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Die Grünen im Vormarsch

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agathon
Mitglied
#101 ° Gesendet: 09.03.2010 09:32 ° Bearbeitet von: agathon
rlarsson:
Aber macht nur zu eure Ränkelspielereien. Das kommt beim Volk bestimmt sehr gut an.

Wie es beim Volk ankommt, haben die Zürcher Wahlen gezeigt! Die SVP-Stadtratskandidaten hatten mit ihren Anwürfen gegen den angeblichen deutschen Filz nicht die geringste Chance bei den Wählern. SVP-Karl Zweifel, der mit einem Millionen-Budget kandidierte und das Maul am weitesten aufriss, lag schliesslich so abgeschossen weit hinten, dass es sogar einem hartgesottenen Linken wir mir ein wenig leid tat. Der Wähler kennt keine Gnade, das hat sich wiedermal ganz deutlich gezeigt.
bluefox
Mitglied
#102 ° Gesendet: 09.03.2010 09:40
leonforte:
die grünliberalen wollen diese 2000 watt gesellschaft nämlich ebensowenig wie die echten linken bei der sp.

Ich glaube alle wollen eine 2000Watt gesellschaft. Aber eben nur auf dem wahlzettel. Ist doch praktisch, einfach ein kreuzchen machen - erledigt. Irgendwie werden wir dann schon da hinkommen. Das ist wie abstimmen gegen krieg oder für schönes wetter.
Nicht falsch verstehen, dass wir alle auf die umwelt acheten müssen und weniger energie verbrauchen ist sicher ok (ja bünzli, auch ich versuche keine energie zu verschwenden), aber ich glaube, dass etliche gerade grün wählen einfach um ihr gewissen zu entlasten.
Zocker
Mitglied
#103 ° Gesendet: 09.03.2010 20:18
bluefox:
aber ich glaube, dass etliche gerade grün wählen einfach um ihr gewissen zu entlasten

Jene die grün wählen nur um ihr Gewissen zu entlasten sind wesentlich besser wie jene, die SVP wählen, weil gewissenlos oder wegen Realitätsverweigerung. Wer schon ein schlechtes Gewissen hat, der soll wenigstens grün wählen, damit den grünen Lösungen eher der Durchbruch gelingt.
Loser
Mitglied
#104 ° Gesendet: 09.03.2010 20:36
Zocker:
damit den grünen Lösungen eher der Durchbruch gelingt.

Hääää ? "Grüne Lösungen" ?? Ehrlicherweise solltest Du "grüne Fantasien" schreiben, wobei die sicher nicht überall schlecht sind. "Schleches GewissenWähler" sind genau so schlimm, wie gewissenlose. Grund: weil sie sich eben gar keine Gedanken machen, nicht orientiert sind oder weil grün wählen vielleicht gerade "in" ist. Resultat: wenns dann ans eingemachte geht, hagelt es wieder Initiativen, die wiederum grüne Veränderungen rückgängig machen oder abschwächen. Arbeit für nix. Lieber klar aufklären, als "ums verregä" Stimmen fangen.
Zocker
Mitglied
#105 ° Gesendet: 09.03.2010 20:47
Loser:
Ehrlicherweise solltest Du "grüne Fantasien" schreiben,

Fantasielose leisten keinen Beitrag zum fortschritt. Fantasielose kritisieren das Neue als Fantasie und übersehen, dass es die heutigen Fantasien sind, die uns nach der Umsetzung morgen die Lebensgrundlage erhalten.

Sparen wir uns doch die Fantasien, machen wir weiter wie bisher, denn mehr wie krepieren können wir nicht. Eine einfache und oft bewährte Lösung mit der jedem Problem begegnet werden kann.
Loser
Mitglied
#106 ° Gesendet: 09.03.2010 21:08
Zocker:
Fantasielose leisten keinen Beitrag zum fortschritt.

Fantasielos heisst nicht Ideenlos.

