agathon:
Die Grünen im Vormarsch!
Mein Gott, was für eine schleimige Lobhudelei!
agathon:
Wer sich in den Sommerferien in anderen europäischen Ländern aufgehalten hat, wird bemerkt haben, wieviel kleiner die Autos im Ausland sind
Ja, hast Du die Autos auch gezählt? Dann wäre Dir vielleicht aufgefallen, dass z.B. in Italien (582 Pw/1000 Einwohner) oder Portugal (572 Pw/1000 Einw.) [1] ein gutes Stück mehr Autos pro Einwohner unterwegs sind, als in der Schweiz. (521 Pw/1000 Einw.) [2], [3], was die ganze Geschichte gleich wieder relativiert.
agathon:
Statt uns aus der Abhängigkeit der fossilen Brennstoffe zu lösen, bindet ein viel zu grosser Teil der Schweizer ihren Geldbeutel an irgendwelche 200 PS Motoren.
Womit Du indirekt genau das zugibst, was die Befürworter immerzu abstreiten. Es geht nicht in erster Linie darum die Umweltbelastung zu reduzieren und die Sicherheit zu verbessern, sondern darum, den Reich(er)en eins ans Bein zu geben. Wenn es nur darum ginge, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren (ein übrigens durchaus sinnvolles Ziel), dann würden die Grünen sich wenn schon für eine EU-kompatible Lösung stark machen, die auf den durchschnittlichen Flottenverbrauch bzw. -CO2-Ausstoss abstellt. Aber offenbar geht es eben mehr um linke Ideologie als um die Sache. Das ist allerdings auch gut so, denn wenn erst mal der "Anti-Offroader"-Mythos weg ist und die Fakten über die Auswirkungen der Initiative auf den Tisch kommen, dann wird sie nicht den Hauch einer Chance haben.
agathon:
Es fehlt ihnen jeder Rappen für ökologisch und energiewirtschaftlich sinnvolle Einkäufe und Investitionen
Dies ist erst mal eine höchst fragwürdige und vor allem unbewiesene Behauptung.
In weiten und energiewirtschaftlich entscheidenden Lebensbereichen hat zudem ein grosser Teil der Bevölkerung gar keine Möglichkeit zu ökologisch und energiewirtschaftlich sinnvollen Investitionen, weil er nämlich in einer Mietwohnung lebt und somit gar nicht in eine Erdsondenheizung oder Solarzellen investieren kann. Der hohe Mieteranteil hat verschiedenste Gründe, aber bezeichnend war in den letzten Jahren, dass die Linken und Grünen sämtliche Vorstösse zur Wohneigentumsförderung (z.B. Bausparmodelle) torpediert haben. Mindestens was die linke Seite des politischen Spektrums angeht, so ist der hohe Mieteranteil ganz klar politisch gewollt. Das ist auch kein Wunder, neigen doch Eigenheimbesitzer dazu, den Wert und Schutz des Privateigentums höher zu gewichten, was mindestens dem Teil der Linken der immer noch alten sozialistischen Planwirtschaftsträumen nachhängt, gar nicht behagt.
agathon:
nur um mit den teureren aber x-fach effizienteren Energiesparlampen ein Beispiel zu nennen.
Immer diese unreflektierte Energiesparlampenvergötterung. Energiesparlampen lohnen sich finanziell schon seit vielen Jahren, sofern sie sinnvoll eingesetzt werden. Im Keller oder in der Besenkammer, wo das Licht im Schnitt vielleicht 'ne Viertelstunde pro Woche brennt ist der Einsatz derselben jedoch höchst fragwürdig und zwar auch unter ökologischen Gesichtspunkten.
agathon:
Entsprechend konsequent ist der Ausstieg aus der Atom-Energie
Wenigstens eine vernünftige Forderung aus der grünen Ecke...
agathon:
Dass die Grünen die Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts bekämpfen, liegt in der Logik ihrer Politik
Von der Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts halte ich auch nichts. Wie ich in diesem Forum schon mehrfach geschrieben habe, wäre es wesentlich sinnvoller das Übel an der Wurzel, nämlich bei der teilweise unsinnig restriktiven Umweltgesetzgebung zu packen. Immerhin wurde dort jetzt ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht, indem neu beispielsweise eine UVP erst ab 500 und nicht schon ab lächerlichen 300 Parkplätzen erforderlich sein wird.
Leider schreibt agathon kein Wort über die
Einwanderungs- und Ausländerpolitik der Grünen. Ich bin jetzt zu faul zum nachschlagen, aber als ich das letzte Mal nachgeschaut habe, stand in deren Parteiprogramm sinngemäss, dass sie sich für eine unkontrollierte JeKaMi-Einwanderung stark machen. Wenn man sich mal vor Augen führt welche bedeutenden Zusammenhänge zwischen Bevölkerungsdichte und Umweltbelastung bestehen, dann wird jedem vernünftig denkenden Menschen klar, dass eine derartige Politik für einen Kleinstaat wie die Schweiz nicht nur schizophren sondern auch höchst verantwortungslos wäre.
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