bedeutend effizienter als herkömmliche sind - aber bleib du bei deinem Glauben, Loser. Kannst ja noch ein paar Hamsterkäufe machen, damit du der Erfindung, die Edison vor über 100 Jahren machte, bis zu deinem Lebensende treu bleiben kannst.

Mit Wahrnehmung hat das nichts zu tun, sondern mit Erfahrung. Für den Preis, was die Dinger kosten und wie lange sie halten (das versprochene), ein einziger Witz. Bei mir sind ALLE Lampen mit Sparlampen bestückt und in letzter Zeit komm ich mit auswechseln nicht mehr nach, ständig gibt eine den Geist auf.
driver
Mitglied
#124 ° Gesendet: 11.03.2010 16:28
Bünzli:
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn einer täglich mit seinem Cherokee drei Stunden pendelt?

Gott bewahre! Wenn es etwas gibt, das Lebensqualität killt, dann ist es diese nervige Pendlerei und zwar egal ob mit dem Auto oder mit dem ÖV. Konnte ich zum Glück schon vor Jahren abstellen. ;-)

Bünzli:
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn sämtliche elektrische Geräte dauernd auf Standby laufen?

Das kommt auf das Gerät an. Wenn es eine Zeitschalt-/Weckfunktion hat, welche auf Standby-Betrieb angewiesen ist, dann schon. Bei anderen Geräten ist es jedoch absolut überflüssig, z.B. wenn eine Kaffemaschine die ein oder zwei mal pro Tag wirklich gebraucht wird, dauernd warmgehalten wird.

Bünzli:
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn ein Haus schlecht isoliert ist?

Nein, bestimmt nicht.

Ein paar Beispiele was für mich z.B. zu einem hohen Lebensstandard/hoher Lebensqualität gehört(e):
- Selbst entscheiden zu können, welche Leuchtmittel in meinem Haushalt zum Einsatz kommen. (Da gibt es übrigens etliche Energiesparlampen, aber dort wo sie sinnvoll sind.)
- Mich nicht über die idiotischen Kehrichtsackgebühren und qualitativ mangelhafte Gebührensäcke ärgern zu müssen.
- Je nach Bedarf und Situation entscheiden zu können, mit welchem Verkehrsmittel ich irgendwohin gehe/fahre. (Nein, es ist bei mir längst nicht immer das Auto!)
- Ein Auto zur Verfügung zu haben, aber nicht darauf angewiesen zu sein.
- Im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten selbst entscheiden zu können, wieviel Wohnfläche ich beanspruchen will oder ob ich in einer Wohnung oder eine Einfamilienhaus leben will.
- Ein Auto kaufen und fahren zu können das leistungsstark, komfortabel und geräumig ist und auch Spass macht, zumal ich damit weniger herumfahre als der Durchschnittsschweizer und erst recht weniger als ein Autopendler.
- Dass Recycling so einfach wie möglich gemacht wird (z.B. vernünftige Einwurfzeiten für Altglas, Papiercontainer statt bescheuertes Bündeln, etc.).
- Selbst und ohne staatliche Bevormundung über meine Ernährung zu entscheiden.
gumbyman
Mitglied
#125 ° Gesendet: 12.03.2010 01:18
driver:
Ich sage bloss, dass die 2000-Watt-Gesellschaft voraussichtlich nicht ohne eine massive Reduktion unseres Lebensstandards zu haben sein wird. (Derzeit noch nicht absehbare, massive technische Fortschritte mal vorbehalten.)

Das sehe ich entschieden anders. Stell Dir zum Beispiel vor, Du kriegst genau denselben Nutzen mit der Hälfte der Energie. Zum Beispiel indem das Haus isoliert ist. Oder der echt Spass machende Porsche (Plug-In Spyder vom Autosalon in Genf) braucht nur noch halb soviel Sprit durch eine intelligente Kombination aus Verbrenner- und Elektro-Antrieb. Oder Dein Stromverbrauch ist halbiert, weil Du das Warmwasser hauptsächlich solar machst und mit Holz statt Wärmepumpe heizt. Oder der PC braucht nur noch halb soviel Strom, weil die Hersteller eingesehen haben dass Prozessoren mit wenig Verlustleistung die durch schwache, leise Lüfter gekühlt werden können, bei den Nutzern besser ankommen als ein paar MHz höher getaktete.

