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Die Grünen im Vormarsch

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Babylon
Mitglied
#111 ° Gesendet: 10.03.2010 12:17
driver:
Die 2000-Watt-Gesellschaft wird den grössten Teil der Bevölkerung schätzungsweise auf den Lebensstandard der 50er-Jahre zurückkatapultieren. Sicherlich lässt sich einiges mittels Effizienzverbesserungen rausholen, aber irgendwann kommt das Ende der Fahnenstange und zwar bevor die 2000 Watt erreicht sein werden.

Ich hoffe eher darauf, dass die Energieversorgung dahingehend weiterentwickelt wird, dass man auf schädliche Energiequellen (Kohle, Öl, Atomkraft) verzichten kann, OHNE den technologiebedingt hohen Energiebedarf massiv einschränken zu müssen. Ansätze gibt es bereits viele, nur brauchen wir noch etwas Geduld.
agathon
Mitglied
#112 ° Gesendet: 10.03.2010 13:44
driver:
Die 2000-Watt-Gesellschaft wird den grössten Teil der Bevölkerung schätzungsweise auf den Lebensstandard der 50er-Jahre zurückkatapultieren.

Ich würde eher sagen: Wenn wir so weitermachen, müssen wir uns mittelfristig mit der Lebensqualität der 50er Jahre abfinden.
Sehr häufig ist es nicht der Idealismus, sondern irgendwann die Realität, welche uns zum umdenken zwingen wird.

Interessant z.B. dass der Katalysator erst eingeführt worden ist, nachdem er in den USA schon zehn Jahre obligatorisch war. Wirtschaftlich hats überhaupt nichts geschadet, dafür der Gesundheit (Bleistaub) sehr viel genützt. Die Dummheit der ewig Konservativen kam letztes Jahr besonders bei den Stromsparlampen zum Ausdruck. Wer kann was dagegen haben, dass man bei Lichtquellen 80% der Verbrauchsenergie einspart?

Wann hört ihr ewig Konservativen mal auf, bei jeder Änderung die Hände zu verwerfen? Vermutlich ist es für euch sogar ne weltbewegende Angelegenheit, wenn beim Klopapier mal die Farbe wechselt, so kommts mir auf jeden Fall vor.
Babylon
Mitglied
#113 ° Gesendet: 10.03.2010 14:07
agathon:
Interessant z.B. dass der Katalysator erst eingeführt worden ist, nachdem er in den USA schon zehn Jahre obligatorisch war. Wirtschaftlich hats überhaupt nichts geschadet, dafür der Gesundheit (Bleistaub) sehr viel genützt.

Richtig. Und der Kat. hat auch noch massgeblich zur Minderung des sauren Regens (Stickoxide) beigetragen, sein eigentlicher Verwendungszweck. Die Tasache, dass man deswegen fortan auf hochgiftige Alkylblei-haltige Antiklopfmittel verzichten musste (verträgt der Kat. nicht), war ein sehr wesentlicher positiver Nebeneffekt.

Energiesparen ist extrem wichtig, aber unsere technologisierte Welt (die wir z.B: jetzt gerade per PC nutzen), ist halt leider sehr energiehungrig. Wobei die Energie noch zu billig ist. Sparen fängt übers Portemonnaie an..
Loser
Mitglied
#114 ° Gesendet: 10.03.2010 19:04
agathon:
Lieber Loser, die Zeiten sind vorbei, wo die FDP bestimmen konnte, was eine "Lösung" und was eine "Phantasie" ist. Dass die 2000-Watt-Gesellschaft uns was kostet, ist ja wohl klar. Dass sie sehr viele wirtschaftliche Anreize schafft ebenfalls: Es gibt neben dem quantitativen Wirtschaftswachstum auch ein qualitatives.

Ein intelligenter FDPler (und der IPCC-Chefe) hat schon lange in Firmen investiert, die Produkte für dieses Ziel herstellen.

agathon:
Jetzt wirst du aber simple.

leider muss ich mich in letzter Zeit Deiner Ausdrucksweise anpassen.

agathon:
Ich würde eher sagen: Wenn wir so weitermachen, müssen wir uns mittelfristig mit der Lebensqualität der 50er Jahre abfinden.