Fantasielose haben ihre Füsse fest auf dem Boden, der Fortschritt geht Schritt für Schritt vor sich und nicht mit unkontrolliertem Kiffergeschwätz. Der Rechts und bürgerliche Absturz darfst Du getrost auf die Sauereien der Vergangenheit zurückführen (Swissair, UBS, usw), die grünen Vorschläge waren in der Beziehung auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Entgegen Hasis Behauptungen, seh ich eher das abwandern der reicheren Leute, was wiederum die Steuereinnahmen senkt und damit auch die sozialen Ausgaben. Links wird Kreide fressen (O-Ton leonfrotte, hihi bänzli) müssen, wollen sie nicht ein abwandern zurück zu den Dummbrüllern provozieren. Beispiel Basel, hier sollten die Gratisparkplätze abgeschafft werden, jetzt sind gleich mehrere Initaitiven am köcheln. Z.T in Rekordzeit zusammen gekommen (die Unterschriften). Was die Ausländer anbelangt, fahren sie aber einen vorbildlichen Kurs.
agathon
Mitglied
#107 ° Gesendet: 10.03.2010 09:20
Loser:
"Grüne Lösungen" ?? Ehrlicherweise solltest Du "grüne Fantasien" schreiben, wobei die sicher nicht überall schlecht sind.

Lieber Loser, die Zeiten sind vorbei, wo die FDP bestimmen konnte, was eine "Lösung" und was eine "Phantasie" ist. Dass die 2000-Watt-Gesellschaft uns was kostet, ist ja wohl klar. Dass sie sehr viele wirtschaftliche Anreize schafft ebenfalls: Es gibt neben dem quantitativen Wirtschaftswachstum auch ein qualitatives.

Loser:
der Fortschritt geht Schritt für Schritt vor sich und nicht mit unkontrolliertem Kiffergeschwätz

Jetzt wirst du aber simple.
bluefox
Mitglied
#108 ° Gesendet: 10.03.2010 10:23
agathon:
Dass die 2000-Watt-Gesellschaft uns was kostet, ist ja wohl klar. Dass sie sehr viele wirtschaftliche Anreize schafft ebenfalls

Könntest du von diesen sehr vielen einige konkrete auflisten aus Zürich? Oder kennst du einen link?
driver
Mitglied
#109 ° Gesendet: 10.03.2010 12:09 ° Bearbeitet von: driver
Die 2000-Watt-Gesellschaft wird den grössten Teil der Bevölkerung schätzungsweise auf den Lebensstandard der 50er-Jahre zurückkatapultieren. Sicherlich lässt sich einiges mittels Effizienzverbesserungen rausholen, aber irgendwann kommt das Ende der Fahnenstange und zwar bevor die 2000 Watt erreicht sein werden.

Diese gern verdrängte und verschwiegene Tatsache wurde gerade heute in einem Kommentar des Tagi zu den Grünliberalen thematisiert:

Wer in Bern wohnt und mit dem Zug nach Zürich zur Arbeit fährt, sprengt den Rahmen bereits. Denn allein die Pendlerei frisst 1500 Watt seines Energiebudgets. Eine Gesellschaft, die pro Kopf dreimal weniger Energie verbrauchen soll als heute, wird folglich nicht darum herumkommen, sich einzuschränken und zu verzichten. Das ist keine erquickliche Aussicht für den Liberalen, der seinen Lebensentwurf frei gestalten will. Verzicht geschieht in der Regel nämlich nicht freiwillig: Es wird Verbote und Eingriffe in unser Leben brauchen, um das ehrgeizige Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Spätestens wenn sich diese Erkenntnis in der Gesellschaft und Politik durchsetzt, werden die inneren Widersprüche der Grünliberalen zutage treten und die Partei vor eine Zerreissprobe stellen.

(Hervorhebungen von mir)

Wenn sich diese Erkenntnis in der Gesellschaft durchsetzt, dann werden aber nicht nur die Grünliberalen ein Problem bekommen, sondern der Support für die 2000-Watt-Gesellschaft wird in der Bevölkerung auf ein paar wenige Hardcore-Grüne (< 10%) zusammenfallen.
Babylon
Mitglied
#110 ° Gesendet: 10.03.2010 12:13
rabbit:
es gibt in zürich keine mehrheit mehr für sozialpolitische stockereien, will heissen, dass sich die asozialen versager aus dem in- und ausland zürich als wohnort je länger desto weniger leisten können.

Schade dass du gehen musst. Wünsche dir viel Glück für die Wohnungssuche auf dem Lande! Gibt sicher irgendwo einen netten stammtisch der dich aufnimmt.
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