Forenübersicht ° Suchen ° Statistik °

Wahlkampf, Initativen und Abstimmungen Diskussionsforum Politik / Wahlkampf, Initativen und Abstimmungen /

Die Grünen im Vormarsch

 Seite:  ««  1  2  3  4  5  ...  10  11  12  13  14  »» 
Thomas
Mitglied
#11 ° Gesendet: 25.09.2008 23:15
Boll:
Das Initiative Verbandsbeschwerderecht will einzig die Verbandsbeschwerde gegen vom Volk oder Parlament genehmigte Projekte abschaffen. Von wegen Demokratieverständnis...

Was de facto heisst, dass Minderheiten (z.B. Anwohner eines Gebiets, das überbaut werden soll) sich der Tyrannei der Mehrheit zu unterwerfen haben. Ich erinnere dabei an die Zwangsumsiedlungen in China und der Türkei wegen der Errichtung eines Staudamms. Wenn wir hierzulande chinesische Verhältnisse wollen, dann muss man der Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts zustimmen.
bluefox
Mitglied
#12 ° Gesendet: 26.09.2008 00:01
agathon:
PS: JEKAMI ist sicher das falsche Schlagwort für die Ausländerpolitik der Grünen.

Wörtlich: "„Die Freiheit, sich in einer beliebigen Region niederzulassen, sollte ein Menschenrecht sein." ... "Wir fordern eine kollektive Aufnahmeregelung für die Papierlosen" ...
-> Jeder kann kommen. Kekako dann halt.

"politische Rechte für AusländerInnen."
-> Ah, nein, auch JeKaMi. Tatsächlich.

Dann wohne ich ab morgen bei Girod. Er hat sicher nichts dagegen. Und mache schon mal den abwaschplan für nächste woche... :-)
driver
Mitglied
#13 ° Gesendet: 26.09.2008 00:57 ° Bearbeitet von: driver
bluefox:
Wörtlich: "„Die Freiheit, sich in einer beliebigen Region niederzulassen, sollte ein Menschenrecht sein."

Danke für das Zitat. Genau auf diesen Satz hatte sich mein Ausdruck "JeKaMi-Einwanderung" bezogen. Sehr treffend, wie ich finde.
Boll
Mitglied
#14 ° Gesendet: 26.09.2008 08:10 ° Bearbeitet von: Boll
Thomas:
sich der Tyrannei der Mehrheit zu unterwerfen haben.

Demokratie? Ausserdem stimmt Deine Aussage nicht. Anwohner und andere, direkt Betroffene haben weiterhin die Möglichkeit der Einsprache (oder wie das dann jeweils im Kanton heisst).
Es geht darum, dass irgendein Verband, ohne in irgendeiner Weise vom Projekt betroffen zu sein, einfach alles verhindern oder hinauszögern kann, auch wenn die Anwohner bzw. direkt Betroffenen völlig einverstanden mit dem Vorhaben sind.
rlarsson
Mitglied
#15 ° Gesendet: 26.09.2008 08:18
agathon:
Dabei sollte es eigentlich um etwas ganz anderes gehen: Es geht um den sinnvollen Verbrauch der Ressourcen:

Dem halte ich nichts entgegen. Jeder Tropfen Sprit der weniger verpufft ist zu begrüssen. Verbrauchsoptimierte Motoren und neue Technologien in der Antriebstechnik sind die Zukunft. Wenn die Initiative den Bach hinunter gespühlt wird, dann könnt ihr euch nicht einmal mehr rühmen. Aber ich kann mir dennoch gut vorstellen, dass ihr schon bald wieder auf der Strasse steht und Unterschriften gegen böse Autos sammelt. Es tut mir leid, ihr wirkt militant und ideologisch. Das ist leider euer Image. Es ist nicht verboten daran zu arbeiten.

agathon:
Es wird ziemlich unsexy sein, mit solchen Wagen rumzufahren.