Daran wäre an sich nichts auszusetzen, doch was würde das für Milliarden von Menschen heisen ? Krieg und Tot, wetten ? Wo sollen die Menschen dann leben, zentralisiert in den Städten ? Oder verteilt auf dem Land ? So oder so, gebe es nur ungenügend Land, um Nahrungsmittel anzubauen oder Energie, um sie über weite Distanzen transportieren zu können.

agathon:
Wer kann was dagegen haben, dass man bei Lichtquellen 80% der Verbrauchsenergie einspart?

Ich weis ja nicht, hinter welchem Planeten Du das letzte Jahr verbracht hast, weil Dir die zahlreichen Tests entgangen scheinen, die belegten, dass es mit der Effizienz nicht so weit her ist.

agathon:
Vermutlich ist es für euch sogar ne weltbewegende Angelegenheit, wenn beim Klopapier mal die Farbe wechselt, so kommts mir auf jeden Fall vor.

Weltbewegend wird es erst dann, wenn keins mehr da ist. Dann wird der Hintern halt wie vor 200 jahren geputzt oder gar nicht.
driver
Mitglied
#115 ° Gesendet: 10.03.2010 20:58 ° Bearbeitet von: driver
agathon:
Interessant z.B. dass der Katalysator erst eingeführt worden ist, nachdem er in den USA schon zehn Jahre obligatorisch war.

Das habe ich auch nie verstanden, allerdings sind mir die genauen Hintergründe nicht bekannt.

Aber der Katalysator taugt nicht zum Vergleich. Dies war eine primär technische Massnahme, die viel genützt aber niemandem gross weh getan hat. Das ist ähnlich wie wenn man sich heute Solarzellen oder -kollektoren aufs Dach baut. Das kostet im schlimmsten Fall ein paar Franken mehr, aber das tut niemandem wirklich weh. So billig wäre die 2000-Watt-Gesellschaft nicht zu haben und wenn das den Leuten erst mal dämmert, dann wird's sogar in der Stadt Zürich schnell mal vorbei sein mit 76% Zustimmung...

agathon:
Wer kann was dagegen haben, dass man bei Lichtquellen 80% der Verbrauchsenergie einspart?

Jene Leute die intelligent genug sind um zu merken, dass ESL je nach Einsatzzweck auch gravierende Nachteile mit sich bringen.

agathon:
Wann hört ihr ewig Konservativen mal auf, bei jeder Änderung die Hände zu verwerfen?

Ich bin nicht konservativ, ich bin liberal. Genau deswegen geht mir der grassierende Öko-Dirigismus ja so auf den Sack.

Lediglich bei der Einwanderungspolitik bin ich nicht liberal und dies mit gutem Grund: Ungebremste Einwanderung (ohne entsprechende Auswanderung) in einen derart kleinen Raum wie die Schweiz führt unweigerlich zu einer massiven Einschränkung der persönlichen Freiheit.
Thomas
Mitglied
#116 ° Gesendet: 10.03.2010 23:59
driver:
Ungebremste Einwanderung (ohne entsprechende Auswanderung) in einen derart kleinen Raum wie die Schweiz führt unweigerlich zu einer massiven Einschränkung der persönlichen Freiheit.

Soso, aber im Bereich von Kunst und Kultur soll man die Vernichtung des lokalen Schaffens durch den Internethandel nicht bremsen, z.B. mithilfe der Buchpreisbindung.

driver:
Ich bin nicht konservativ, ich bin liberal. Genau deswegen geht mir der grassierende Öko-Dirigismus ja so auf den Sack.

Falsch, es ist de facto konservativ, gegen die Umstellung auf neue Energie- und Versorgungsformen Sturm zu laufen. Darüber hinaus ist es sogar anti-liberal, die Bestrebungen der grossen und mächtigen Firmen, alle Bemühungen für eine grünere Zukunft mit riesigen Geldsummen und Lobbyisten aktiv zu sabotieren, schönzureden und zu unterstützen.
Loser
Mitglied
#117 ° Gesendet: 11.03.2010 00:19
Thomas:
Darüber hinaus ist es sogar anti-liberal, die Bestrebungen der grossen und mächtigen Firmen, alle

Firmen denken nicht liberal, sondern gewinnorientiert. Und wenn sie schlussendlich die Zeche zahlen müssen, würd ich auch Amok laufen. Oder finanziert der Geldbeutel der Grünen diesen Fortschritt ?
driver
Mitglied
#118 ° Gesendet: 11.03.2010 01:21
Thomas:
Falsch, es ist de facto konservativ, gegen die Umstellung auf neue Energie- und Versorgungsformen Sturm zu laufen.