Das sind alles Beispiele aus dem heutigen Leben, die vielleicht (noch) etwas kosten aber technisch längst ausgereift sind. Stell Dir weiter vor, das Fahrzeug welches meist 75kg Mensch transportiert wiegt nur noch 500kg statt 1500kg und ist gleich sicher und komfortabel, braucht aber wiederum nur noch die Hälfte trotz gleicher Fahrleistung. Dasselbe in anderen Bereichen. Ist vielleicht noch Zukunftsmusik, Tatsache ist aber dass wir die riesigen Mengen verbrauchter Energie meist sehr schlecht (zu einem kleinen Teil) nutzen.

Mein Ansatz ist, aus der eingesetzten Energie möglichst viel Nutzen zu ziehen, und möglichst viel "billige" Energie zu nutzen wo's geht (z.B. Sonnenstrahlung). Damit müsste sich letztlich eine Dauerleistung von 2000W/Mensch realisien lassen, *OHNE* Einschränkung des Lebensstandards.

g.
agathon
Mitglied
#126 ° Gesendet: 12.03.2010 08:44
Loser:
Bei mir sind ALLE Lampen mit Sparlampen bestückt und in letzter Zeit komm ich mit auswechseln nicht mehr nach, ständig gibt eine den Geist auf.

Ehrlich gesagt, das Problem hatte ich, wenn auch nicht in diesem Ausmass, auch schon, und ich hab mich gewundert. Es waren aber Lampen, die ich vor längerer Zeit mal in der IKEA gekauft habe; die Markenlampen hingegen haben sich bis jetzt gut gehalten.
Und seit ich Sparlampen und zwei A++ Kühlgeräte im Haus habe, ist die Stromrechnung merkbar zurückgegangen, was ja nicht schlecht ist.
agathon
Mitglied
#127 ° Gesendet: 12.03.2010 09:20 ° Bearbeitet von: agathon
@ driver

Deine Liste ist interessant – ein Grossteil deiner Punkte kann als Ausdruck eines alten bürgerlichen Freiheitsbegriffs verstanden werden, der vor allem materiell orientiert ist: "Ich kann besitzen und mit meinen Gütern tun, was ich gerade möchte." Dieser Begriff stammt aus der Zeit der Industrialisierung (erste Hälfte des 19. Jahrhunderts), wo die natürlichen Ressourcen nicht in Frage standen - Brennholz und Nahrung wurden erst gegen Ende des Jahrhunderts knapp – und die Zweiklassengesellschaft noch richtig funktionierte. Unbeschränkten Zugang zu den Gütern hatte damals eine bürgerliche Minderheit, für die eine proletarische Mehrheit unter teilweise sehr ärmlichen Bedingungen schuftete.

Heute können wir von einer Zweiklassengesellschaft nicht mehr reden: Fast alle haben einen breiten Zugang zu den Gütern, wir sind also in diesem Sinne alle Bürgerliche geworden. Das ist gut. Doch inzwischen gilt es, die teilweise unerwünschten Auswirkungen dieses allverbreiteten Konsums an ein paar Stellen zu korrigieren und ehrlich gesagt, es sind nicht mal viele.

Man kann die Sache ganz einfach mit dem Privathaushalt vergleichen: Wer putzt und räumt schon gerne auf? Und trotzdem macht man es regelmässig. Wer lässt schon das schmutzige Geschirr eine Woche lang in der Küche stehen? Oder ein anderes Beispiel: Wer raucht in seinem Schlafzimmer, obwohl er dann die ganze Nacht Hustenreize hat?
Sorry, die Beispiele sind vielleicht zu simple, aber das ist in etwa ist die Logik, die auch die Umwelt und den Umgang mit den Ressourcen auf übergeordneter Ebene betrifft.

