Die 2000-Watt-Gesellschaft wird den grössten Teil der Bevölkerung schätzungsweise auf den Lebensstandard der 50er-Jahre zurückkatapultieren. Sicherlich lässt sich einiges mittels Effizienzverbesserungen rausholen, aber irgendwann kommt das Ende der Fahnenstange und zwar bevor die 2000 Watt erreicht sein werden.
Diese gern verdrängte und verschwiegene Tatsache wurde gerade heute in einem
Kommentar des Tagi zu den Grünliberalen thematisiert:
Wer in Bern wohnt und mit dem Zug nach Zürich zur Arbeit fährt, sprengt den Rahmen bereits. Denn allein die Pendlerei frisst 1500 Watt seines Energiebudgets. Eine Gesellschaft, die pro Kopf dreimal weniger Energie verbrauchen soll als heute, wird folglich nicht darum herumkommen, sich einzuschränken und zu verzichten. Das ist keine erquickliche Aussicht für den Liberalen, der seinen Lebensentwurf frei gestalten will. Verzicht geschieht in der Regel nämlich nicht freiwillig: Es wird Verbote und Eingriffe in unser Leben brauchen, um das ehrgeizige Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Spätestens wenn sich diese Erkenntnis in der Gesellschaft und Politik durchsetzt, werden die inneren Widersprüche der Grünliberalen zutage treten und die Partei vor eine Zerreissprobe stellen.
(Hervorhebungen von mir)
Wenn sich diese Erkenntnis in der Gesellschaft durchsetzt, dann werden aber nicht nur die Grünliberalen ein Problem bekommen, sondern der Support für die 2000-Watt-Gesellschaft wird in der Bevölkerung auf ein paar wenige Hardcore-Grüne (< 10%) zusammenfallen.