Wie kommst Du darauf, dass ich dagegen Sturm laufe? Ich sage bloss, dass die 2000-Watt-Gesellschaft voraussichtlich nicht ohne eine massive Reduktion unseres Lebensstandards zu haben sein wird. (Derzeit noch nicht absehbare, massive technische Fortschritte mal vorbehalten.)

Ich bin neuen und alternativen Energieformen gegenüber sehr positiv eingestellt, sofern sie valable Alternativen darstellen. Dies ist heute mit Sicherheit im Bereich der Heizung und Warmwasseraufbereitung der Fall und mit Einschränkungen auch im Bereich der Stromerzeugung. Wer heute noch ein neues Haus mit Oelheizung baut und nicht mindestens teilweise auf Solarenergie, Wärmepumpen oder Erdsonden setzt, ist in meinen Augen ein kurzsichtiger Idiot.

Ganz anders sehe ich jedoch die Situation beim Strassenverkehr, wo es schlicht noch keine valable Alternative zum Verbrennungsmotor gibt.
Pia
Mitglied
#119 ° Gesendet: 11.03.2010 01:57
driver:
Wer heute noch ein neues Haus mit Oelheizung baut und nicht mindestens teilweise auf Solarenergie, Wärmepumpen oder Erdsonden setzt, ist in meinen Augen ein kurzsichtiger Idiot.

Genau.


driver:
Ganz anders sehe ich jedoch die Situation beim Strassenverkehr, wo es schlicht noch keine valable Alternative zum Verbrennungsmotor gibt.

Selbst möglichst wenige oder gar keine Kilometer mehr per Auto zu fahren, ist ein grosser Schritt. Selbstverständlich blieben dann immer noch all die Fahrten, ob per Camion, Schiff, Bahn, Flugzeug übrig, von denen alle abhängig sind, wenn sie was kaufen. Denn auch diese Produkte benötigen Wege. Niemand ist ein Heiliger in der Sache.-
Bünzli
Mitglied
#120 ° Gesendet: 11.03.2010 13:42
driver:
Wie kommst Du darauf, dass ich dagegen Sturm laufe? Ich sage bloss, dass die 2000-Watt-Gesellschaft voraussichtlich nicht ohne eine massive Reduktion unseres Lebensstandards zu haben sein wird. (Derzeit noch nicht absehbare, massive technische Fortschritte mal vorbehalten.)

Nein! Du solltest mal versuchen, das was du als deinen hohen Lebensstandard ansiehst objektiv zu beurteilen.

(Nicht auf dich konkret bezogen)
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn einer täglich mit seinem Cherokee drei Stunden pendelt?
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn sämtliche elektrische Geräte dauernd auf Standby laufen?
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn ein Haus schlecht isoliert ist?
Ist es ein Zeichen hohen Lebensstandards, wenn industriell gefertigte und konfektionierte Nahrung gegessen wird?
usw.

CAS
http://www.mila.ch/autofrei/orte.html

Zu Wasser verarbeitetes Wasser.
http://www.woz.ch/artikel/archiv/14043.html
"1998 liess Nestlé jedoch eine neue Fabrik auf dem Gelände erstellen, um fortan im grossen Stil die Quelle Primavera auszubeuten. Seit 1999 liess die Firma dieses sehr eisenhaltige Wasser illegalerweise entmineralisieren und fügte ihm anschliessend einige Mineralien wieder zu. Verkauft wurde das Wasser unter dem Etikett «Pure Life». Nestlé hat dieses Einheitswasser inzwischen in vielen Ländern mit aggressiven Werbemethoden eingeführt (siehe WOZ 28/03)."
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