Die innere Stimme, die dir sagt: Hey driver, räum mal auf in deinem Haus, das ist auf Gesellschaft gesehen der Staat, der sagt: Leute es wird Zeit, dass wir ein bisschen Ordnung machen in der Umgebung. Das ist doch irgendwie nachvollziehbar. Was ist der Unterschied, wenn ich sage: In meiner Wohnung soll man nicht rauchen, wegen schlechter Luft, und draussen soll man das Auto effizient einsetzen, wegen der Gefahr von Luftverschmutzung? Ich seh nicht, warum man drinnen gute Luft haben soll, draussen aber soll es mir egal sein?

Oder beim Müll: Gesetzt der Fall, du hast eine Putzfrau: Du bist bereit, ihr einen Stundenlohn zu zahlen, damit sie dir den Staub und den Dreck aufnimmt. Warum aber soll man nicht bereit sein zu zahlen, wenn einem der Müll entsorgt wird? Fändest du's besser, wenn du selber zur Verbrennungsanlage fahren müsstest oder gar deinen Müll im Garten verbrennen müsstest? Klar muss man für die Entsorgung etwas zahlen!

Und wegen staatlicher Bevormundung beim Essen: Keiner schreibt dir vor, was du essen sollst; es gibt bei den Produkten jedoch Vorschriften, wie sie produziert sein sollen. Davon merkt man, wenn die Dinge auf dem Teller liegen, oft herzlich wenig, im Gegenteil: Man möchte ja zum Beispiel davon ausgehen, dass ein Stück Hühnerfleisch keine Antibiotika und keine zusätzlichen Östrogene enthält. Dafür braucht es eben Regeln und Zertifikate, und das ist gut so.
Bünzli
Mitglied
#128 ° Gesendet: 12.03.2010 10:55
gumbyman:
Mein Ansatz ist, aus der eingesetzten Energie möglichst viel Nutzen zu ziehen, und möglichst viel "billige" Energie zu nutzen wo's geht (z.B. Sonnenstrahlung). Damit müsste sich letztlich eine Dauerleistung von 2000W/Mensch realisien lassen, *OHNE* Einschränkung des Lebensstandards.

Genau.
Für viele ist es gerade eben der Indikator für ihren hohen Lebensstandard, dass sie unnütz viel Energie unnütz verbrauchen.

"Mein Auto braucht 25L/100 km, was solls ich kann es mir ja leisten und das sollen die Anderen auch wissen."
"Ich brauch mein Haus nicht zu isolieren, wir haben es ja."

Energrieverschleuderung ist ein Statussymbol - immer noch.
agathon
Mitglied
#129 ° Gesendet: 12.03.2010 13:17
Bünzli:
Für viele ist es gerade eben der Indikator für ihren hohen Lebensstandard, dass sie unnütz viel Energie unnütz verbrauchen

Eben: Das Auto, des Schweizers heiligste Kuh.

Ist ja auch interessant, dass man hierzulande kaum mal einen verbeulten Wagen herumfahren sieht. Das Geld, was in der Schweiz für Blechreparaturen ausgegeben wird, ist schlicht irrational.
In unseren Nachbarländern oder in den USA fahren überall Autos mit Beulen rum: Da scheint das Auto eben primär ein Nutzgegenstand zu sein. Bei uns gehört der frisch gewaschene und polierte Land-Rover offenbar zur Etikette: "Die spinnen, die Schweizer!"
Hexxe
Mitglied
#130 ° Gesendet: 12.03.2010 13:31
Loser:
Mit Wahrnehmung hat das nichts zu tun, sondern mit Erfahrung. Für den Preis, was die Dinger kosten und wie lange sie halten (das versprochene), ein einziger Witz. Bei mir sind ALLE Lampen mit Sparlampen bestückt und in letzter Zeit komm ich mit auswechseln nicht mehr nach, ständig gibt eine den Geist auf.

Habe das gleiche Problem nun weiss ich wenigstens dass es nicht an den alten Leitungen liegt.

Habe da mal an euch Technofritzen eine Frage. Ich schalte jeden abend den Stromschalter an der Steckdose ab zum TV. Nun wenn ich dann den TV wieder anschalte muss ich an diesem blöden Gerät von der Cablecom jedesmal das Stromkabel rausziehen und wieder rein damit ich die Sender empfangen kann. Was mache ich falsch oder was ist das Problem? Mein PC ist an einer anderen Steckdose angeschlossen also daran kanns nicht liegen, und meine TV ist erst ein Jahr alt.
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