Das mag aus Sicht der Grünen vielleicht so sein. Heute werden Autos mit ein paar Tricks schnell wieder einmal grün und sexy, das solltest du eigentlich genau wissen (Ethanol, Erdgas usw.). Das neidische Geheuchel der Grünen mit ihrer Mogelpackung ist auf alle Fälle kontraproduktiv. Der Unterschied zwischen einem Ami-Pick-Up und einem Lexus SUV mit Hybridtechnologie ist eklatant gross, schon vom Verbrauch her. Ich gehe davon aus, dass nun auch die Amis in Sachen SUVs und Pick-Ups vernünftiger werden. Die globale Finanzkrise wird somit auch gutes bewirken, das steht schon heute fest. Ich weiss wirklich nicht, was es da in den Köpfen der Grünen zu neiden gibt?

Beunruhigend ist dies:

Der CO2 Ausstoss steigt seit dem Jahr 2000 wirklich enorm. China trägt mit über 60 Prozent den grössten Anteil und die Schwellenländer als solches sind der Hauptfaktor für den Anstieg, während die westlichen Länder nicht mehr viel ausmachen.

Wenn du das Weltklima also retten willst, dann musst du nicht Schweizer Autofahrer bevormunden, sondern in China und Indien missionieren gehen.
agathon
Mitglied
#16 ° Gesendet: 26.09.2008 08:55 ° Bearbeitet von: agathon
@ bluefox

bluefox:
Wörtlich: "„Die Freiheit, sich in einer beliebigen Region niederzulassen, sollte ein Menschenrecht sein." ... "Wir fordern eine kollektive Aufnahmeregelung für die Papierlosen" ...

Richtig. Die Grünen schreiben: "Menschenrecht" und nicht "Gesetz". Ein solches Menschenrecht funktioniert natürlich nur, wenn es international anerkannt ist. Wenn nur ein einziger Staat sich daran hält, funktioniert das natürlich nicht. Ihr glaubt immer: Alle wollen in die Schweiz. Das ist etwas beschränkt. Man konnte es ja in den Zeitungen lesen, es sind in den letzten Jahren vor allem Deutsche, die in die Schweiz eingewandert sind. Sie besetzen meist gute Positionen und das ist das Bemerkenswerte: Sie verlassen die Schweiz sehr oft nach 2 Jahren wieder. Warum? Darüber kann bis jetzt nur spekuliert werden. Ich nehme an, sie kommen wegen dem Job-Angebot, suchen dann aber weiter nach einer adäquaten Stelle zu Hause. – Auf jeden Fall - und das war in der NZZ am Sonntag zu lesen (ein übrigens hervorragender Artikel von Michael Furger) - finanzieren sie so unsere AHV ganz kräftig!

Dass die "Sans Papiers" eine bessere Aufnahmeregelung erhalten sollen, darüber muss man wohl kaum diskutieren: Wie will man als politisch Verfolgter, dem ein Reisepass verweigert wird, sich sonst bewegen können? (Natürlich: Das Problem ist, dass Leute ihre Pässe vor der Grenze wegschmeissen, um dann als Sans-Papiers zu gelten.) Doch geht es hier vielleicht weniger darum, dass man einfach jedem Tür und Tor öffnet, sondern dass man für dieses Problem adäquate Lösungen findet, die heute auf jeden Fall ausstehen. Ganz einfach, das Problem ist nicht gelöst, und gewisse Parteien haben auch null Lust, es zu behandeln. Deshalb melden sich die Grünen damit immer wieder.
agathon
Mitglied
#17 ° Gesendet: 26.09.2008 09:13
@ rlarsson

Ich bin erfreut, dass du das Problem wenigstens teilweise anerkennst: Das zeigt, dass sich auf dem Gebiet (Erdölressourcen, Klimaerwärmung) in diesem Jahr sich viel in den Köpfen der Leute getan hat.

