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Wird der Weltuntergang eingeläutet, wenn es Petrol regnet?

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albi2000
Mitglied
#1 ° Gesendet: 30.06.2010 02:02
Wird der Weltuntergang eingeläutet, wenn es Petrol regnet?
Das was nicht in der Zeitung stand:

Das wichtigste in Kürze.

Wie von einer Prophetin zu erfahren ist, könne das schon seit Wochen ausfließende Öl im Golf von Mexiko nicht mehr gestoppt werden, da auch ein Vulkan angebohrt worden sei. Am 20.06 2010 ist offiziell bereits die Rede von 16 Millionen Liter Öl pro Tag, die ausfließen. Das Öl werde nun von einem Meer ins andere fließen. Die Sonne kann dann immer weniger Wasser ziehen, dann wird es nur noch öliges Wasser oder Petrol regnen. So werden immer mehr Menschen krank und sterben. Trinkwasser wird knapp werden. Beim nächsten Weltkrieg wird es dann nicht mehr um Öl gehen, sondern um Wasser.

Es ist auch die Rede davon, dass die Ölkatastrophe von Geheimgesellschaften oder von Außerirdischen absichtlich herbeibefuhrt wurde, es seien viel zu viel Menschen auf der Erde, ein paar Milliarden müssen wieder einmal weg. Sollte dem so sein, so haben diese auch der richtige Zeitpunkt ausgesucht: die Weltmeisterschaft. Die Leute sind vom Sport abgelenkt und befassen sich viel lieber mit Fußball als mit der Ölpest.

Was da genau passiert in Mexiko wissen wir nicht, oder war jemand dabei und hat etwas gesehen? Die Medien können manipulieren und lügen wie gedruckt, und drucken was sie lügen und wichtige Informationen unterschlagen.

In Amerika wurde letzte Woche eine 19 Meter große Jesusstatue vom Blitz getroffen und zerstört. Gläubige Christen sind der Meinung, dass hier der Zorn Gottes im Spiel sei.

Wir können nur hoffen, dass solche Voraussagen nicht wahr sind.
razzar
Mitglied
#2 ° Gesendet: 30.06.2010 08:32
albi2000:
Das was nicht in der Zeitung stand:

Ich weiss nicht... aber das hab ich schonmal wo gelesen kürzlich.

albi2000:
Das Öl werde nun von einem Meer ins andere fließen. Die Sonne kann dann immer weniger Wasser ziehen,

Ich glaube diese Menge Öl genügt nicht um die gesamte Wasseroberfläche der Erde zu bedecken. Und ob sich wirklich Teile von Öl im Wasserdampf befinden weiss ich nicht. Saurer Regen entstand auch nur weil Schwefel schon in der Atmosphäre schwebte und vom Regen aufgenommen wurde.

Aber eine bodenlose Schweinerei ist es trotzdem die Erde so derart zu verschmutzen.

Wenn es einen Weltuntergang geben müsste, würde man nicht weiter nach Öl boren. Wer von den paar Übriggebliebenen würde denn das kaufen wollen?
Zocker
Mitglied
#3 ° Gesendet: 30.06.2010 10:17
Es wäre schön, wenn der Weltuntergang endlich beginnen würde.

Bei uns in der Schweiz käme er sowieso 10 Jahre später, weil bei uns alles zehn Jahre später kommt. Wir könnten in Ruhe zusehen wie die Anderen den Untergang bewältigen, wie sie das jüngste Gericht abwickeln und was sie nachher so treiben. Und am Schluss könnten auch wir in den Weltuntergang einsteigen und das Gelernte ausprobieren und hätten bessere Karten das ganze Konkursverfahren positiv abzuwickeln.

Wir könnten genüsslich zuschauen, wie die EU und der € verschwinden, wie wir es immer schon prophezeit haben. Und wir könnten das Bankgeheimnis beibehalten und könnten die Reichtümer der Untergehenden noch an Land (sprich in die Schweiz) ziehen. Es wäre ein Riesengeschäft für unsere Banken und wir wären am Schluss so reich, dass man uns nicht mehr untergehen lassen könnte. Und wir wären der Sonderfall Schweiz, der natürlich auch für den Weltuntergang gilt.
felixkohl
Mitglied
#4 ° Gesendet: 30.06.2010 14:52
@albi2000

Ach neee..nicht schon wieder Weltuntergang.

Global ist das ausgeflossene Öl lediglich ein Klecks. Ebenso wird es abgebaut. Die Erde hat viel schlimmere Katastrophen verkraftet.

Das Traurige ist jedoch, dass immer wieder ökologisch wertvolle Systeme zerstört werden. Ein paar Fischer haben natürlich auch das Nachsehen (was für sie jeweils existentiell bedrohlich ist) und womöglich der Tourismus.

Nein, Aldi2000, (noch) naht kein Weltuntergang auf derlei dramatische Art.
Man kann sich auch fragen, was damit gemeint ist, der "Untergang der menschlichen Spezies" oder aller anderen Kreaturen auch? Ich denke eher ans erste.

Weltuntergangspropheten, Weltuntergangspessimisten, Freizeitpessimisten, bigotte Naturträumer uvm. quaseln einfach dummes Zeugs daher.
Leider werden aber wiederholte und teils systematisch Naturräume zerstört, Gleichgewichte gestört, Arten vernichtet, Böden und Gewässer verschmutzt.

Die USA, Europa aber auch Länder in Asien und Afrika haben - und das ist erfreulich - viele Gesetze zum Schutz und zur Aufrechterhaltung der Ökosysteme erlassen.