Dem Beispiel China ist nichts entgegen zu setzen, das ist natürlich ein sehr grosses Problem. Die Frage ist und bleibt: Will man dem tatenlos zusehen, oder ganz gezielte zukunftorientierte Massnahmen im eigenen Land treffen? Ich glaube nicht, dass Bio-Sprit diesbezüglich eine gute Lösung ist. Viel wichtiger ist, dass Energie-effiziente Produkte zu Massenprodukten und damit billiger werden. Das erreicht man oft dadurch, dass man mit einem Gesetz nachhilft, welches die Nachfrage nach solchen Produkten (in ihrer ganzen Breite) fördert: Sei es durch Verteuerung der Energiefresser oder durch ein Bonus-Malus-System. Die dritte Möglichkeit, und die wird ohnehin kommen, ist, dass sich die Energie-Preise erhöhen. Darauf sollte man aber lieber nicht warten: Dann sind wir in der Situation, dass wir hohe Preise sowohl für Energie wie für die effizienten Produkte bezahlen.

Ein Problem unserer Energie-Politik ist ja nicht zuletzt, dass man Zukunftsprognosen immer vom aktuellen, sehr hohen Verbrauch aus erstellen muss. Wenn man hingegen den Verbrauch senken kann, eröffnet das ganz neue Perspektiven: Man müsste vielleicht dann nicht über AKW's reden, sondern über kleinteiligeres Systeme, in denen viele verschiedene Energieressourcen beansprucht werden: Keine Quelle - und das haben Versuche in deutschen Städten gezeigt - ist für sich Lösung: Es braucht eine Kombination: Holz, Wind, Bio-Gas, Wasser, Erdwärme usw. Das heisst man macht von jeder lokalen Ressource optimalen Gebrauch, ohne sich von einer einzigen abhängig zu machen. AKW's sind in vieler Hinsicht ein Klumpenrisiko: Uranreserven, Betriebsausfälle, Sicherheit...
Boll
Mitglied
#18 ° Gesendet: 26.09.2008 09:26
Das Problem der Sans-Papiers wäre natürlich gelöst, wenn man ihnen allen Papiere gäbe...
bluefox
Mitglied
#19 ° Gesendet: 26.09.2008 09:29
agathon:
Richtig. Die Grünen schreiben: "Menschenrecht" und nicht "Gesetz". Ein solches Menschenrecht funktioniert natürlich nur, wenn es international anerkannt ist

Nochmals: die Grünen fordern, dass sich jeder mensch dieser erde, auch bin laden, in der schweiz niederlassen darf. Ein entsprechendes gesetz gibt es gottseidank noch nicht.
Von gegenseitiger anerkennung dieses rechts steht nichts. Aber selbst wenn, Es würde bedeuten, dass jeder kommen kann, wirklich jeder. JeKaMi.
Es wird explizit gefordert: "Die Aufhebung der Begrenzung der Zahl von Zulassungsbewilligungen.", "Das Recht auf Familiennachzug ist ohne Einschränkungen", "Alle haben das Recht .... in Würde hier leben zu können."

agathon:
Ihr glaubt immer: Alle wollen in die Schweiz. Das ist etwas beschränkt.

Echt. Informier dich halt mal? "Einen Rekord verzeichnete die Schweiz 2007 in der Anzahl Einwanderungen. Mit 165 600 war sie so hoch wie noch nie seit detaillierte Statistiken zu den Ein- und Auswanderungen geführt werden (zirka 1981)."
Zocker
Mitglied
#20 ° Gesendet: 26.09.2008 09:34
bluefox

Wenn zu viele einwandern, dann kannst du ja locker auswandern. Denn irgendwo müssen ja die anderen fehlen. Eine neue Umgebung würde dein Entwicklungspotential wesentlich fördern und du hättest die Möglichkeit ein Mensch zu werden, der ohne Brett vor dem Kopf nach vorne blicken kann.

Diese Chance solltest du dir nicht entgehen lassen.
 Seite:  ««  1  2  3  4  5  ...  10  11  12  13  14  »» 
 

Foren

Themen

Weiterempfehlen

Werbung

Anmelden

oder kostenlos registrieren

Jetzt online

Jetzt online: Gäste - 2
Registrierte Gäste - 0
Online Rekord: 33 [15.08.2008 15:34]
Gäste - 30 / Registrierte Gäste - 3

Das Forum ist CO2-neutral

Facebook