Aber ein grosses Problem bleibt. Der moderne Homo Ökonomicus wertet alles in Geld.

Deshalb braucht die Moderne folgende Stützpfeiler auf nationaler oder internationaler Ebene.

1. Eine verständliche und greifbare Naturethik.

Es gab und gibt zwar immer wieder Ansätze dazu. Doch finden sie wenig Beachtung, z.B. in Schulen und Gesellschaft.
Kinder und Jugendliche sind sehr empfänglich dafür - bevor leider viele dem Zynismus anheim fallen.

2. Eine Naturbildung, die an Schulen und Berufsausbildungen verbindlich (also mit NOTEN) vermittelt wird.

3. Eine Naturgesetzesgebung auf dem gesamten Globus. Denn besonders skrupellose Unternehmen benutzen wiederholt schwache Regierungen und Gesellschaften um Raubbau zu betreiben oder ihre Immissionen gratis und franko zu tätigen.

Der CO2-Handel ist hier von der Idee her nicht schlecht, weist aber viele Defizite auf.

4. Schliesslich eine Ökonomisierung des "Gutes" Natur.
Auch dazu wurden bereits viele Modelle und Lösungsvorschläge entwickelt.
Man beachte, dass hier auch viele Schnittstellen zu anderen Märkten bestehen, z.B. Frischwasser, Trinkwasser, fruchtbare Böden, Tourismus und Freizeitindustrie, Wohneigentum etc.

Mit ein bisschen "Naturromantik" während der Ferien ist es also nicht gemacht. :-)

Oder mit den Worten Heinrich Pestallozzis: Es braucht auch hier Kopf, Herz und Hand.
Loser
Mitglied
#5 ° Gesendet: 30.06.2010 17:36
felixkohl:
Ebenso wird es abgebaut. Die Erde hat viel schlimmere Katastrophen verkraftet.

Die Chancen dafür stehen sogar ziemlich gut, da es eine warme Region ist, arbeiten die Bakterien, welche das Oel zersetzen, um einiges schneller und effektiver.
Zocker
Mitglied
#6 ° Gesendet: 30.06.2010 19:25
Freuen wir uns doch über jede Umweltkatastrophe die wieder aufzeigt wie notwendig der Umwelt- und Klimaschutz wäre. Ohne diese Katastrophen würde überhaupt nichts geschehen.

Ein Politiker muss, will er gegen eine Lobby vorgehen erdrückende Fakten in der hand haben. Uns selbst wenn es solche gibt. so wird auf zeit gespielt, es wird verwässert und es wird taktiert um die Partialinteressen einzelner Lobbys zu schützen.

Geld regiert die Welt und das ohne Rücksicht auf Verluste. Wir benötigen dringend noch einige Katastrophen bis wir alle zwingen können die schlimmsten Umweltsünden zu unterlassen.
salibaybay
Mitglied
#7 ° Gesendet: 30.06.2010 19:58
weiss jemand was für chemikalien zur zersetzung dem öl beigemischt werden? und wer die verkauft?
arbeiten diese chemikalien für oder gegen die bakterien? könnte man da eventuell noch ein paar altlasten entsorgen?(fällt ja nicht auf, und->)
Zocker:
Geld regiert die Welt und das ohne Rücksicht auf Verluste. Wir benötigen dringend noch einige Katastrophen bis wir alle zwingen können die schlimmsten Umweltsünden zu unterlassen.

hoffen wir einfach nach den von dir gewünschten katastrophen gibts noch jemand, der dann was ändern kann.

und dann liegt mir noch ein punkt am herzen. falls das öl, wie bis anhin angenommen, biotischem ursprung ist, dann erschöpft sich ja die quelle von alleine irgend wann. was aber wenn öl abiotisch ist?
gumbyman
Mitglied
#8 ° Gesendet: 30.06.2010 23:44
salibaybay:
falls das öl, wie bis anhin angenommen, biotischem ursprung ist, dann erschöpft sich ja die quelle von alleine irgend wann. was aber wenn öl abiotisch ist?

Naja...bisher hat sich noch jedes Ölfeld mit der Zeit erschöpft, also hoffen wir dass es bei diesem auch so sei ;-)
Und dann ist da noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Entlastungsbohrungen in ein paar Wochen wirklich Erfolg haben und das Öl wieder vollständig aus der Quelle abgezapft und abgefüllt werden kann. Danach geht's weiter mit Business as usual...

g.
felixkohl
Mitglied
#9 ° Gesendet: 01.07.2010 00:59 ° Bearbeitet von: felixkohl
was aber wenn öl abiotisch ist?

Es ist biologisch abbaubar, wenngleich nicht gleich auf Befehl.

@Zocker

Wir benötigen dringend noch einige Katastrophen bis wir alle zwingen können die schlimmsten Umweltsünden zu unterlassen.

Das kommt leider von selber...
Es gibt aber viele versteckte Katastrophen...z.B. der Artenschwund in Mitteleuropa. Ein pathetisches Beispiel: Frag ein Kind wie ein Pyrrol oder eine Lärche klingt.
razzar
Mitglied
#10 ° Gesendet: 01.07.2010 09:01
felixkohl:
Frag ein Kind wie ein Pyrrol oder eine Lärche klingt.

Piieps?

Ich hab mich selber kürzlich an der Nase genommen, weil ich vor lauter "Geldbeschaffung" vergessen habe wie all die Bäume heissen. Bin nun wieder am aufarbeiten ;).
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